Deutschland: Kunst der Vorzeit – Felsbilder aus der Sammlung Frobenius

15_Handsilhouetten, Fische und Mond   Handsilhouetten, Fische und Mond   Indonesien, West-Papua, Tabulinetin 500-1.500 n.Chr.  Aquarell von Albert Hahn, 1937 65x95 cm © Frobenius-Institut Frankfurt am Main

15_Handsilhouetten, Fische und Mond, Handsilhouetten, Fische und Mond, Indonesien, West-Papua, Tabulinetin, 500-1.500 n.Chr., Aquarell von Albert Hahn, 1937, 65×95 cm, © Frobenius-Institut Frankfurt am Main

In einer der Einleitungssequenzen von Ridley Scotts Science-Fiction-Film Prometheus entdecken Höhlenforscher eine prähistorische Wandmalerei, auf der eine anthropomorphe Gestalt zu sehen ist, die auf eine ferne Gestirnskonstellation hinweist. Wie sich im Verlauf der Handlung herausstellen wird, bezeichnet sie den Ort im Kosmos, von dem in ferner Vorzeit die „Konstrukteure“ aufgebrochen waren, um das Menschengeschlecht zu schaffen. Die Grundidee von Scotts ursprungsmythischem Zukunftsspektakel aus dem Jahr 2012 ist indes nur eine Wiederauflage der Spekulationen, die der Schweizer Autor Erich von Däniken bereits 1968 in seinem Buch Erinnerungen an die Zukunft angestellt hatte. Für ihn stellen die geheimnisvollen Wandjina-Figuren auf den Felsbildern der Kimberley-Region in Nordwest-Australien extraterrestrische Wesen dar: raumhelmbewehrte Astronauten, die vor Jahrtausenden die Erde besuchten und von ihren Bewohnern als Götter verehrt wurden. Die antikisierenden Gesichtszüge der prometheischen Aliens in Scotts Film könnte man wiederum als ein spätes Echo auf die Theorien von Leo Frobenius deuten, der bei seinen Expeditionen in das Innere Afrikas mythische Orte der antiken Überlieferung wiederentdeckt zu haben glaubte. Die in ihrer Nähe gefundenen Felsbilder betrachtete er als Belege für die Existenz uralter und über die ganze Mittelmeerwelt verbreitete Kulturkreise, aus denen auch die Kultur der griechischen Antike einst hervorgegangen war.

13_Stehender weiblicher Wisent Nordspanien, Cantabrien, Altamira 16.000-14.000 v.Chr.  Stehender weiblicher Wisent Aquarell von Elisabeth Charlotte Pauli, 1936 69x100 cm © Frobenius-Institut Frankfurt am Main

13_Stehender weiblicher Wisent, Nordspanien, Cantabrien, Altamira, 16.000-14.000 v.Chr., Stehender weiblicher Wisent, Aquarell von Elisabeth Charlotte Pauli, 1936, 69×100 cm, © Frobenius-Institut Frankfurt am Main

Seit ihrer Entdeckung im 19. Jahrhundert haben Höhlenmalereien und Felsbilder die Phantasie angeregt. Auch seriöse Wissenschaftler ergingen sich in vielfältigen Gedankenspielereien, nachdem die zunächst bezweifelte Echtheit der Funde im spanischen Altamira und in Südfrankreich erst einmal anerkannt war. Die einen zogen Parallelen zu den Ritualen zeitgenössischer indigener Gruppen und vermuteten, dass die Höhlen für Initiationszeremonien und die Malereien für die Unterrichtung der Initianden dienten. Andere sahen in den Tierdarstellungen primitiven Jagdzauber am Werk: die mimetische Magie des frühen Menschen. Religionswissenschaftler wie Mircea Eliade glaubten in ihnen dagegen Spuren einer ursprünglichweltweit verbreiteten ekstatischen Schamanentechnik zu entdecken: Ausdruck eines numinosen Grundgefühls, der Urreligion der Menschheit.

05_Elefantenkontur, riesiges rotes Tier, Böcke und Menschen  Elefantenkontur, riesiges rotes Tier, Böcke und Menschen Simbabwe, Marandellas Distrikt, Inoro-Höhle 8.000-2.000 v.Chr. Aquarell von Joachim Lutz, 1929 151x616 cm © Frobenius-Institut Frankfurt am Main

05_Elefantenkontur, riesiges rotes Tier, Böcke und Menschen, Elefantenkontur, riesiges rotes Tier, Böcke und Menschen, Simbabwe, Marandellas Distrikt, Inoro-Höhle, 8.000-2.000 v.Chr.
Aquarell von Joachim Lutz, 1929, 151×616 cm, © Frobenius-Institut Frankfurt am Main

Auch Philosophen nahmen sich des Themas an. Hans Jonas galten die prähistorischen Felsbilder als Beleg für seine Theorie vom homo pictor. Das Erzeugen von Bildern gehört für ihn zu den Wesensmerkmalen des Menschseins. Erst mit dem Herstellen symbolischer Zeichen habe der Menschdas Reich des Animalischen verlassen und seine Identität als Gattungswesen gewonnen. In den letzten Jahren haben sich auch Neurobiologen mit der Frage beschäftigt, welchem höheren Zweck die prähistorische Malerei gattungsgeschichtlich eigentlich gedient haben mag, und sie mit einem Verweis auf den evolutionären Vorteil beantwortet, den das zur künstlerischen Betätigung drängende ästhetische Empfinden dem Menschen angeblich verschafft. Man braucht also gar nicht auf die zahlreichen kunsthistorischen Theorien einzugehen, um zu sehen, in welchem Ausmaß die Felsbilder und Höhlenmalereien des vorzeitlichen Menschen zum Gegenstand spekulativer Erörterungen geworden sind. Der von dem Dahlemer Religionsphilosophen Klaus Heinrich geprägte Begriff der Faszinationsgeschichte – wo wäre er besser am Platze als hier?

11_Gruppe menschlicher Figuren Ägypten, Gilf Kebir, Wadi Sora 4.400–3.500 v.Chr.  Gruppe menschlicher Figuren Aquarell von Elisabeth Charlotte Pauli, 1933 35x41 cm © Frobenius-Institut Frankfurt am Main

11_Gruppe menschlicher Figuren, Ägypten, Gilf Kebir, Wadi Sora, 4.400–3.500 v.Chr., Gruppe menschlicher Figuren, Aquarell von Elisabeth Charlotte Pauli, 1933, 35×41 cm, © Frobenius-Institut Frankfurt am Main

Die moderne ur- und frühgeschichtliche Forschung legt sich bei der Interpretation paläo- und neolithischer Kunstwerke indes größte Zurückhaltung auf. Vor allem gegenüber den früher so beliebten Parallelisierungen zwischen den Lebens- und Denkformen archaischer und rezenter indigener Kulturen zeigt sie sich inzwischen sehr reserviert. Ähnliches gilt für die Annahme einiger Neuropsychologen, der zufolge sich die Ähnlichkeit der Felsbilder in aller Welt dem Umstand verdanken soll, dass sie auf Halluzinationen zurückgehen, die durch drogeninduzierte Altered States of Consciousness ausgelöst worden seien. Man kann zwar heute das Alter einzelner Fundstätten entschieden zuverlässiger als früher datieren, dochvon ihrem sozialen und kulturellen Umfeld weiß man nach wie vor so gut wie nichts. Welche Motive haben die frühen Maler bewogen? Welche Bedeutungen haben sie einzelnen Figuren beigelegt? Wie wurden sie von ihren Mitmenschen rezipiert? Hatten die bildlichen Darstellungen sakralen Charakter? War der homo pictor zugleich ein homo cultus? Auf diese und viele andere Fragen vermag die moderne Felsbildforschung keine definitiven Antworten zu geben. Jede Überlegung mag richtig, jede kann genauso gut falsch sein. Dass die Felszeichnungen australischer Ureinwohner schamanischen Entrückungsritualen dienten, lässt sich ebenso behaupten wie die These, dass sie Wesen aus extraterrestrischen Welten darstellen. Für die erste Behauptung spricht allein ihre größere Wahrscheinlichkeit. Empirisch belegen kann man sie nicht.

Von Karl-Heinz Kohl
Direktor des Frobenius-Institutes Frankfurt am Main

 

 

 

Service: Etihad Airways – Komfort über den Wolken

Abendessen über den Wolken - Kopie

Genau zehn Jahre ist es her, dass Etihad Airways, die Fluggesellschaft mit Sitz in Abu Dhabi, den ersten Flug zwischen der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate [VAE] und Deutschland durchführte. Die erste Verbindung wurde zwischen Abu Dhabi und München aufgelegt. Ein Jahr später kam eine Verbindung nach Frankfurt hinzu, ab Dezember 2011 folgten Flüge zwischen Düsseldorf und Abu Dhabi. Seitdem hat Etihad auf diesen drei Strecken über 2,7 Millionen Fluggäste befördert.

Mittlerweile ist die Fluggesellschaft an airberlin beteiligt [wie an zahlreichen anderen Fluglinien auch]. Sie nennt das eine „strategische Partnerschaft“. Davon könnte Deutschlands zweitgrößter Carrier bald mehr profitieren, als die Finanzspritzen des Partners vermuten lassen. Eindrucksvoll hat die Fluggesellschaft kürzlich in ihrem Innovations- und Schulungszentrum in Abu Dhabi demonstriert, woran sie sechs Jahre gewerkelt hat: Die neue Kabinenausstattung der Boeing 787 [„Dreamliner“] und des A 380 – raffiniert in der Platzaufteilung und farbig. Das Gesamtkonzept, das unter dem Motto “simply smarter” läuft, ist nicht nur beeindruckend, sondern auch überzeugend.

