Österreich: Im Ötztal die Kraft aus der Natur schöpfen

K1024_therme_02_1Bei Längenfeld im Tiroler Ötztal warten gleich sieben Kraftplätze. Und ein sagenhafter Wanderweg durch die Wälder mit einem wunderbaren Blick ins Tal.

Die Worte sprudeln aus  Martin Santer heraus. Er erzählt vom Feuerstein, dem wilden  Mannle und den Feuerreitern. Sagengestalten im Ötztal, deren fantastische Erzählungen  in einem kleinen Büchlein gesammelt worden sind. Dort sind sie lebendig – aber auch in den Skulpturen auf dem Ötztaler Sagenweg zwischen dem kleinen Örtchen Huben und der Berghütte am Feuerstein. Aus der ehemaligen Almhütte ist ein stattlicher Anlaufpunkt für Wanderer und Naturfreunde geworden, die das Ambiente der Bergwelt oder einfach nur eine Jause nach der Wanderung genießen.
Begleitet werden sie bei ihrem mehr als einstündigen Aufstieg von den Kunstwerken, die von den Ötzler Künstlern Fahnes geschaffen wurden. Imposant erhebt sich der schaurige Drache in die Höhe, dem vom Riesen besiegt wird, während die Feuerreiter im Galopp ins Tal preschen, vorbei am verwunschenen Hasen. Alle insgesamt 15 Skulpturen entstanden aus Altmetallteilen der Autozulieferer, erzählt Santer, auf dessen Initiative bis 2010 der komplette Wanderweg durch die Bergwelt neu gebaut worden ist.  Schattige Waldpartien wechseln sich mit offenem Gelände ab. Der Bach gurgelt gemächlich auf seinem Weg ins Tal. „Die Natur ist wie ein Park“, sagt der Visionär. Man habe nur einen Weg hindurch führen müssen.

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Eine weitere Vision Santers ist ein Wanderweg rund um Längenfeld, dem Nachbarort von Huben. Eine Hängebrücke, die zwei Berge miteinander verbinden, hat er schon bauen lassen. Doch ganz umrunden kann man Längenfeld noch  nicht.
Muss man auch nicht. Abschalten, auftanken und entspannen kann man hier trotzdem wunderbar. Und in der Ruhe der Natur die Seele baumeln lassen.  Als reinigendes Energiefeld ist das medizinische Höhenzentrum Längenfeld bekannt. Einer dieser Kraftplätze ist die kleine Pestkirche, 1661 im Wald am Kropfbühel errichtet. An der Lichtung vor dem Gebäude ist die tiefe Ruhe spürbar.  Wenn nicht gerade Peter Droessel mit einer Gruppe TBB, Taiji Bailong Ball,  spielt. Bis das innere Gleichgewicht und der Rhythmus der Zweiergruppen gefunden ist, dauert es einige Minuten. Dann aber scheint der kleine gelbe Ball seinen Weg von der Hand des einen Partners in die des anderen fast von selbst zu finden. Die Schläger nehmen die Energie der Kugel auf und geben sie im nächsten Moment wieder ab. So findet sich  Spielfluss und Balance und der Gast seine innere  Ruhe.

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Rund um den kleinen Ort, unterhalb von Sölden,  recken sich die Ötztaler Alpen in den Himmel, deren Spitzen in den Abendstunden erglühen. Genießen kann man dieses Naturschauspiel besonders in der Tirol Therme Längenfeld und dem angeschlossenen Aqua Dome, als Hotel- und Tagungszentrum. Helle, lichtdurchflutete Räume und jede Menge Holz und Naturmaterialen sorgen schnell für die typische Tiroler Gemütlichkeit.
Aus dem kleinen Bauernbad an einer Schwefelquelle hat sich in den vergangenen Jahren eine stattliche Thermenlandschaft entwickelt, die auch von Tagesgästen gerne frequentiert wird. Der Gegensatz von hohen Gipfeln und tiefen Schluchten ist auch hier erlebbar. Das moderne Thermenresort bietet auf über 50.000 Quadratmetern  ein außergewöhnliches Wellness-Konzept, das die Heilkraft der Natur und die Ressourcen der Alpen verbindet. Erholsam nach der Wanderung auf den mehr als 1300 Kilometer langen Wegenetz oder zum Stuibenfall, den höchsten Wasserfall Tirols, sind nicht nur die schwebenden Schalenbecken mit Sole und Schwefelwasser. Auch die Saunalandschaft, bei der die Natur Pate stand, sorgt für Entspannung.
Die heißen Quellen des besten Thermenresorts der Alpen versetzen Tages- und Hotelgäste in höchste Entspannung und Wohlbefinden. Für die Hotelgäste des Aqua Dome gibt es zudem noch Wellness auf höchstem Niveau.  Auf zwei Stockwerken verteilt, wartet eine besondere Ruhe- und Erholungsoase, die ihresgleichen sucht. Im Spa 3000 warten Saunen und Kräuterpeelings, Ruhezonen und ein wunderbarer Blick auf die herrliche Bergwelt.

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Wer stattdessen lieber körperliche Anstrengung braucht,  für den hat Fitnesstrainer Peter Droessel noch jede Menge Tipps. Oder man findet den ultimativen Adrenalinkick im Outdoorpark „Area 47“ am Eingang des Tals.

Text und Fotos. Diana Seufert

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Österreich: Marillenrausch

Marillenbaum

Jedes Land hat sein Nationalgericht. Zu Österreich gehört das Wiener Schnitzel. Das wir Österreicher aber auch eine Nationalfrucht haben, ist über unsere Grenzen hinaus noch wenig bekannt.
Sie heißt Marille. Im Hochdeutschen als Aprikose bekannt. Was wäre die Sachertorte ohne den apriko glänzenden Marmeladenschmelz unter der Schokoladenglasur. Es ist in der Tat so: wir haben ein nahezu erotisches Verhältnis zu dieser Frucht.
Die Reife der Marille eruieren wir mit leichtem Fingerdruck auf die Frucht. Wie geschmeidig sie sich öffnen lässt, ist ein weiteres Indiz für ihre Verarbeitungsbereitschaft. Innen sollte sie fruchtig glänzen, und ein sattes oranges Fruchtfleisch zeigen.
Ein wesentliches Qualitätsindiz ist die Herkunft. Der Begriff heimisch allein reicht nicht, Griechisch geht schon gar nicht. Die Königin der Marillen kommt aus der Wachau. Eindeutig.
Der wachauer Obstbaum Spezialist Stefan Hick rät beim Kauf auf altbewährte Marillensorten wie „Ungarische Beste“, „Klosterneuburger“ und „Große Kremser“ zu vertrauen. Neue französische oder amerikanische Marillen, die durch lange Haltbarkeit glänzen, können im Geschmack nicht ansatzweise mithalten.

Unsere Hommage an Liebling Marille beginnt bereits im Frühling.

Bild 5 Marillenba¦êumchenJeden Frühling wiederholt sich das duftende Schauspiel. Wie der Nektar die Bienen, zieht die Marillenblüte Besucherscharen aus allen Himmelsrichtungen an. Je nach Sonneneinstrahlung öffnen sich Ende März (paar Tage früher oder später) die Knospen von rund 100.000 Marillenbäumen. Und dann leuchtet die Weltkulturlandschaft Wachau in zarten weiß bis rosaroten Pastelltönen. Besonders blütenintensiv ist der höchst gelegene Marillenhain im Klostergarten des Stiftes Göttweig. Beim Blick ins Donautal sollte man aufpassen, dass man nicht in einen Blütenrausch gerät. Mit dem Gartenbesuch eine Stiftsführung zu verbinden, ist empfehlenswert., Seit die ersten Benediktinermönche sich um das Jahr 1080 ansiedelten war Kultur in in der Wachau immer eng mit Pflanzenkultivierung verbunden. Traubenanbau und die Kelterei waren ihre Kunst und Passion.

Die jährliche Öffnung der Blüten ist so, als würden die Wintervorhänge zur Seite gezogen

Der Startschuss! Die Fahrräder für die Besucher werden aufgepumpt, die karierten Tischdecken ausgebreitet und die Schiefertafeln mit Menüvorschlägen beschrieben. Etwa 170 Hektar Marillengärten gibt es derzeit in der Wachau. Wie prachtvoll der Blütenteppich im Frühjahr leuchtet und wie hoch der Ernteertrag im Juli ausfallen wird, hängt nicht zuletzt vom Wetter ab. Der Marillenbaum reagiert sehr sensibel auf Frost. Allerhöchstens zwei Grad Celsius unter Null kann die zarte Knospe verkraften.
Noch immer gehört es zum guten Ton, vor Ort zu sein. An Juli-Wochenenden scheint halb Österreich persönlich in Richtung Wachau zu fahren. In meiner Kindheit gab es einen alten braunen Pappkoffer, der alle Jahre wieder in der Wachau mit Marillen gefüllt wurde. In Nachbarschaft holte man derweil schon die Marmeladekochtöpfe aus dem Keller. Eine Woche lang kochten wir Marillenknödel, Marillenstrudel, Kompott und kandierten fleißig die Marillenschnitzen zu Konfekt.

