Island: Námafjall – das schönste Solfatarenfeld der Vulkaninsel

Auf den ersten Blick ist der Mývatn ein lieblicher See mit grünen Ufern und Inseln. Doch nur wenige Kilometer entfernt brodelt es gewaltig. Nachdem die Ringstraße den Mývatn in östlicher Richtung verlassen hat, passiert sie nach einigen Kilometern die Passhöhe Námaskarð und kurz danach liegt am Fuße des Berges Námafjall das beeindruckendste Solfatarenfeld Islands.

Foto: Nowak, Island, Namafjall

Schon am Parkplatz bei Hverir nimmt das Naturschauspiel alle Sinne in Beschlag. Die völlig vegetationslose Ebene und die Bergflanke leuchten in kräftigen Gelb- und Orange- und Brauntönen, ein Anblick, der an Fotos vom Mars erinnert. Überall treten aus Spalten weiße Dampfsäulen aus, manche bahnen sich mit lautem Zischen und Fauchen ihren Weg an die Oberfläche. Heiße Schlammtöpfe blubbern und brodeln vor sich hin und über allem liegt ein Geruch von faulen Eiern.

Foto: Nowak, Island, Namafjall

Vom Parkplatz führt ein steiler Pfad auf den 485 m hohen Berg Námafjall und bietet eine Panoramatour durch diese unwirkliche Landschaft. Der Weg führt ein Stück auf dem Kamm entlang und endet schließlich auf der Passhöhe an der Ringstraße. Im Mittelalter und dann wieder im 18. Jahrhundert wurde am Námafjall Schwefel gewonnen, bis die Vorkommen erschöpft waren und der Abbau unrentabel wurde. Heute ist das Solfatarenfeld am Námafjall Pflichtprogramm für jeden Islandbesucher.

Christian Nowak

 

 

 

 

 

 

 

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