Überraschung beim Einstieg

Die Überraschung beginnt schon beim Einstieg. Die Kabineneingänge sind so gestaltet worden, dass sie an Boutiquehotels erinnern. Die Pantry wird durch speziell angefertigte arabische Blenden aus Laubsägearbeiten und Jalousien verborgen. Noch mehr: Die Servicetrolleys sind zusätzlich mit Holzdekor-Türen ausgestattet, damit den Fluggästen der normalerweise hässliche Anblick erspart bleibt.

Frühstück ans Bett - Kopie

Wen wundert’s da, dass für muslimische Gäste sogar bestimmte Gebetsbereiche zur Verfügung stehen, die für mehr Privatatmosphäre mit Vorhängen ausgestattet sind. Den Gläubigen wird permanent angezeigt, in welcher Richtung Mekka liegt. „Der Raum kostet uns nicht“, versichert Peter Baumgartner, Chief Commercial Officer der Fluggesellschaft und damit ihr zweitmächtigster Mann. Der Platz lag praktisch brach.

Gäste der First und Business Class können in der Lobby des Airbus 380 entspannen, einem zwischen beiden Klassen liegender Lounge- und Barbereich mit Bedienung. In der Economy Class werden neue sogenannte Smart-Sitze eingebaut. Sie verfügen über eine ergonomische Kopfstütze und eine einstellbare Lendenwirbel-Stütze.

20 Prozent mehr Platz

Sowohl der Airbus A380 als auch die Boeing 787 werden mit neuen sogenannten Business-Studios ausgestattet, die über 20 Prozent mehr Platz bieten. Die Sitze sind vor- und rückwärts angeordnet und bieten mit ihrer 1-2-1-Anordnung direkten Zutritt zum Gang. Die Sitze lassen sich in ein 2,05 Meter langes FullFlat-Bett verwandeln. Im Oberdeck des A 380 sind 70 Business Studios untergebracht, die B 787 fliegt mit 28 Business Studios.

Lounge im A 380 - Kopie

Dann gibt es noch die verbesserten First Suites mit zahlreichen Neuigkeiten, die Etihad Airways in den Dreamliner einbaut. Die acht First Suites mit einer 1-2-1-Anordnung sind rund um einen gebogenen Gang angelegt, dies ein Novum in der kommerziellen Luftfahrt. Die komplett privaten Kabinen sind mit einem großen Sitz und einer Ottomane ausgestattet. Bei den Sitzen im Mittelgang lassen sich die Trennwände wegschieben, sodass zwei Suiten in eine Einheit mit einem Doppelbett umgewandelt werden können.

Butler an Bord

Im A 380 werden auf dem Oberdeck neun First Apartments in einer 1-1-Anordnung angeboten. Dadurch entsteht die einzige First Class-Kabine der Flugbranche mit nur einem Gang. Die Appartements sind mit einer 1,60 Meter hohen Schiebetür, einen Liegesessel und einer Ottomane ausgestattet; letztere lässt sich in ein FullFlat-Bett umwandeln. Wie sehr der Carrier an der neuen Ausstattung getüftelt haben, belegt diese Zahl: Die First Apartments haben eine 74 Prozent größere Grundfläche als herkömmliche First Class-Abteile des Carriers. Übrigens kommen Gäste dieser Klasse an Bord des A 380 in den Genuss eines voll ausgestatteten Duschbads.

Optimierte Washrooms (1) - Kopie

Unbestrittener Höhepunkt der Ausstattungs-Orgie ist das, was die Fluggesellschaft „Residence by Etihad“ nennt – die weltweit einzige Drei-Zimmer-Kabine über den Wolken. Sie liegt im vorderen Oberdeck des A 380, ist für Einzel- oder Doppelnutzung ausgelegt, besteht aus einem Wohnzimmer, einem separaten Schlafzimmer mit Doppelbett. Während des gesamten Fluges steht den Residence-Gästen ein Butler zur Verfügung, der an der Londoner Savoy-Butler-Academy geschult worden ist.

Maschinen mit dieser Residence fliegen nach New York, Sidney und London. „Wir erschließen uns dadurch den Zugang zu einem neuen Kundensegment, das vorher nicht angesprochen wurde“, sagt Baumgartner. Im Klartext: Firmenbosse, die sonst mit einer Privatmaschine zum Ziel jetten.

Sechs Jahre Arbeit

Sechs Jahre habe seine Firma an dem Konzept gearbeitet, betont Peter Baumgartner. Er ist sichtlich stolz auf die „schönsten Kabinen, die fliegen“. Innovationen in die Economy-Klasse seien „schwierig, da so wenig Platz zur Verfügung steht“. Die Fluggesellschaft hat bei Entwicklungen – z.B. der neuen Kabinenausstattung – ein strenges Kostenreglement. Zuerst wird festgelegt, wie viel Platz zur Verfügung steht, dann erst werden Gespräche mit Designern geführt. „Unser Know How steht allen Partnern zur Verfügung“, betont Baumgartner, die Partnergesellschaften können sich auch für diese Ausstattung entschließen. Baumgartner: „Dann entfallen Entwicklungskosten.“ So ist es „sehr wahrscheinlich“ [Baumgartner], dass auch airberlin diese Ausstattung erhält.

Apropos: Dem Finanzboss der Fluggesellschaft scheinen die Millionen nicht leid zu tun, die Etihad in airberlin steckt: „Das ist nichts im Vergleich zum Zusatzverkehr, der für uns durch airberlin erreicht wird.“ Ein starker Satz – und ein klares Bekenntnis.

Und noch ein starker Spruch: „Die Leute stehen Schlange, um bei Etihad zu arbeiten!“ Zurzeit hat Etihad 18.000 Mitarbeiter aus 140 Nationen, vor neun Monaten waren es noch 9.000. Bis 2020 werden es 28.000 Mitarbeiter sein. Baumgartner über das Wachstum seiner Firma: „Im Moment bin ich beruhigt.“

Horst Schwartz

 

Service: Top 10 der Urlaub-Apps

GetYourGuide App_Credit GetYourGuide

Per Klick zum praktischen Urlaubshelfer: Zur Hauptreisezeit, die von vielen Touristen auch für City-Trips genutzt wird, hat der Touren-Anbieter GetYourGuide (www.getyourguide.de) eine Hitliste nützlicher Gratis-Apps für das Smartphone zusammengestellt. Hier die Top 10 der besten Applikationen für eine rundum gelungene Reiseplanung:
Alle Urlaubsdaten auf einen Blick:
Ein wahres Organisationstalent ist die mobile Anwendung von TripIt. Sie ermöglicht es dem Nutzer, sämtliche Bestätigungsmails für Flüge und Hotels zu sammeln und zu verwalten. Zudem lassen sich die Daten mit dem Kalender synchronisieren und über soziale Medien mit Freunden teilen. www.tripit.com/uhp/mobile

Wie ist mein Hotel vor Ort?
Mit der App von TripAdvisor sind viele Bewertungen zur geplanten Unterkunft abrufbar und es gibt eine große Auswahl von Bildern, die von den Gästen gemacht wurden. Natürlich kann auch gebucht werden. Der Download-Link: www.tripadvisor.de/apps

Welches Verkehrsmittel ist für mich das Beste?
Flüge oder Züge vergleichen – das können viele Apps. Alle Verkehrsmittel gegeneinander abzuwägen ist jedoch neu. Genau dies bietet die Applikation Qixxit aus dem Hause der Deutschen Bahn. Sie navigiert den User von A nach B und bezieht dabei sämtliche Verkehrsmittel mit ein. Das Auto gehört ebenso dazu wie der Fußweg, das Flugzeug oder die Route auf der Schiene .https://www.qixxit.de/qixxit-app

Günstige Flüge in Sekundenschnelle:
Tarife für Flugverbindungen schwanken ähnlich wie die Kurse an der Börse. Umso wichtiger ist es, eine Applikation zu haben, die stets für die richtige Orientierung sorgt. Einen sehr guten Überblick verschaffen sich Smartphone-Nutzer mit der Metasuche von Skyscanner. Hier können sie Flüge durchforsten und werden für die Buchung gleich zum jeweiligen Anbieter weitergeleitet. http://www.skyscanner.de/handy.html

So geht man im Urlaub niemals verloren:
Für die perfekte Navigation vor Ort sorgt die Applikation von Skobbler. Sie leitet den User anhand von GPS zielsicher von A nach B und nutzt dabei die Kartentechnologie von Open Street Map. Der Vorteil gegenüber Google: Die Karten lassen sich im Vorfeld herunterladen und stehen somit auch bereit, wenn einmal keine Internetverbindung vorhanden ist. Das spart Roaming Gebühren. www.skobbler.com/apps

Für spontane Bucher:
Wenn die Entscheidung für eine Übernachtungsmöglichkeit einmal etwas schneller fallen muss, empfiehlt sich die Applikation von Hotel Tonight. Sie zeigt dem User nicht nur Hotels an, die kurzfristig noch frei sind, sondern bietet diese auch zu ausgesprochen günstigen Tarifen an. www.hoteltonight.com

Das passende Abenteuer vor Ort:
Mit der App von GetYourGuide kommt auf keinem City-Trip Langeweile auf. Aus mehr als 25.300 Aktivitäten können User auswählen – von der Segway-Fahrt über eine kulinarische Stadtführung bis hin zum exklusiven Helikopterflug. Ein weiterer Vorteil: Die Applikation kann den Smartphone-Besitzer orten und gibt ihm auf diese Weise maßgeschneiderte Vorschläge für die jeweilige Umgebung. Mit dem mobilen Voucher entfällt zudem das lästige Ausdrucken. http://www.getyourguide.de/apps/

Die Urlaubskasse stets im Blick:
Gerade auf Reisen sitzt das Geld meist etwas lockerer als daheim. Wer angesichts verwirrender Wechselkurse nicht den Überblick über seine momentane Finanzlage verlieren möchte, sollte sich unbedingt die XE Currency App installieren. Mit ihr lassen sich mehr als 180 Währungen weltweit in wenigen Sekunden in Euro umrechnen. Auf diese Weise wird selbst das Feilschen auf orientalischen Märkten zum großen Vergnügen.
http://www.xe.com/apps/android/

Damit auch die anderen Bescheid wissen:
Reisen ist auch ein soziales Erlebnis. Daher gehört die Applikation von Foursquare unbedingt mit ins Reisegepäck. Mit ihr können sich User in Bars und Restaurants einchecken und zum Beispiel sehen, welcher Bekannte dort bereits war oder vielleicht sogar soeben selbst da ist. Zudem kann gezielt nach Locations und ihren Merkmalen gesucht werden – zum Beispiel nach WLAN. Abrufbar unter:
https://de.foursquare.com/download

Für den Soundtrack danach:
Ob Hotelbar, Strandparty oder Open Air-Konzert: Wer sich auch zuhause noch an die schönsten Lieder aus dem Urlaub erinnern möchte, sollte nicht vergessen, Shazam auf sein Smartphone zu laden. Damit lassen sich selbst im Offline-Zustand kurze Song-Segmente mitschneiden und anschließend über verschiedene Musikbörsen erwerben. Wer die Lieder bereits im Hotel herunterlädt, hat gleichzeitig den passenden Soundtrack für den Heimflug auf seinem Handy. www.shazam.com

Das könnte Sie auch interssieren:
http://www.weltreisejournal.de/2014/07/03/service-mobiltaetsportale-im-test/

 

 

 

Deutschland: Wassertreten nach Kneipp in Bad Wörrishofen

 Bad_Woerishofen_Paar_im_Bach

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nah liegt! Rückbesinnung auf heimische Werte und Produkte, auch für die Gesundheit – im Kneipp-Original Bad Wörishofen erleben Gäste statt asiatischer Heilkunst seit über 150 Jahren „traditionelle europäische Medizin“. Begründet auf der weitzurückgehenden Geschichte des Kurwesens, dessen Anfänge bereits bei Hippokrates und den Römern liegen, zählen neben der in Bad Wörishofen entwickelten Kneipp-Kur etwa auch die Homöopathie oder Kloster-Medizin. Als Vorreiter des ganzheitlichen europäischen Naturheilverfahrens „predigte“ Pfarrer Sebastian Kneipp bereits damals mit seinen fünf Elementen – Wasser, Bewegung, Ernährung, Innere Ordnung und Kräuter – zentrale Punkte eines gesunden Lebensstils nach heutigem Verständnis.

Ähnlich wie in der traditionellen chinesischen Medizin beruht die Kneipp-Therapie auf fünf Elementen. Für beide Lehren sind Bewegung, Ernährung, Innere Ordnung und Kräuterkunde elementar, doch statt Akupunktur und Akupressur bedient sich Kneipp der Heilkraft des Wassers. In Bad Wörishofen erleben Gäste die Kneipp-Therapie an ihrem Entstehungsort. So stärken sie beim wohl bekanntesten Kneipp-Element, der Hydrotherapie, ihre Immunabwehr oder lindern bei der Phytotherapie mit rund 60 Kräutern in Form von Tees, Tinkturen, Säften, Badezusätzen, Salben oder Tabletten vielerlei Beschwerden wie Durchblutungsstörungen oder Hautleiden. Die vollwertige Küche à la Kneipp-Cuisine, als Lehre der diätischen Ernährung, ist in Bad Wörishofen keine Modeerscheinung.

Seit über 100 Jahren sind die Küchenkreationen nach Kneipp vielfältig und ausgewogen. Ergänzt durch ein „Leben in Bewegung“ tragen aktive und passive Bewegungen zur Regeneration des Körpers bei. Die innere Balance gilt als übergeordnetes Ziel der Kneipp-Lehre – unterstützt durch geschulte Therapeuten lernen die Gäste beispielsweise mit einfachen Atemübungen und Meditation sich eine Auszeit für das Ich zu nehmen. „Die KNEIPP 5 sind nicht nebeneinander zu verstehen, sondern ineinander verzahnt und bauen teilweise auch zeitlich aufeinander auf“, erklärt Kneipp-Experte Prof. Dr. Dr. Jürgen Kleinschmidt. „Die Kneipp-Kur ist ein bewährtes, wirksames und gesundheitsökonomisch kostengünstiges Verfahren, doch genauso wie man nach einmal Schuhe putzen nicht 10 Jahre Garantie erwarten darf, ist es wichtig nach der Kur auch zu Hause das Erlernte weiterzuführen. Deshalb geben wir unseren Gästen stets einfache und alltagstaugliche Tipps und Tricks mit auf den Heimweg für eine positive Nachwirkung der Kneipp-Therapie.“

Trotz starkem Gegenwind aus der Schulmedizin schwor Kneipp Zeit seines Lebens auf die heilende Wirkung des Wassers. Im Alter von 28 Jahren schwer an Tuberkulose erkrankt, kurierte er sich selbst durch kalte Winterbäder in der Donau und entwickelte seine Theorie während seiner Schaffenszeit in Wörishofen weiter fort. In seinem Buch „Meine Wasserkur“ beruft sich Kneipp auf die jahrtausendealte Geschichte der Wasserheilkunst und beschreibt rund 120 verschiedene Wickel, Waschungen, Bäder, Güsse und Gänge durch das Nass. Übersetzt in 17 Sprachen machte Kneipps Naturheilverfahren so innerhalb weniger Jahre in ganz Europa Schule – sogar Papst Leo XIII. ließ sich vom „Wasserdoktor“ in Rom behandeln.

Als ältester Kneipp-Kurort in Deutschland hat Bad Wörishofen die geballte Fachkompetenz und das medizinische Know-How, denn nirgendwo sonst wird die Original Kneipp-Kur seit dem 19. Jahrhundert erfolgreich angewendet. Beim einwöchigen „Kneipp-Schnuppern“ entdecken Besucher das Kneipp’sche Naturheilverfahren mit den fünf Elementen Wasseranwendungen, aktive Bewegung, Naturarzneien, gesunde Ernährung und innere Ordnung.

 

Service: Mobiltätsportale im Test

Nicht immer ist die Fahrt mit dem Auto am schnellsten unf bequemsten, © Rasso Knoller

Bus, Bahn, Flugzeug – dank Internet kann jeder „Reisebüro spielen“, was mitunter jedoch zeitaufwendig ist. Mobilitätsportale wie Qixxit, GoEuro und Waymate und Fom A to B wollen die Reiseplanung erleichtern.  Aber wie gut sind sie wirklich?

„Komm mich doch besuchen. Das Wetter soll schön werden am Wochenende und dann machen wir es uns hier so richtig nett.“  Verlockendes Angebot, keine Frage. Rund 600 Kilometer liegen zwischen mir und meiner Freundin. Ich wohne in Berlin, sie hütet ein Häuschen in Schondorf am Ammersee, ein Ort in malerischer Landschaft, der gut 50 Kilometer südwestlich von München liegt. Jetzt ist Recherche angesagt: Wenn ich gleich morgen fahre, was kostet die spontane Reise mit der Bahn? Gibt es eine geeignete Fernbusverbindung oder ist sogar noch ein Flug zum Schnäppchenpreis nach München zu haben? Und wie geht’s dann von dort zum Haus am See? Das Durchforsten der Internetangebote  – www.bahn.de, www.billiger-fliegen.de , www.mitfahrgelegenheit.de, www.fernbusse.de  bringt Antworten, nimmt jedoch auch einige Zeit in Anspruch. Portale wie Qixxit, GoEuro und Waymate und From A to B wollen Planung und Kostenvergleich einfacher machen und zeigen auf einer Internetseite die Angebote verschiedener Transportmittel an, bieten gewissermaßen Reiseplanung aus einer Hand. Aber halten sie, was sie versprechen? Hier die Probe aufs Exempel.

Qixxit - Detailansicht

Qixxit  – Planung von Haustür bis Haustür

www.qixxit.de, das neue Mobilitätsportal der Deutschen Bahn,  will – anders als www.bahn.de –  Reisende „anbieterneutral“ beraten. Hier kann man sich anzeigen lassen, zu welchem Preis man mit dem Auto, mit dem Mietwagen, mit dem Flugzeug oder mit dem Fernbus von A nach B kommt.  Manko: Bislang sind nur einige der Fernbusunternehmen, die wie Pilze aus dem Boden schießen, als Portalpartner eingebunden.
Wer möchte, kann sich von Qixxit sogar direkt an der Haustür abholen lassen: Gibt man nämlich eine genaue Adresse als Startpunkt an,  zeigt der Mobilitätsberater auch, wie man mit öffentlichen Verkehrsmitteln, mit dem Fahrrad, mit dem Taxi oder auch mit einer Carsharing-Option von dieser Adresse zum Bahnhof, zum Flughafen oder Omnibusbahnhof kommt. Am Zielort kann man sich dann entsprechend zu einer bestimmten Adresse lotsen lassen. Um diesen Service anbieten zu können, haben die Qixxit-Macher deutschlandweit die Fahrpläne des öffentlichen Nahverkehrs in ihre in ihr Portal integriert;  Mietwagenfirmen, Mietradverleihe und Taxiunternehmen als Partner gewonnen, so dass die Suchmaschine des Portals auch auf deren Daten zugreifen kann.
Künftig will man dem Reisenden auch die Option anbieten, unterwegs einen Störungsalarm zu empfangen. Mit Hilfe der Echtzeit-Fahrdaten der Deutschen Bahn sowie umfangreicher Verkehrsinformationen für die Straße sollen dann Probleme „in der Reisekette“ frühzeitig angezeigt und dem Reisenden Alternativen angeboten werden – wenn hier oder dort ein Anschluss nicht klappt.  Neben der Online-Anwendung steht Qixxit als mobile App für Anroid-Smartphones zur Verfügung – die iOS-App soll in Kürze folgen. In der näheren Zukunft soll auch die Ticketbuchung  aus der App heraus möglich sein.

Qixxit - Beispiel Reisekette-1

So funktioniert‘ s:
Start und Ziel werden allgemein (z.B. „Berlin“) oder mit genauer Postleitzahl eingegeben, Datum und Uhrzeit der Abreise gewählt, über Filter kann man bestimmte Reiseoptionen – beispielsweise das Auto – bei der Suche ausschließen. Soll es eher günstig oder eher schnell ans Ziel gehen? Ein Klick – und die Ergebnisse werden entsprechend sortiert. Etwas umständlich: Bahncard-Besitzer müssen ein „Mein Qixxit“-Konto angelegen, um sich den rabattierten Fahrkartenpreis anzeigen zu lassen.  Einmal angelegt, kann das Profil gespeichert werden.
Ergebnis:
Bei meiner Recherche werden 18 Verbindungen angezeigt – mit Bahn oder Bus oder Auto von Berlin nach Schondorf am Ammersee.
Schnellste Verbindung:  Mit dem Auto, 5 Stunden und  18 Minuten Fahrzeit kalkuliert der Mobilitätsberater. Die Kosten: 201,70 Euro. Das allerdings ist übermäßig hoch kalkuliert. Eventuell hat die Bahn neben der Abnutzung auch andere Auto-Nebenkosten eingerechnet, macht ihre Rechnung aber leider nicht transparent. Eine schnelle Stellungnahme, wie die Kosten ermittelt werden, war von den Portalmachern nicht zu bekommen.
Schnellste Verbindung ohne Auto: ICE bis Augsburg, weiter mit Regionalbahn, 7 Stunden, 16 Minuten (Haustür bis Ziel-Bahnhof) für 95 Euro.
Verbindung zum kleinsten Preis: mit dem Fernbus nach München, weiter mit der Regionalbahn nach Schondorf: 48 Euro. Dauer (Haustür bis Ziel-Bahnhof): 10 Stunden, 34 Minuten.

Qixxit- Startseite2

GoEuro –  Reiseplanung für In- und Auslandstrecken

www.goeuro.de versteht sich als Routenplaner für Reisen innerhalb Europas. Mit Hilfe des Portals können derzeit schon Reiseverbindungen in Deutschland, Spanien, Großbritannien, Belgien, Luxemburg und den Niederlanden geplant werden. GoEuro setzt dabei auf die klassischen Transportmittel, Bahn, Bus, Flugzeug und Mietwagen. Mitfahrzentralen sind nicht eingebunden. Zum Vergleich werden Zeit und Kosten für die Fahrt mit dem eigenen PKW angegeben.

So funktioniert’  s:
Mit Hilfe der einfach strukturierten Suchmaske werden Start- und Zielort und Reisedatum eingegeben, ein Feld, in dem die vorhandene Bahncard ausgewählt werden kann, öffnet sich von allein. Praktisch: GoEuro bietet auch die Option, eine Bahncard zu kaufen, sofern man noch keine hat. In einem separaten Suchlauf kann man sich Mietwagenangebote anzeigen lassen und gleich buchen.
Flugverbindungen lassen sich ebenfalls in das Suchergebnis mit einbinden Ergebnis: Angezeigt werden zunächst die Bahnverbindungen, durch weitere Klicks Flugverbindungen nach München. Bei den Fernbusverbindungen ist dieser Mobilitätshelfer zunächst hilflos – Weil Schondorf keine Fernbusstation ist, werden entsprechende Verbindungen nicht automatisch angezeigt. Erst wenn man Augsburg oder München als Ziel eingibt, zeigt das Portal die Angebote von zwei Fernbusunternehmen an. Auch GoEuro hat noch nicht alle Fernbusanbieter ins Boot geholt. Kosten und Fahrzeit für die Anreise mit dem eigenen Auto beziffert das Portal mit 5 Stunden, 47 Minuten und  69,49 Euro – was den realistischen Benzinkosten entsprechen dürfte.
Schnellste Verbindung ohne Auto: 6 Stunden, 56 Minuten, (ICE bis Augsburg, weiter mit Regionalbahn) für 109 Euro.
Kleinster Preis: ICE bis Augsburg, weiter mit der Regionalbahn, 7 Stunden ( Berlin HBF bis Ziel-Bahnhof) für 95 Euro.

From A to B  –  zeigt auch Mitfahrgelegenheiten an

Das Portal www.fromatob.de ging 2008 online.  Heute können User mit seiner Hilfe Strecken in 15 Ländern planen. Mehr als 750 Mobilitätsanbieter wie Bahn-, Flugzeug-, Fernbus- und Mitfahrbörsen sind eingebunden. Eine App für Android und IOS ist geplant.

So funktioniert‘ s:
In der übersichtlichen Suchmaske können Verkehrsmittel gewählt, bzw. ausgeschlossen werden.  Ausgewählt werden Start, Ziel  und Reisedatum, Bahncardvergünstigungen können ohne langes Suchen eingegeben werden.  Unter „Erweiterte Optionen“ lassen sich Transportmöglichkeiten, z.B. Flüge, ausschließen und Bahncardvergünstigungen eingeben.
Ergebnis:
Angezeigt werden 25 Verbindungen, reine Bahnverbindungen oder Kombination Bahn und Fernbus. Dass, wer nach Schondorf will, den Fernbus nach Augsburg oder München nehmen kann, „weiß“ dieser Mobilitätsberater. Zudem werden mehrere Mitfahrgelegenheiten ab 29 Euro nach München angezeigt.
Günstigstes und schnellstes Angebot: Fernbus bis München, weiter mit der Regionalbahn, Fahrzeit (ab ZOB Berlin) 8 Stunden, 9 Minuten,  Gesamtpreis: 33,80 Euro.

Waymate –  Ihr Lotse für Europa

Das 2010 gegründete Portal vergleicht Bus, Bahn, Flugzeug und Mitfahrgelegenheiten europaweit. Das Unternehmen  will mit seiner Desktop-Version Langstrecken-Planung erleichtern. Zudem gibt es jetzt die App „Allryder“, die Nutzer bei der Kurzstrecken-Planung unterstützt, sprich: Mit ihr kann man sich vor Ort durch den öffentlichen Nahverkehr lotsen lassen.

So funktioniert‘ s:
In der übersichtlichen Maske werden Start, Zielort und Reisetag und Bahncardvergünstigungen  eingegeben,  Verkehrsmittel können ausgewählt bzw. ausgeschlossen werden. Allerdings ist die Auswahl der Zielorte beschränkt. Schondorf zum Beispiel kennt Waymate nicht. Für die Recherche gebe ich daher das nahegelegene Dießen ein, weil ich weiß, dass Züge nach Dießen auch in Schondorf halten. Praktisch: Ergebnisse kann man nach Suchkriterien sortiert anzeigen lassen: Die schnellste oder günstigste Verbindung, die früheste  Abfahrt- oder Ankunftszeit.

Ergebnis:
Obwohl  keine Option weggeklickt wurde, werden bei meiner Recherche ausschließlich 20 Bahnverbindungen angezeigt.
Kleinster Preis: ICE bis Augsburg, weiter mit Regionalbahn, 7 Stunden (Berlin HBF bis Dießen), 95 Euro.
Schnellste Verbindung ohne Auto: 6 Stunden, 56 Minuten, (ICE bis Augsburg, weiter mit Regionalbahn), 109 Euro.
Die Fahrzeit mit dem Auto wird mit 5 Stunden, 40 Minuten angegeben, die Fahrkosten sind auch hier – mit 158 Euro – relativ hoch kalkuliert.

Eigene Recherche:  Kleinarbeit für Sparfüchse

Beim Gegen-Checken schau ich mir unter www.billiger-fliegen.de die Tarife für die Flugverbindungen an – das günstigste Ticket für den nächsten Tag ist für 156 Euro zu haben. Unter www.mitfahrgelegenheit.de finde ich ein Angebot für 11 Euro, dazu suche ich mir auf www.bahn.de eine Weiterfahrt nach Schondorf raus, die mich mit der Regionalbahn ab München 11,80 Euro kostet.

Fazit – bequem aber nicht perfekt
Die schnellste und billigste Kombination – Mitfahrgelegenheit und Bahn ab München – habe ich durch eigene Recherche gefunden. Wer besonders günstig reisen will, wird generell auch von From A to B gut beraten, wo Mitfahrgelegenheiten ebenfalls angezeigt werden. Prinzipiell bieten alle Portale sinnvolle Unterstützung – doch bislang ist keines von ihnen komplett, unter anderem, weil nicht jedes Fernbusunternehmen bei jedem Portal eingebunden ist. Wer auf Nummer sicher gehen will, ob es nicht noch günstiger geht, befragt daher besser noch die Suchmaschine www.fernbusse.de. Wer nicht unbedingt den billigsten Weg von A nach B sucht, sondern einen fairen Vergleich von Bahn, Flug und Mietwagen-Verbindungen, ist mit GoEuro gut bedient. Qixxit liefert den Fahrplan für den Nahverkehr auf Wunsch gleich dazu – was vor allem für Ortsunkundige praktisch ist. Punkten wird das Portal vermutlich durch den geplanten Verspätungsalarm und die Anzeige von entsprechenden  Verbindungsalternativen – noch aber ist es nicht soweit. Ein Manko aller Portale: Buchungen lassen sich nicht direkt aus dem Portal heraus abwickeln, dafür müssen dann doch noch die Websites der jeweilige Anbieter  aufgerufen werden. Wünschenswert wäre auch, dass bei Bedarf eine Option „Reisen mit Behinderung“  ausgewählt werden kann – aber auch das ist bestenfalls Zukunftsmusik.