Viele Marillen

 

Rund um die Zubereitung hat jede Familie aus Großmutterszeiten ihre eigene Hausvariante. Über Kalorienmengen bei den Zutaten zu sprechen, ist keine gute Idee. Butter, Zucker und Semmelbröseln sollen großzügig verwendet werden.

 

Marillenknödel

 

 

 Wer die Marillenblüte bestaunt und von den Früchten träumt, kann sich bestenfalls ein paar Blüten abzupfen. Damit niemand leer ausgehen muss, bietet die auf  Marillenpflanzen spezialisierte Gärtnerei Hick Bäumchen im Topf an. Ob die auch auf einem schattigen Großstadtbalkon süße Früchte tragen, kommt auf den liebevollen grünen Daumen an. Für Souvenier-Jäger stehen klare Marillenschnäpse und süße Marillenliköre aus der vorigen Saison bereit. Die Marmeladen sowieso. Welche Wirkung Kosmetik aus Marille hat, ob der Teint so rosig wie die Frucht wird, das könnte hautbedingt verschieden sein.

Text: Veronika Zickendraht

Österreich: Wien, wienerisch, am wienerischsten

K1024_P1060409Lassen Sie den Stephansdom links liegen. Konzentrieren Sie sich auf den 6. und 7. Bezirk. Dem berühmt-berüchtigten K&K-Multikult- Rotlichtviertel des 19 Jahrhunderts. Die „Unmoral“ war bis in die fünfziger Jahre eine fette Einnahmequelle. Ein diskreter Hauch davon liegt bis heute in der Luft.
Bieder ist hier nichts. Die jungen Kühnen haben die beiden Stadtteile okkupiert. Ob in Kunst, Kultur oder Kulinarik, nur was und wer verrückt genug ist, wird integriert. Die Mariahilferstrasse liegt zwischen den beiden Bezirken 6. Mariahilf und 7. Neubau. Die 1,8 km lange Einkaufsstraße mit ihren allerorts gleichen Kettenläden wirkt wie ein Fossil einstiger Konsumsucht.

 

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„Kreativ Shopping“ läuft ausschließlich in den Querstraßen, rechts und links der Mariahilfer Fußgängerzone. Ein neuer Lifestyle, getragen von Bewusstheit & Wertigkeit, liegt in der Luft. Verkaufsgespräche haben ein spezielles Vokabular. Es geht erst in zweiter Linie ums Produkt. Stress scheint man an manchen Ecken buchstabiere zu müssen.

Nobles Design – und das handgemacht – ist angesagt. Auf Handwerkskunst und edle Materialen legt man Wert. Der Wortschatz der Verkäufer ist voll Poesie. Die Euphorie für die „Kreationen“ lässt sich nicht mit schnöden Verkaufsargumenten ausdrücken. „Eigensinnig“, so heißt eine kreativtriefende Designerinitiative, versteckt hinter der ehrwürdigen Barockkirche St. Ulrich. Hier planen die Kunden zwischen zwei und vier Stunden für ihre Verkaufsentscheidung ein. Eine neue Gesprächskultur entwickelt sich. Die neue Langsamkeit mit geeigneten Worten zu definieren ist der Hype. Lasziv schreitend, sich mit minimalen Hüftschwung bewegen, ist Ausdruck der Philosophie. Aufgeregt laufen nur die selbsternannten Modefetischisten durch die Gassen, die sich in ihren Bloggs in Bewertungen ergehen.
Traditionswerkstätten, wie die 1931gegründete Kürschnerei Freudensprung, bringen die Designerwelt wieder etwas in Balance. Hier wird der Nerz noch repariert, und in der warmen Jahreszeit mottengeschützt präpariert. Auch hier ist die Zeit nicht stehen geblieben. Feine Nerzstreifchen näht man auf Cashmere-Strick. Das spart Material, bringt Bequemlichkeit und lässt erst auf den zweiten Blick den Reichtum erkennen.
„Sellerie“ in der Burggasse ist kein Gemüseladen. Hier offeriert man Vienna Based Designers. Duftkerzen wie „City of Tomorrow“ oder mit dem Duft „Utopie“. Oder im Sale: Wandkalender gedruckt mit Mineralölfreier Farbe auf österreichischem Recyclingpapier  und Energie aus nachwachsenden Ressourcen.
Total im Trend, passend in der Lage und in der Liebenswertigkeit alle Boutiquen übertreffend, ist das Hotel „Altstadt Vienna“.

K1024_Bild 4 Altstadt Vienna Suite Felix Design Metteo Thun. Foto ART

In dem Wiener Stadthaus, im 7. Bezirk in der Kirchengasse, lebt man mit anderen Wiener Familien Tür an Tür. Das Sozialleben im Hotel ist ein Parade-Lehrstück für die neue Lebensart. Ihr smarter Manager Philipp Patzel verkörpert das Konzept der Entschleunigung. Mit seinen Worten: „Die bewusst gehaltene Langsamkeit, die sich auf seine Gäste übertragen darf“. In den Salons wo sich die Gäste zum Nachmittagstee bei selbst gemachten Kuchen plaudernd begegnen, wird die Philosophie zur Kür.
Eine Reihe von Stammkunden kommen im Jahr vier, fünf Mal, und bleiben oft Wochen. Machen Theaterferien. Das Renaissance-, das Volks-Theater, und das Theater an der Josef Stadt sind fußläufig zu erreichen. Das Museumsquartier, eines der zehn größten Kulturareale der Welt ist nur einen Steinwurf entfernt. Da kann man schon mal zwischen dem einen oder anderen Museumsbesuch entspannt ein Nickerchen einlegen.
Ein Stammgast, der am meerestürkisen Sofa, rechts vom Kamin, Nachmittags gerne sein Plätzchen einnimmt, soll regelmäßig einnicken. Das weiß man, und man schiebt ihm ein kleines Kissen in den Nacken, damit sein Schlummern weiter genussvoll bleibt. Das Hotel ist voller bezaubernden Geschichten. Z.B. links neben dem feudalen Eingangsportal, eine unauffällige Wohnungstür. Eine kleine Plakette macht aufmerksam, dass mit bissigem Hund gerechnet werden muss. Die Bewohnerin ist die ehemalige Hausmeisterin. Seit fünfzehn Jahren ist sie pensioniert. Doch ab und an zieht sie ihre weiß gestärkte Kleiderschürze an und inspiziert das Hotel. Wobei man der Ehrlichkeit halber sagen muss, der Gästebereich zählte nie zu Ihrem Ordnungsbereich.
Weltberühmte Architekten und Modestars
Das Hotel hat 54 Zimmer. Ob von weltberühmten Architekten wie Matteo Thun oder von zeitgenössischen Modestars wie Lena Hoschek entworfen, kein Wohnraum gleicht dem anderen. Eines haben Sie jedoch alle gemeinsam: die berühmte Wiener Gemütlichkeit. Nur Ähnlichkeit haben sechs Zimmer, die dem Stil der berühmtesten Wiener Prostituierten Josefine Mutzenbacher zu Ehren gestaltet wurden. Sicher nicht frivol, nur ein zarter Hauch von Verruchtheit imitiert ihren Stil. Sie hat tatsächlich nur ein paar Häuser weiter residiert. Ein Gästepaar aus Tel Aviv erzählte beim Frühstück, sie hätten bei ihrer Zimmersuche das Wörtchen „unique“ in die Suchmaske eingegeben. Die allerhöchsten Bewertungen zeigte das „Altstadt Wien“.
Auf der Hotel-Homepage ist zu lesen: “Hier darf ich’s sein“. Wir sind professionelle Gastgeber, jedoch keine Roboter. Herzliche Menschen, jedoch mit Ecken und Kanten. Wir lachen und weinen, wir tanzen und sinnieren. So sind wir. So dürfen wir sein.
Die Gärtnerei zum bunten Hund hat gleich um die Ecke in der Kirchengasse 29 eine neue Filiale. Unterm Eingangsschild steht: “Wir machen das Kraut fett.“ Die Indoor-Gärtnerei ist spezialisiert auf Hanfpflanzen. Mit zwanzig verschieden Sorten vom Steckling bis zum Baum. Noch bevor man bedient wird, muss man das Poster mit den österreichischen Richtlinien lesen. Damit man die Legalität versteht. Wie es in Deutschland aussieht, geht in Wien keinen was an. Der ausgefuchste Hanf-Junky heißt mit Vornamen Eis. Mit wienerisch- serbischer Akzent erläutert er alles, was es für den zukünftigen Hauskonsum braucht. Seine Liebenswürdigkeit ging sogar soweit, die Geschäftstür zu schließen und mich hundert Meter weiter zum „Buschdoktor“ zu begleiten. Der Zubehörspezialist, der von der Lampe bis zum Dünger alles vorrätig hat.
Einen Katzensprung weiter über die Mariahilferstrasse ist der Headshop von Bushplanet. Hanf prangt hier nur auf den Fototapeten. Der Chef spricht breites Wienerisch und trägt Lederhosen mit Hosenträgern. Das Sortiment von gläsernen Wasserpfeifen ist immens. Das Rauchzubehör dagegen überschaubar. Hauchfeine Smoking Papers gibt’s ab einen Euro. Die Schächtelchen zu studieren und die Beschriftungen wie „Slim Kukuxumusu“ zu buchstabieren, könnte eine Annäherung an den beschaulichen, neuen Lifestyle sein. Gewiss ist es nicht, ob es das Haus davor oder das des Wasserpfeifen-Spezialisten vor hundert Jahren das K&K öffentlich genehmigte Bordell war. Das einzig Legale in der Illegalen Welt.

