Island: Vulkaninsel im Atlantik

Jökulsarlon

Jökulsarlon

Willkommen auf der Insel der Gegensätze! Willkommen in einem Land, in dem Feuer und Eis Landschaften von atemberaubender Schönheit geschaffen haben!

Wer auf dem internationalen Flughafen Keflavík ankommt und sich mit Bus oder Mietwagen auf den Weg nach Reykjavík macht, wird gleich mit Islands vulkanischer Vergangenheit konfrontiert. Denn bis zu den Vororten der Hauptstadt führt die Straße durch ein rissiges, fast vegetationsloses Lavafeld. Bei trübem Wetter wirkt es trostlos und lebensfeindlich, aber schon einige wenige Sonnenstrahlen verwandeln es in eine faszinierende Märchenlandschaft. Doch dies ist nur ein kleiner Vorgeschmack auf die vielfältigen Formen des Vulkanismus, die allerorts auf den Besucher warten.

Kaum ein Land der Erde ist so abwechslungsreich wie Island, das geologisch noch in den Kinderschuhen steckt und sich deshalb permanent verändert – manchmal sogar höchst dramatisch durch gewaltige Vulkanausbrüche oder Gletscherläufe. Aber auch zwischen diesen Katastrophen bietet Island Spektakuläres: In den zahlreichen Hochtemperaturgebieten brodelt, dampft und zischt es unaufhörlich oder schießen Geysire ihre Wasserfontänen in den Himmel. Blubbernde Schlammtöpfe und Wasserlöcher, gelbe und ockerfarbene Fumarolen und Sinterablagerungen bilden unwirkliche Mondlandschaften. Farbenprächtige Liparitberge, düstere Aschekegel, bizarre Vulkane, sonderbare Pseudokrater, unauffällige Schildvulkane und immer wieder Lavafelder – mal schwarz, kahl und bedrohlich, dann wieder von dicken, grünen Moosteppichen überzogen, prägen weite Teile der Insel.

Neben den Vulkanen sind die Gletscher die größten Anziehungspunkte, denn allein der größte von ihnen, der Vatnajökull, ist größer als alle Gletscher Europas zusammengenommen. Unzählige eisige Zungen schieben sich von seinem gewaltigen Plateau zu Tal, bilden Abbrüche, Höhlen und Lagunen, auf denen bizarr erodierte Eisberge schwimmen.

Aber Island hat auch ein durchaus liebliches Gesicht, das man der fast baumlosen Insel im hohen Norden kaum zutrauen würde. Der schmale Küstenstreifen und einige Täler überraschen mit sattgrünen Wiesen, auf denen unzählige Schafe grasen. Und auch der Mývatn, eigentlich ein geologisch unruhiges, von Vulkanen geprägtes Gebiet, wirkt mit seinen Inseln, Buchten und Landzungen wie eine grüne Oase. Auf dem Wasser tummeln sich Singschwäne und die verschiedensten Entenarten, so dass selbst die ausgefressenen Lavatürme am Ufer kaum das liebliche Bild stören.

Lust auf Islands einzigartige Natur? Dann schauen Sie sich die Bilder an.

