Deutschland: Wassertreten nach Kneipp in Bad Wörrishofen

 Bad_Woerishofen_Paar_im_Bach

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nah liegt! Rückbesinnung auf heimische Werte und Produkte, auch für die Gesundheit – im Kneipp-Original Bad Wörishofen erleben Gäste statt asiatischer Heilkunst seit über 150 Jahren „traditionelle europäische Medizin“. Begründet auf der weitzurückgehenden Geschichte des Kurwesens, dessen Anfänge bereits bei Hippokrates und den Römern liegen, zählen neben der in Bad Wörishofen entwickelten Kneipp-Kur etwa auch die Homöopathie oder Kloster-Medizin. Als Vorreiter des ganzheitlichen europäischen Naturheilverfahrens „predigte“ Pfarrer Sebastian Kneipp bereits damals mit seinen fünf Elementen – Wasser, Bewegung, Ernährung, Innere Ordnung und Kräuter – zentrale Punkte eines gesunden Lebensstils nach heutigem Verständnis.

Ähnlich wie in der traditionellen chinesischen Medizin beruht die Kneipp-Therapie auf fünf Elementen. Für beide Lehren sind Bewegung, Ernährung, Innere Ordnung und Kräuterkunde elementar, doch statt Akupunktur und Akupressur bedient sich Kneipp der Heilkraft des Wassers. In Bad Wörishofen erleben Gäste die Kneipp-Therapie an ihrem Entstehungsort. So stärken sie beim wohl bekanntesten Kneipp-Element, der Hydrotherapie, ihre Immunabwehr oder lindern bei der Phytotherapie mit rund 60 Kräutern in Form von Tees, Tinkturen, Säften, Badezusätzen, Salben oder Tabletten vielerlei Beschwerden wie Durchblutungsstörungen oder Hautleiden. Die vollwertige Küche à la Kneipp-Cuisine, als Lehre der diätischen Ernährung, ist in Bad Wörishofen keine Modeerscheinung.

Seit über 100 Jahren sind die Küchenkreationen nach Kneipp vielfältig und ausgewogen. Ergänzt durch ein „Leben in Bewegung“ tragen aktive und passive Bewegungen zur Regeneration des Körpers bei. Die innere Balance gilt als übergeordnetes Ziel der Kneipp-Lehre – unterstützt durch geschulte Therapeuten lernen die Gäste beispielsweise mit einfachen Atemübungen und Meditation sich eine Auszeit für das Ich zu nehmen. „Die KNEIPP 5 sind nicht nebeneinander zu verstehen, sondern ineinander verzahnt und bauen teilweise auch zeitlich aufeinander auf“, erklärt Kneipp-Experte Prof. Dr. Dr. Jürgen Kleinschmidt. „Die Kneipp-Kur ist ein bewährtes, wirksames und gesundheitsökonomisch kostengünstiges Verfahren, doch genauso wie man nach einmal Schuhe putzen nicht 10 Jahre Garantie erwarten darf, ist es wichtig nach der Kur auch zu Hause das Erlernte weiterzuführen. Deshalb geben wir unseren Gästen stets einfache und alltagstaugliche Tipps und Tricks mit auf den Heimweg für eine positive Nachwirkung der Kneipp-Therapie.“

Trotz starkem Gegenwind aus der Schulmedizin schwor Kneipp Zeit seines Lebens auf die heilende Wirkung des Wassers. Im Alter von 28 Jahren schwer an Tuberkulose erkrankt, kurierte er sich selbst durch kalte Winterbäder in der Donau und entwickelte seine Theorie während seiner Schaffenszeit in Wörishofen weiter fort. In seinem Buch „Meine Wasserkur“ beruft sich Kneipp auf die jahrtausendealte Geschichte der Wasserheilkunst und beschreibt rund 120 verschiedene Wickel, Waschungen, Bäder, Güsse und Gänge durch das Nass. Übersetzt in 17 Sprachen machte Kneipps Naturheilverfahren so innerhalb weniger Jahre in ganz Europa Schule – sogar Papst Leo XIII. ließ sich vom „Wasserdoktor“ in Rom behandeln.

Als ältester Kneipp-Kurort in Deutschland hat Bad Wörishofen die geballte Fachkompetenz und das medizinische Know-How, denn nirgendwo sonst wird die Original Kneipp-Kur seit dem 19. Jahrhundert erfolgreich angewendet. Beim einwöchigen „Kneipp-Schnuppern“ entdecken Besucher das Kneipp’sche Naturheilverfahren mit den fünf Elementen Wasseranwendungen, aktive Bewegung, Naturarzneien, gesunde Ernährung und innere Ordnung.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *