Kroatien: Istriens Top 10 Sehenswürdigkeiten

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Kroatien: Wer am meisten am Kerbholz hat, wird Bürgermeister

Markus Haslinger

Skurrile Bürgermeisterwahl in der kleinsten Stadt der Welt

Ob das auch für andere Länder ein politisches Vorbild sein könnte: Im istrischen Hum, der kleinsten Stadt der Welt, wird am 13. Juni derjenige zum Bürgermeister gewählt, der nachweislich „am meisten auf dem Kerbholz hat“.

Was ein wenig schräg klingt, hat sich seit Jahrhunderten bewährt: Anstelle von Wahlzettel und Stift gibt es in Hum ein langes Stück Weichholz und ein gebogenes Schnitzmesser. Abgestimmt wird durch Einritzen einer Kerbe in die Kante des Wunschkandidaten. Zum mächtigsten Mann der Gemeinde wird man also „mit möglichst viel auf dem Kerbholz“.

Die Wählergemeinde ist dabei freilich überschaubar: Nur rund 20 Einwohner bevölkern das lediglich 100 mal 35 m große, von einer frühmittelalterlichen Mauer umschlossene Ministädtchen, in dem innerhalb der einstigen Befestigung seit dem 11. Jahrhundert nicht mehr gebaut wurde.

Der außergewöhnliche Platz hat nun auch Hollywood auf den Plan gerufen: Hum steht diesen Sommer als Kulisse für den Film „The Lake“ von Starregisseur und Drehbuchautor Luc Besson, der im Juli 2016 in die Kinos kommt. US-Schauspieler J.K. Simmons, der im Februar den Nebenrollen-Oscar für das Musikdrama „Whiplash“ bekommen hat, wird in dem Actionfilm einen taffen Anführer einer Gruppe von Navy-Seal-Soldaten mimen, die in einem See im Kriegsgebiet von Serbien einen verborgenden Schatz aufspürt. Ebenfalls in einer der Hauptrollen zu sehen ist der australische Schauspieler und Frauenschwarm Sullivan Stapleton, bekannt aus „300: Rise of an Empire“.

Kroatien: Rovinj – Die romantische Schönheit der Adria

Markus Haslinger

Dicht drängen sich die verschachtelten Häuser mit ihren Ziegeldächern um den Altstadthügel, über dem die Hl. Euphemia, in Kupfer gegossen, auf ihrem venezianischen Campagnile über das Wohl der Bewohner wacht. Wie ein dicker Honigtropfen liegt Rovinj mitten im ruhigen Blau der Adria. Erst im Jahr 1763 wurde die einst vorgelagerte Altstadtinsel durch Aufschüttungen mit dem Festland verbunden. Wo einst sanfte Wellen glucksten, sitzen heute Touristen und Istrier traut vereint beim Cappuccino auf den Plätzen Trg Matteottija und Trg Tita oder flanieren die Giuseppe-Garibaldi-Straße entlang. Die beiden großen Plätze an der Mole sind der Salon der Stadt, hier plaudert sich’s gut und von hier lässt sich aus dick gepolsterten Korbsesseln die Ankunft der Schnellfähre aus Venedig beobachten wie auch die Eis schleckenden Gästegrüppchen aus allen Ländern, die auf der Hafenpromenade aus Übersee importierte Riesenmuscheln und getrocknete Kugelfische bestaunen. Die echten Fischer sind von ihrem Morgenfang schon lang an die befestigten Kaimauern zurückgekehrt und prüfen nun abseits der Segelyachten mit sonnengegerbter Ruhe ihre Netze. Ihre Beute ist weniger exotisch, aber umso schmackhafter: Wolfsbarsch, Barbe und Dorade und manchmal ein kleiner Thunfisch landen in den Küchen der lokalen Restaurants.