Westfjorde, Latrabjarg, Papageitaucher

Westfjorde, Latrabjarg, Papageitaucher

Westfjorde, Breidavik

Westfjorde, Breidavik

Solfatarengebiet Namafjall

Solfatarengebiet Namafjall

Solfatarengebiet am Namafjall

Solfatarengebiet am Namafjall

Snaefell

Snaefell

Seydisfjördur

Seydisfjördur

Seljalandsfoss

Seljalandsfoss

Schlucht Fjardargljufur

Schlucht Fjardargljufur

Papageitaucher, Vik i Myrdal

Papageitaucher, Vik i Myrdal

Ostfjorde, historisches Torfhaus Lindarbakki

Ostfjorde, historisches Torfhaus Lindarbakki

Ostfjorde, Gästehaus Mjoeyri am Eskifjördur

Ostfjorde, Gästehaus Mjoeyri am Eskifjördur

Myvatngebiet, Krafla

Myvatngebiet, Krafla

Landmannalaugar

Landmannalaugar

Jökulsarlon

Hochtemperaturgebiet Hveragerdi

Hochtemperaturgebiet Hveragerdi

Hochland, Hveravellir

Hochland, Hveravellir

Djupivogur

Djupivogur

Eskifjördur

Eskifjördur

Text und Fotos: Christian Nowak

Berlin: Claudia Kerns liest Geschichten über Island

K1024_island_claudia_kerns_berlin_160913Eines Tages entscheidet sich Claudia Kerns, ihr Leben umzukrempeln. Raus aus dem Alltagstrott. Spontan geplant findet sie sich nur wenige Zeit später auf einer Insel im Atlantik wieder – in der REW in Berlin/Pankow erzählt sie von Island und ihrem neuen Leben….

Mehr zu Claudia Kerns hier:

https://www.facebook.com/events/494675620735811/

Mehr zu Island hier:

Island: Extreme Landschaften am Polarkreis

Und hier:

Island: Wandern in Landmannalaugar

 

Island: Die leidenschaftlichen Fußballer von der Vulkaninsel

Island, Lava am Myvatn, Foto C. NowakSeit der EM 2016 wissen es alle: Die Isländer können auch Fußball spielen. Als Außenseiter ins Turnier gegangen, stehen sie nach dem sensationellen Sieg gegen England im Viertelfinale.

„Komm und träume mit uns von einer Insel, einer Welt mit Wasser im Überfluss, mit natürlichen Ressourcen, die sich ständig erneuern, mit sauberer Energie und unberührter Natur, wo der Mensch in Harmonie mit der Umwelt lebt. Komm und träume mit uns von einer Insel an der Grenze der bewohnbaren Welt, vom Golfstrom umarmt, von Thermalwasser erwärmt und von Vulkanen beheizt. Komm und träume mit uns von einer Insel der Neuzeit, mit modernster Technologie und althergebrachten Traditionen, einer Insel mitten zwischen der Alten und der Neuen Welt. Komm und träume mit uns von Island, wo Träume wahr werden.“ Es ist zwar schon einige Jahre her, dass Island mit dieser Liebeserklärung auf der EXPO 2000 in Hannover für sich warb, doch auch heute könnte man den Charme der abgeschiedenen Insel im Atlantik kaum besser beschreiben.

Die Republik Island (isländisch: Lýðveldið Ísland) liegt im Nordatlantik nur wenig unterhalb des Polarkreises zwischen 63 und 66 Grad nördlicher Breite sowie 13 und 24 Grad westlicher Länge. Island ist Europas westlichstes Land, nur knapp 300 km von Grönland entfernt, bis zu den Faröer-Inseln sind es rund 400 Kilometer, nach Schottland rund 800 Kilometer und nach Norwegen rund 1000 Kilometer. Mit einer Fläche von 103.000 Quadratkilometern, dies entspricht in etwa der Größe der ostdeutschen Bundesländer, ist Island nach Großbritannien die zweitgrößte Insel Europas. Außerdem gilt sie als größte Vulkaninsel der Welt.

Eine Landschaft der Extreme

Große Teile sind von Wüsten, Vulkanen und Gletschern geprägt und wirken gleichermaßen faszinierend wie unwirtlich. Rund zwölf Prozent der Landesfläche sind von Gletschern bedeckt; mit dem Vatnajökull besitzt Island den größten Gletscher Europas. Insgesamt sind rund zwei Drittel der Insel Ödland, nur rund ein Viertel ist von meist karger Vegetation bedeckt, landwirtschaftlich nutzbar sind sogar nur zwei Prozent. So ist es nicht verwunderlich, dass Island mit gut 300.000 Einwohnern äußerst dünn besiedelt ist. Die Bevölkerungsdichte verteilt sich innerhalb des Landes sehr unterschiedlich: Rund ein Drittel der Isländer lebt im Großraum Reykjavik, der Rest in der Nähe der Küste, das Landesinnere ist vollkommen menschenleer. Die höchsten Berge erreichen rund 2000 Meter (Hvannadalshnjúkur 2119 Meter, Bárðarbunga 2000 Meter); die größten Seen sind Þórisvatn (83 Quadratkilometer) und Þingvallavatn (82 Quadratkilometer); der höchste Wasserfall (190 Meter) ist der Glymur im Botnsá, doch viel beeindruckender ist der nur 44 Meter hohe Dettifoss, der als wasserreichster Fall Europas gilt.