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Schräg gegenüber liegt das charmante Hotel Fürst Metternich.  Das Haus wurde 1896 in der Blütezeit der Leichtlebigkeit erbaut. Im Stil der deutschen Neorenaissance in einer typischen Wiener Häuserzeile. Das Haus ist nach dem Fürsten Metternich benannt. Er war ein bedeutender Staatsmann, unter anderem ab 1908 Außenminister der österreichischen Monarchie. Er glänzte als Grandseigneur auf internationalem Parket. Karl Otman von Aretin beschrieb ihn als zügellosen Lebemann. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass er inkognito oftmals im Hotel logierte. Im illustren Kreis der „Historic Hotels of Europe“ ist das Metternich auch gelistet. Die Innenstadtlage ist perfekt. Die Estahazygasse verkehrberuhigt. Nachts kommt kaum ein Auto an. Bei offenem Fenster hört man morgens die Vögel zwitschern.

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Wenn man in der Nacht zuvor „gezwitschert“ hat, ist man bestens in ihren Hotelbetten aufgehoben. Barkenner, die ich über die Qualität der Americanbar im Souterrain befragte, stritten sich, ob sie die Beste oder Zweitbeste Wiens sei. Die imposante, reich mit schmiedeeisernen Beschlägen und Gläsern verzierte Eingangstür scheint wie dafür gemacht, die Hektik und den Lärm des Alltags auszusperren.
Die Bleiverglasung mit den bunten Butzenscheiben sind noch im Original erhalten. Früher zeigte man Reichtum gerne in der Größe der Kronleuchter. Demnach war das Hotel bereits bei der Bebauung im Luxussegment. Heute vertritt das Hotel passend zum Lebenstil im „Grätzel“(wienerisch Bezirk) den Luxus der Authentizität. Die Familie Kleindienst hat es mit Feingefühl restauriert. Die 54 Zimmer im Stil der 20.Jahrhundertwende belassen und mit modernsten Bädern und Wlan-Kompatibilität ausgestattet.Am Frühstücks Buffet steht frisch gebacken der Wiener Gugelhupf. Beim feinen Knochenschinken steht der Minuten zuvor geriebene Kren ( Meerrettich). Alles signifikante Zeichen, das man sich der Tradition verpflichtet fühlt. Wer sich in die Wiener Kulinarik vertiefen möchte, sollte einen fünfzehnminütigen Spaziergang zum Naschmarkt machen. Nach einem ausgiebigen Rundgang um Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch empfiehlt es sich, im ältesten Gasthaus am Naschmarkt „zur eisernen Zeit“ einzukehren. Ein kleines Gulasch für zwischendurch und ein „Glaserl Wein“ bereits am Nachmittag – wienerischer geht’s nicht.

Text: Veronika Zickendraht
Fotos: Rasso Knoller, Veronika Zickendraht, Hotel Altrstadt Vienna, Hotel Fürst Metternich (2)

Mehr Wien im WeltreiseJournal: http://www.weltreisejournal.de/2013/12/02/oesterreich-der-wiener-opernball/

Und hier geht’s zu den Top 10 Sehenswürdigkeiten Wiens: http://www.weltreisejournal.de/2013/07/15/osterreich-wiens-top-10-sehenswurdigkeiten/

 

 

Österreich: Bad Häring – auf der Suche nach dem inneren Gleichgewicht

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Energie soll fließen. Von der Erde in den Körper, vom Himmel in den Körper. Die eigenen Energietore öffnen, sich einlassen auf den Körper ist das Ziel. Stefan Reinwand steht mit den rund 20 Teilnehmern im Garten des Hotels „Panorama Royal“ im Tiroler Kurort Bad Häring im Kreis und führt sie in die Kunst des Qigong und der Meditation ein.

Ganz zart, aber dennoch durchdringend klingen die Zimbeln, die Reinwand anschlägt. Zweimal ertönt der helle Klang. Dann taucht er mit den Neulingen ein in eine für viele unbekannte Welt.

Universelle Lebensenergie

Die eigene Mitte finden, zur Ruhe kommen, die Gedanken ausblenden: Mit den Übungen, macht Reinwand deutlich, könne das Qi, die universelle Lebensenergie, ohne die das Leben ganz und gar unmöglich ist, wieder fließen. Der 49-Jährige hat bei den Meisters des Shaolin selbst Erfahrungen gesammelt, hat drei Jahre lang mit ihnen gelebt. Nun gibt er seine Erfahrungen bei Kursen im Wellness Schloss Panorama Royal ****S, zwischen Kufstein und Wörgl gelegen, an interessierte Gäste weiter.

K1024_P1070600Von Shaolinmönch Shi Xinggui aus China wurde er in Shaolin Qi Gong, chinesischer Heilgymnastik und Chan- (Zen) Meditation ausgebildet. Das hat ihn geprägt. „Durch schlechte Lebensführung, Krankheiten, Stress, Verletzungen und Operationen wird das Energiepotential des Menschen außerordentlich erschöpft. Qi Gong ist eine einfache Technik, um die verlorene Lebensenergie zu ersetzen und dem Menschen wieder ein normales Leben zu ermöglichen“, erzählt er vor der Gebirgskulisse des Wilden Kaisers.

Von Hundert auf Null

Einfach auf die Bremse treten und den Körper wieder in ein seelisches Gleichgewicht versetzen, geht auch mit Meditation. „Die schnellste Art, um von Hundert auf Null runter zu kommen, ist eine Gehmeditation“, sagt der Wahl-Tiroler. Was die Mönche darunter verstehen, erfahren die Teilnehmer schnell. Oder eher langsam – aufgereiht wie Perlen auf einer Schnur. Fast in Zeitlupe wird ein Bein gehoben und langsam von der Ferse bis zu den Zehen wird der Fuß wieder abgerollt. Erst danach ist das andere Bein dran. Gleichzeitig die Atmung unter Kontrolle bringen, damit sie sich an das zurückgenommene Tempo anpasst. Und die Gedanken dürfen schweben, aber nicht die Überhand gewinnen. Gar nicht so einfach, wie alle sofort merken. Schließlich ziehen das Vogelgezwitscher, der plätschernde Bach und das Rauschen der Bäume die Aufmerksamkeit auf sich. Gesprochen wird nicht, auch während des anschließenden Spaziergangs zum Wasserfall bei Bad Häring ist Stille eingekehrt. Denn zum Abschluss gibt es Qigong vor der wunderbaren Kulisse des Wasserfalls.