Gleich neben dem Markt geht es bergauf. Über uralte Pflastersteine, glatt geschliffen von vielen Sohlen und salziger Meeresluft, führen verwinkelte Gassen steil hinauf zum höchstgelegenen Platz der Stadt Rovinj. Blitzsauber sind diese engen Pfade, die immer wieder unerwartete Einblicke gewähren. Die kleinen Hinterhöfe quellen über vor lauter Blütenpracht und bunte Galerien links und rechts verpassen den mittelalterlichen Mauern einen Hauch von Bohème. Kunst auf Schritt und Tritt verspricht vor allem die Ulica Grisia, das Herz der Künstlerszene von Rovinj: Keramiker, Maler, Kunstschmiede präsentieren ihre Werke in ihren Ateliers oder auch unter freiem Himmel. Vor ihren Besuchern haben die Künstler keine Betriebsgeheimnisse und lassen sich gerne über die Schulter schauen, besonders beim „Grisia“-Fest im August, wenn sich die alte Gasse in einen turbulenten Kunstmarkt verwandelt. Wer „Originale“ sucht, wird hier zwischen Ölbild und handgezogenen Kerzen sicherlich fündig.

Ölbilder und Kerzen ganz anderer Art warten am Ende der Ulica Grisia auf die Besucher. Hoch über Rovinj thront die dreischiffige Kirche der hochverehrten Hl. Euphemia aus dem 18. Jahrhundert mit ihren Altären aus Carrara-Marmor und ihrem Glockenturm, dem höchsten Istriens. Dieser wurde bereits 1680 fertiggestellt – frei nach dem Vorbild des Campanile von San Marco in Venedig, der damals mächtigsten Stadt an der Adria. Neben Römern, Franken und Österreichern haben wohl die Venezianer durch die Jahrhunderte das Stadtbild am tiefsten geprägt, bis heute wird Rovinj als die „italienischste Stadt Istriens“ beschrieben. Aber vielleicht ist ja auch nur Venedig die kroatischste Stadt Italiens – sind doch die dortigen Prachtbauten entlang der Kanäle und nicht zuletzt auch der Dogenpalast aus dem schimmernden Kalkstein von Rovinj und anderen istrischen Steinbrüchen errichtet worden.

A.R.T. redaktionsteam

 

Kroatien: Mit der Familie an der Adria

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Ferien an der kroatischen Adria, das muss nicht unbedingt nur heißen, nur in der Sonne zu brutzeln und zu baden. Die Region um Sibenik mit ihren rund 240 vorgelagerten Inseln, bietet wesentlich mehr. Petra Keidel-Landsee hat sich zusammen mit Mann und Sohn aufgemacht zu einer Tour durch Natur, Kultur und Meer.

1. Tag
Der Duft aus der Kombüse ist vielversprechend, trotz der Bedenken, die meine Familie hatte. Wie könne man auf einem Holzkutter gut 100 Personen mit frisch gegrilltem Meeresgetier versorgen. Doch der Fisch, den Nina serviert, sieht nicht nur wunderbar aus, sondern schmeckt auch so. Langsam werden die Felsformationen des Kornati-Nationalparks, zu dem wir seit zwei Stunden unterwegs sind, immer deutlicher.

K1024_Kornati IMG_0902„Gott hat seine Tränen aufs Meer fallen gelassen“, sagen die Einheimischen über die insgesamt 89 Inseln. Seit 1980 ist dieser Archipel unter Naturschutz, nur eine bestimmte Anzahl an Besucher pro Tag ist erlaubt. Die Vegetation ist spärlich, es gibt keine Quellen. Dennoch gleicht dieser Nationalpark einem Paradies. Das Meer – ein Eldorado für Taucher – ist tiefblau und klar. Silbern glitzern die oft bizarr geformten Felsen im Sonnenlicht. Die perfekte Kulisse für Karl Mays’ „Durchs Wilde Kurdistan“, das in Teilen hier auch gedreht wurde. Kein Wunder, dass die Kinder hier begeistert Indianer spielen und im seichten Wasser den Fischschwärmen nachjagen. Nur wenige der Archipele sind bewohnt. Wer Robinsonfeeling erleben mag, kann für ein paar Tage in ein paar Behausungen ohne Strom und Wasser wohnen. Hier stört kein Zivilisationslärm, nachts blöken lediglich die Schafe. Sie ernähren sich von Meerwasser und den spärlich wachsenden Kräutern auf dem Archipel. Ihr aromatisches Fleisch gilt deshalb als besondere delikat. Spätnachmittags geht es dann wieder zurück auf die Insel Murter. Von dort aus starten die meisten Touren zu den Kornaten.
2. Tag
Diesmal folgt ein Kontrastprogramm zum kargen Felsarchipel: Wie das Tor zu einem verwunschenen Garten Eden weitet sich der Blick nach der Flussbiegung auf den Nationalpark „Krka“ Wasserfälle.