Island, Pingvellir Nationalpark, Allmännerschlucht, Foto C. NowakText und Fotos: Christian Nowak

 

Christian Nowak: Merian Momente Island

Island: Extreme Landschaften am Polarkreis

Inside the Vulcano

Abstieg in die Magmakammer

Reykjavík, die nördlichste Hauptstadt der Welt, ist nur zwei bis drei Flugstunden von Deutschland entfernt und lässt sich bequem an einem verlängerten Wochenende erkunden. Wer etwas mehr Zeit mitbringt, kann spektakuläre Ausflüge in die Umgebung machen: In eine ausgebrannte Magmakammer einfahren, zwischen den Kontinenten abtauchen oder dampfende Solfatarenfelder erkunden.

Jules Vernes Helden begannen ihre „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ am isländischen Vulkan Snæfellsjökull. Alles nur Science Fiction? Nicht mehr, denn mittlerweile können sogar Touristen das Innere eines Vulkans erleben. Zwar nicht bis zum Mittelpunkt der Erde, aber immerhin bis in eine Tiefe von 120 m, was auch schon ziemlich beeindruckend ist.

Inside the Vulcano nennt sich das kleine Abenteuer und beginnt mitten in Reykjavík. Mit dem Kleinbus geht es in rund einer Dreiviertelstunde ins Bláfjöll, in die Blauen Berge, südöstlich der Hauptstadt. Bis zum Vulkan Þríhnúkagígur, ein Name, der für nichtisländische Zungen kaum auszusprechen ist und soviel wie Dreigipfelkrater bedeutet, sind es dann noch knapp eine Stunde Fußmarsch – hauptsächlich über mit Moos bedeckte Lavafelder.

Inside the Vulcano, Foto C. Nowak (3)

Farbiges Gestein im Innern dr Magmakammer

Zum Schluss geht es noch einige Meter steil bergauf, dann steht man am Kraterrand. Über den ist eine Art Leiter gelegt ist, an der ein Korb hängt, so wie ihn Fensterputzer an Hochhäusern verwenden. Fünf Touristen und der Guide passen in den Korb, den man über eine schwankende Leiterkonstruktion erreicht. An Stahlseilen schwebt der Korb dann mit den staunenden Touristen und einem mulmigen Gefühl in die Tiefe. Anfangs ist die Öffnung so eng, dass der Korb immer wieder an den Wänden anstößt und mit den Händen in die richtige Richtung dirigiert werden muss. Doch dann weitet sich die Öffnung zu einer riesigen, schwach beleuchteten Halle und frei schwebend geht es 120 m in die Tiefe. So sieht also ein Vulkanschlot von innen aus, durch den irgendwann mal glühend heißes, flüssiges Gestein an die Oberfläche geschleudert worden ist. Sechs oder sieben Minuten dauert der Schwebezustand, bis die allerdings wie im Fluge vergehen, denn das Innere des Vulkanschlots leuchtet in allen Farben. Das geschmolzene und in bizarren Formen wiedererstarrte Gestein ist mal gelb, dann violett oder sogar leuchtend rot. Das Loch durch das der Korb sich hindurchgezwängt hat, ist bald nur noch ein winzig kleiner Lichtpunkt in weiter Ferne zu erkennen, es ist wirklich ein Abstieg ins Erdinnere. Rund eine Dreiviertelstunde können Besucher am Grund der vor 4000 Jahren ausgebrannten Magmakammer bleiben und sich in der Magmakammer umschauen, bevor sie wieder in den Korb einsteigen müssen und wieder ans Tageslicht gebracht werden.

Schnorcheln zwischen den Kontinenten

Im Þingvellir-Nationalpark kann man nicht nur wandern sondern auch in eiskaltem Gletscherwasser Schnorcheln. Das Wasser ist kristallklar und die Sicht beträgt mehr als 100 Meter, was weltweit einmalig ist.