K1024_DSC_0850Dieses Einlassen auf den eigenen Körper bedarf Willen und Disziplin. „Aber es lehrt auch, dass wir nicht viel zum Glücklichsein brauchen.“ Stefan Reinwands Einstellung teilt auch Peter Mayer. Der Hotelier hat diese Philosophie für sein „Wellness Schloss Panorama Royal“ entdeckt. Vor zehn Jahren auf einem Kraftplatz zwischen Bad Häring und Wörgl erbaut, bietet das Wellnesshotel alles zum Entspannen und Erholen. Ein spiritueller Weg zur inneren Einkehr ist Mayer dabei wichtig. Auch er hat mit den Shaolinmönchen gelebt und deren buddhistische Lehre verinnerlicht. „Jeder Gedanke ist Energie, deshalb muss grundsätzlich eine positive Gedankenstruktur vorhanden sein“, betont er. Achtsamkeit gegenüber sich selbst und gegenüber anderen, ist sein Gebot. Und dazu zählt er auch, dass jeder Gast, egal mit welchem gesellschaftlichen Hintergrund, gleich behandelt wird. Und er nimmt seine Gäste – ob Manager oder Hausfrau – gerne mit an den Kraftplatz im Garten. Fünf Monolithe, „verbunden mit Stonehenge“, spenden den Erschöpften im Steinkreis Kraft. Auch wer nicht für solche Strömungen empfänglich ist, merkt schnell, dass eine besondere Anziehung von diesem Punkt im Garten ausgeht. Und genießt den schönen Blick auf die kleine Kapelle, die mit dem Kraftplatz eine kleine Einheit zu bilden scheint.

K1024_P1070606Ruhe und Erholung findet auch der, der sich nicht bewusst auf Energie-Urlaub und Spiritualität einlassen will oder kann. Im mit 2800 Quadratmeter sehr weitläufigen Spa-Bereich, in erdigen Farben gehalten, begegnet man zwar einer Buddha-Statue und auch dem Zeichen Ying und Yang, aber „überfrachtet“ wird man damit nicht. Wellness gibt es auch im Felsenbad, im angenehmen Saunadorf oder auch am Naturteich. So kann jeder seine Seele nach seiner Fac,on auftanken. Sich selbst spüren geht auch im wunderbaren Panoramagarten, im Feng Shui Garten, rund um den Liebespavillon oder auch auf dem Pfad der Energie.

Den Akku auftanken

Der ganzheitlichen Betrachtung des Menschen hat sich auch Dr. Johannes Albrecht Moslehner verschrieben, der Energiemedizin, Naturheilkunde und Schulmedizin zum Wohl der Hotelgäste in den Behandlungen direkt vor Ort kombiniert.

K1024_P1070604Den eigenen Akku auftanken geht auch ganz hervorragend bei einer Wanderung zu den vielen im Sommer bewirtschafteten Hütten. 300 Kilometer gut gepflegte Wanderwege auf einer Seehöhe von 828 bis 2309 Meter erschließen die wunderbare Bergwelt der Kitzbühler Alpen rund um die Hohe Salve. Und wer den besonderen Adrenalinkick sucht fürs innere Gleichgewicht, der wagt einen Tandemsprung mit dem Paraglider von der Hohen Salve oder dem Markbachjoch in der Wildschönau aus. Wie die Vögel drehen die Profis ihre Runden, lassen sich den Wind um die Ohren wehen und genießen einen traumhaften Ausblick auf die Tiroler Bergwelt mit den bizarren Felswänden des Wilden Kaisers und den sanften Grasbergen. So findet jeder zu sich selbst, wird ausgeglichener und somit auch glücklicher – jeder auf seine ganz eigene Weise.

Text und Bild: Diana Seufert

Österreich: Schmuck und Masken in Tirol

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Die Altstadt von Hall ©Stadtmarketing Hall in Tirol

Innsbruck und sein goldenes Dacherl kennt fast jeder. Doch rund um die Tiroler Hauptstadt gibt es jede Menge funkelnder Kleinode, die es zu entdecken gilt.
Ein kleines Schmuckstück ist Hall in Tirol. Am Inn gelegen, hat es die Stadt durch die Salzgewinnung zu Reichtum gebracht. Den sieht man beim Spaziergang durch die historische Altstadt an allen Ecken. 700 Jahre lang bestimmte das weiße Gold die Geschicke der Stadt, bis 1967 wurde es noch gewonnen. Über zehn Kilometer lang war die Reise der Salzsohle von der Förderung aus dem Karwendelgebirge bis in die Stadt. Dort wurde es in riesigen Sudpfannen gesotten, in denen das Wasser verdunstete. Ein Umstand, dem der komplette Baumbestand in der Region zum Opfer fiel. In schweren Fässern transportierten die Händler das Salz schließlich in die Region und weit in die Schweiz hinein.
Nicht nur die Salzhändler sorgten für Reichtum, sondern auch die Münze in Hall. Im Münzerturm, dem Wahrzeichen der Stadt, kann man die eindrucksvolle Geschichte der Talerprägung nach dem Umzug im 15. Jahrhundert aus Meran verfolgen, deren Silber in den Schwazer Bergwerken geschürft worden war – nur wenige Kilometer flussabwärts. Und mit besonderem Stolz erwähnen die Haller gerne, dass ihr Taler der Vorläufer des Dollars war. Die Münze in der mittelalterliche Burg Hasegg nimmt die Besucher mit in die Vergangenheit, zeigt Maschinen zur Herstellung des Geldes und man darf sich seinen ganz persönlichen Taler als Souvenir prägen.
Der Bummel durch die engen Gassen mit dem vielen Erkern an den Häusern lässt die Besucher abtauchen in vergangene Zeiten. Ein Teil der alten Stadtmauer ist noch erhalten. Und Hall hat die größte Altstadt Tirols – sogar noch eine Spur größer als im nahen Innsbruck. Einen Besuch wert ist die Pfarrkirche St. Nikolaus, deren Altarraum nicht in der Blickachse steht, sondern „abgeknickt“ wurde. Schließlich befindet man sich in einem Erdbebengebiet. Allein 2015 hat man rund ein Dutzend Beben registriert. Das führte bereits vor 400 Jahren zur Überlegung, beim Bau auf einen festeren Untergrund zu gehen – und der war eben wenige Meter von der Hauptachse entfernt. Ein kleines Schmuckstück ist auch das historische Rathaus nebenan mit dem prächtigen Ratssaal und dem wunderschönen Rokoko-Ofen aus der Zeit von Maria Theresia.
Jetzt im Advent verwandelt sich der Obere Stadtplatz in ein buntes Lichtermeer. Bis zum 24. Dezember hat der Weihnachtsmarkt seine Pforten geöffnet und bietet vom allem Tiroler Handwerkskunst. Auf den Häusern leuchten die Zahlen des Adventskalenders. Das findet nicht nur die sechsjährige Sofie faszinierend. Auch vom kleinen Streichelzoo, vor allem vom schwarzen Schaf mit seiner dichten Wolle kommt sie nicht weg, während Mama und Papa bei Glühwein und Kiacherln das umfangreiche Angebot genießen. Die Kiacherl, die kleinen Hefefladen mit Sauerkraut, schmecken aber auch Sofie ganz besonders gut.
Leuchtende Augen bekommen Klein und Groß auch in den Swarovski Kristallwelten in Wattens. Vor den Toren der kleinen Gemeinde hat der Konzern auf 7,5 Hektar Fläche eine faszinierende Welt rund um den Kristall geschaffen. Zum 100-jährigen Bestehen der Firma, die der böhmische Glasbläser Daniel Swarovski 1895 gegründet hatte, entstand in Zusammenarbeit mit Andre Heller der „Riese“ und ein Park, der im Frühsommer erweitert worden ist. Der Riese geht übrigens auf Hellers Traum zurück, dass sich nachts im Wiener Park Schönbrunn die Riesen herumtreiben.