K1024_Krk Wasserf+ñlleGleich einem Netz aus Diamanten funkeln die Wasserschleier der insgesamt 17 Stufen des größten Wasserfalls, des Skradinski Buk, im Sonnenlicht. Üppiges Grün wuchert verschwenderisch, mit bunten Blumen als Farbkleckse. Die Luft duftet süß nach Feigen. Nach einem ausgedehnten Spaziergang ist Baden, diesmal in den Süßwasserbecken, am Fuße der Wasserfälle, angesagt. Danach ist der Hunger groß. Einkehr ist bei „Etnoland Dalmati“. Josko und Anna kauften mit Unterstützung des Großvaters alte Steinhäuser, die sie im historischen Stil vor den Toren des Krka-Nationalparks wieder aufbauten. Rund um den Dreschplatz mit Restaurant wachsen Wacholder, Rosmarin und Lavendel. Humorvoll erzählt die blonde Anna in fast perfektem Deutsch nette Geschichten zu dem mit viel Liebe ausgestatten Mini-Dörfchen. In der Zwischenzeit bereitet Josko im dazugehörigen Schinkenmuseum köstliche Happen vor. Er hat zwar in Deutschland studiert, zitiert mühelos Goethe und Co., hält sich aber gegenüber den Gästen mit seiner Weltläufigkeit eher zurück und radebrecht auch gerne mal auf Deutsch, um das Klischee mancher Touristen vom typischen Kroaten zu erfüllen. Dazu trägt auch seine Kleidung bei, die traditionelle schwarze Wolltracht mit weißem Hemd, in der er auch die Hauptspeise serviert: Peka, eine Köstlichkeit, bei der Rind, Lamm und Schwein, zusammen mit Gemüse in Glut unter einer großen Eisenglocke geschmort werden.
3. Tag
Nicht nur Natur und Kulinarisches bietet die kroatische Adria rund um Sibenik. Auf den rund 240 Inseln entlang der Küste, fast alle gut mit Fähren zu erreichen, findet sich so manches kulturelle Kleinod. So auch das Museum zu Ehren des im 15. Jahrhundert geborenen Gelehrten Faust Vrancic auf der idyllischen Insel Prvic Luka.

K1024_Modell vom Museum Prvic Luka mit Vladimir LucevMit großem Elan führt Vladimir Lucev, pensionierter Chirurg, durch das Sammelsurium. Viele Erfindungen von Faust baute er als Mini-Holzmodelle nach. Sei es die Golden Gate-Bridge, für die Faust die Vorlage lieferte, zahlreiche Mühlen oder den Fallschirm, den der von den Kroaten verehrte Tausendsassa erfand. Nach dem Bummel auf der autofreien Insel ist noch Zeit bis die Fähre kommt. So kosten wir in dem Strandlokal „Mareta“ die köstlich gefüllte Calamares von Darko Livic. Auch hier keine Sprachprobleme, denn der Chef des Familienbetriebs schwäbelt was das Zeug hält und verwöhnt uns mit selbstgemachten Desserts und Likören.
4. Tag
Auf unserer Fahrt ins Hinterland zur Festung Knin sind die Wunden des Kosovokrieges immer noch zu sehen, finden sich verlassene Häuser mit Einschusslöchern. Während an der Küste der Tourismus boomt, kämpfen die kleinen Örtchen im Landesinneren um Gäste und Arbeitsplätze. Das beschauliche Städtchen Drnis legte einen kleinen Labyrinthgarten an, bietet Theater und Konzerte und zeigt in seinem Stadtmuseum seine wechselvolle Geschichte aus sechs Jahrhunderten. Der Krieg ist auch vielfach das Thema der kroatischen Künstler, deren Werke in der kleinen Galerie zu sehen sind. Rund zwanzig Kilometer weiter thront trutzig die riesige Festung Knin auf der Anhöhe. Mit ihren zahlreichen Verstecken, Durchgängen und Türmen ist sie für die Kinder ein gigantischer Abenteuerspielplatz. Die Umgebung lockt mit Rafting, Reiten, Jagen oder Angeln.
5. Tag
In Sibenik, der Stadt der Kirchen und Altstadt mit venezianischem Flair, spielt beim weltweit größten internationalen Kinderfestival der Nachwuchs die Hauptrolle.

