Australien: Sonnenurlaub in Townsville

Townsville Beach

Koalas, Haie und viel Sonnenschein

Lange lag Townsville als Touristenzentrum im Schatten von Cairns. Industrie und Militär bestimmten das Leben. Das aber hat sich in den vergangenen zwanzig Jahren grundlegend geändert: Die mit fast 145.000  Einwohnern drittgrößte Stadt Queenslands ist inzwischen ein fester  Punkt auf dem Reiseplan der meisten Touristen die in den tropischen Norden kommen. 

Am besten beginnt man den Stadtrundgang durch Townsville am Castle Hill. Von hier aus blickt man weit über die Stadt und erkennt schnell, was deren Charme ausmacht: die Lage am Meer.

Es ist fast egal, in welchem Monat man unterwegs ist – mit großer Wahrscheinlichkeit scheint die Sonne in Townsville. Denn die Stadt ist das Zentrum der “trockenen Tropen” und kann mit mehr als 300 Sonnentagen im Jahr prahlen. Selbst während der Regenzeit von Dezember bis März, in der heftige Tropengewitter niedergehen, ist der Himmel immer wieder blau.

Weil das Meer das Leben in Townsville bestimmt, ist die wichtigste Straße der Stadt auch die Strandpromenade. Sie heißt “The Strand” und führt auf einer Länge von zwei Kilometern an einem breiten Sandstreifen entlang.Beach Townsville

Am Nordende der Strandpromenade erreicht man die zweitwichtigste Straße der Stadt: die Flinders Street mit ihrer Fußgängerzone. Neben Geschäften und Restaurants liegen hier auch einige der ältesten Gebäude. Sie stammen aus dem späten 19. Jahrhundert und waren schon kurz nach der Stadtgründung gebaut worden. Damals, im Jahre 1864, war Townsville von den Herrn Black und Towns gegründet worden – und  vom Letztgenannten stammt auch der Name.

Auch die größte Sehenswürdigkeit der Stadt, das Reef Headquarter, widmet sich ganz dem Thema Meer. So nennt sich nämlich das Aquarium der Stadt. Wobei das Wort Aquarium in diesem Fall eine starke Untertreibung ist: im Reef Headquarter spaziert der Besucher in einem langen Plexiglastunnel durch die riesige Becken. Diese fassen insgesamt zweieinhalb Millionen Liter Salzwasser. Über und neben den Besuchern schwimmen Rochen und Haie; er sieht auch eine Vielzahl bunter Korallenriffe. Selbst  große Wasserschildkröten schweben schwerelos durchs Wasser.

Townsville Reef Encounter

Noch beeindruckender ist es nur, wenn man die Fische draußen im Meer beobachten kann. Auch das ist kein Problem in Townsville: unzählige Touroperator bieten Schnorchel- und Tauchausflüge zum Great Barrier Reef an.

Ein besonders interessanter Tauchspot ist das Wrack der SS Yongala. Der gut erhaltene, 109 Meter lange Dampfer sank 1911 in einem Orkan, und liegt heute in einer Tiefe zwischen 14 und 28 Metern. Inzwischen ist das Schiff von Korallen bedeckt und beheimatet eine bunte Fischwelt. Experten halten die SS Yongala für den besten Wracktauchplatz in Australien.

Ein Trost für alle Nichttaucher: Ein Nachbau des Wracks liegt am Grunde des Raubfischbeckens im Reef Headquarter in Townsville .

Magnetic Island

Sehr gefragt sind die Touren nach Magnetic Island. Die Insel ist vor allem wegen ihrer langen Sandstände beliebt. 22 große und kleine Badebuchten säumen die Küste der knapp acht Kilometer breiten Insel. Selbst in der Hochsaison findet hier jeder ein Plätzchen nach seinem Geschmack – zum Sonnenbaden, Schwimmen und Schnorcheln.

Im heißen australischen Sommer fühlen sich im Wasser vor Magnetic Island aber nicht nur Badegäste wohl, sondern auch der gefährliche Box Jellyfish. Damit man auch dann unbesorgt schwimmen kann, werden in der Zeit von Oktober bis April einige Strände mit Schutznetzen abgesperrt.Magnetic Island

Auf „Maggie“, wie die Einheimischen das Eiland liebvoll nennen, kann man auch wandern. Sehr beliebt ist der zwei Kilometer lange Spaziergang zu den Forts,  Beobachtungstürmen aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Von hier aus hat man eine gute Sicht über die Insel. Trotzdem sollte man hier den Blick nicht nur in die Ferne  schweifen lassen, sondern sich die Eukalyptusbäume am Wegesrand  einmal genauer ansehen: auf ihnen  leben nämlich die meisten Koalas der Insel. Die Chance, eines der Tiere schlafend oder fressend im Geäst sitzen zu sehen, ist sehr hoch. Falls dennoch keiner zu sehen ist: Auf Magnetic Island liegt auch ein Koalapark. Dort bekommen Besucher die knuddeligen Tierchen dann auf jeden Fall zu Gesicht.

Rasso Knoller

 

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