Österreich: Der Wiener Opernball

Opernball ©WienTourismus  MAXUM

Höhepunkt der Winterballsasion ist der Opernball in Wien. Jedes Jahr im Februar  heißt es „alles Walzer“.

Der Ball der Bälle findet in der Wiener Staatsoper statt. Er ist der große Treffpunkt von Kultur, Wirtschaft und Politik aus dem In- und Ausland. In den vergangenen Jahren wird immer mehr Wert darauf gelegt, dass die KünstlerInnen der Staatsoper im Vordergrund stehen. Sie verleihen dem Ball ein besonderes Flair. Kein Wunder, dass das Fernsehen dieses Medienspektakel live überträgt. Die Kulisse des Opernballs ist einmalig. Pflanzen und üppige Blumengestecke zieren die prunkvolle Feststiege und das Foyer der Staatsoper. Mit Tausenden von Blumen ist auch der Ballsaal geschmückt. Kaum vorstellbar, dass hier drei Abende zuvor noch eine Opernvorstellung stattfand. Gleich nachdem der Vorhang gefallen ist, beginnen rund 600 Handwerker mit dem Umbau. Die Sitzplätze im Parkett werden abmontiert. Über den Orchestergraben hinweg wird in Bühnenhöhe auf einem Gerüst ein Tanzboden verlegt. Statt der sonst üblichen Bühnenkulissen entstehen hier drei Etagen von Bühnen-Logen, um eine Symmetrie zu den Logenrängen im Zuschauerraum herzustellen. Innerhalb von knapp 70 Stunden entsteht so ein harmonisch-einheitlicher, festlich in Gold schimmernder Ballsaal.

Die Eröffnung nur dieses Balles wird als Staatsakt zelebriert. Es ist wie zu Zeiten Kaiser Franz Josephs: Unter Fanfarenklängen erscheinen, mit allen Orden geschmückt, das Staatsoberhaupt und die österreichische Bundesregierung in der Mittelloge der Staatsoper. Genau an jenem Ort, der einst dem Kaiser vorbehalten blieb. Stehend lauschen die über 5.000 BesucherInnen des Opernballs – in großer Abendrobe oder im Frack – den Klängen der österreichischen Bundeshymne und der Europahymne. Ein feierliches Bild. Die Balltradition in Wien ist ungebrochen.

 

 

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