Für diese unglaubliche Unterwassersicht gibt es zwei Gründe: Das Wasser hat das ganze Jahr über eine Temperatur um 2° C und es ist das Schmelzwasser des rund 50 km entfernten Langjökull, das jahrelang durch das Lavagestein geflossen ist und dabei gefiltert wurde. Die Silfra-Spalte, die in den Þinvallavatn mündet, ist durch das Auseinanderdriften der Nordamerikanischen und Eurasischen Platte entstanden. Jedes Jahr wird die Spalte rund sieben Millimeter breiter.

Bevor man allerdings ans Schnorcheln denken kann, muss man sich erstmal warm anziehen: eine mühselige Prozedur! Lange Unterwäsche, warme Socken, dann erst zwängt man sich in den Dry Suit. Jetzt nur noch Handschuhe, Mütze, Taucherbrille, Schnorchel und Flossen, dann kann es endlich losgehen. Das Wasser ist wirklich eiskalt, man merkt es sofort im Gesicht und nach einer Weile werden auch Hände und Füße kalt. Aber es lohnt sich, vor allem wenn die Sonne scheint. Denn dann fluoreszieren die fadenförmigen Algen an den Felsen in einem unwirklichen Grün. Durch das unglaublich klare Wasser verliert man jegliches Gefühl für die Tiefe. Am Ende der Spalte lässt man sich dann noch eine Weile durch die flache Silfra-Lagune treiben, bevor es wieder an Land geht, wo Kekse und heißer Kakao warten.

Pingvellir Nationalpark, Allmännerschlucht

Pingvellir Nationalpark, Allmännerschlucht

Unterwegs auf der Rauchhalbinsel

Die Halbinsel Reykjanes bildet den südwestlichen Zipfel Islands. Hier begann mit der Landnahme von Ingólfur Arnason die Besiedlung der Insel, doch für Ackerbau und Viehzucht war die Gegend nicht besonders geeignet, denn es ist eine der unruhigsten Gegenden Islands.

Schon beim Anflug auf den internationalen Flughafen Keflavík sind die meist kahlen und trostlosen Lavaflächen auszumachen. An einigen Stellen steigt Rauch auf, weshalb der Name der Halbinsel mit „Rauchspitze“ oder „Rauchhalbinsel“ durchaus passend gewählt wurde. Auch die größte Attraktion Islands, die Blaue Lagune, ein Thermalbad mit herrlich warmem, milchig-blauem Wasser inmitten einer bizarren Vulkanlandschaft, ist ein Produkt der im Untergrund brodelnden Hitze.

Reykjanes, Geothermalgebiet Gunuhver

Reykjanes, Geothermalgebiet Gunuhver

Weit weniger bekannt und lange nicht so überlaufen wie die Blaue Lagune ist das Hochtemperaturgebiet am Kap Reykjanes. Der Leuchtturm weist nicht nur den Schiffen den Weg, auch von Land aus ist er weithin sichtbar und posiert auf einem Vulkanhügel als perfektes Fotomotiv. Im Hintergrund dampft das Geothermalgebiet Gunnuhver. Vom Küstenplateau, das von bizarr erodierten Felsen eingerahmt wird, ist der Vogelfelsen Eldey im Meer zu sehen. Hier lebten die letzten Riesenalke bevor sie 1844 ausgestorben sind. Eine Skulptur erinnert an die imposanten Vögel, ein ausgestopftes Exemplar befindet sich im Institut für Naturgeschichte in Reykjavík.

Reykjanes, Riesenalk

Reykjanes, Riesenalk

Nach einem Spaziergang erreicht man das Geothermalgebiet Gunnuhver, das erst in den 1960er-Jahren durch ein Erdbeben entstandenen ist. Erst seit Kurzem gibt es sichere Holzbohlenwege, von denen aus man sich die blubbernden Schlammtöpfe und die bunten Schwefelfelder anschauen kann.