K1024_reise oe hall2In dessen Bauch tritt man in Wattens ein in 16 Wunderkammern mit Kuriosem und Besonderem, in den renommierte Künstler ihre Idee mit Kristall verwirklicht haben. Es funkelt und glitzert. Der große Kristall in der Eingangshalle mit 100 Facetten und 310.000 Karat ist schon ein besonderer Hingucker. „Wow, ist das faszinierend“, lassen sich die Besucher schnell in der Bann des durchsichtigen Materials ziehen. Ob Weihnachtsbau aus Kristall, eine utopische Landschaft aus Kristall, der Eisgasse oder den Kristallwald: Magische und märchenhafte Momente warten. Der Kristalldom mit seinen verspiegelten Flächen hat es ganz besonders den kleinen Besuchern angetan. Hier darf man sich fühlen wie im Innern eines Kristalls.
Was alles aus dem geschliffenen Kunststein entsteht, zeigt eine Sammlung am Ende des Rundgangs: Tiaras für den Wiener Opernball, glitzernde Kleider und Taschen oder auch die „Ur-Maus“ als Figurine. Und natürlich Schmuck in allen Varianten. Staunen, wundern und von der Phantasie verzaubern und leiten lassen darf man sich auch unter der Kristallwolke – nicht nur, wenn die 600.000 Steine in der Sonne glitzern. Im Winter kommt man eher selten in den Genuss. Aber auch hier sorgt ihr majestätisches Schweben über dem Wasser für den Wow-Effekt.
Langeweile kommt auch beim Nachwuchs im Park nicht auf. Von Schlittschuhlaufen auf der kleinen Eisbahn über verschiedene Workshops rund um das Thema Kristall bis zum Kletterturm, der den Flächen eines Kristalls nachempfunden ist, steht ein buntes Familienprogramm an. Und Swarovkis bietet mit dem neuen „Daniel’s“ neben der Nahrung für den Geist auch gleich die für den Körper. Wie wär’s in der Adventszeit mit einem Stollenbackkurs unter fachmännischer Anleitung? Swarovski macht es möglich.
Magische Momente ganz anderer Art bietet der Absamer Holzschnitzer Josef Prantner, der als Mitglied des Krippenbauvereins nicht nur Weihnachtskrippen erschafft. Ungewöhnlich für viele Augen ist die Fastenkrippe mit der Darstellung des Passionsgeschehens.

K1024_P1100181Auch als Maskenschnitzer für die Matschgerer, die Fastnachter, ist er aktiv. Mit dem dicken Holzhammer und dem schmalen Meißel formt er gerade aus einem Stück Zirbe eine der sechs traditionellen Masken. Danach muss das weiche, feinfaserige Holz glatt geschliffen und schließlich die Kopfform ausgehöhlt werden, um sie tragen zu können. Rund einen Tag braucht er dafür, erzählt er im breiten Tiroler Dialekt. Das Fassen, also das Grundieren und Bemalen, übernimmt mittlerweile sein Sohn. Was er lieber macht? Da will sich Prantner nicht entscheiden. „Wenn ist keine Lust mehr auf Krippen habe, schnitze ich mal wieder eine Maske“, lacht der 66-jährige gelernte Wagner und macht sich wieder an die Arbeit.
Nicht ohne die Besucher noch auf einen interessanten Aspekt von Absam hinzuweisen: Im Nachbarhaus gab es 17. Januar 1797 eine Marienerscheinung. Nachbarin Gerda Angerer führt in die dunkle kalte Stube, in der Rosina Bucher die Muttergottes in der Fensterscheibe erblickt hat. „Es wurde fast alles in dem Raum so belassen“, erzählt sie. Das Glas mit der Erscheinung ist nicht im Original zu sehen. Das befindet sich seit Jahren in der Marienbasilika von Absam. Zahlreiche Untersuchungen haben die Echtheit des Wunders aufgezeigt. „Das Bild auf der Scheibe lässt sich zwar abwaschen. Aber wenn die Scheibe wieder trocken ist, ist auch wieder das Bild Mariens zu sehen.“
K1024_P1100187Innere Ruhe findet man nicht nur vor dem Gnadenbild, sondern auch bei einer Winterwanderung in den Tiroler Bergen. Herrliche Ausblicke auf das Mittelgebirge des Inntals bieten sich rund um Tulfes, entlang des Speckbacherwegs. Der Rundweg ist nach dem Tiroler Freiheitskämpfer Josef Speckbacher benannt, der sich auf der Flucht in der Region Hall versteckt hatte und 1820 hingerichtet worden war. Landschaftlich besonders reizvoll ist die Strecke, die bis nach St. Peter /Elbögen führt und wieder zum Ausgangspunkt nach Tulfes. Vielleicht sieht man dort auch das wohl kurioseste Wintersportgerät: den Klumper. Auf Holzklötzen, versehen mit einer schmalen Kufe, flitzen die Athleten die Strecke entlang.
Das winterliche Tirol hat also jede Menge leuchtenden Kleinoden zu bieten.

Diana Seufert

Österreich: In Silberregion Karwendel wird der Erzabbau lebendig

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Auf den Spuren des Dollars

Der Zug rattert durch die dunklen Gänge. Von den Wänden tropft das Wasser. Es ist eng in den schmalen Waggons, in die sich die Besucher hintereinander quetschen, um das Innere des Schwazer Silberbergwerks zu erkunden. In der Silberregion Karwendel, am Lauf des Inn im Herzen Österreichs, lässt sich so einiges entdecken.
Die konstanten zwölf Grad Celsius im Bergwerk fühlen sich bei den noch kühlen Temperaturen draußen fast schon warm an. Eingepackt in einen silbernen Mantel und gut behütet mit einem Helm geht es für die Besucher ins Innere des Bergs. Die Fahrt mit der Grubenbahn dauert nur wenige Minuten. Für die Bergleute, die vor Jahrhunderten den Schwazer Wohlstand mit ihrer harten Arbeit sicherten, war dies wohl nicht ganz so angenehm.
Seufert Schwaz Rund einen Kilometer tief haben die Hauer in mühevoller Arbeit den Stollen Falkenstein geschlagen – über Jahrzehnte hinweg. Über mehrere Kilometer verzweigt sich das Röhrennetz. Ziel war das wertvolle Eisenerz. In der Blütezeit des Bergbaus seien bis zu 12 000 Knappen beschäftigt gewesen, berichtet die Führerin stolz. Soziale Errungenschaften für die Bergleute inklusive, wie dem Acht-Stunden-Tag. Zudem war Kinderarbeit verpönt. Erst mit zwölf Jahren durften die Jungen in die Schächte einfahren.
Auch technisch mussten sich die Bergleute etwas einfallen lassen, um das einsickernde Grundwasser abzuleiten. Und einen Bach über dem Stollen leiteten sie als Antrieb für ein Wasserrad kurzerhand in der Berg und über den tiefergelegenen Eingang wieder nach draußen.
Eine Tagesreise von Schwaz entfern, in Hall in Tirol, wurde das Gestein schließlich in der Münze weiterverarbeitet. Und dieser Haller Taler, so verrät es die Führung im Bergwerk, ist der Namensgeber für den amerikanischen Dollar und lebt somit in ihm fort.
Mitte der 1970er Jahre fuhr der letzte Grubenhunt im ehemals reichsten Silberbergwerk der Welt Erzgestein aus, dem das Haus Österreich seinen Aufstieg verdankte. Danach baute man noch für mehr als zwei Jahrzehnte Dolomit ab, bevor 1999 der Bergbaubetrieb geschlossen wurde. Als Schaubergwerk öffnet es seitdem seine Pforten und gewährt so einen Einblick die harte Arbeit der Knappen. Die mühsame Tätigkeit unter Tage wird vor allem für Kinder lebendig erklärt und mit Schautafeln und visuellen Effekten verdeutlicht.
Draußen empfängt leichter Regen die Besucher. Während im Winter in der Silberregion Karwendel für eine zünftige Skitour rund 15 Pistenkilometer zwischen Stans und Weerberg bereitstehen, locken im Sommer herrliche Wanderwege. Auch das Zillertal liegt gleich um die Ecke.

Rodel gut

Wer sich die Lust auf die weiße Pracht auch im Sommer nicht nehmen lassen will, macht einen Abstecher zu Rodelbauer Bernhard Lederwasch.

Seufert Rodel Wie ein richtiger Gallzeiner Rennrodel noch in echter Handarbeit hergestellt wird, verrät er zusammen mit einer Frau Helga den Besuchern, die in der Manufaktur jederzeit willkommen sind. Zwölf Lagen heimisches Holz leimt der Chef für den Unterbau zusammen, der in der Presse auf die Weiterverarbeitung wartet. Handarbeit ist auch die Herstellung der übrigen Holzteile, bis der Sitz des Schlittens schließlich mit Stoff bespannt wird. Individuelle Kreationen werden nach den Wünschen der Kunden auf den Stoff gestickt. Nicht ganz billig sind die Schlitten, bürgt Lederwasch für Qualität. Selbst bis nach Hamburg liefert der Familienbetrieb sein Produkt. Saison haben die beiden übrigens das ganze Jahr über – nicht nur im Winter.

