Australien: Abgetaucht

Auf dem Schiff „Reef Encouter“ kann man den Tauchschein machen, man muss es aber nicht – im Great Barrier Reef vor der Küste Queenlands entdeckt selbst ein Schnorchler mehr als anderswo ein Tiefseetaucher.

Der Neopren-Anzug sitzt so eng wie die Jeans, in die ich mich vor dreißig Jahren als Teenager gezwängt habe. Ich arbeite mich schwitzend in die Anzugbeine, ziehe das Gummiteil über die Hüfte, presse meine Fäuste in die Ärmel – und fühle mich in diesem Wetsuit letztendlich dennoch sicherer als im Bikini. Nicht wegen der Seewespe, dieser giftigen Würfelqualle, die sich zwischen Oktober und Mai nicht auf hoher See, aber vor den Stränden der Nordostküste Australiens breit macht. Sondern wegen der Temperaturen: Obgleich die Sonne heiß aufs Deck unseres Schiffes, der Reef Encounter, scheint, beginnen Schnorchler und Taucher spätestens nach einer Stunde im Wasser zu frösteln. Und wer möchte dieses Unterwasserparadies schon so schnell wieder verlassen, nur um sich aufzuwärmen? Gibt es doch kaum einen anderen Ort auf der Welt, an dem selbst ein Schnorchler mehr entdecken und bestaunen kann als anderswo ein Tiefseetaucher.

Seit 24 Stunden sind wir auf der Reef Encounter. Haben dort unsere geräumige Kabine bezogen, sämtliche Schuhe verstaut – auf dem Boot gilt Barfußpflicht -, die Düsen der Aircondition mit Papiertaschentücher zugestopft – der Australier mag es gerne eisig frisch –, und das erste leckere Mittagsessen in der rund 50 Mann fassenden Speiseraum zu uns genommen. Und wir sind vor allem eins: gedanklich ganz weit weg von allem. Dank dem sanften Schaukeln des Bootes. Der Meeresbrise, die über unsere Haut streichelt. Und weil wir  in eine andere, so ganz stille Welt abtauchen: In die Welt des Great Barrier Reefs, dieser grandiosen Aneinanderreihung von rund 3.000 korallenbestückten Kleinriffen und unzähligen Sandbänken vor der Küste von Queensland, dem Sunshine State Australiens.

Das größte Korallenriff der Erde

2.200 Kilometer zieht sich das Great Barrier Reef, das größte Korallenriff der Erde, parallel zur Küste des fünften Kontinents entlang. Es ist mehrere Millionen Jahre alt und seit 1981 auch UNESCO-Weltkulturerbe. Manche nennen es ein Weltwunder – was angesichts der Tier- und Pflanzenwelt des Riffs keine Übertreibung ist: Hunderte Korallenarten, die in allen Farben leuchten und sich in unzähligen Formen und Verästelungen präsentieren, finden Taucher und Schnorchler dort. Dazu unzählige bunte Fische wie Limefishes – und harmlose Riff-Haie. Aber auch Schwämme, Seesterne, Moränen und riesige Mantarochen machen diesen Ort zu einem einmaligen. Mitunter ziehen riesige Meeresschildkröten an den Menschen vorbei – hier im Great Barrier Reef leben sechs von insgesamt sieben weltweit vorkommenden Arten. Im August und Oktober kommen noch Buckelwale vorbei, und im November blühen die Korallen besonders prächtig.

Doch auch auf dem Wasser, nämlich an Bord des Schiffes, ist das Great Barrier Reef ein Paradies für Erholungssuchende. Etwa am Hastings Reef, wo wir am zweiten Tag ankern. Hier draußen, auf dem Meer, scheint die meiste Zeit des Jahres über die Sonne. Über Cairns, wo wir am Tag zuvor an Bord gegangen sind, hingen noch schwere Regenwolken. Doch schon nach den ersten Seemeilen drangen die ersten Sonnenstrahlen zu uns. Jetzt, 40 Kilometer vom Festland entfernt, schmieren sich die Gäste der Reef Encounter mehrmals täglich dick Sonnenschutzcreme auf Nase und Stirn.