Text und Fotos: Christian Nowak

 

Mehr über Island haben wir hier:
www.weltreisejournal.de/2014/01/02/island-rauchschwaden-am-muckensee

Und hier:
www.weltreisejournal.de/2013/08/13/island-schlammtopfe-und-solfataren

 

Christian Nowak: Merian Momente Island

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Mit MERIAN momente das Besondere erleben:

MERIAN TopTen: Die Höhepunkte der Insel auf einen Blick

NEU ENTDECKT: Schneller Überblick über die angesagtesten Locations

MERIAN MOMENTE – Das kleine Glück auf Reisen: Tipps für die ganz persönlichen Auszeiten

MIT ALLEN SINNEN – Island spüren und erleben: Für unvergessliche Erlebnisse

GRÜNER REISEN: Empfehlungen für den nachhaltigen Urlaub

Mit MERIAN momente Island erkunden:

Einsam die Fjorde, bizarr die Gebirge, aktiv die Vulkane, heiß die Quellen, mal in Lavawüsten, mal unter Eispanzern sprudeln. Island ist faszinierend, außergewöhnlich, unvergleichlich! Ein Land, das man in allen Dimensionen erleben muss – in seiner Größe wie in den Details.

Das bietet Ihnen MERIAN momente:

Praktische und übersichtliche Sortierung nach Regionen

Fundierte Beschreibungen aller wichtigen Orte und Strände sowie Sehenswürdigkeiten, Museen und Ausflugsziele

Sorgfältig ausgewählte Hotel- und Restaurantempfehlungen sowie Kultur-, Ausgeh- und Shoppingadressen

Stadtpläne von Reykjavík und Akureyri zur schnellen Orientierung

Extra-Faltkarte zum Herausnehmen

Christian Nowak: Baedeker SMART Island

51CZ-g-B0kLDer Baedeker SMART Island führt mit perfekten Tagesprogrammen durch alle Gebiete Islands und zeigt die beliebtesten Attraktionen, jeweils mit Tipps für kleine Pausen in Cafés, Restaurants oder Bars.

Den Auftakt bilden die TOP 10 Islands: die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, die man unbedingt gesehen haben muss, von der absoluten Nummer eins bis zur nicht mehr ganz so wichtigen Nummer zehn. Erleben, was Island ausmacht – dabei helfen die Tipps des „Island Gefühls“, zum Beispiel Spaziergänge in weißem oder schwarzem Sand, die echte Mitternachtssonne auf Grimsey genießen oder essen Sie mit und bei Einheimischen. „Das Magazin“ erzählt spannende und unterhaltsame Geschichten z. B. über die Besiedlung Islands, das Hochland, das Islandpferd und die Krimiwelt.

In vier nach Regionen gegliederten Kapiteln werden die wichtigsten und interessantesten Sehenswürdigkeiten vorgestellt und auf erlebnisreichen Tagestouren erkundet, die natürlich auch Zeit für genussvolle Pausen einplanen. Detailreiche 3D-Grafiken blicken auf Geysire und auf die „Perle“.  Abgeschlossen werden die einzelnen Kapitel mit den Beschreibungen ausgewählter Restaurants, der besten Shoppingmeilen und der attraktivsten Ausgeh-Adressen. Auf einer Radtour  zum Leuchtturm oder bei einem Ausflug ins Selárdalur kann man die vielen verschiedenen Facetten der verschiedenen Regionen kennenlernen. Zum Schluss laden die amüsanten „10 Gründe wiederzukommen“ zu einem weiteren Besuch ein – schließlich bietet Island immer wieder Neues.

Picus Lesereisen: Inseln des Nordens

Cover Inseln des NordensDas sind Inselträume: Gletscher, die Eisberge ins Meer schicken, Berge, die aus dem Inland-Eis ragen, Pferde mit Mähnen, die im Wind wehen, die Farben des Nordlichts und des Packeises. Jedenfalls dann, wenn die Inseln im hohen Norden liegen und Spitzbergen oder Lofoten, Island, Färöer oder Grönland heißen. Auf den arktischen Inseln erfüllten sich Barbara Schaefer und Rasso Knoller ihre eigenen Träume und befragten die Einheimischen, wie sie leben und wovon sie träumen.
Barbara Schaefer begab sich auf die Spuren starker Frauen in hohen Breiten. So fuhr sie etwa in Grönland mit Hundeschlitten hinaus und ließ sich von Schamanen von früher erzählen. In Spitzbergen hörte sie sich Eisbären-Geschichten an, in Island schleppte sie einen Heißluftballon in einen erloschenen Krater, töltete durch Dauerregen und ließ sich Sagen erzählen.
Rasso Knoller bewunderte zusammen mit einem Maler auf den Lofoten die Farben des Nordlichts, war mit Walfängern unterwegs, besuchte den legendären Torwart der Färöer, der 1990 seinem Land den Sieg gegen Österreich sicherte, und geriet ins Schwärmen, als die beliebteste Sängerin der Inseln ihm ihre schönsten Lieder vorsang.

