Österreich: Im Ötztal die Kraft aus der Natur schöpfen

K1024_therme_02_1Bei Längenfeld im Tiroler Ötztal warten gleich sieben Kraftplätze. Und ein sagenhafter Wanderweg durch die Wälder mit einem wunderbaren Blick ins Tal.

Die Worte sprudeln aus  Martin Santer heraus. Er erzählt vom Feuerstein, dem wilden  Mannle und den Feuerreitern. Sagengestalten im Ötztal, deren fantastische Erzählungen  in einem kleinen Büchlein gesammelt worden sind. Dort sind sie lebendig – aber auch in den Skulpturen auf dem Ötztaler Sagenweg zwischen dem kleinen Örtchen Huben und der Berghütte am Feuerstein. Aus der ehemaligen Almhütte ist ein stattlicher Anlaufpunkt für Wanderer und Naturfreunde geworden, die das Ambiente der Bergwelt oder einfach nur eine Jause nach der Wanderung genießen.
Begleitet werden sie bei ihrem mehr als einstündigen Aufstieg von den Kunstwerken, die von den Ötzler Künstlern Fahnes geschaffen wurden. Imposant erhebt sich der schaurige Drache in die Höhe, dem vom Riesen besiegt wird, während die Feuerreiter im Galopp ins Tal preschen, vorbei am verwunschenen Hasen. Alle insgesamt 15 Skulpturen entstanden aus Altmetallteilen der Autozulieferer, erzählt Santer, auf dessen Initiative bis 2010 der komplette Wanderweg durch die Bergwelt neu gebaut worden ist.  Schattige Waldpartien wechseln sich mit offenem Gelände ab. Der Bach gurgelt gemächlich auf seinem Weg ins Tal. „Die Natur ist wie ein Park“, sagt der Visionär. Man habe nur einen Weg hindurch führen müssen.

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Eine weitere Vision Santers ist ein Wanderweg rund um Längenfeld, dem Nachbarort von Huben. Eine Hängebrücke, die zwei Berge miteinander verbinden, hat er schon bauen lassen. Doch ganz umrunden kann man Längenfeld noch  nicht.
Muss man auch nicht. Abschalten, auftanken und entspannen kann man hier trotzdem wunderbar. Und in der Ruhe der Natur die Seele baumeln lassen.  Als reinigendes Energiefeld ist das medizinische Höhenzentrum Längenfeld bekannt. Einer dieser Kraftplätze ist die kleine Pestkirche, 1661 im Wald am Kropfbühel errichtet. An der Lichtung vor dem Gebäude ist die tiefe Ruhe spürbar.  Wenn nicht gerade Peter Droessel mit einer Gruppe TBB, Taiji Bailong Ball,  spielt. Bis das innere Gleichgewicht und der Rhythmus der Zweiergruppen gefunden ist, dauert es einige Minuten. Dann aber scheint der kleine gelbe Ball seinen Weg von der Hand des einen Partners in die des anderen fast von selbst zu finden. Die Schläger nehmen die Energie der Kugel auf und geben sie im nächsten Moment wieder ab. So findet sich  Spielfluss und Balance und der Gast seine innere  Ruhe.

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Rund um den kleinen Ort, unterhalb von Sölden,  recken sich die Ötztaler Alpen in den Himmel, deren Spitzen in den Abendstunden erglühen. Genießen kann man dieses Naturschauspiel besonders in der Tirol Therme Längenfeld und dem angeschlossenen Aqua Dome, als Hotel- und Tagungszentrum. Helle, lichtdurchflutete Räume und jede Menge Holz und Naturmaterialen sorgen schnell für die typische Tiroler Gemütlichkeit.
Aus dem kleinen Bauernbad an einer Schwefelquelle hat sich in den vergangenen Jahren eine stattliche Thermenlandschaft entwickelt, die auch von Tagesgästen gerne frequentiert wird. Der Gegensatz von hohen Gipfeln und tiefen Schluchten ist auch hier erlebbar. Das moderne Thermenresort bietet auf über 50.000 Quadratmetern  ein außergewöhnliches Wellness-Konzept, das die Heilkraft der Natur und die Ressourcen der Alpen verbindet. Erholsam nach der Wanderung auf den mehr als 1300 Kilometer langen Wegenetz oder zum Stuibenfall, den höchsten Wasserfall Tirols, sind nicht nur die schwebenden Schalenbecken mit Sole und Schwefelwasser. Auch die Saunalandschaft, bei der die Natur Pate stand, sorgt für Entspannung.
Die heißen Quellen des besten Thermenresorts der Alpen versetzen Tages- und Hotelgäste in höchste Entspannung und Wohlbefinden. Für die Hotelgäste des Aqua Dome gibt es zudem noch Wellness auf höchstem Niveau.  Auf zwei Stockwerken verteilt, wartet eine besondere Ruhe- und Erholungsoase, die ihresgleichen sucht. Im Spa 3000 warten Saunen und Kräuterpeelings, Ruhezonen und ein wunderbarer Blick auf die herrliche Bergwelt.

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Wer stattdessen lieber körperliche Anstrengung braucht,  für den hat Fitnesstrainer Peter Droessel noch jede Menge Tipps. Oder man findet den ultimativen Adrenalinkick im Outdoorpark „Area 47“ am Eingang des Tals.

Text und Fotos. Diana Seufert

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