Nicht jeder darf ankern  

Vier Riffe werden wir während der dreitägigen Cruise besuchen – und keines gleicht dem anderen. Wir ankern mit zwei weiteren Schiffen an einem Ponton; etliche davon wurden speziell für Touristenschiffe im Außenriff eingerichtet. Um das Riff zu schützen, ist die zahl der auslaufenden Schiffe, aber auch der Ankerplätze streng begrenzt worden. Streng reglementiert sind auch die Tauch- und Schnorchelgänge. Vier Stück von je etwa einer Stunde gibt es täglich. Eine Glocke an Bord läutet sie ein – und beendet sie auch. Die Wassergänge derart zu regeln, ist sinnvoll – zum Schutz des Great Barrier Reefs, aber auch, um einer Erschöpfung der Wasserratten vorzubeugen.

Außerdem wird, wer nicht am Oberdeck faulenzt und sonnt, sondern sich im Wasser tummelt, von der Besatzung vom Schiff aus wie von einem Lifeguard am Strand beobachtet. „Gebt uns sofort Bescheid, wenn etwa nicht in Ordnung ist – etwa wenn Ihr müde seid oder Panik bekommt“, hatte uns Alex Hunt, einer der Tauchlehrer an Bord, während des erste Briefings an Bord eingetrichtert. „Wenn Ihr Angst habt zu ertrinken, fuchtelt einfach mit den Armen – und wir holen Euch raus.“ Vor jedem Schwimmgang müssen wir uns zudem in eine Liste eintragen – und werden abgehakt, wenn wir wieder an Bord der Reef Encounter klettern – „sonst fahren wir noch ohne Dich zum nächsten Riff – und bis dahin ist es recht weit zu schwimmen“, sagt Alex und grinst dabei breit. „Doch dank der Liste geht uns niemand verloren“.

Atmen, strampeln, Druckausgleich

Derart gut betreut, trauen sich selbst einige Tauchnovizen an Bord – ich bin einer von ihnen – zu einem ersten Versuch mit der Flasche. Auf der Reef Encounter kann man bei längerem Aufenthalt auch den Tauchschein erwerben. Etwas neidisch hatte ich zuvor die Könner unter den Tauchern an Bord beobachtet, wie sie binnen weniger Sekunden im tiefen Wasser verschwinden – und in der Tiefe wohl noch wundervollere Korallen und Fische zu sehen bekommen als Schnorchler wie ich.

Doch zuerst steht eine Einweisung durch Tauchlehrer Alex an. Der junge Australier hält eine Sauerstoffflasche hoch und sagt: „Es ist ganz simpel: Atme einfach, strample mit Deinen Beinen und mach den Druckausgleich im Ohr“. Dass Tauchen doch um etliches schwerer ist, wird in den kommenden 30 Minuten des Briefings klar: Alex erklärt, wie die komprimierte Luft aus der Flasche entweicht, wie das Mundstück zu bedienen ist oder der Druckausgleich im Ohr funktioniert – dabei hält er sich die Nase mit Daumen und Zeigefinger zu und simuliert ein „plopp“.

Der junge Australier demonstriert uns, welche Handzeichen unter Wasser was bedeuten – „den Arm in die Luft gestreckt, die Hand zur Faust geballt, bedeutet Hilfe“, welche Gefahren ein zu schnelles Ab- und Auftauchen oder ein Tauchgang mit Erkältung oder Bronchitis birgt, und dass wir niemals „ohne Buddie“ unterwegs sein sollten. Später dann, draußen auf der Reling, stöhnen wir über  das Gewicht der 20 Kilo-Sauerstoffflasche auf dem Rücken und lachen über den unbeholfen tapsenden Gang der Mit-Ersttaucher – dabei hatte uns Alex ausdrücklich aufgefordert, die Schwimmflossen erst kurz vor dem Sprung ins Wasser über die Füße zu streifen.

