Lonley Planet: Australien Ostküste

Telefonbuch in der Tasche

Der Lonely Planet „Australien Ostküste“ wurde wie alle Bücher dieser Reihe nicht von deutschen Autoren verfasst, sondern aus dem Englischen übersetzt. Für den Titel sind zwölf Autoren, die meisten von ihnen Australier, verantwortlich.

Ob es an der Vielzahl der Autoren liegt, oder daran, dass auch mehrere Übersetzer an dem Buch gearbeitet haben? – auffällig ist die unterschiedliche sprachliche Qualität der einzelnen Kapitel. Während einige flüssig geschrieben und leicht lesbar sind, haben andere die Qualität eines Schulaufsatzes.

Inhaltlich bietet der Lonely Planet das Erwartete: Lange Listen mit Adressen von Restaurants und Hotels  – gut und solide recherchiert. Mit der kleinen Schwächen allerdings, was Empfehlungen im Spitzensegment betrifft. Hier ist die Auswahl dünn und teilweise fehlerhaft. Enttäuschend wenig erfährt man über Land und Leute – offenbar schien den australischen Autoren vieles selbstverständlich, was deutschsprachige Leser doch erklärt haben möchten. Selbst bei den großen Städten Melbourne, Sydney und Brisbane beschränken sich casino internet die Hintergrundinfos auf wenige Zeilen.

Schade ist auch, dass der Verlag den Begriff „Ostküste“ wirklich eng definiert. Das heißt, selbst Sehenswürdigkeiten, die nur wenige Kilometer abseits der Küste liegen, sucht man vergebens – dabei dürften Ausflüge ins Landesinnere durchaus zum normalen  Reiseverhalten eines Ostküstenbesuchers gehören.

Trotz aller Kritik: Für die Stammklientel der Lonely Planet Reihe – Backpacker, die mehr an Übernachtungs- und Ausgehtipps interessiert sind als an Hintergrundinformationen – kann man den Band durchaus empfehlen. Für alle anderen gibt es aber bessere Alternativen. (rk)

Australien Ostküste. Lonely Planet. 584 Seiten, 22,95 Euro.

Der Band ist inzwischen in einer überarbeiteten Neuauflage erschienen. Inhaltlich wurde er dabei kaum verändert.

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