Irland: Dublin – Die Hauptstadt der Dichter

Liegt es an der irischen Luft oder am Wind? Oder am Bier und Whiskey? Keiner weiß es – aber eines ist Tatsache: Dublin ist die Welthauptstadt der Dichter und Schriftsteller.

Keine andere Stadt hat im Verhältnis zur Einwohnerzahl so viele Literaturnobelpreisträger hervorgebracht. Einer der ersten in der langen Reihe bekannter Größen war Jonathan Swift. Er trat mit seiner Satire »A Modest Proposal« für die hungernden Menschen in Irland ein. Später waren es dann Sean O’Casey (1880-1964) oder George Bernard Shaw (1856-1950), die in ihren Werken für soziale Gerechtigkeit plädierten. Oscar Wilde (1854-1900), William ButlerYeats (1865-1939, Nobelpreisträger 1923), John Millington Synge (1871-1909) und Samuel Beckett sind weitere Größen am Literaturhimmel.

Der wahrscheinlich bekannteste Dubliner Schriftsteller ist James Joyce. Ihm und allen anderen Autoren der Stadt widmet sich das Dublin Writers Museum. Speziell an James Joyce erinnern das James Joyce Museum im Joyce Tower in Sandycove und das James Joyce Center. Auch das Geburtshaus von George Bernard Shaw kann man besichtigen (»The Shaw Birthplace«). Das Kind­heitsheim von Oscar Wilde (1 Merrion Square) ist dagegen nur für Gruppen zugänglich. Nur wenige Schritte von seinem ehemaligen Wohnort entfernt, steht eine Statue zu Ehren des Dichters – obwohl man in diesem Fall wohl eher »liegen« sagen müsste: Der als Dandy bekannte Dichter lümmelt entspannt auf einem Stein.

Rasso Knoller

 

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