K1024_Sibenik mit Kathedrale IMG_1095 Stolz verweist Jasenka Ramljak, die Organisatorin, auf die Gruppen aus aller Welt, die in Theaterstücken und Workshops auftreten. Selbst Paul Maar, der „Vater des Sams“, war bei dem vor 50 Jahren ins Leben gerufene Festival, bereits zu Gast. Die Altstadt bietet die perfekte Kulisse für diesen Event. Überall stehen Bühnen, erklingt Musik, spielen Kinder für Kinder bis in die Abendstunden. Zu späterer Stunde feiern wir dann noch etwas ruhiger weiter, in dem kleinen Fischerdörfchen Jezera, unweit von Sibenik. Hier ist noch wenig vom Tourismusrummel zu spüren. Bürgermeister Nenad Milin, der in der Schweiz Kunstgeschichte studierte, strahlt, als die Frauen des Dorfes zum traditionellen Feigenfest das kostenlose Buffet, mit allerlei Köstlichkeiten rund um diese aromatische Frucht bestücken. Fröhlich tanzen Einheimische und Touristen zu den Klängen der Band auf dem kleinen Marktplatz, bis sich um Mitternacht das Fest auflöst.
6. Tag
Heute ist unser erster Faulenzertag. Wir genießen auf der Terrasse der Hotelanlage Zora mit Blick auf die pittoreske Altstadt von Primosten das Frühstück.

K1024_Glasschwimmbad HotelanlageZora bei Primosten Eichhörnchen springen durch den duftenden Kiefernwald. Thomas Lause, Manager der weitläufigen und direkt am Meer gelegenen Anlage mit rund 375 Zimmern und Suiten, erzählt während des Rundgangs so manche Anekdote aus seiner Anfangszeit hier. So habe ihn gewundert, warum die herrliche Hotelterrasse nicht benutzt wurde. Die Antwort des Personals damals: „Weil nicht alle Hotelgäste auf einmal Platz nehmen könnten, also bleibt sie geschlossen“. Mittlerweile ist der Service längst perfekt. Die Küche glänzt mit einheimischen und internationalen Gerichten. Neben der hoteleigenen Bucht gibt es Sportplätze, einen Kinderclub mit pädagogischem Personal, Tauch- und Schwimmkurse, Sandburgenbauen, Jetski, Parasail, Tanzshows und vieles mehr. Im Hallenbad unter einer beweglichen Glaskuppel mit beheiztem Meerwasser befinden sich der Spabereich, Sauna, Massage- und Kosmetikabteilung. Also auch hier in im Hotel Zora in Primosten wird es einem bestimmt nicht langweilig.
Alle in der Geschichte erwähnten Ziele sind gut in einem Tagesausflug zu erreichen, sei es von Sibenik oder Primosten aus.

Text und Fotos Petra Keidel-Landsee

 

Kroatien: Park Histria Aromatica – Istriens neues duftendes Erlebnis

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Mit dem Histria Aromatica eröffnet ab 15. Juni eine ganz besondere Erlebniswelt ihre Tore: Der 25 Hektar große Themenpark zwischen Bale und Rovinj präsentiert sich als duftendes Naturparadies für alle Sinne.

Ein aus einer 7 m tiefen Doline herauswachsender, 130 Jahre alter Feigenbaum, zu dessen Wurzeln die Besucher hinabsteigen können, ist der natürliche Star des weitläufigen Themenparks, der sich als Naturidyll ganz den Kräutern und Pflanzen der kroatischen Adria-Halbinsel widmet.

Zehn Jahre hat es gedauert, bis sich der Traum des Zagreber Biokosmetikproduzenten Boris Filipaj erfüllt hat. Rund drei Millionen Euro wurden investiert, mehr als 1.000 LKW-Ladungen Erde aufgetragen, um optimale Bedingungen für eine eindrucksvolle botanische Vielfalt zu schaffen.

