Christian Nowak

ist in Berlin geboren und in der damals noch geteilten Stadt aufgewachsen. Mit sechzehn dann die ersten Reisen ohne elterlichen Beistand, die schnell Lust auf mehr machten. Nach dem Abitur brachte das Biologiestudium die große Freiheit, denn damals gab es noch echte Semesterferien, die lang genug für ausgedehnte Rucksackreisen durch Indien, Nepal und Südamerika waren.

Doch irgendwann wurden die Reisen kürzer und naturwissenschaftliches Interesse und Job immer wichtiger. Diplom und Promotion waren die logische Folge. Es folgten Jahre der Forschung und Lehre, Familie und zwei Kinder.

Ein Stipendium der Robert-Bosch-Stiftung brachte erste journalistische Erfahrungen – unter anderem in der GEO-Redaktion in Hamburg. Danach wurde die Lust am Reisen, Schreiben und Fotografieren immer größer, vermutlich das Erbe der Großmutter, die sich schon in jungen Jahren nach Argentinien aufgemacht hatte.

Die Maueröffnung hat er verpasst – zumindest die ersten Tage – denn da war er gerade mal wieder unterwegs und hat die unglaublichen Bilder auf Mykonos im Fernsehen gesehen. Die Zeit nach dem Fall der Mauer hat er voller Staunen genossen. Es war eine spannende Zeit, in der vor allem das Berliner Umland erkundet werden musste. „Ich bin ein Berliner!“ Dieser legendäre Satz stammt zwar von J.F.K., könnte aber auch von ihm stammen.

Artikel über Eisbären, Nordlichter und Norwegen ließen dann den Entschluss reifen, von nun an hauptberuflich als freier Reisejournalist und Fotograf zu arbeiten und das naturwissenschaftliche Interesse zum Hobby zu machen. Mittlerweile hat er mehr als 40 Reiseführer sowie viele Zeitungs- und Magazinartikel geschrieben. Nordeuropa ist immer noch mehrmals im Jahr das bevorzugte Reiseziel, es gibt aber immer wieder Abstecher in wärmere und sonnigere Gefilde, denn die Reiselust und der Drang nach Neuem sind noch nicht erloschen. Im Gegenteil, die Liste der Projekte ist länger als je zuvor.