Susanne Kilimann

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Banner_Foto_Mecklenburger Seen Runde -- Radfahren für Jed ermann

Die exklusive Frauenrunde mit einer Streckenlänge von 90 Kilometern startet am 24. Mai um 8 Uhr. Die Frauenrunde hat nicht nur den Anspruch Deutschlands größtes Frauenradsport-Event zu werden, sondern soll vor allem einen „geschützten Raum“ schaffen, in dem Frauen unter sich Fahrrad fahren können. Gemeinsam und generationenübergreifend – die Enkelin mit der Oma und die Mutter mit ihrer Tochter zusammen auf einer Tour. Selbstverständlich sind Frauen aber auch auf der 300km-Runde herzlich willkommen.

An der Frauenrunde –mit Start in Neubrandenburg am Tollensesee teilnehmen dürfen junge Frauen ab 14 Jahren. Neben „normalen“ Fahrrädern jedweder Art sind Pedelecs, Tandems sowie Handbikes zugelassen. Eine Verpflegungsstation auf der Hälfte der Strecke sowie zwei Stopps mit Getränken und kleinen Snacks sorgen für den Energienachschub. Ambitionierte Radsportlerinnen können bei der Anmeldung einen Transponder zur Zeitmessung buchen und starten in einem Speedblock.

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Egal ob Sie mit dem Rennrad, MTB, Tourenfahrrad oder Tandem radeln möchten, bei der MECKLENBURGER SEEN RUNDE geht es allein um den Spaß am Fahrradfahren und die Bewegung draußen in der Natur. Platzierungen und Wertungen wird es daher nicht geben, aber jeder Finisher erhält für sein bestandenes Abenteuer eine Medaille. Beide Rundtouren beginnen und enden in Neubrandenburg. Jeder, der sich ein bisschen vorbereitet, kann dieses Abenteuer schaffen! Dafür tragen insbesondere die Veranstalter Sorge, die von Verpflegungsstationen über kostenlose Massagen bis hin zu einem Shuttle-Service auf der Strecke alles Notwendige vorbereitet haben. Mit den Startgeldern werden Vereine und Organisationen, die sich für die MECKLENBURGER SEEN RUNDE engagiert haben, finanziell unterstützt. Dazu gehört insbesondere der von Katharina Stahn (Botschafterin der Frauenrunde) gegründete Verein „Krebskranke Kinder in Not e.V.“.

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Bisher haben sich über 2.300 Radsportler verbindlich angemeldet, die alle Teil dieses Fahrrad-Festes sein werden. Das umfangreiche Leistungspaket, die Einbindung einer ganzen Region sowie der hohe qualitative Anspruch machen die MECKLENBURGER SEEN RUNDE zu einer außergewöhnlichen Veranstaltung für Mecklenburg Vorpommern.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der MECKLENBURGER SEEN RUNDE, dort ist auch die Anmeldung möglich.

Daten:
23. bis 24. Mai 2014
Start in Neubrandenburg am Tollensesee
Strecken: 300 km oder 90 km
Mindestalter: 18Jahre (bei 90 km 14 Jahre)
Aktuelle Teilnehmerzahl: 2.300 (Stand März 2014)

Service
8 Verpflegungsstationen, personalisiertes Event-Trikot, kostenlose Massagen, Shuttle-Service, Fahrradreparatur, verkehrsarme Strecken, Streckensicherung, Zeitnahme, Medaille im Ziel

Kontakt
Koepke GmbH, Detlef Koepke
Carlstein 12
17217 Penzlin
Tel: +49 (0)175 7245510
Mail: info@mecklenburger-seen-runde.de
Anmeldung: www.mecklenburger-seen-runde.de
Facebook: on.fb.me/17Lb0Vy

Vorteile bei rechtzeitiger Anmeldung:
Wunschstartzeiten werden nach dem Eingang der Anmeldungen berücksichtigt
Teilnahme an exklusiven Verlosungen und Gewinnaktionen
Regelmäßige Informationen über den Fortschritt des Events
Bessere Planbarkeit: Unterkunft kann frühzeitig gebucht werden
Übrigens: Die MSR gibt es auch zum Verschenken! Es sind attraktive Gutscheine zum Preis der jeweiligen Runde (MSR 300 km oder MSR 90 km) erhältlich.

Start- und Zielbereich sowie Startunterlagen
Der Start- und Zielbereich der MSR sowie die Startnummernausgabe befinden sich auf der Festwiese im Kulturpark in Neubrandenburg (Nähe Eiscafé Venezia). Der Kulturpark ist für Anreisende aus allen Richtungen ausgeschildert. Die Parkmöglichkeiten im Kulturpark sind begrenzt.

Die Ausgabe der Startunterlagen erfolgt am
– Freitag, 23. Mai, 10 Uhr bis 22 Uhr und am
– Samstag, 24. Mai von 4 Uhr bis 7 Uhr (MSR 300 km) und 8 Uhr (MSR 90 km).

Viele Informationen über Ablauf und Organisation der Veranstaltung findest Du darüber hinaus in der Ausschreibung, die zum Download auf unserer Homepage (www.mecklenburger-seen-runde.de) für Dich bereitsteht.
Ferner halten wir auf unserer Homepage Angaben zum Streckenverlauf, einen navigationsfähigen Track sowie Sicherheitsinformationen zur Strecke für Dich vor.

Parkflächen in Neubrandenburg
In Neubrandenburg stehen in der Nähe des Start-Ziel-Bereiches folgende Parkmöglichkeiten zur Verfügung
— PP Weidenweg als Hauptparkfläche (550 Stellplätze)
— PP der Bundeswehr am Standort Fünfeichen:
Anfahrt von der Neustrelitzer Straße (B96), am Rewe-Supermarkt abbiegen in die Bergstraße – nach ca. 1.5 km befindet sich der Parkplatz auf der rechten Seite Kapazität – ca. 600 Plätze
— PP Brodaer Straße – Binsenwerder (180 Stellplätze)
— PP Wielandstraße (85 Stellplätze)
— PP St. Georg – Brodaer Straße (250 Stellplätze)
— Parkhaus Zentrum – Tiefgarage Markt
— Parkplatz Pferdemarkt (310 Stellplätze)
— Parkplatz Poststraße (53 Stellplätze)
— Parkplatz Stadtringtreff (170 Parkplätze)
— Parkfläche Phönix (150 Parkplätze)
— Parkfläche Krauthöfer (95 Stellplätze)
— Parkfläche Tilly-Schanzen-Str. (120 Stellplätze)
An der Stadthalle im Kulturpark befindet sich eine gesondert kenntlich gemachte
Parkfläche, die ausschließlich von der Veranstaltungsleitung und Inhabern einer
Akkreditierung genutzt werden darf. Fahrzeuge ohne Zugangsberechtigung
werden kostenpflichtig von der Parkfläche entfernt.

Getränke und Speisen an den Stationen
Die MSR soll für alle Teilnehmer auch ein kulinarischer Genuss werden. Vorab
geben wir Dir an dieser Stelle einen kleinen Einblick in unsere „Küchenplanung“
mit einigen Highlights. Den Verpflegungsplan werden wir kurz vor der
Veranstaltung noch detaillierter veröffentlichen.
Getränke:
An allen Stationen der 300 km MSR gibt es
Xenofit – Elektrolytgetränk
Wasser
Kaffee und / oder Tee
Speisen:
An allen Stationen gibt es:
Waffeln oder Kuchen
Bananen
Orangen, Gurken o.ä.
Als Highlights erwarten Euch in
Neustrelitz – Gemüsesuppe mit Backerbsen (auch für Veganer)
Röbel – Möwe-Teigwaren mit K´s weltbester Tomatensauce
und alternativ die von Maik Langefeldt vom Restaurant Müritzterasse für die MSR
2014 entwickelte Geflügelbolognese
Alt-Schönau – auf dem Hof Maiweg erwartet Euch ein neues und
für Biker entwickeltes Müsli: Das Meck-Müsli „Kette rechts“
Bredenfelde – dort werden die Waffeln frisch gebacken
Des Weiteren sind wir darum bemüht für Teilnehmer, die glutenfreie Nahrung
benötigen, an einigen Stationen neben Bananen, auch glutenfreie Speisen bereit zu
halten.

Programm am 22. Mai
Das Restaurant THE ROCK in der Schwedenstraße gegenüber des Sportgymnasiums bereitet sich mit einigen Köstlichkeiten auf die Teilnehmer der Mecklenburger Seen Runde vor.
Ebenso empfehlen wir einen Besuch des GÜTERBAHNHOF´s, wo ebenfalls die Gäste und Teilnehmer mit einem kleinen Programm willkommen geheißen werden.