Auf liebevoll angelegten Beeten und Feldern wachsen zwischen handgesetzten Natursteinmauern Olivenbäume und Weinreben sowie 300 Gewürz-, Heil- und Aromapflanzen. Zusätzlich haben sich rund 250 Wildpflanzen in Eigenregie angesiedelt, die je nach Saison einen wunderbaren Duft verströmen.

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Besucher genießen von der Hügelkuppe des Themenparks, wo sich auch das Restaurant und ein Kräuterlaboratorium befinden, einen traumhaften Rundumblick auf Hinterland und Meer bis hin zur Kirchturmspitze der Basilika der Heiligen Euphemia in Rovinj. Neben Tagesmenüs werden im Panoramalokal vor allem Törtchen aus eigener Erzeugung und Kräuterteemischungen offeriert. Nicht entgehen lassen sollte man sich den selbstgemachten Honigschnaps, wobei die verschiedenen Produkte bis hin zur Kosmetiklinie im Shop auch als außergewöhnliche Urlaubsmitbringsel bereit stehen.

Neben Produkten wie Seifen, Shampoos und Öle ohne künstliche Zusatzstoffe hat sich Bioaromatica auch mit diversen Tees vor allem im privaten Beauty- und Wellnessbereich einen hervorragenden Ruf erworben. Im neuen Themenpark steht künftig auch ein Laboratorium zur Verfügung, in dem rund um diese Kosmetik- & Beautylinie mit den vor Ort wachsenden Kräutern und Pflanzen experimentiert und geforscht wirt. Ab Herbst bietet zudem ein botanisches Museum spannende Hintergrundinfos.

Kroatien: Baron Gautsch – Istriens berühmtestes Tauchziel

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An einer der wichtigsten Schiffsrouten der Serenissima Venedig und der österreichisch-ungarischen Monarchie gelegen, finden sich am Meeresgrund der istrischen Adria zahlreiche historische Schiffswracks, die heute Taucher begeistern. Eines der berühmtesten ist die „Baron Gautsch“, die heuer genau vor 100 Jahren sank.

In etwas mehr als 30 m Tiefe gelegen, zählt die Baron Gautsch“ zu den 50 schönsten Unterwasserzielen der Welt. Der Untergang am 13. August 1914 war äußerst tragisch. Auf seiner letzten Fahrt beförderte das Passagierschiff der Reederei „Österreichischer Lloyd“ Zivilisten, darunter viele Familienangehörige von Offizieren, von Kotor (Montenegro) nach Triest.

Aus nie geklärter Ursache steuerte der Kapitän den Luxusliner wesentlich näher an der Küste Istriens, als die Kriegsmarine es vorsah. Und geriet so prompt in ein eigenes Minenfeld. Ein furchtbarer Fehler, der 147 Menschen das Leben kostete, die vielfach auch als die ersten zivilen Toten des 1. Weltkriegs angesehen werden.

Als kroatisches Denkmal darf das Wrack mit seinem gespenstisch wirkenden Salon nur von Tauchbasen mit Sondergenehmigung erkundet werden. Darüber hinaus findet an jedem 13. August ein Memorial-Tauchen zu Ehren der Opfer statt. Heuer sind aus gegebenem Anlass mehrere Tauchgänge von 12. bis 14.8. geplant, ebenso eine Heilige Gedenkmesse und ein festliches Abendessen (13.8.) im Ferienresort „Istra“ auf der Insel Sv. Andrija (Rovinj).

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Zum 100. Jahrestag finden folgende Ausstellungen statt:
14.06. bis 30.10.: „Der erste Weltkrieg an der Adria“ – Ausstellung im k.u.k.-Marinemuseum Gallerion in Novigrad.

01.08. – 24.09.: „100 Jahre Baron Gautsch“ – Foto-Ausstellung (Multimediazentrum Rovinj).

12.08. – 31.12.: „Baron Gautsch, das erste Opfer des 1. Weltkriegs in Istrien“ im Geschichts- und Schifffahrtsmuseum in Pula.

10.08. – 24.09.: Spektakuläre Unterwasserausstellung (!): Vorgesehen sind alte Aufnahmen der „Baron Gautsch“ innerhalb des Wracks sowie künstlerische Unterwasserfotografien an der Wrackaußenseite.