Irgendwann hatte uns Alex ein „Ready? Dann springt jetzt“ zugerufen. Sekunden später wundere ich mich über meine Schwerelosigkeit im Wasser – und über die Leichtigkeit, mit der mich das Mundstück zwischen den Lippen mit Sauerstoff aus der Flasche auf dem Rücken versorgt.

Ich lasse mich von den leichten Wellen schaukeln – untergehen kann ich ja nicht, Alex hat die Schwimmweste mit ausreichend Wasser gefüllt. Mein Nachbar blickt etwas panisch, doch Alex beruhigt ihn, nimmt ihm die Angst: „Relax. Du kannst jetzt gar nicht untergehen!“ Er möchte, dass wir uns erst einmal im Wasser treiben lassen, wir uns an die ungewohnte Ausrüstung gewöhnen. Dann lässt Alex per Knopfdruck die Luft aus den Westen entweichen. Das Gewicht der Flasche zieht den Körper nun leicht in die Tiefe; fast amüsiert beobachte ich, wie die Wasseroberfläche an meinem Brillenglas vorbei zieht; zuerst sehe ich noch das Boot und zur Hälfte schon die Welt unter Wasser, dann nur noch das glasklare Blau. Welch grandioses Gefühl, in diese fremde Welt einzutauchen – und einfach weiterzuatmen!

Am Seil in die Tiefe

Anfänger lassen sich erst einmal an einem dicken Seil in die blau wirkende Tiefe hangeln – was in meinem Fall allerdings keine zwanzig Zentimeter Meter bedeutet. Ich blicke nach oben, über mir reflektiert das Licht der Sonne auf der Wasseroberfläche, ich verharre an dieser Stelle, denn im rechten Ohr funktioniert der Druckausgleich schon nicht mehr. Außerdem dringt mir immer wieder Salzwasser in die Maske – ich habe an Bord die Haare  nicht ausreichend zusammengebunden. Ich bin von meinem ersten Tauchgang dennoch begeistert, schwebe und blicke auf die Taucher unter mir, die langsam und bedächtig mit den Fischschwärmen ziehen und ihre Luftblasen zu mir nach oben schicken. In dieser fremden Welt auch mal zu verharren, das hat uns Alex schon beim ersten Schnorcheln geraten: „Schwimmt nicht zu schnell durchs Wasser“, hat er gesagt. „Bleibt auch mal länger an einer Stelle. Dann vertreibt ihr keine Fische – und seht auch die vielen Fische, die sich wunderbar tarnen.“

Doch wie lange wird das Taucherparadies Great Barrier Reef noch existieren? Das empfindliche Ökosystem droht von Klimaerwärmung und Tropenstürmen gestört zu werden. „Korallen können nur in einem Gewässer zwischen 18 und 30 Grad Celsius überleben“, erklärt Alex.

Sie brauchen den Algenbewuchs, der sie mit Nährstoffen versorgt und auch für die Farbe zuständig ist – doch ist das Wasser zu warm, sterben die Algen ab. Pflanzenschutzmittel und Nährstoffe aus den Düngemitteln von den Feldern, Bananen- und Zuckerrohrplantagen, die vom Regen ins Meer gespült werden, aber auch Abwässer, Treibstoff der Schiffe und Schadstoffe aus den Städten und Ferienressorts an der Küste richten weiteren Schaden an den Korallen an. Die Folge konnte man Anfang des neuen Jahrtausends sehen: Damals waren bis zu 80 Prozent des Riffs geschädigt. Inzwischen, sagen manche, habe sich das Great Barrier Reef wieder weitgehend erholt – Australien hat zum Schutz dieses Welterbes einen Umwelt-Plan entwickelt und auch die Zahl der Ausflugsboote und Ankerstationen reduziert.

