Deutschland: Winter mit Kneipp in Bad Wörishofen

 

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Bad Wörishofen, Schneetreten

Aufstehen in der Morgendämmerung, Barfuss durch den Schnee stapfen, dann schnell zurück ins Bett mit einem heißen Heusack auf dem Bauch und ruhen, bis es zum Frühstück geht – speziell der „Reiz des Winters“ macht eine Kneipp-Kur in der kalten Jahreszeit zum effektiven Mittel gegen Erkältung, stärkt die Abwehrkräfte und fördert die Selbstheilung des Körpers. Schon Ende des 19. Jahrhunderts erkannte Pfarrer Sebastian Kneipp: „Eine Kur im Winter ist so wirksam wie zwei Kuren im Sommer.“ Neben den täglichen Anwendungen in den zahlreichen spezialisierten Unterkünften im Kneipp-Original Bad Wörishofen schnuppern Gäste die frische Allgäu-Luft auf den Loipen rund um die Gesundheitsstadt oder beispielsweise beim Winterwandern im Kurpark.

„Aktiv durch den Winter“ – beim Barfusslaufen, einer Runde Nordic Walking oder einem Langlauf-Ausflug kommt der Kreislauf in Schwung. In Kombination mit Wechselgüssen und heißen Heusäcken, einem Kneipp’schen Kräutertee sowie einer abwechslungsreichen Vitalküche stärken Gesundheitsreisende auch in der kalten Jahreszeit ihren Körper mit der modernen Naturheillehre. Basierend auf den fünf Elementen „Ernährung, Wasser, Bewegung, Kräuter & Innere Ordnung“ gilt die Kneipp-Kur seit über 150 Jahren als eine der wichtigsten Säulen der „Traditionellen Europäischen Medizin“. Nach der winterlichen Bewegung im Schnee entspannen Aktive in der tropischen Thermen- und Saunalandschaft der Therme Bad Wörishofen auf über 7.000 Quadratmetern. Besonders wohltuend ist hier beispielsweise ein Bad in den Vitalbecken der golden leuchtenden Onyx-Grotte und im Calciumbecken des Blütenkelches. Das Thermalwasser unter den bis zu 15 Meter hohen Palmen der Therme ist als Heilwasser staatlich anerkannt und wirkt positiv auf Körper und Seele.

Auch Zuhause helfen einfache Kneipp’sche Anwendungen durch die kalte Jahreszeit und stärken die Abwehrkräfte. Bekannt sind hier beispielsweise die warm-kalten Wechselduschen, bei denen ein bis zwei kurze Temperaturwechsel bei regelmäßiger Anwendung langfristig ihre Wirksamkeit zeigen. Beim kalten Abduschen beginnt man mit dem rechten Bein gefolgt vom Linken, dann der rechte und der linke Arm. Im Anschluss geht es über Bauch, Brust, Rücken und Gesicht bis hinunter zu den Fußsohlen. Gegen kalte Füße im Winter hilft ebenso ein Wechselfußbad, danach wärmt die angeregte Durchblutung die Zehen von allein. An der frischen Luft und unter sonnigem Winterhimmel stärken „Heimkurer“ ihr Immunsystem beim kurzen Schneetreten etwa im eigenen Garten. Hier empfiehlt es sich jedoch nur einige Sekunden und nicht mit kalten Füßen in das weiße Nass zu treten. „Insgesamt muss sich der Körper langsam an die Anwendungen gewöhnen und anfangs sollte man nicht übertreiben. Wenn es unangenehm wird, lieber aufhören und am nächsten Tag wieder probieren.“, weiß Ines Wurm-Fenkl, Heilpraktikerin in Bad Wörishofen.

„Eine Winterkur wirkt wie zwei Sommerkuren“ – passend zur kalten Jahreszeit entdecken Besucher beim einwöchigen „Kneipp-Schnuppern“ das Kneipp’sche Naturheilverfahren mit den fünf Elementen, Wasseranwendungen, aktive Bewegung, Naturarzneien, gesunde Ernährung und innere Ordnung.

Über das „Kneipp-Original“ Bad Wörishofen
Bad Wörishofen gilt als Geburtsort der weltbekannten Naturheilmethode nach Pfarrer Sebastian Kneipp, der hier lebte und wirkte. Die moderne Kneipp-Kur basiert noch heute auf den fünf Elementen „Ernährung, Wasser, Innere Ordnung, Bewegung & Kräuter“ und verbindet jahrhundertealte Tradition mit innovativen Therapieansätzen wie etwa beim IGM-Campus Lebensstilprogramm oder dem „Gesund Gärtnern“ bei Führungen durch historische Heilkräutergärten. Nur 70 Kilometer westlich von München gelegen ist das „Kneipp-Original“ im Allgäu Rückzugsort für Wellnessreisende sowie Menschen, die ihre Gesundheit und ihren Lebensstil aktiv und nachhaltig verbessern möchten. Betreut von über 90 Fachärzten nutzen Gesundheitsreisende das Kneipp-Angebot zur Prävention und Rehabilitation von Herz-, Kreislauf- und Gefäßerkrankungen, Nervenleiden, Stoffwechselstörungen sowie rheumatischen und degenerativen Leiden.

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