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Zum Entspannen geht’s ins Wellnesshotel „Schwarzbrunn“ mit dem offenen „Bergsee“-Schwimmbad. Das Hotel liegt übrigens direkt an der Ski- und Rodelpiste. Im Winter ist das ein besonderes Erlebnis, wenn sich die Rodler und Skifahrer den Wind um die Nase wehen lassen. Dann nämlich können die Badegäste im Pool direkt zur Piste winken und die Sportler kräftig anfeuern. Im Sommer genießt man den herrlichen Blick auf die Silberregion Karwendel. Die ausgedehnte Wellnesslandschaft im Traditionshotel steht übrigens auch Tagesgästen offen. Besondere Entspannung verspricht die Haki-Massage. Mit rhythmischen Druck-, Streich- und Schwingbewegungen sowie mit eigens entwickelten Griffen und Techniken werden das Nerven- und Muskelsystem harmonisiert und so Ausgeglichenheit, entspannte Ruhe und Regeneration erreicht.
Wer es gemütlich und urig mag, der wandert mit Doris Tochtersmann, der engagierten Wanderführerin des Hotels „Schwarzbrunn“, vorbei an der Quelle Schwarzbrunn mit dem erfrischenden Wasser zur kleinen Waldhütte des Hotels. Der Weg führt vorbei an einem Wildgehege mit Hirschen, die sich aber nur zögerlich zeigen. Dafür empfängt die Hütte die Besucher mit viel Romantik und uriger Gemütlichkeit. Hier darf man die Seele baumeln lassen und sich auf eine typisch Tiroler Jause freuen.

Bild und Text: Diana Seufert

Österreich: Metabolic Balance statt Fastenkur

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Außenpool im Theresa Wellness Genießer Hotel

Im Tiroler Zillertal heißt es Auf und Ab, jedenfalls beim Wandern und Skifahren. Bei Gewicht und Gesundheit sind jedoch Gleichmaß und Ausgewogenheit gefragt. Den Weg dorthin zeigt das metabolic balance®-Programm im Vier-Sterne-Superior Hotel Theresa.

Yo-Yo-Effekt war gestern. Wer heute auf gesunde Weise sein Gewicht reduzieren und das auch dauerhaft halten will, setzt auf metabolic balance. Dieses erfolgreiche Stoffwechselprogramm des Internisten Dr. Wolf Funfack lässt keine kulinarische Trübsal aufkommen, sondern bietet moderne und durchaus lustvolle Ernährung, mit Obst und Gemüse ebenso wie mit Fleisch, Fisch und Geflügel. Gastgeber und diplomierter Diätkoch Stefan Egger bekocht die Gäste, die Gewicht verlieren möchten, nach einem individuell festgelegten Ernährungsplan. Zu verkosten gibt es das Programm im Zillertal – das einzige metabolic balance-Hotel in Westösterreich.

Ein auf Basis der Blutanalyse abgestimmter Ernährungsplan, ein individuelles Bewegungsprogramm sowie Body Styling Bandagen und Packungen sind die Zutaten des metabolic balance-Programms. Das Wellness Genießerhotel macht seinem Namen alle Ehre. Drei metabolische Geschenkpakete fürs eigene Wohlbefinden hat Familie Egger für ihre Gäste geschnürt: „Schlank & Schön“, „Auffrischung“ und „ Für Einsteiger“. Die Erfolge lassen nicht lange auf sich warten – schon nach wenigen Schritten auf dem Weg zum Gleichgewicht schläft man besser, ist körperlich und seelisch belastbarer und fühlt sich insgesamt gesünder, vitaler und frischer. Also rundum fit, um die grandiose Tiroler Bergwelt ebenso wie die Spa-Welten im THERESA nach Herzenslust zu genießen.

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Theresa Hausansicht

Package-Metabolic Balance für Einsteiger
Mindestaufenthalt ist 1 Woche in der Gäste ins Programm eingeführt werden und mit der Umstellungsphase (die insgesamt mind. 2 Wochen dauert) beginnen.
7, 10 oder 14 Übernachtung individuell auf den Ernährungsplan abgestimmtes Frühstück, Mittag- und Abendessen.

metabolic balance “Einsteiger”-Package bei 7 Nächten:
10 Einheiten professionell begleitetes Relax-Aktiv-Programm
(z.B. Entspannungstraining, Nordic Walking, Stretching)
individuelles ärztliches Beratungsgespräch, ärztliche und sportwissenschaftliche Betreuung.

metabolic balance “Einsteiger”-Package bei 10 Nächten:
15 Einheiten professionell begleitetes Relax-Aktiv-Programm
individuelles ärztliches Beratungsgespräch, ärztliche und sportwissenschaftliche Betreuung.

metabolic balance “Einsteiger”-Package bei 14 Nächten:
25 Einheiten professionell begleitetes Relax-Aktiv-Programm
2 individuelle ärztliche Beratungsgespräche, ärztliche und sportwissenschaftliche Betreuung.

Pauschalpreis für 7 Übernachtungen ab € 1360,- pro Person im Landhauszimmer (Einzelzimmeraufschlag Euro 30)

Österreich: Die Rückkehr der Murmeltiere am Hochkönig

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Anderswo kehren die Yedi-Ritter zurück, am Hochkönig im Salzburger Land sind es die Murmeltiere. Einstmals waren sie abgewandert, jetzt sind sie dort auf der Enzenalm wieder zuhause – und scheinen sich über Besuch auf Wanderausflug zu freuen. Warum sie zurück sind? Wahrscheinlich weil sie sich umgeschaut haben und nun sicher sind, dass es hier im Steinernen Meer umgeben von Zweieinhalbtausendern am Schönsten ist.

Warum die Murmeltiere hier fast verschwunden waren? Weggezogen, ausgewandert? Wahrscheinlich, weil sie schauen wollten, ob es woanders noch schöner ist: ob andere Almwiesen saftiger sein können, ob der Blick auf die umliegenden Berge gewaltiger, der Sonnenaufgang irgendwo anders spektakulärer ausfallen mag.

Jetzt sind sie zurück, werden mehr, lassen sich – nötigen Diskretionsabstand vorausgesetzt – von Wanderern bestaunen: Ihr Zuhause am Hochkönig im Salzburger Land ist die Enzenalm, eine gut zweistündige Rundwanderung von der Bilderbuch-Ortschaft Hinterthal bei Maria Alm entfernt. Sie hocken hier im Gras zwischen wilden Sommerblumen und Gebirgskräutern, spähen mit hochgerecktem Oberkörper in die Weite – und immer häufiger auch in die Teleobjektive von Fotoapparaten: zur Freude der Urlauber.

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Werner Schafhuber ist einer von mehreren Wanderführern, die hier regelmäßig vorbeispazieren: weil es schön ist, wieder Murmeltiere zu haben. Und sie aus der Nähe zu sehen. Weil sie wählerisch und empfindlich sind. Und weil es ein gutes Zeichen ist, dass sie da sind. Es ist der Beweis dafür, wie intakt die Natur der Bergwelt hier ist.

Über 70 Almen in der Region, viele über Wanderwege miteinander verbunden, sind während der Sommermonate bewirtschaftet – die Enzenalm ist es nicht. Sie ist das Refugium der Murmeltiere und soll es bleiben. Zu finden sind sie in den Alpen ab einer Höhe von 800 bis in Ausnahmefällen maximal 3000 Metern. Die tagaktiven Nager leben in Familienverbänden von bis zu 20 Mitgliedern.

Warum die Murmeltiere zurück in der Region sind, weiß Werner Schafhuber, der hier seit über 40 Jahren als Wanderführer unterwegs ist: „Weil sie nun genügend anderes gesehen haben, jetzt vergleichen können und wissen, dass es hier bei uns im Steinernen Meer des Salzburger Landes am Schönsten ist. Bestimmt sind sie deshalb zurückgekommen!“ Er zwinkert mit dem rechten Auge. Und lächelt. Sie werden bleiben – weil sie wissen, dass sie den Wanderern damit eine Freude machen. Ganz bestimmt.Schafhuber_MG_5934Hochkönig_Raffalt

Österreich: Kulinarischer Jakobsweg

Foto: Diana Seufert

Vier Hütten, die Genusswandern in einer herrlichen Landschaft mit kulinarischen Genüssen verbinden: Das verspricht der kulinarische Jakobsweg. Im österreichischen Paznauntal hat man sich vor fünf Jahren dieser Idee verschrieben. Und mit Eckart Witzigmann einen prominenten Paten und Förderer gefunden. Seitdem kochen jeweils vier Starköche, ausgezeichnet mit Sternen und Hauben, für die müden Wanderer und bringen die Sterneküche der Restaurants bis 21. September in die Hütten.