13.08: Der kroatische Weltrekordhalter im Streckentauchen, Goran Colak, wird um 10 Uhr ohne Atemgerät zur Baron Gautsch absteigen und einen Blumenkranz niederlegen. 100 Taucher können dies live unter Wasser mitverfolgen. Um 14.45 Uhr – exakt 100 Jahre nach dem Untergang – werden sich 100 Taucher in einem Kreis über dem Wrack die Hände reichen und gemeinsam zum Wrack tauchen. Anmeldung für Taucher unter www.barongautsch.org

13.08. abends: Dinnerparty in Rovinj, bei der Kellner in originalgetreu nachgebildeten Kostümen das gleiche Menü servieren, wie anno dazumal für die Erste-Klasse-Passagiere der Baron Gautsch.

Buchtipp: Halt dich an mich und eile! – Der Untergang der Baron Gautsch
Ein Erlebnisbericht vom Grazer Arzt Hermann Pfeiffer, der mit seinem damals 3-jährigen Sohn das Schiffsunglück überlebte, während seine Frau beim Untergang ums Leben kam. Herausgegeben von Enkeltochter Ingrid Pfeiffer. Braumüller-Verlag, ISBN 978-3-99200-114-9, € 18,90.

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Kroatien: Kuren in der Villa Elisabeth auf Lošinj

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Aerosole und ätherische Kräuteröle in der Luft lassen Lunge und Haut auf Lošinj wieder aufatmen. Dazu lindern hoch spezialisierte Therapieprogramme die Probleme rund um Atemwege und Allergien in der traditionsreichen Kurklinik von Veli Lošinj.

Was die Bewohner der Mittelmeerinsel schon immer wussten, machte er offiziell: Der Grazer Balneologe Dr. Conrad Clar klassifizierte – nach der Heilung der Atemwegserkrankung seines Sohnes – die Insel Lošinj als Kurort. Was bereits 1892 durch einen hochoffiziellen Erlass des Gesundheitsministeriums der k.u.k. Monarchie bestätigt wurde. Clar war damit der erste in einer Reihe effizienter Wissenschaftler, die diesen heilsamen Flecken Erde mit seinen kleinen, pinienbeschatteten Buchten und Hotels zu einer der ersten Adressen für medizinisch begleitete Kuren im Kvarner machten. In der 1885 errichteten Winterresidenz „Warthsee“ des österreichischen Erzherzogs Karl Stefan wurde schon nach wenigen Jahren die Klima-Kurklinik, ein öffentliches Pflegeheim für Kinder eingerichtet. Hier arbeiteten und forschten der Naturforscher Ambroz Haračić sowie der Gründer der kroatischen Kinderheilkunde, Ernst Mayerhoffer, später auch die Klinikleiter Pero Samardžija und vor allem Branco Vukelić, der das Haus, das seit 1947 auch Erwachsene betreut, enorm ausbaute und erweiterte.

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Tradition verpflichtet: Die idyllisch gelegene Kurklinik für Allergiekrankheiten der Atemwege und Hautkrankheiten „Villa Elisabeth“ kann auch heute auf ein ganzjähriges Angebot an hochwirksamen Therapien verweisen, gerne in Kombination mit erstklassiger Unterbringung in antiallergischem Umfeld. Nach eingehender, ärztlicher Untersuchung durch Fachärzte werden Behandlungen der Atemwege und Asthmabehandlungen durchgeführt, Behandlungen von Allergien und Schuppenflechten sowie klassische Rehabilitationsprogramme für Krankheiten des Bewegungsapparats und für neurologische Krankheiten. Atemwegs- und Asthmabehandlungen beruhen auf der therapeutischen Wirkung der Kiefernwälder und der mediterranen Vegetation, der hochkonzentrierten Aerosole in der frischen Meeresluft, was sich fördernd auf Genesung und Behandlung auswirkt. Diese saubere, allergenfreie Luft fördert auch die Heilerfolge bei Allergien, regt die Selbstregulierung des Immunsystems an und stoppt den Entzündungsprozess. Die Behandlung von Schuppenflechten nützt die therapeutische Wirkung des Meeres und der Sonne und wird in der Sommersaison von Juni bis Oktober durchgeführt. Badespaß inkludiert: Ein eigener, abgeschirmter Strandabschnitt ist den Patienten mit Psoriasis oder Gürtelrose vorbehalten.

