Spanien: Die Route von Isabel der Katholischen

„Schöne Isabella aus Kastilien“ singen die Comedian Harmonists. Jetzt hat das Ministerium für Kultur und Tourismus von Kastilien-León mit der „Ruta de Isabel“, der ersten Königin Spaniens ein weiteres Denkmal gesetzt. Mit ihrem Mann Ferdinand regierte sie ab 1479 gemeinsam die Reiche Aragon und Kastilien, obwohl Isabella die alleinige „Besitzerin“ der Krone von Kastilien blieb.

Isabella I. von Kastilien wurde am 22. April 1451 in Madrigal de las Altas Torres geboren und starb am 26. November 1504 in Medina del Campo. Als Herrscherin über  das erste gesamtspanische Königreich, die entscheidenden Anteil an der Entdeckung Amerikas hatte, gehört Isabella die Katholische, wie sie auch genannt wird, zu den einflussreichsten Persönlichkeiten der Weltgeschichte. Die Route basiert auf einer historischen Studie von Schauplätzen, die eng mit dem Leben Isabellas in Verbindung stehen und noch heute besucht werden können.

Madrigal de las Altas Torres

Isabella I. von Kastilien kam im Palast Juans II. in Madrigal de las Altas Torres zur Welt. Das von ihrem Vater errichtete und unter Denkmalschutz stehende Gebäude ist heute Sitz des Königlichen Klosters Nuestra Señora de Gracia. Die Königin verbrachte einen Teil ihrer Kindheit in diesem Palast und kehrte während ihres Lebens mehrere Male dorthin zurück. Im Palastinneren sind einige Räume erhalten und für Besucher geöffnet, wie der Parlamentssaal und das Gemach, in dem Isabella die Katholische im Jahre 1451 geboren wurde.

Vermählung in Valladolid

An den Ufern zweier Flüsse, in einem Tal zwischen Anhöhen und Ödland und im geometrischen Mittelpunkt der Region Kastilien-La Mancha liegt Valladolid, die Hauptstadt Spaniens im 15. Und 16. Jahrhundert. Dort wurde 1469 im Palast der Familie Vivero die Vermählung der Königin mit Ferdinand von Aragón gefeiert.

Krönung in Segovia

In der Kirche San Miguel, neben den Arkadengängen der Plaza Mayor, wurde Isabella 1474 zur Königin von Kastilien proklamiert. Im Alkazar, der sich majestätisch über der Stadt erhebt, unterschrieben die Katholischen Könige ein Abkommen, das die Aufteilung der Regierungszuwendungen unter Ferdinand und Isabella und ihre jeweiligen Zuständigkeiten regelte. Im Inneren des Palastes können die Wappen der Monarchen und der mit Porträts der Könige geschmückte Thronsaal besichtigt werden.

Letzter Abschied in Medina del Campo

In Medina del Campo verstarb die Königin. Die Hauptsehenswürdigkeit dieses Orts ist die Burg Mota aus dem 15. Jahrhundert, deren Silhouette das Erscheinungsbild von Medina del Campo prägt. Zentraler Punkt der Stadt ist die weiträumige Plaza Mayor, auf  dem im 15. Jahrhundert Viehmärkte veranstaltetet wurden, die ihn in ganz Europa bekannt. Hier liegt auch der Königspalast, in dem Isabella die Katholische ihr Testament ablegte und starb.

 

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