Grönland: INUK – Der erste grönländische Film in deutschen Kinos

Erzählt wird die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft, die zwei Menschen zurück ins Leben holt. In der grönländischen Hauptstadt Nuuk lebt der Junge Inuk ein nicht ganz einfaches Leben. Allein gelassen von seiner Mutter und ihrem Freund gerät er immer mehr außer Kontrolle, so dass er von den Behörden schließlich nach Uummannaq geschickt wird. Hier begegnet er Ikuma, einem wortkargen Jäger, dessen mysteriöse Vergangenheit ihm Rätsel aufgibt. Gemeinsam begeben sie sich auf eine einsame und doch heilsame Reise in die weiße Wildnis.

Auf der gefährlichen Robbenjagd im ewigen Eis lernen die beiden nicht nur einander, sondern auch sich selbst ganz neu kennen. Jenseits des Polarkreises, zwischen Eislandschaften und Gletscherpässen tauchen beide tief in die Geschichte der Inuit ein. Beide müssen verstehen lernen, dass die Erinnerung zum Schlüssel für die Zukunft werden kann. Die Hauptperson findet nicht nur zu sich selbst, sondern auch zu den Traditionen Grönlands zurück: der Fahrt mit dem Hundeschlitten und der Jagd. Uummannaq bietet einen Mix aus Moderne und Ursprünglichkeit, aus „städtischem“ Leben und rauer Natur.

Uummannaq gilt als einer der Orte, an denen das echte und mystische Grönland noch lebendig ist. Etwa 1.300 Menschen leben hier auf 12 Quadratkilometern, bunte Häuser erstrecken sich am Fuße schroffer Felsen, Eisberge treiben um die Insel und Wale tummeln sich im Wasser. „Der Robbenherzförmige“ bedeutet Uummannaq auf deutsch, benannt nach dem Aussehen des fast 1.200 Meter hohen Berges, der die Landschaft prägt. Die Inuit leben von der Fischerei und der Robbenjagd, dennoch hat auch hier die Moderne Einzug erhalten: die Kajaks wurden von Motorbooten abgelöst und Fußball beim FC Malamuk Uummannaq hat sich zu einer der beliebtesten Freizeitaktivitäten entwickelt.

Naturliebhaber erleben die Insel bei Wandertouren oder Kajakausflügen, im Winter bieten die Einwohner Hundeschlittentouren für Touristen an. Die Insel ist aber nicht nur wegen des Einklangs von Ursprünglichkeit und Moderne sowie für Naturerlebnisse bekannt. Hier liegt auch das Polar Institute und zeigt unter anderem eine Ausstellung über den deutschen Pionier der Polarforschung Alfred Wegener, der 1930 auf einer Grönlandexpedition ums Leben kam.

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