Programm 23. und 24. Mai
Im Folgenden möchten wir Dir einen ersten Einblick in das Rahmenprogramm der MECKLENBURGER SEEN RUNDE geben. Weitere spannende Attraktionen und Details werden wir vor der Tour veröffentlichen.
– Am 23 Mai 15 Uhr findet eine Stadtführung durch Neubrandenburg statt.
– 13 bis 20 Uhr Kinderprogramm, Hüpfburg, Schminken, großer Spielplatz im Kulturpark u.v.m.
– ab 16 Uhr wird es auf der Festwiese in Neubrandenburg eine Pastaparty geben. Die Gastronomen Jens Petzki und Micha Schuckmann bieten frisch zubereitete Pasta mit Tomatensugo, Pesto oder Gemüse an.
– Dazu werden ab 17 bis 22 Uhr die Rockhouse Brothers spielen und für gute Stimmung sorgen.
– Am 24. Mai wird es ebenfalls ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm für die Teilnehmer sowie deren Begleiter und Familien geben.
– 10 Uhr Fette Reifen Rennen für Kinder. Ab 13 Uhr Kinderprogramm, Hüpfburg, Schminken u.v.m.
– 11 und 15 Uhr Stadtführungen durch Neubrandenburg
– 14 bis 18 Uhr Live-Musik, Marcel Beuter alias „Marshall“
– 15 Uhr Cheerleader-Show
– 19 bis 22 Uhr Bandauftritt Juke Boys

Wir freuen uns auf eine tolles Fahrrad-Fest mit Euch und allen Gästen der Mecklenburger Seen Runde

 

 

 

 

 

 

Service: Norwegian Cruise Line engagiert sich für den Schutz der Meere

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Norwegian Cruise Line ist eine international operierende Kreuzfahrtreederei mit Hauptsitz in Miami, Florida und zwei Niederlassungen für die europäischen Märkte in London und Wiesbaden. Seit nunmehr 47 Jahren hat sich Norwegian Cruise Line als Innovationsführer in der Kreuzfahrtindustrie etabliert. Die Reederei führte im Jahr 2000 Freestyle Cruising ein – eine zukunftsweisende Innovation auf dem Kreuzfahrtmarkt, die Passagieren ein Maximum an Individualität, Freiheit und Flexibilität an Bord ermöglicht. Unter dem Motto „Cruise like a Norwegian“ verbringen die Gäste einen entspannten Urlaub an Bord der derzeit dreizehn explizit auf Freestyle Cruising ausgerichteten Kreuzfahrt-Resorts der Reederei, die zu den modernsten Schiffen auf den Weltmeeren gehören.

Im August 2013 wurde Norwegian Cruise Line zum sechsten Mal in Folge mit dem begehrten World Travel Award als „Europe’s Leading Cruise Line“ ausgezeichnet und erhielt im September zudem die Ehrung als „Caribbean’s Leading Cruise Line“ sowie den Deutschen Kreuzfahrtpreis 2014 in der Kategorie „Bestes Unterhaltungsprogramm“. Außerdem freute sich die Reederei im November 2013 das zweite Jahr in Folge über den World Travel Award als „World’s Leading Large Ship Cruise Line“.

Im April 2013 wurde die Norwegian Breakaway an Norwegian Cruise Line übergeben. Das Freestyle Cruising Resort kreuzt seit Mai 2013 als bis dato größtes Schiff ganzjährig vom Kreuzfahrtterminal in Manhattan und bietet im Sommer Kreuzfahrten in Richtung Bermuda und im Winter in Richtung Florida und Bahamas sowie die südliche Karibik. Den Schiffsrumpf der Norwegian Breakaway schmückt ein Werk des in Berlin geborenen Pop-Art Künstlers Peter Max.

Das Schwesterschiff der Norwegian Breakaway, die Norwegian Getaway, ist seit Februar 2014 als größtes, ganzjährig ab Miami kreuzendes Schiff auf 7-Nächte-Kreuzfahrten in die östliche Karibik unterwegs. Darüber hinaus hat Norwegian Cruise Line die Meyer Werft mit dem Bau von zwei größeren „Breakaway Plus“-Schiffen beauftragt: Die Norwegian Escape soll im Herbst 2015 ausgeliefert werden und die Norwegian Bliss stößt im Frühjahr 2017 zur Flotte.

Durch die Förderung umweltbewussten leistet die Reederei einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz. Durch das Eco-Smart Cruising Programm konnten große Mengen Papier, Glas, Altmetall und Kunststoff recycelt werden. Außerdem hat man begonnen, auf den Schiffen der Breakaway-Klasse Abgasreinigungsanlagen zu installieren und lässt auf jedem Schiff einen ausgebildeten Umweltoffizier mitreisen.

 

Mückenschutz wird für Reisende immer wichtiger

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Während der Kampf gegen Malaria in den letzten Jahren deutliche Erfolge verzeichnen konnte, sind andere mückenübertragene Infektionskrankheiten weltweit auf dem Vormarsch. So wurde etwa Dengue-Fieber noch in den 50er-Jahren des 20. Jahrhunderts nur vereinzelt registriert. Heute zählt das Fieber zu den häufigsten Infektionskrankheiten und ist in etwa 100 Ländern verbreitet. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass weltweit jedes Jahr etwa 50 bis 100 Millionen Menschen daran erkranken.

Grund ist die zunehmende Ausbreitung der Überträgermücke. Vor allem für Reisende in tropische und subtropische Regionen wird umfassender Mückenschutz deshalb immer wichtiger. Darauf weist das CRM Centrum für Reisemedizin anlässlich des Weltgesundheitstages der WHO hin. Dieser wird in diesem Jahr zum Schwerpunktthema „vektorübertragene Erkrankungen“ veranstaltet.

Obwohl Malaria mit geschätzten 200 Millionen Fällen pro Jahr noch immer zu den relevantesten und häufigsten Infektionserkrankungen gehört, konnte die Erkrankung – und ihre Überträgerin, die Anopheles-Mücke, – in den vergangenen Jahren deutlich zurückgedrängt werden. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation sind die Fallzahlen seit dem Jahr 2000 um etwa 29 Prozent gesunken.

Eine andere Mückenart hingegen breitet sich weltweit immer weiter aus: Die ägyptische und asiatische Tigermücke. Sie überträgt sowohl Dengue- als auch Chikungunya- Fieber. „Diese Mücken sind sogenannte ‚Kulturfolger‘ – sie siedeln in städtischen Gebieten und können problemlos in verschmutztem Wasser brüten, etwa in Abwasserkanälen, auf Müllhalden oder in Slums“, sagt Professor Dr. med. Tomas Jelinek, Wissenschaftlicher Leiter des CRM Centrum für Reisemedizin. „Mit der Ausdehnung der Städte und Slums, vor allem in Schwellenländern, gewinnt auch die Tigermücke zunehmend an Lebensraum.“ Durch den Klimawandel und mit Hilfe des weltweiten Handels- und Tourismusverkehrs wandert das anpassungsfähige Insekt heute auch in Länder außerhalb der Tropen und Subtropen ein und siedelt sich dort an.

Ausbrüche von Dengue-Fieber treten in fast allen Ländern der Tropen und Subtropen regelmäßig auf. Schwerpunkte liegen im süd- und südostasiatischen Raum sowie in Lateinamerika, Zentralafrika und in der Karibik. Auch in Europa ist Dengue-Fieber inzwischen angekommen: 2010 wurde das Virus erstmals in Kroatien und Südfrankreich übertragen. Im Winter 2012/13 brach die Krankheit auf der Atlantikinsel Madeira aus.

Chikungunya-Infektionen treten vorwiegend in Afrika, Südostasien, dem indischen Subkontinent und auf den Inseln im Indischen Ozean auf. Im Dezember 2013 hat das Virus den Atlantik überwunden und ist erstmals auf den amerikanischen Kontinenten aufgetreten. Ebenfalls zu den mückenübertragenen Infektionen zählen West-Nil-Fieber und Japanische Enzephalitis. Diese Erkrankungen sind jedoch deutlich seltener.

„Durch die zunehmende Verbreitung der Vektoren und die gestiegene Reiseaktivität stellen mückenübertragene Infektionen – und insbesondere Dengue-Fieber und auch immer noch Malaria – für Reisende ein relevantes Gesundheitsrisiko dar“, sagt Jelinek. So nimmt die Zahl der importierten Dengue-Fieber-Infektionen seit Jahren zu: 2001 registrierte das Robert Koch-Institut noch 60 eingeschleppte Fälle in Deutschland, im Jahr 2010 schon 595. 2013 wurde die Erkrankung bereits bei 879 Reiserückkehrern diagnostiziert.

Gegen viele mückenübertragene Infektionen, etwa Dengue-, Chikungunya-, oder West Nil-Fieber, existieren keine Impfungen. Auch Prophylaxe-Medikamente, wie etwa gegen Malaria, gibt es nicht. Deshalb ist bei Reisen in Verbreitungsgebiete konsequenter Mückenschutz wichtig. Dafür eignen sich etwa Mückenschutzmittel mit dem Wirkstoff DEET (Diethyl-m-Toluamid). Da die Überträgermücken auch tagsüber aktiv sind, sollten Reisende zu heller und geschlossener Kleidung greifen. Weil Moskitos durch dünne Materialien hindurch stechen können, kann es sinnvoll sein, feines Gewebe zusätzlich mit einem Insektenschutz zu imprägnieren. Moskitonetze über dem Schlafplatz und an Fenster und Türen sind nachts als Schutz vor den Insekten unverzichtbar.

Deutschland: Berlin für Blinde und Sehbehinderte

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Reichstagsgebäude – kontrastreiche Grafik für Sehbehinderte

Mit einem normalen Reiseführer können Blinde oder stark Sehbehinderte Berlin-Besucher nicht viel anfangen. Die Informationsfülle ist zwar riesig, aber die Schrift oft winzig klein, dass man selbst mit guten Augen manchmal so seine Schwierigkeiten hat. Das obligatorische Kapitel „Unterwegs mit Handicap“ ist eher schmal und beschränkt sich auf wenige allgemeine Infos.

Ganz anders die Webseite „Berlin für Blinde“. Sie ist ein umfangreicher Reise-, Kultur- und Freizeitführer, der Menschen, die nichts oder eingeschränkt sehen, spannende Erlebnisse beschreibt. Das Visuelle ist hier nur Nebensache, angesprochen werden dagegen alle anderen Wahrnehmungsmöglichkeiten, also Hören, Riechen, Schmecken und Anfassen. Genauso wichtig ist, dass sich auch blinde Personen selbständig bewegen können, sie also nicht auf Begleitung angewiesen sind, um ein Angebot wahrzunehmen. Deshalb gehört zu jeder beschriebenen Aktivität und Sehenswürdigkeit eine Prüfung auf selbständige Begehbarkeit und eine Wegbeschreibung für Blinde und Sehbehinderte, die vom öffentlichen Nahverkehr zum empfohlenen Ort führt.