An einer der Stationen machen wir für die Nacht Halt. Es ist fast dunkel, die Sonne ist vor wenigen Minuten am Horizont verschwunden. Die 20 Über-Nacht-Gäste der Reef Encounter sind nach einem langen Tag im Wasser angenehm müde und nach dem üppigen Abendessen satt. Wir beugen uns über die Reling, denn nun sind die Haie an der Reihe. Charlie, der chilenische Koch, wirft ein paar Fische über Bord – und sofort versammeln sich Backbord sechs, sieben, acht mächtige Exemplare. Sie sind ungefährlich, aber dennoch faszinierend. Ich wende meinen Blick nach vorne, zur Spitze des Boots. Dort machen sich fünf Tauchprofis für den night-dive bereit. „Das Meer ist nachts nochmals eine komplett andere Welt“, hatte mir einer von ihnen beim Abendessen begeistert erzählt. Und grinsend hinzu gefügt: „Und nachts sind die Haie noch aktiver“.

Martina Hahn

 

Australien: Das Paradies der Aborigines

Fraser Island ist die größte Sandinsel der Welt, für die australischen Aborigines ist sie aber noch mehr. Für sie ist sie das Paradies.

Fraser Island fasziniert ihre Besucher mit langen Sandstränden,  tiefblauen Süßwasserseen, dichtem Tropenwald und seltenen Tieren. Fraser Island ist ein Wunder der Natur. Das wussten schon die Aborigines – sie nannten die Insel: K´gari – Paradies.

Auf Fraser Island, der riesigen Sandinsel vor der Küste Queenlands, sollte man nur mit reinem Gewissen wandern. Das jedenfalls sagten die australischen Ureinwohner, die Aborigines, die die Insel einst besiedelten. Heute lebt keiner mehr von ihnen auf Fraser Island, sondern dauerhaft nur etwa 100 Menschen. Die meisten von ihnen arbeiten in einem der beiden Hotels oder sind Rentner.

Die Weisheiten der Aborigines gelten aber immer noch: Sie glaubten, dass der vom Weg abkommt, der etwas Böses getan hat. Dann nämlich sei man gedanklich so auf die Tat fixiert, dass man sich nicht mehr auf seine Schritte konzentrieren könne. Strenge Sitten bei den Ureinwohnern – wir sind auf jeden Fall gewarnt.

Sandige Autobahn

Vom Weg abkommen wollen wir auf keinem Fall und vor allem wollen wir nicht stecken belieben. Wir wagen uns nämlich mit einem Jeep auf die Pisten der weltgrößten Sandinsel. Unser Trip über die Insel beginnt an der Mietstation beim Kingfisher Bay Resort. Wer früh aufbricht, sich auf die Hauptrouten beschränkt und sich an den großen Sehenswürdigkeiten nur einen kurzen Fotostopp gönnt, kann die Jeeptour an einem Tag bewältigen. Wir aber lassen uns Zeit und planen für den Trip entspannte drei Tage ein.

Von Kingfisher Bay aus fahren wir zunächst quer über die Insel. Für die Anfänger unter den Offroadhelden stellt schon der erste kleine Anstieg nach dem Ressort eine Hürde dar. Mit kleinem Gang und großem Mut hat es aber noch jeder den Hügel hinauf geschafft. Langsam geht es weiter – 20 Stundenkilometer sind auf den sandigen Tracks der Insel eine realistische Höchstgeschwindigkeit.

Der Lake McKenzie mit seinem tiefblauen Wasser und dem weißen Sandstrand ist unser erstes Ziel. Anders als die Tagesausflügler haben wir hier Zeit ein paar Runden zu schwimmen und den Wasserschildkröten hinterher zu tauchen.