Pressestimmen

 

»In kurzen Reportagen fangen die Autoren den Reiz des Nordens ein. Eindringlich schildern sie die Schönheit der Landschaften und laden dazu ein, diese Inseln selbst einmal zu besuchen; vielleicht vergisst ja der eine oder andere auch, nach Hause zu fahren.« –Augsburger Allgemeine, 9. Februar 2010»Die Frage danach, was Menschen – insbesondere Frauen – eigentlich hinauszieht ins eisige, lebensfeindliche Weiß der Arktis, beantwortet die bekannte Reisejournalistin Barbara Schaefer zu Beginn des Buches auf fulminante, amüsante und anschauliche Weise mittels eigener Erlebnisse auf Grönland und durch Bezüge zu anderen ›Eisfrauen‹. Nicht nur als Leserin fängt man sofort Feuer und legt das Buch nicht mehr aus der Hand, bis man es verschlungen hat.« –Panorama, 1. Dezember 2009

 

»Die kurzen Geschichten ziehen den Leser in ihren Bann. Und auch nachdem man das Buch geschlossen hat, lassen einen die Eindrücke, die im Norden erlebt werden wollen, nicht mehr los. Sie warten geduldig, wie die stillen blau-weiß glitzernden Kathedralen des Meeres… « –Nordis, 2. November 2009

 

»Dafür weckt das Buch umso mehr die Reiselust, man entwickelt ein Gefühl dafür, was die Reize dieser rauen Gegend wirklich ausmacht.« –ReiseJournal, 15. August 2009

 

 

 

 

 

 

Island: Spektakuläre Eruptionen am Lavafeld Holuhraun

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Vulkan-Tourismus auf Island

Aktuell zieht ein heißes Thema viele Reisende auf die Insel im Nordatlantik. Die Ausbrüche der Vulkane Bardarbunga und Dyngjujökull rücken Island ins Rampenlicht und locken Schaulustige. Zwar ist der Risikobereich rund um das aktive Vulkangebiet gesperrt, dennoch ist das Interesse hoch.

Großen Andrang verzeichnen Anbieter wie Mýflug Air, Heli Iceland oder Reykjavík Helikopters, die Rundflüge um die Eruption anbieten. Weniger abenteuerlustige Island-Urlauber können Europas größten Gletscher, den Vatnajökull, auf dessen Gebiet sich auch die aktiven Vulkane befinden, von der sicheren anderen Seite bestaunen. Dort im Süden des Landes lockt ein Naturerlebnis an der Küste: Die Gletscherlagune Jökulsarlón ist mit dem Auto erreichbar und macht es möglich, Eisberge und Robben aus nächster Nähe zu erleben. Hinzu kommt der Kick des Vulkanausbruchs in nur 70 Kilometer Luftlinie Entfernung. Die knackenden und krachenden Geräusche des sich bewegenden Mega-Gletschers machen das Naturschauspiel perfekt.

„Viele Reisende fürchten sich davor, dass der Vulkanausbruch Flugpläne durcheinanderwirbeln oder ihre Reise in Island beeinträchtigen könnten“, sagt Svana Fridriksdóttir, Sprecherin von WOW air in Reykjavík. „Allerdings ist seit dem Beginn der gesteigerten seismischen Aktivität im August 2014 noch keine einzige Flugverbindung beeinträchtigt gewesen. Reisen sind völlig unbedenklich. Ein sehr guter Zeitpunkt also für einen Island-Trip: Die Preise für Unterkünfte sind im Herbst und Winter günstiger als im Sommer, die touristischen Highlights weniger besucht, die Spannung um den Vulkan ist ungebrochen.“

Aber nicht nur Islands Vulkane bieten Höhepunkte, in Winter lockt Island Urlauber mit Polarlichtern, einem Bad in heißen Quellen, Höhlen- und Gletschertouren, Schneemobilfahrten und einzigartiger Natur. Die Hauptstadt Reykjavík ist berühmt für ihre lebendige Kultur- und Kunstszene, hervorragende Restaurants und ihr pulsierendes Nachtleben.