Schaut man ins Inhaltsverzeichnis, kommt man als Erstes zu den Berliner Topzielen Alexanderplatz, Brandenburger Tor, Reichstagsgebäude, Rotes Rathaus, Olympiastadion, Siegessäule, Schloss Charlottenburg, Haus der Kulturen und Jüdisches Museum.

Klickt man auf das Berliner Wahrzeichen schlechthin, das Brandenburger Tor, kann man einen kurzen Einführungstext lesen, der folgendermaßen beginnt: „Kein Gebäude Berlins ist so sehr mit der deutschen Geschichte verknüpft wie das Brandenburger Tor. Als Symbol für Freiheit, Frieden und Einheit präsentiert es die deutsche Hauptstadt in der Welt.“ Der kurze Abriss endet folgendermaßen: „Im Gefolge des Falls der Berliner Mauer vom 9. November 1989 wurde auch das Brandenburger Tor am 22. Dezember 1989 definitiv wieder geöffnet. Seitdem feiern jedes Jahr Tausende Menschen die Silvesternacht am Brandenburger Tor.“

Zweifelsohne gut gemacht, aber Ähnliches kann man vielerorts im Internet lesen. Erst die Audiodatei – von professionellen Sprechern gesprochen – bietet den entscheidenden Mehrwert für Blinde. Dieses Schema zieht sich durch die gesamte Webseite, jeder Text ist direkt mit einer Audiodatei gekoppelt.

Beim Brandenburger Tor schließt sich an die Einführung noch eine detaillierte Beschreibung des Bauwerkes an. Für sehbehinderte Besucher gibt es zusätzlich noch kontrastreiche Grafiken – beim Brandenburger Tor sind es insgesamt sechs – mit Beschreibungen. Klickt man auf eine der Grafiken, kommt man zu einer größeren Ansicht, mit Beschreibung und Audiodatei.

Abgerundet wird die Beschreibung vom Brandenburger Tor mit weiteren Vorschlägen wie dem Besuch von Hotel Adlon und Modellpark Berlin-Brandenburg oder lohnenden Restuarantbesuchen.

Beim Durchstöbern der Webseite kommt man zu einer Fülle interessanter Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten, die nach den Oberbegriffen Hören, Riechen & Schmecken, Begreifen, Erleben, Schweifen, Einkaufen und Service sortiert sind.

Hier zwei der kontrastreichen Grafiken als Beispiele:

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Brandenburger Tor – Gesamtansicht

Bildbeschreibung

Das Brandenburger Tor ist 65,5 m lang, 26 m hoch und 11 m breit. Die Form ist einem antiken griechischen Tempel nachempfunden. Das Baumaterial ist Elbsandstein mit einer rauen Oberfläche. Das Tor hat 5 Durchfahrten, von denen die mittlere am breitesten ist. Das Brandenburger Tor wird scheinbar von 6 Säulen getragen, die am Fuß einen Durchmesser von 1,75 m haben. Scheinbar, weil sie nach innen mit massivem Mauerwerk verstärkt und verbunden sind. An der Innenseite dieser Mauern befinden sich Reliefs, welche über die Heldentaten des Herkules berichten.

Zu beiden Seiten des Brandenburger Tors befinden sich zwei offene Säulenhallen, die Torhäuser. Diese sind auf unserer Grafik nicht dargestellt. In den beiden Torhäusern stehen die Skulpturen des Kriegsgottes Mars und der Göttin Minerva. Das Brandenburger Tor wird gekrönt von einer 5 m hohen kupfernen Skulptur. Diese stellt die Siegesgöttin Victoria dar, die einen von 4 Pferden gezogenen Wagen lenkt, die sogenannte Quadriga.

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Brandenburger Tor – Die Quadriga

Bildbeschreibung

Das Bild zeigt die Quadriga schematisch von ihrer rechten Seite. Das lateinische Wort Quadriga heißt übersetzt Viergespann; auf dieser Darstellung ist aber nur eines der vier vor dem Wagen gespannten Pferde zu sehen. Die Proportionen des Pferdes sind lebensecht nachgebildet. Die Viktoria im Streitwagen stehend, hält die Zügel locker in der linken Hand, in der rechten Hand trägt sie eine Lanze.

Dr. Peter Müller

Mit dem Arzt auf Reisen: Qualifikation von Medizinern

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Fremde Kulturen kennenlernen, das warme Klima genießen, neue Menschen treffen – auf die Vorzüge von Fernreisen möchten heute auch ältere und chronisch kranke Menschen nicht verzichten. Doch die Sorge um die eigene Gesundheit hält sie oftmals zurück. Sicherer reisen sie in Begleitung eines Arztes. Das CRM Centrum für Reisemedizin bildet Reisemediziner fort und stellt in Kooperation mit führenden Reiseveranstaltern die fachliche Qualifikation von Medizinern sicher, die Reisen begleiten.

Selbst wenn gute Vorbereitung und umsichtiges Verhalten die Wahrscheinlichkeit von Erkrankungen im Urlaub reduzieren, sind Fernreisen mit gewissen Risiken verbunden. Denn der Körper ist fremden Krankheitserregern, ungewohnter Hitze und Schwüle und mangelnder Hygiene mitunter nicht gewachsen. Für chronisch kranke und ältere Menschen gilt dies ganz besonders. Sie sind auf Reisen nicht nur anfälliger für Erkrankungen, bei ihnen verlaufen diese oftmals auch schwerer. Und auch sonst müssen chronisch Kranke unterwegs mehr beachten als Gesunde: Wie muss ich die medikamentöse Therapie an Reiseziel- und Reiseart anpassen? Welche Aktivitäten sind unterwegs riskant? Und wie und wo bekomme ich im Notfall schnellstmöglich Hilfe?

„Vor allem Senioren mit Vorerkrankungen schrecken deshalb davor zurück, ohne entsprechende Absicherung große Reisen zu unternehmen“, sagt Lothar Münnix, Geschäftsführer des CRM Centrum für Reisemedizin. „Ein deutsch sprechender Arzt, der unterwegs rund um die Uhr erreichbar ist, gibt ihnen mehr Sicherheit und damit die Möglichkeit, eine Reise entspannt zu genießen.“

In Kooperation mit führenden Reiseveranstaltern, unter anderem mit TUI und Gebeco, stellt das CRM Centrum für Reisemedizin die fachliche Ausbildung von Medizinern sicher, die Reisen begleiten. „Voraussetzung für eine Tätigkeit als begleitender Arzt ist neben der Approbation der erfolgreiche Abschluss des CRM-Basisseminars Reise- und Tropenmedizin, welches mindestens alle zwei Jahre aufgefrischt werden muss“, erklärt Privatdozent Dr. med. Tomas Jelinek, Wissenschaftlicher Leiter des CRM Centrum für Reisemedizin. „Wir achten zudem darauf, dass die Ärzte Fremdsprachkenntnisse mitbringen und das Reiseland gut kennen – etwa im Hinblick auf dessen medizinische Infrastruktur.“

Der begleitende Mediziner ist aber nicht nur Ansprechpartner für den Notfall. Er informiert die Reisenden vorab auch über Infektions- und Gesundheitsrisiken des jeweiligen Landes und steht bei gesundheitlichen Problemen und Fragen rund um die Uhr zu Verfügung. „Kleinere akute Vorkommnisse werden direkt behandelt, bei ernsthaften Erkrankungen wählt Arzt oder Ärztin gemeinsam mit dem Patienten ein geeignetes Krankenhaus vor Ort aus“, so Jelinek. „Als führender Anbieter von Seminaren zum Thema Reise- und Tropenmedizin und dank unseres großen Netzwerks reisemedizinisch fortgebildeter Ärzte, können wir sicherstellen, dass Reisende von bestens qualifizierte Ärzten betreut werden“, so Münnix.

Das CRM Centrum für Reisemedizin wurde 1988 gegründet. Als unabhängiges, anerkanntes Fachinstitut trägt es Informationen über Infektions- und andere reiserelevante Gesundheitsrisiken aus aller Welt zusammen und wertet sie aus. Ärzte und Apotheken können auf die daraus entwickelten Fachinformationsdienste für ihre reisemedizinische Gesundheitsberatung zurückgreifen. Das CRM Centrum für Reisemedizin ist zudem führende Anbieter von Seminaren zum Thema „Reise- und Tropenmedizin“, die von den Landesärzte- und Apothekerkammern als Fortbildungsmaßnahmen anerkannt und mit Punkten bewertet werden.

Reisen mit Vorerkrankungen

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Pressekonferenz des Centrum für Reisemedizin im Vorfeld des 15. Forums Reisen und Gesundheit im Rahmen der ITB Berlin 2014

Von der Mitnahme der Medikamente bis zum Versicherungsschutz: Was chronisch Kranke auf Reisen beachten sollten

Wie kann ich mich wappnen, falls im Urlaub eine Verschlechterung meiner chronischen Erkrankung eintritt? Komme ich mit den benötigten Medikamenten problemlos durch den Zoll? Und was sollte beim Versicherungsschutz beachtet werden? – Menschen, die an einer chronischen Erkrankung leiden – sei es eine Herz-Kreislaufkrankheit, ein Lungenleiden, Immunschwäche oder Diabetes – müssen Reisen sehr viel gründlicher planen und organisieren als Gesunde.

Ärztliche Beratung und Impfschutz für chronisch Kranke besonders wichtig

„Frühzeitig vor einer Fernreise sollten chronisch Kranke sich bei ihrem Hausarzt oder einem Reisemediziner beraten lassen und abklären, welche Gesundheitsrisiken durch ihr Leiden je nach Reiseziel und Reiseart bestehen könnten – etwa aufgrund des Klimawechsels, durch Infektionsrisiken, unübliche Aktivitäten und körperliche Anstrengung, eine ungewohnte Ernährung oder den Flug“, rät Professor Dr. med. Tomas Jelinek, Wissenschaftlicher Leiter des CRM Centrum für Reisemedizin. Auch eine etwaige Anpassung der Medikamenteneinnahme aufgrund von Zeitverschiebungen sollte abgeklärt werden. Zudem ist es wichtig, sich zu notwendigen Reiseimpfungen beraten und in diesem Zuge auch die Standardimpfungen auffrischen zu lassen. Da Infektionserkrankungen bei chronisch Kranken komplizierter verlaufen können, ist ein umfassender Impfschutz für sie besonders bedeutend.

