Kambodscha: Ein Tuk Tuk in Angkor, Teil 6

Ta Prohm

Lieblingstempel Ta Prohm

Ta Prohm ist der Lieblingstempel Khim Soks, weil ihn die Restauratoren im Gegensatz zu den meisten anderen in seinem natürlichen Zustand belassen und nicht von den Bäumen befreit haben, deren Wurzeln Steinquader, Torbögen und ganze Hallen seit Jahrhunderten in ihrem unerbittlichen Würgegriff halten, sich in das Mauerwerk pressend und Stein zersprengend. Heute bilden die Feigenbäume und die noch mächtigeren Tetramelaceae eine Einheit mit dem Stein, den sie umhüllen, gefangen halten und vielerorts zugleich stützen, und es scheint als wäre es nie anders gewesen.

„Ich war auch mal wie diese Felsklötze“, sagt Khim Sok und lächelt erneut. Die Erinnerung bereitet ihm offenbar kein großes Unbehagen. „Gefangen, festgehalten, ohne jede Bewegungsfreiheit. In meinem Fall waren die Wurzeln, die mich hielten, unsichtbar, aber sie sorgten dennoch dafür, dass ich Tag und Nacht hinter der Rezeption stehen musste. Kein Bewegungsfreiraum. Und jetzt? Haha!“

Lachend schwingt er sich auf seine Maschine und startet den Motor.

„Einsteigen und festhalten!“, ruft er über die Schulter, dann dreht er am Gasgriff.

Es ist Zeit für den Rückweg. Khim Sok arbeitet ungern mehr als acht Stunden am Tag. Der Nachmittag hat begonnen, und er will noch ein paar Lehrbücher wälzen.

Erik Lorenz

Infokasten:

Die Tuk Tuk-Fahrer in Siem Reap bieten maßgeschneiderte Touren an, je nachdem, für wie viele Tage Sie die Tempel besichtigen wollen. Für einen achtstündigen Tagesausflug zu Angkor Wat und den umliegenden Tempeln nimmt ein Fahrer etwa 15 US-Dollar. Bei weiter entfernten Tempeln kann der Preis bis auf 25 Dollar ansteigen. Dazu kommt der Eintrittspreis von 20 Dollar für einen, 40 Dollar für zwei und 60 Dollar für sechs Tage. Wenn Sie einen ortskundigen Tuk Tuk-Fahrer wünschen, der gutes Englisch spricht und sein Wissen über die Geschichte der Tempel mit Ihnen teilt, vermittelt Ihnen Erik Lorenz (www.Facebook.com/ErikLorenzAutor – dort gibt es auch regelmäßige Neuigkeiten zum Autor) gern den Kontakt zu Khim Sok.

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