Antarktis: Unterwegs mit der „Fram“ (Teil 5: Antarctic Sound)

„Fragt uns nicht, wann der nächste Landgang ist, fragt uns nicht, wie lange ihr an Land bleiben könnt, erwartet auch nicht, dass wir euch einen genauen Wetterbericht geben können. Wir können euch nicht mal garantieren, ob der nächste Landausflug überhaupt stattfinden kann. Dies ist eine Expeditionskreuzfahrt!“

Diese Sätze mussten wir uns in den ersten Tagen vom Expeditionsteam mindestens ein halbes Dutzend Mal anhören. Geglaubt hat sie kaum jemand, zu schön war das Wetter, zu ruhig das Meer. Heute hat die Antarktis zum ersten Mal gezeigt, dass sie auch anders kann. Schon beim Vormittagslandgang hat es geschneit und der Wind war ziemlich frisch. Am Nachmittag sollten wir in Brown Bluff, einer vulkanischen Klippe, anlegen, doch der Wind war mittlerweile so stark, dass die kleinen Boote nicht mehr anlanden konnten.

Als Entschädigung gab es eine Panoramatour durch den Antarctic Sound bis zur Grenze des Wedell Meeres. Eisberge soweit das Auge reicht. Große, kleine, weiße, blaue und als Krönung Tafeleisberge, haushoch und mehrere hundert Meter lang. Jeder sieht anders aus und die „Fram“ gleitet an allem so langsam vorbei, dass jede Einzelheit zu erkennen ist. Trotz des eisigen Windes und mittlerweile Windstärke zehn gibt es nur einen Platz: an Deck mit der Kamera in den eiskalten Fingern.

Morgen fahren wir durch Neptun’s Blasebalg. Wer wissen möchte, was das ist, kann es morgen hier nachlesen. Oder einen Tipp im Kommentar abgeben.

Parade der Eisberge im Antarctic Sound

 

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