Finnland: Samisches Kulturzentrum

Samische Tracht

Neues samisches Kulturzentrum im finnischen Inari

Im lappländischen Inari (350 Kilometer nördlich von Rovaniemi) eröffneten die finnischen Samen ein Kulturzentrum. Das neue „Sami Cultural Centre Sajos“ dient dem Erhalt der samischen Kultur und Sprache. Außerdem ist es Sitz des finnisch-samischen Parlaments sowie der Verwaltung und wird als Wirtschaftszentrum fungieren. Der Europäische Fonds für Regionalentwicklung unterstützte die Gründung des Zentrums mit fünf Millionen Euro.
Traditionell erstreckt sich der Lebensraum der Samen über ganz Lappland und umschließt die nördlichen Teile der Länder Finnland, Norwegen, Schweden und Russland. In Finnland leben etwa 9.000 Samen, 3.500 davon in Finnisch-Lappland. Eine zentrale Aufgabe des „Sami Cultural Centre Sajos“ wird die Weitergabe der samischen Traditionen und Dialekte sowie der interkulturelle Austausch sein. Inari Sajos, samisches Kulturzentrum

Der indigene Volksstamm ist bekannt für seine mythologischen Sagen und die Überzeugung, dass alles auf der Welt eine Seele besitzt. Im Schamanismus der Samen verschmelzen Religion, Natur und Magie. Nach einer ihrer Legenden ist es ein Fuchs, der die Nordlichter am arktischen Winterhimmel hervorruft. Indem dieser beim nächtlichen Lauf über die Fjelle mit seinem Schweif den Schnee hochwirbelt, versprüht er Funken, die dann als Polarlichter am Firmament zu sehen sind.

Wer mehr über die Geschichte und Kultur der Samen erfahren möchte, sollte in Inari auch das Siida-Museum, das Nationalmuseum der Samen, besuchen. Besonders anschaulich vermittelt das dazugehörige, allerdings nur im Sommer geöffnete Freilichtmuseum die Lebensweise des Naturvolkes.

 


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