Dieter Müller und der Koch der Ascher Hütte prüfen ein letztes Mal den Kartoffelstampf. Der deutsche Koch, der lange Jahre in den Schweizer Stuben in Bettingen die Gaumen verwöhnte, hat sich bei der Gerichtauswahl für einen Saibling entschieden. Der Fisch wird als nächstes leicht angebraten, bevor er sich auf das Bett aus Rote-Beete-Confit niederlassen kann. Eine Scheibe gerösteten Brotes trennt ihn von der Salat-Kräuterhaube, und weniger Tupfer der Meerettich-Senf-Sauce geben der Kreation den besonderen Pfiff. „Ein Gericht, das lecker schmeckt, regional hervorragend passt und leicht nachzukochen ist“, so Müller, der derzeit auf der MS Europa ein Restaurant betreibt. Tim Mälzer war schon da und letztes Jahr Otto Koch. Er sei schon ein bisschen stolz, dass er 2014 beim kulinarischen Jakobsweg dabei sein darf. Für den Koch der Ascherhütte wird die Herausforderung nun sein, das Gericht genauso auf die Teller zu bringen, wie bei Sternekoch Müller. „Wir lernen so viel von den Sterneköchen und dürfen ihnen über die Schulter schauen“, erzählen alle begeistert in der Küche. Auch wenn es das erste Mal ist, dass sie mit dem Star das Gericht zubereiten.

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Schritt für Schritt ans Ziel

Bevor die Wanderer aber die internationale Sterneküche genießen können, wird auch von ihnen Schweiß abverlangt. Auch wenn die Buße wohl nicht ganz so groß wie auf dem Pilgerweg in Richtung Santiago de Compostela im Norden Spaniens ist, so kommt man hier ebenso nur Schritt für Schritt ans Ziel. Die Kühe heben nur selten den Kopf und kümmern sich nicht um die Wanderer. Sie grasen gemütlich oder suchen sich in der Nähe des Fimbabaches im Jamtal ein gemütliches Plätzchen zum Dösen. Den breiten Fahrweg dagegen haben die Wanderer eingenommen. Gelegentlich müssen sie den Mountain-Bikern ausweichen, die schon auf dem Rückweg sind und an ihnen vorbei brausen. Der Weg zu Heidelberger Hütte ist gut ausgebaut und ziemlich Kinderwagen-freundlich. Nur das Grenzschild verwundert. Doch für Aufklärung sorgen die Hüttenwirte: Die Hütte, 1889 eingeweiht, steht auf Schweizer Grund, ist aber nur über Österreich zu erreichen. Einen Pass muss man also nicht vorzeigen.

Nach dem Aufstieg folgt die kulinarische Belohnung. Der Italiener Alfio Ghezzi hat Ischlger Produkte mit denen seiner Heimat verquickt. Entstanden ist eine Tagliatelle mit Ragout und Parmesan-Sauce. Während Müllers Gericht auf der Ascherhütte bei See kredenzt wird, lockt auf der nur wenige Kilometer entfernten Niederelbe Hütte bei Kappl ein Dinkelrisotto mit Paznauner Käse des Belgiers Giovanni Oosters und auf dem Jamtalhütte bei Galtür, die mit einem letzten Anstieg und Blick auf den Gletscher erobert werden will, die Rindsbackerl des Briten Russell Brown.

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Spitzenköche in urigen Hütten

Die Idee, die herrliche Bergwelt des Paznaun und der Silvretta mit nachhaltigem Tourismus, internationaler Küche und regionalen Produkten zu verbinden, hatte 2009 bereits der Landeshauptmann Günther Platter. Eckart Witzigmann und der Ischgler Haubenkoch Martin Sieberer vom Hotel Trofana Royal haben sie tatkräftig umgesetzt. Seitdem stellen jährlich vier Spitzenköche ihre exklusiven Gerichte in den urigen Hütten vor, die in diesem Jahr bis 21. September genossen werden können.

Gut zu Fuß sollte man rund um Ischgl schon sein. Die Region, die im Winter 2,1 Millionen Nächtigungen der Skigäste verzeichnet, hat auch im Sommer viel zu bieten. Auf 1100 Kilometern gut ausgebauten Wanderwegen gibt es in der Region verschiedene Möglichkeiten, die zahlreichen Gipfel der Tiroler Bergwelt zu erkunden. Schneller und bequemen geht es mit den Bergbahnen, die die Wanderer nach oben in Richtung Gipfel bringen. Dort hat man auch einen wunderbaren Blick auf die Ferwall- und die Silvrettagruppe, die Graubündner Alpen und die Saumnaungruppe.

Diana Seufert

Österreich: Schmerzfrei zum aufrechten Gang

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Sanfte Therapien für Rücken und Wirbelsäule

Es trägt die Last des Körpers und alles, was man sich sonst auf die Schultern lädt. Dennoch wird das Rückgrat im Alltag oft vernachlässigt. Das Alpine Lifestyle Hotel Jungbrunn in Tannheim/Tirol widmet ihm die Aufmerksamkeit, die es verdient: „Bewegungsapparat – Rücken – Wirbelsäule“ ist eine der fünf Trägersäulen des Jungbrunn-Spa-Konzepts. Dabei behandeln die Therapeuten das „Kreuz mit dem Kreuz“ ganz sanft, etwa mit dem Extensionsgerät SwingMed zur Entlastung der Bandscheiben. Ideale Ergänzung dazu ist die Wirbelsäulen- und Gelenkstherapie Dorn/Breuss. Sie löst Wirbelblockaden und Becken-Fehlstellungen. Das Package „Jungbrunn Fitness Tage“, zubuchbar ab zwei Übernachtungen (nicht im Preis inklusive), kostet ab 348 Euro pro Person. Es beinhaltet oben genannte Treatments, Akupunktmassage und therapeutische Individualtherapie.

Österreich: Wandern im Stubaital mit Weitblick

Kloster Maria Waldrast

Wie eine Perle in der Auster, umschlossen von gewaltigen Bergen, liegt das 35 Kilometer lange Stubaital. Mit seinen saftigen Wiesen, den malerischen Orten Neustift, Fulpmes, Telfes, Mieders und Schönberg und durchflossen vom Ruetzbach, ist es eine Landschaft wie aus dem Bilderbuch. Eine Landschaft, die erwandert werden will.

Spektakulärer Stubaiblick

Vom Ortsrand in Fulpmes führt die Kreuzjochbahn ins Wandergebiet 2000. Fast geräuschlos schließen sich die Türen der Kabinenbahn und man schwebt nach oben. Zeit, den Blick schweifen zu lassen. In 2.136 Meter Höhe ist die Bergstation erreicht und der „Stubaiblick“ greifbar nahe.

Kreuzjochbahn

Ein Panoramaweg führt Wanderer, Schaulustige und Sonnenhungrige zur Aussichtsplattform, deren spektakuläre Stahlkonstruktion über dem Abgrund zu schweben scheint. Weit geht der Blick hinunter ins Tal bis auf das imposante Massiv der Kalkkögel in der Ferne und auf die bizarren Berggipfel ganz nah. An vier Tagen im August kann man hier oben den Sonnenaufgang erleben. Dann fahren schon ab 5.20 Uhr die ersten Gondeln der Bergbahn und auf der Aussichtsplattform drängen sich die Frühaufsteher mit Fernglas und Fotoapparat. Was für ein Augenblick, wenn dann der Sonnenball Sekunde für Sekunde am Horizont emporsteigt und die umliegenden Gipfel in ein zartes rosafarbenes Licht taucht. Und begleitet vom tiefen Klang der Alphörner  – live gespielt von drei Bläsern – beginnt ein strahlend schöner neuer Tag. Kreuzjochbahn

Auf dem Kreuzjoch

Nach einem Frühstück im Panoramarestaurant Kreuzjoch wirkt das eindrucksvolle Erlebnis noch lange nach.  Draußen wartet schon Wanderführer Christian, um uns auf den Alpenpflanzenlehrpfad zu begleiten. Auf schmalem zickzackpfad geht es empor zum Gipfelkreuz, vorbei an Almkräutern, Wiesenblumen und seltenen Gebirgspflanzen, die Christian alle beim Namen nennt. Bergab wandern wir auf dem Naturlehrpfad, der mit zahlreichen liebevoll gestalteten Infostationen viel Wissenswertes über die Tiere und Pflanzen der Gebirgswelt vermittelt.

Weich wie ein Teppich sind die Almwiesen, auf denen gelbbraune Kühe grasen, die dem Wanderer manchmal den Weg versperren. Immer wieder schweift der Blick nach oben zu den imposanten Riesen, deren schroffe Gipfel in den wolkenlosen Himmel ragen. Nach einer kurzen Rast auf der Schlickeralm in 1640 Metern führt der Weg talwärts durch herrliche Lärchenwälder, vorbei am Alpenerlebnispark mit Klettergaten und dem künstlich angelegten Panoramasee bis zur Mittelstation der Kreuzjochbahn.