 

Kroatien: Frischer Wind für die Atemwege

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Die kroatische Insel Lošinj ist nicht nur wegen ihrer Naturschönheit beliebtes Ferienziel, sondern dank ihres einzigartigen Klimas auch Kur-Destination. Viel Sonne, milde Temperaturen mit geringen Schwankungen, reines Meerwasser und die einzigartige Zusammensetzung der Luft haben eine therapeutische Wirkung bei vielen Erkrankungen. Das 4-Sterne-Vitalhotel Punta der Lošinj Hotels & Villas hat nun ein neues Lungenrehabilitations-Programm vorgestellt. Die Therapien werden ärztlich begleitet und richten sich an Menschen mit leichteren Formen chronischer obstruktiver Lungenerkrankungen sowie an alle, die ihrem Körper etwas Gutes tun wollen.

Ein ganzheitliches Konzept

Neu im Angebot des 4-Sterne-Vitalhotel Punta ist das Lungenrehabilitations-Programm, das Lošinj Hotels & Villas zusammen mit der Kroatischen Lungengesellschaft und dem Kinderkrankenhaus Srebrnjak in Zagreb entwickelt hat. Es ist auf Erwachsene und Kinder mit schwachen Formen von chronischer obstruktiver Lungenkrankheit (Stadien 1 und 2 nach der Klassifikation von GOLD) sowie chronischer Bronchitis und Asthma für eine Dauer von zwei oder drei Wochen ausgelegt. Durch Körperübungen, Atemtechniken sowie eine spezielle Diät sollen Symptome gezielt bekämpft und die allgemeine Konstitution nachhaltig gestärkt werden. Nach einem Aufnahmegespräch und fachärztlichen Untersuchungen erstellt das medizinische Team – bestehend aus Ärzten, Psychologen, Ernährungsberatern und Therapeuten – einen individuellen Behandlungsplan. Neben den Therapiestunden stehen Theorie-Einheiten auf dem Programm. Das vermittelte Wissen hilft den Teilnehmern, Sicherheit zu gewinnen und den Alltag besser zu meistern. So viel Zeit wie möglich verbringen die Gäste im Freien, denn die Lošinjer Luft ist ein wichtiger Heilfaktor.

Aromatische Aerosole

Seit 1892 ist die Insel Lošinj Luftkurort. Denn die frische Brise, die sie umweht, ist von besonderer Qualität. Arm an allergieauslösenden Substanzen und Verunreinigungen ist die Seeluft gerade für Allergiker und Menschen mit sensiblen oder geschwächten Konstitutionen eine Wohltat. Durch den hohen Feuchtigkeitsgehalt der Luft werden die Schleimhäute benetzt und Infektionsrisiken gesenkt. Die Salzpartikel, deren Anteil in der Brandungszone am größten ist, wirken schleimlösend und desinfizierend. Auf Lošinj kommt eine Besonderheit hinzu: Die Luft ist angereichert mit ätherischen Ölen der Inselvegetation. Etwa 1100 verschiedene Pflanzenarten gedeihen in dem „Kräutergarten“ des Archipels, darunter 230 Heilpflanzen. Bei jedem Aufenthalt im Freien „inhalieren“ Spaziergänger einen gesunden Mix, dessen Duft zusätzlich das Wohlbefinden steigert. Ein weiterer Stimmungsaufheller strahlt vom Himmel: Mit durchschnittlich rund 2.600 Stunden jährlich gehört Lošinj zu den sonnenreichsten Orten Europas. Empfohlen wird das Lungenrehabilitations-Programm über eine Dauer von 21 Tagen. Dank der milden, relativ konstanten Temperaturen eignet sich ein Aufenthalt auch für Menschen, die ein starkes Reizklima – wie es für viele nördliche Gefilde üblich ist – zu sehr belasten würde. Gegebenenfalls ist ein Krankenkassenzuschuss möglich, eine Absprache und Genehmigung der Maßnahmen durch die Krankenkasse muss im Voraus erfolgen.

 

Kroatien: Kvarner – einfach Meer für Alle

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Der Kvarner hat Strände für Groß und Klein, für Zwei- und sogar Vierbeiner, für Felsenfans und Sandläufer. Und auch wer nicht so gut zu Fuß ist, bekommt seine Portion Sonne und Meer – an den barrierefreien Stränden im Kvarner.