Weitere Informationen zum Vulkanausbruch auf dem WOW air Blog:

http://wow-air.de/magazine/blog/Spektakularer-Lavafluss,-ohne-Flugausfalle

Rasso Knoller: Nordeuropa – Porträt einer Region

785 Nordeuropa USDänemark, Schweden, Norwegen, Finnland und das weit draußen im Atlantik gelegene Island werden auch unter dem Begriff »Nordeuropa« zusammengefasst: Fünf Länder, die auf eine lange gemeinsame aber nicht immer harmonische politische Vergangenheit zurückblicken können. Ein gut ausgebautes Sozialsystem, lange Zeit vordere Plätze im PISA-Vergleich der Schulen und erfolgreiche Frauen in Politik und Wirtschaft – auf der Habenseite haben die Nordlichter vieles gemeinsam. Aber genauso groß wie die Gemeinsamkeiten sind auch die Unterschiede. Neidisch blicken die klammen Isländer auf den norwegischen Ölreichtum, kopfschüttelnd kommentieren die Schweden die dänische Alkoholpolitik, irritiert reagieren die Finnen auf die dänische Wortgewalt. Und die Rivalität zwischen Norwegen und Finnland auf der einen und Schweden auf der anderen Seite ist ohnehin legendär. Erstmals stellt Rasso Knoller  die nordischen Fünf gemeinsam vor.

Island: Wandern in Landmannalaugar

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Das Gebiet Landmannalaugar ist bekannt für seine spektakulären Wanderwege und gilt als Knotenpunkt für Hikes im südlichen Hochland nahe dem Vulkan Hekla. Auf Touren erleben Wanderer die Berge mit ihren unterschiedlichen Farben und die weiten Lavafelder der Region. Der wohl bekannteste Trekkingweg der Gegend ist Laugavegur. In normalerweise rund vier Wandertagen führt er vorbei an schroffen Gletschern, heißen Quellen, monumentalen Wasserfällen und Ausblickspunkten auf den Nordatlantik. Auf kürzeren Touren geht es in circa zwei Stunden durch das Laugahraun-Lavafeld zum Berg Brennisteinsalda (Schwefel-Welle) oder in etwa einer Stunde hinauf auf den Berg Bláhnjúkur, den Blauen Gipfel.

 

Island: Rauchschwaden und dunkle Burgen am Mückensee

 

Akureyri im Norden der Insel, immerhin schon in Sichtweite des Polarkreises, empfängt uns mit fast sommerlichem Wetter. Was für eine nette Überraschung, denn immerhin ist es schon Anfang Oktober. Die drittgrößte Stadt Islands liegt am Ende eines engen Fjordes, dem Eyjafjördur. Hinter den Häusern der Stadt ragen schneebedeckte Bergketten auf. Eine Landschaft, die mit Norwegens Fjordland verblüffende Ähnlichkeit hat, wenn da nicht die unübersehbaren Spuren des allgegenwärtigen Vulkanismus wären.

Zum Mückensee

Akureyri ist der beste Ausgangspunkt für einen Besuch des Myvatn. Der Mückensee hat seinen Namen verdient, denn selbst im Herbst fallen die schwirrenden Plagegeister über jeden – egal ob Mensch oder Tier – kompromisslos her. Einziger Trost ist, dass sie ihr Revier nur unmittelbar am See haben. Im Myvatn-Gebiet sind auf kleinstem Raum die gegensätzlichsten Landschaften und alle Formen vulkanischer Aktivitäten zu finden. Der nur maximal vier Meter tiefe See ist durch unzählige Inseln, Buchten und Landzungen zergliedert, alles ist mit einem grünen Teppich überzogen. Die Bauernhöfe und die frisch gemähten Wiesen am Ufer zeugen von dem für isländische Verhältnisse fruchtbaren Boden. Auf dem grün und blau schimmernden Wasser tummeln sich Singschwäne und die verschiedensten Entenarten. Selbst die ausgefressenen Lavatürme am Ufer und die über den ganzen See verstreuten, durch Dampfexplosionen entstandenen, kreisrunden Pseudokrater, stören das liebliche Bild der Landschaft nicht.