Der schönste Berg

Malerisch liegt das Dorf Mieders am Fuß des 2.717 Meter hohen Serles. Die Anwohner sind stolz auf Ihren Hausberg, der für Alexander von Humboldt der schönste Berg der Alpen war und den auch Goethe als den Hochalter Tirols bezeichnet hatte. Mit der Serlesbahn geht es hinauf bis auf 1.600 Meter und hinein in ein herrliches Wandergebiet mit Europas höchstgelegenem Kloster Maria Waldrast – einem idyllisch gelegenen Wallfahrtsort mit Klostergasthof und Heilquelle, an deren Wasser sich auch so mancher Wanderer labt. Nach einer zünftigen Jause auf der Ochsenalm oder am Koppeneck lohnt es sich, hier oben  mit Weitblick auf die Berggiganten den Sonnenuntergang zu erleben. Talwärts gleitet man dann ruhig und sicher in der Gondel oder mit Herzklopfen in rasanter Fahrt über 40 Steilkurven auf der 2,8 Kilometer langen Sommerrodelbahn.

Genusswandern

 Beim Wandern im Stubaital kann man sich die Natur auch sprichwörtlich auf der Zunge zergehen lassen. Gaumenfreuden verspricht das Programm Genusswandern, bei dem regionale Spezialitäten wie Wein, Edelbrände, Speck und Honig entdeckt und verkostet werden können. In die Geheimnisse der Stubaier Käsekunst, besonders des Graukäses, wird man z.B. jeden Dienstagnachmittag auf der Schickleralm eingeweiht.

Hütte auf der Sulzenaualm

 Naturschauspiel

Der Wilde-Wasser-Weg mit dem Grawa Wasserfall, dem breitesten der Ostalpen, gehört zu den beliebtesten Wanderungen. Tosend und sprühend stürzt er sich 80 Meter breit aus 450 Metern herab. Von der Grawa Alm führt ein alter Almsteig in steilen Serpentinen durch den Wald bis hinauf zur Sulzenau Alm. In der urigen kleinen Hütte mit rustikalem Mittagsangebot macht man gerne Rast. Hier hat ein Holzschnitzer seiner Fantasie freien Raum gelassen und Tische, Stühle und Bänke mit lustigen oder grimmigen Berggeistern versehen. Steil wie beim Aufstieg geht es hinab bis zum Aussichtspunkt am Wasserfall. Von einer großen Aussichtsplattform kann man das grandiose Naturschauspiel in aller Ruhe beobachten. Und dabei sogar etwas für seine Gesundheit tun. Denn Untersuchungen der Paracelsus Privatuniversität Salzburg haben gezeigt, dass sich schon eine Stunde Aufenthalt am Fuß des Grawa Wasserfalls positiv auf die Atemwege auswirken kann.

TOP OF TYROL

 Neustift ist der bekannteste und letzte Ort im Stubaital, überragt von den Bergmassiven des Elfer, Zwölfer und Habicht. Im Ortsteil Mutterberg an der Talstation der Gletscherbahn hört die Straße auf und die Welt des Stubaier Gletschers beginnt. Etwa dreißig Minuten dauert die Fahrt nach oben. Je höher man kommt, desto größer wird die Zahl der Sessel-/Gondelbahnen und Schlepplifte, die kreuz und quer die Hänge überziehen. Denn hier ist das größte Gletscherskigebiet des Landes mit 110 Abfahrtskilometern und einer Schneegarantie von Oktober bis Juni. P1030929

Die Bergstation Eisgrat in 2.900 Metern Höhe sieht aus wie ein gerade gelandeter Ufo. Jetzt ist das ewige Eis ganz nah. Nicht in strahlendem Weiß sondern in einer Melange aus weißgrau und dennoch faszinierend präsentiert sich die Gletscherlandschaft. Vom Restaurant und Panoramaterrasse geht der Blick hinauf zur Schaufelspitze. Noch eine kurze Fahrt mit der Gondelbahn und in der Jochdohle, dem höchstgelegenen Bergrestaurant Österreichs, könnte man einkehren. Doch zunächst führt eine steile Metalltreppe zum Highlight des Tages, ja der ganzen Reise, zum TOP OF TYROL. Die Gipfelplattform ragt in 3.120 Metern wie freischwebend über dem Gletscher und ist eine Attacke auf die Schwindelfreiheit. Atemberaubend ist der Rundblick über 105 Dreitausender. Von den Ötztaler über die Stubaier Alpen bis zu den Dolomiten reicht der Blick. Hier muss man einfach innehalten, schauen, genießen, sich einfangen lassen vom Zauber dieser imposanten Bergwelt.

 Text und Fotos: Christel Seiffert

Österreich: Mit Lebensmittelunverträglichkeit auf Reisen

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Immer mehr Menschen leiden heute unter einer Lebensmittelallergie. Urlaub machen wollen Allergiker aber genauso wie alle anderen. Bleibt die Frage: wohin? Am besten in ein Hotel, das einen hervorragenden Ruf in puncto Urlaub für Allergiker hat. Wie das Verwöhnhotel Chesa Monte im Tiroler Fiss.

„Wenn die Abwehrspieler des Immunsystems überreagieren und der Körper mit entzündlichen Prozessen auf an und für sich harmlose Umweltstoffe reagiert, dann ist sie da –die Geisel der modernen Zeit: die Allergie. Sie kann einem den Alltag vermiesen – und den schönsten Urlaub verhageln. Oder fast noch schlimmer: eine Allergie kann verhindern, überhaupt in Urlaub zu fahren. Zu groß ist oftmals die Angst von Allergikern, dass sie in der Hektik der Restaurant-Rush-Hour doch etwas Falsches erwischen. Aber keine Sorge! Das Verwöhnhotel „Chesa Monte“ in Fiss hoch über dem Tiroler Inntal hat was gegen Allergien: seine bevorzugte geografische Lage, seine strikte Haustier- und Rauchfreiheit –und seine auf Allergiker spezialisierte Feinschmeckerküche.

Foto: Chesa Monte Fiss

Genuss ohne Reue – auch und vor allem für Allergiker

Küchenchef Josef Sieß hat ein Herz für seine Gäste. Für alle Gäste! Besonders für die, die strikt auf ihre Ernährung achten müssen. Vor allem unter Zöliakie-Geplagten (Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit) genießt das Hotel Chesa Monte seit Jahren einen hervorragenden Ruf. Denn bei Küchenchef Sieß kann man sich hundertprozentig darauf verlassen, dass absolut glutenfrei gekocht wird. Das Feine daran: Nur der Allergiker merkt, dass er nichts merkt. Alle anderen merken eh nichts, denn der Allergiker bekommt weder eine spezielle Speisekarte noch ein glutenfreies „Notgericht“, sondern exakt das gleiche Gourmetmenü wie alle anderen. Nur eben glutenfrei. Hexerei? Nein, gute Planung (Allergiker geben bereits bei der Anmeldung schriftlich ihre speziellen Wünsche und Bedürfnisse an) und viel Erfahrung mit glutenfreier Küche. Appetit bekommen? Dann backen Sie einfach die glutenfreie Zucchini-Nuss-Torte nach von Chef-Patisseuse Karoline Jobst.

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Chesa Monte: Sicher beschwerdefrei auf allen Ebenen

Das Vier-Sterne-Verwöhnhotel Chesa Monte liegt auf 1.437 Meter Höhe auf dem sonnigsten Hochplateau Tirols – umgeben von atemberaubender Bergkulisse. Netter Nebeneffekt für Allergiker: Aufgrund von Höhe und klimatischen Bedingungen haben Pollen- und Hausstaubmilbenallergien hier in Fiss keine Chance. Dies belegen auch Untersuchungen der Universität Innsbruck. Dito Schimmelpilzallergien: Laut Prüfungsbericht der Forscher ist die Belastung mit Schimmelpilzsporen so gering, dass kein allergener Reiz entstehen kann. Adios Tierhaar-Allergien – dank des strikten Haustierverbots im gesamten Hotel. Das Hochgebirgsklima ist sehr trocken und hat was gegen allergisches Asthma. Alle Zimmer können selbstverständlich gelüftet werden. Saubere Luft im Hotel freut nicht nur Gäste mit überempfindlichem Bronchialsystem, sondern alle Gäste! Und wie geschrieben: Das Küchen- und Serviceteam vom Chesa Monte ist auf Nahrungsmittelallergien bestens geschult. Hier nimmt man sich viel Zeit, um mit dem Gast gemeinsam einen individuellen Menüplan zu erstellen. Und nun: Bon Appetit!