Wichtige Daten der Krankengeschichte in Englisch oder der Landessprache

„Es ist ratsam, sich im Vorfeld einer Fernreise mit einer möglichen Verschlechterung der chronischen Krankheit im Ausland oder mit einem eventuell notwendigen Bezug von Medikamenten auseinandersetzen“, so Professor Jelinek. Ein Dokument in der Landessprache oder auf Englisch, das die wesentlichen Daten der Krankengeschichte, die benötigten Medikamente und Dosierungen sowie Hinweise auf Unverträglichkeiten oder Allergien enthält, erleichtert im Ernstfall die Behandlung im Ausland. Bei der Zusammenstellung dieser Unterlagen sollten Betroffene den Haus- oder Facharzt um Hilfe bitten. Benötigte Dauermedikamente sollten immer in der Originalverpackung inklusive des Beipackzettels mitgenommen werden. In diesem finden sich – falls Ersatz besorgt werden muss – wichtige Informationen zum Wirkstoff. Auch Dokumente, die über Implantate, etwa einen Herzschrittmacher, Auskunft geben, gehören ins Gepäck.

Medikamente richtig mitführen

Medikamente, die regelmäßig eingenommen werden müssen, sollten chronisch Kranke in der doppelten Menge am besten im Handgepäck mitführen. So ist sichergestellt, dass auch bei Reiseverzögerungen oder beim Verlust des Koffers die Medikation fortgesetzt werden kann. Für die Mitnahme von Spritzen und verschreibungspflichtigen Medikamente im Handgepäck ist es sinnvoll, sich eine Bescheinigung des Arztes ausstellen zu lassen, die bestätigt, dass es sich um persönlich benötigtes medizinisches Material handelt. „Manche Präparate, etwa morphinhaltige Schmerzmittel (Opiate), sind jedoch besonders ‚zollsensitiv‘– sie können beschlagnahmt werden“, sagt Jelinek. Für Medikamente, die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen, gilt: Bei Reisen innerhalb des Schengen-Raumes können sich Urlauber für die persönlich benötigte Menge ein ärztliches Attest ausstellen lassen. Beim Besuch anderer Staaten sollte man sich zuvor bei der jeweiligen Botschaft über die Regelungen zur Mitnahme der Präparate informieren.

Reisekrankenversicherer bezahlen keine vorhersehbaren Behandlungen

Eine private Auslandskrankenversicherung ist für jeden Reisenden ratsam – vor allem bei Reisen außerhalb Europas. Sie trägt die Kosten für unvorhersehbare medizinische Behandlungen im Ausland – dies gilt auch für chronische Erkrankungen, die sich unerwartet und akut im Urlaub verschlechtern. „Ist jedoch von vornherein absehbar, dass eine Behandlungsbedürftigkeit besteht – etwa weil wegen einer Nierenerkrankung regelmäßig eine Dialyse stattfinden muss – zahlt die private Auslandskrankenversicherung für gewöhnlich nicht“, gibt Jelinek zu Bedenken. In diesen Fällen tritt die reguläre Krankenversicherung ein. Chronisch Kranke müssen dazu bei ihrer Krankenkasse nachweisen, dass sie keine Auslandskrankenversicherung für notwendige Behandlungen auf Reisen finden, indem sie zwei bis drei Ablehnungsschreiben vorlegen. Dann übernehmen die gesetzlichen Kassen nach Prüfung für gewöhnlich die Kosten. „Eine solche Bestätigung der Kostenübernahme sollte unbedingt vorliegen, bevor man sich auf Reisen begibt“, so Jelinek. Eine private Reisekrankenversicherung ist zur Absicherung von Notfällen im Ausland zusätzlich ratsam.

Professor Dr. med. Tomas Jelinek
Wissenschaftlicher Leiter des CRM Centrum für Reisemedizin, Düsseldorf

 

 

Service: Glutenfrei unterwegs

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Mit der neuen GlutenfreeRoads-App überall auf der Welt glutenfreie Restaurants, Pizzerien, Hotels und Einkaufsmöglichkeiten entdecken.

Um Menschen, die von einer Gluten-Unverträglichkeit betroffen sind, das Leben zu erleichtern, bringt Dr. Schär seine Online-Plattform www.GlutenfreeRoads.com jetzt auch aufs Smartphone. Mit der neuen App ist die Suche nach glutenfreien Restaurants, Pizzerien, Hotels und Einkaufsmöglichkeiten jetzt ganz einfach – und zwar weltweit. Derzeit stehen bereits über 40.000 glutenfreie Adressen zur Verfügung und die Datenbank wächst kontinuierlich weiter. Um die Suche noch übersichtlicher und einfacher zu machen, sind die Pizzeria-Partner der beiden Netzwerke DS PizzaPoint und Bontà d´Italia Partner besonders gekennzeichnet. Die Umkreissuche mit GPS-Ortung und Routenplanung hilft den Nutzern direkt vor Ort glutenfreie Adressen ganz in ihrer Nähe zu finden. Die Nutzer der kostenlosen App können zudem ihre Erfahrungen mit anderen teilen, neue glutenfreie Restaurants hinzufügen und die Kommentare der anderen Nutzer lesen. Somit fällt die Wahl des passenden Restaurants auch unterwegs gleich viel leichter. Die App ist für Android- und iOS-Systeme verfügbar.

GPS-Ortung hilft glutenfreie Restaurants in der Nähe zu finden – egal wo man gerade ist

Der große Vorteil der App ist die Umkreisfunktion mit GPS-Ortung, mit der man alle glutenfreien Hotspots in nächster Nähe findet. Alle, die länger unterwegs sind, können eine Routenplanung starten, um bequem und einfach glutenfrei zu reisen. Dies erspart viel Zeit und lästige Fragen im Restaurant. Wem das noch nicht genug ist, für den hält die App weitere interessante glutenfreie Reisetipps und Qualitätshinweise bereit. Die Nutzer können sich gegenseitig über ihre Erfahrungen austauschen, Kommentare der anderen Nutzer lesen oder selber welche posten, Fotos hochladen und auch mehr über die einzelnen glutenfreien Punkte erfahren. Zusätzlich besteht die Möglichkeit sich kostenlos und ohne Angabe von persönlichen Daten zu registrieren, um auf weitere Funktionen zuzugreifen. So können registrierte Nutzer zum Beispiel eine Merkliste mit den bevorzugten Adressen erstellen und abspeichern. Zudem erhalten sie regelmäßig den kostenlosen GlutenfreeRoads-Newsletter mit zahlreichen aktuellen Reise-Tipps und Informationen.

Sicherheit durch den DS PizzaPoint und das Bontà d´Italia Netzwerk

Bei glutenfreien Speisen ist es besonders wichtig, auf Qualität zu achten, denn ein Krümel Gluten kann bei den Betroffenen bereits zu Beschwerden führen. Um seinen Kunden noch mehr Sicherheit zu bieten, hat Dr. Schär zwei Pizzeria-Netzwerke für den glutenfreien außer Haus Konsum ins Leben gerufen: das italienische DS PizzaPoint Netzwerk (auch in UK) und das deutsche Bontà d´Italia Partner Programm (auch in den USA). Die teilnehmenden Pizzerien dieser Netzwerke werden sorgfältig ausgewählt und mit speziellen glutenfreien Produkten beliefert. Zudem erhalten die Mitarbeiter eine Schulung zur richtigen Lagerung und Zubereitung glutenfreier Speisen. Die Partner sind vertraglich verpflichtet, maximale Sicherheit und Qualität zu gewährleisten und werden einmal jährlich hinsichtlich der Einhaltung dieser Richtlinien überprüft. Sucht ein Nutzer in der GlutenfreeRoads-App nach einem Restaurant, ist auf den ersten Blick ersichtlich, ob dieses ein Partner von einem der beiden Netzwerke ist.

 Die Marke Schär

Die Unternehmensgruppe Dr. Schär bietet Zöliakiebetroffenen in der ganzen Welt mit verschiedenen Marken ein breites Sortiment an schmackhaften, hochwertigen und sicheren glutenfreien Produkten. In Europa ist Dr. Schär im Bereich glutenfreie
Lebensmittel Marktführer. Schär ist die traditionsreichste und mit über 80 Produkten zugleich die stärkste Marke der Unternehmensgruppe. Schär arbeitet eng mit Experten aller relevanten Disziplinen zusammen und bietet den Betroffenen neben einem breiten Sortiment an hochwertigen und sicheren glutenfreien Produkten auch umfangreiche Beratungs- und Servicedienstleistungen.

Gluten Sensitivity

Bauchschmerzen, Blähungen, Übelkeit, Durchfall, Migräne und Völlegefühl – Gluten löst bei vielen Menschen Beschwerden aus und das oft sehr unspezifisch. Während Zöliakie und Weizenallergie gut erforscht sind, wird derzeit über eine neue Form der Glutenunverträglichkeit diskutiert: Gluten Sensitivity (auch Glutensensitivität genannt). Eine konkrete Diagnoseerstellung ist bislang noch nicht möglich, Zöliakie und Weizenallergie müssen aber zunächst medizinisch ausgeschlossen werden. Wie häufig Gluten Sensitivity auftritt, ist noch nicht erforscht. Experten vermuten jedoch, dass Gluten Sensitivity fünf bis sieben Mal häufiger vorkommt als Zöliakie. Konkrete Studien für gesicherte Zahlen fehlen bislang jedoch.