Eine Mondlandschaft im Farbenrausch

Aber nur wenige Kilometer vom Seeufer entfernt ist es mit der Ruhe vorbei. Plötzlich stehen wir in einer lebensfeindlichen Mondlandschaft. Hier tobt sich der Spaltenvulkan Krafla aus, sorgt für einen der Hot Spots Islands. Seit 1975 versucht man ihn anzuzapfen und seine geothermische Energie zur Stromerzeugung zu nutzen. Aber die Krafla ist unberechenbar. Mal sind es frische Lavaströme, die Probleme bereiten, dann verstopft Magma die Bohrlöcher oder aggressiver Dampf korrodiert die Pipelines. Was den Kraftwerkbetreibern graue Haare wachsen lässt, beschert Besuchern eines der schönsten Solfatarenfelder Islands.

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An den Hängen des intensiv ockerfarbenen Berges Namafjall brodelt und zischt es unaufhörlich. In den metergroßen Schlammtöpfen blubbert die kochend heiße, graue Tonmasse. Bläht sich zu Luftballongröße, zerplatzt, um an anderer Stelle sofort wieder eine neue Blase zu werfen. Überall riecht es nach Schwefel, aus dem durchlöcherten Boden entweicht der Dampf mit scharfem Zischen. Steigt als weiße Rauchsäule meterhoch in die Luft. Der scharfe Atem aus dem Erdinnern erzwingt sich den Weg an die Oberfläche. Unvorstellbar, welche Kräfte unter den Schuhsohlen toben. Eisenoxid und Schwefel färben die Erde in allen nur vorstellbaren Schattierungen von Gelb, Orange, Ocker, Rot und Braun.

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Namarfjall ist eine Kulisse wie aus einem Science-Fiction Film oder Endzeitdrama. Dann geht es zu den schwarzen Burgen von Dimmuborgir. Den weiten Myvatn mit seinen grünen Inseln und Ufern noch im Blickfeld, tauchen wir in ein Labyrinth von pechschwarzen Lavatürmen ein. Hier ist der Vulkanismus schon Vergangenheit. Nichts deutet mehr auf Aktivitäten hin. Zwischen den wild zerklüfteten Türmen hat sich schon wieder Vegetation breit gemacht. Moospolster und arktische Birkenwäldchen setzen Kontraste zur toten Lava. An einem ruhigen Herbsttag mit strahlend blauem Himmel lässt tief stehende Sonne das gelbe Laub der Birken erglühen. Größer könnte der Kontrast zu den infernalischen Solfatarenfeldern am Namarfjall kaum sein.

Christian Nowak

 

Lesereise: Kulinarium Skandinavien

1038Kulinarische Wagnisse und ausgefallene Spezialitäten wie »lutefisk« oder »surströmming« stehen mitunter auf dem Speiseplan der skandinavischen Küche, aber auch Köstlichkeiten wie »smørrebrød« oder Meeresfrüchte aller Art. Die Autorinnen und Autoren des Sammelbands begeben sich auf Entdeckungsreise und erzählen nicht nur von den Erfolgen der schwedischen Kochnationalmannschaft und von dem dänischen Klassiker »Dyrlægens Natmad«, sondern auch von skandinavischen Alkoholbräuchen und der allgegenwärtigen Tasse Kaffee. Begeben Sie sich auf eine abenteuerliche, vielfältige Reise durch das kulinarische Skandinavien! Mit Beiträgen von Anne Helene Bubenzer, Barbara Denscher, Nina Freydag, Gabriele Haefs, Rasso Knoller, Franz Lerchenmüller, Barbara Schaefer und Helge Sobik.