Ein erfrischendes Bad im seidigen, blauen Meerwasser und danach ausgiebig die Sonne genießen – Gipsbein, Rollstuhl oder Gehhilfe sollen diesem Genuss nicht im Wege stehen. Daher gibt es in der Kvarner Bucht und auf ihren Inseln zahlreiche barrierefreie Strände – und natürlich auch die passenden Unterkünfte. Kroatiens Küsten – und damit auch im Kvarner – sind zum Großteil mit der „Blauen Flagge“ ausgezeichnet. Das ist ein Gütesiegel für besondere Sauberkeit und Umweltverträglichkeit, eine weitere Bedingung dafür: mindestens ein Strand der Gemeinde muss für Menschen mit Behinderungen frei zugänglich und auch passend ausgestattet sein. Das heißt also barrierefreien Zugang zum Strand wie auch zum Meer, behindertengerechte Sanitäranlagen und eine Erste-Hilfe-Station.

Hier findet sich für jeden der perfekte Strand

In Ičići, Kostanj und Ploce in Rijeka, der Sandstrand Gradsko Kupalište in Crikvenica und Lisanj in Novi Vinodolski; auf der Insel Krk sind es Pesja in Omisalj, Jadran-Nijvice in Nijvice, Rupa in Malinska, Pećine in Šilo, Porporela Ježevac in Krk und Vela Plaža in Baška. Dazu kommt der Strand Kovačine im Ort Cres und der Strand Veližal in Mali Lošinj.

Wer lieber am Pool relaxt, muss auch nicht auf entspannende Schwimmtempi verzichten, die Hotellerie wie das Hotel Vespera oder das Hotel Aurora auf Lošinj legen dem Badevergnügen keine Steine in den Weg und bieten zum weichen Hotelbett auch barrierefreie Schwimmbecken. Denn eines wissen die Menschen im Kvarner schon lange: Wer Freude teilt, hat mehr davon.

 

 

Kroatien: Trüffelherbst in Istrien

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Auch wenn die Adria bis weit in den September hinein noch mit Badetemperaturen lockt, steht die kroatische Adria-Halbinsel Istrien nun im Zeichen der Feinschmecker. Neben Olivenöl- und Weinstraßen lockt vor allem die berühmte weiße Trüffel Gourmets aus ganz Europa an.

Ob elegant gehobelt oder traditionell geraspelt – der Duft der weißen Trüffel aus dem Mirnatal erfüllt in den nächsten Monaten die Gaststuben der kroatischen Adria-Halbinsel Istrien. Sei es in rustikalen Konobas (Landgasthäusern) wie „Stari Podrum“ (Momjan, 00385 (0)52/ 77 91 52), wo Mira Zrnić viele Gerichte noch nach alter Tradition am offenen Feuer mitten im Lokal zubereitet und getrüffelte Pasta oder Steaks zu den Hausklassikern zählen. Oder in Gourmetrestaurants wie „Zigante“ (www.restaurantzigante.com), dessen Hausherr und Trüffelhändler Giancarlo Zigante mit der 1999 gefundenen, größten weißen Trüffel der Welt im Guinness-Buch der Rekorde verewigt ist. Die kostbare Knolle begleitet hier jedes Gericht bis hin zu Schoko- und Birnendessert.

Rund 1.500 lizenzierte Trüffelsucher sind mit ihren Hunden in den Eichenwäldern im wahrsten Sinn des Wortes auf Schatzsuche nach der wertvollen weißen „Tuber magnatum pico“ (ab Mitte Sept. bis Mitte Januar, 5.000,- bis 6.000 Euro/kg) und der aromatischen schwarzen Wintertrüffel (ca. Januar bis März, 600-1.200 Euro/kg). Einige wie Ivan Karlić (www.karlictartufi.hr) nehmen dabei auch Gäste mit.

An sieben Herbstwochenenden (22.9.-3.11.) feiert das Örtchen Livade (www.truffelmesse.com) mit Trüffelauktionen, Kochshows und Trüffelsucher-Vorführungen. Trüffelfeste gibt es auch in Sovinjak (6.10.), Buzet (7.9. sowie 2.-3.11.) und dem romantischen Burgenstädtchen Motovun (28.-29.9.).

Weiße Trüffel, Kroatien