Deutschland: Top 5 Leuchttürme an der Nordseeküste

Der Amrumer Leuchtturm ist der höchste Leuchtturm an der Schleswig-Holsteinischen Westküste. © www.nordseetourismus.de/Tanja Weinekötter

Sie prägen das Bild der Nordseeküste, den Seefahrern bieten die Leuchtfeuer Orientierung, den Landgängern schönste Aussichten. 24 Leuchttürme weisen den Nordsee-Urlaubern den Weg entlang der Küste, auf den Inseln und Halligen.

Leuchttürme faszinieren die Besucher, sie sind Symbole maritimer Sehnsucht und erinnern an eine Zeit, als die Leuchtturmwärter mit ihren Familien ihrer abgeschiedenen Arbeit nachgingen. Heute hat der Mausklick den Meerblick abgelöst – fast alle Leuchttürme sind mittlerweile vom Computer gesteuert.

Die Nummer 1 an der Nordseeküste ist der berühmte Leuchtturm Westerheversand, bekannt aus zahlreichen Werbespots und durch seine beiden Wärterhäuschen immer wieder leicht zu erkennen. Vom Parkplatz aus führt ein zirka eineinhalb Kilometer langer Weg durch die Salzwiesen im Nationalpark Wattenmeer zu dem über einhundert Jahre alten Bauwerk, das noch in voller Funktion ist. Bis 1979 war der Turm bemannt, danach wurde er automatisiert und die ehemaligen Wärterhäuschen von Mitarbeitern der Schutzstation Wattenmeer bezogen. Tag für Tag sendet das Wahrzeichen Eiderstedts sein Licht in die Nacht hinaus – bei guter Sicht bis zu 39 Kilometer weit. Der rot-weiße Riese steht allen Besuchern während geführter Touren offen: Wer die 157 Stufen bis in die Turmspitze erklommen hat, wird mit einem unvergesslichen Ausblick über Eiderstedt, die Insel- und Halligwelt belohnt

Im Jahr 1856 im Auftrag des Königs Friedrich VII. von Dänemark errichtet, ist der Leuchtturm Kampen auf Sylt heute über 150 Jahre alt. Der schneeweiße Turm mit der schwarzen Banderole – einst ein Leuchtapparat mit Petroleumspeisung –  war damals eine technische Revolution, die sogar auf der Weltausstellung in Paris präsentiert wurde. Besichtigungen sind heute leider nicht mehr möglich, doch sehenswert ist sein Lichtspiel über Heide, Dünen und Meer von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang allemal. (www.kampen.de)

Der Leuchtturm von Pellworm hat als beliebte Hochzeitslocation Berühmtheit erlangt. Auf dem 25 Meter hohen denkmalgeschützen Turm geben sich Paare aus der ganzen Welt in luftiger Höhe das JA-Wort. Maritim, romantisch, historisch oder naturverbunden – Brautpaare können zwischen fast 20 Hochzeits-Arrangements auswählen. Das Leuchtfeuer ist auch heute noch trotz moderner Navigationshilfen wie GPS und Radar von großer Bedeutung. Der Turm steht Besuchern zur Besichtigung offen. (www.pellworm.de)

Der Leuchtturm auf Helgoland hat mit etwa 28 Seemeilen Sichtweite das stärkste Leuchtfeuer in der Deutschen Bucht. „Wächter der Deutschen Bucht“ wird das Leuchtfeuer von Deutschlands einziger Hochseeinsel deshalb auch genannt. Es ist noch in voller Funktion, kann jedoch nicht besichtigt werden. (www.helgoland.de)

Der höchste Leuchtturm der Nordseeküste Schleswig-Holsteins
Der Amrumer Leuchtturm ist mit seiner Bauwerkshöhe von 41,8 Meter der höchste Leuchtturm an der Schleswig-Holsteinischen Westküste und der erste an dieser Küste gebaute deutsche Leuchtturm. Vom Fuß der Düne bis zum Balkon führen 297 Stufen, 172 davon im Turm. In den Sommermonaten können Besucher ihn montags bis freitags von 8.30 bis 12.30 Uhr zur Besichtigung erklimmen. (www.amrum.de)

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