Deutschland: Fahrradhauptstadt Münster

Fahrrad prinzipal Foto: Roland Borgmann

Ganz Münster fährt Fahrrad, das ist bekannt. Quer durch alle Altersschichten und zu allen Anlässen. Ob zum Einkauf um die Ecke, zur Arbeit, als sportlicher Ausgleich oder sogar zum Standesamt – die „Leeze“ (Masematte für Fahrrad) ist das Verkehrsmittel der Wahl. Und vielleicht auch eine Ursache dafür, warum sich so viele niederländische Besucher heimisch fühlen in der Fahrradhauptstadt Deutschlands. Mit einer Leeze begnügt sich der Münsteraner übrigens nicht, er besitzt vielmehr 1,48 – sagt zumindest die Statistik. Rund 400.000 Drahtesel auf Münsters Straßen sind sicher ein Grund, warum so viele Fahrradhändler – 106 Firmen sind eingetragen! – in Münster ein einträgliches Auskommen haben.

Wo so viele Räder sind, braucht es Platz zum Parken. Münster war deshalb die erste Stadt bundesweit, die 1999 ein Fahrradparkhaus am Bahnhof errichtete. Aktuell sind es drei Parkhäuser im Stadtgebiet, die Pendlern und Besuchern Platz für bis zu 3.500 Fahrräder bieten. Auch aktuellen Entwicklungen wird Rechnung getragen: E-Bike-Fahrer können an vielen Stellen in Münster ihren Akku kostenfrei aufladen.

Und nicht nur im Alltag wird geradelt. Spätestens mit Beginn der „Saison“ schwärmen Münsters Pedalritter ins Umland und genießen das bestens ausgebaute Radwegenetz, kehren in den zahlreichen Biergärten und Ausflugslokalen am Streckenrand ein oder lassen die Seele bei einem Picknick inmitten der reizvollen münsterländischen Parklandschaft baumeln.

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