Schneller als im Landesinneren geht es dann auf der „Autobahn“ der Insel voran, dem „75-Mile-Beach“ an der Ostküste. Der endlos scheinende, sehr breite Sandstreifen zieht sich fast über die gesamte Länge der Insel. Weil viele Touristen auf dem ebenen Strand so richtig das Gaspedal durchdrücken, gibt es dort inzwischen das, was auf  richtigen Autobahnen üblich ist: Geschwindigkeitskontrollen.

Roger Williams heißt der Mann, der auf  Fraser Island Jagd auf Raser macht. Lässig lehnt der gemütliche Mitfünfziger, mit einer Radarpistole bewaffnet, an seinem Streifenwagen und genießt während der Arbeit Sonne und Meer. Dass man ihn so schon von weitem sieht, stört ihn nicht. „Mir geht es nicht darum, möglichst viele Verkehrssünder zu ertappen. Ich will einfach, dass die Leute langsam fahren“, sagt Williams. Binnen der vergangenen drei Monate hat er gerade einmal 15 Strafzettel ausgestellt. Oft muss er die Leute auch ermahnen, den Sicherheitsgurt anzulegen. „Das ist gerade auf dem Strand wichtig“, sagt Williams. Auch wenn der bretteben wirkt, kann ein Teil vom Meerwasser unterspült sein – und das kann gefährlich werden.  Immer wieder kommt es zu Unfällen.

Dennoch hat Williams eigentlich nicht viel zu tun. „Viele Kollegen beneiden mich um meine Dienststelle am Strand“, sagt er.  Und von seinem Büro aus muss er auch nur wenige Schritte laufen, um seinem Lieblingshobby nachgehen zu können: dem Fischen.

Haie und Rochen

Wenngleich das Meer lockt: baden sollte man hier nicht Denn starke Strömungen und die zahlreichen Haie schränken das Badevergnügen doch arg ein.

Wer der Sache mit den Haien nicht glaubt, der sollte vom Indian Head, einem 40 Meter hohen Aussichtsfelsen direkt am Meer, nicht nur über die weiten Sandstrände der Insel blicken, sondern auch hinunter ins Wasser. An windstillen Tagen, wenn das Meer glatt wie ein Spiegel vor einem liegt, kann man sie dann schwimmen sehen: die Schildkröten, Rochen – und eben auch Haie.

Ein beliebter Fotostopp an der Ostküste ist das Wrack der S.S. Maheno. Die Luxusjacht war in den 1930er Jahren außer Dienst gestellt und zum Schrottwert nach Japan verkauft worden. Als das Schiff dorthin geschleppt werden sollte,  geriet es vor Fraser in einen Sturm. Um eine Katastrophe zu verhindern, mussten die Schleppseile gekappt werden – das führerlose Schiff trieb auf den Strand. Seitdem rostet das Wrack vor sich hin, und wird allmählich vom Salzwasser zerfressen.

Weit weniger gefährlich als die Haie sind die auf der Insel lebenden Dingos – vorausgesetzt, man bringt ihnen den nötigen Respekt entgegen. Viele Touristen hatten in der Vergangenheit die Wildhunde gefüttert – und sie so an den Menschen gewöhnt. Die Tiere verloren ihre Scheu und es kam immer wieder zu Zwischenfällen. 2001 wurde sogar ein Kind von Dingos tot gebissen. Uns begegnen Dingos auf  unser Fahrt über die Insel immer wieder. Und vom Auto aus geben sie ein hervorragendes Fotomotiv ab.  

Haie hin, Strömung her – die Aborigines hatten einst schon recht, als sie Fraser Island den Namen gaben. K´gari, nannten sie die Insel  – Paradies. Auch warum die Insel so beeindruckend ist, lässt sich aus den Sagen der Ureinwohner leicht erklären. K´gari ist nämlich die Tochter eines Gottes. Sie fand die Erde so schön, dass sie nicht mehr in den Himmel zurück wollte. Als Mensch aber durfte sie nicht bleiben. Und so wurde sie in eine Insel verwandelt – genauer gesagt, in die größte Sandinsel der Welt.

Auch die UNESCO hat erkannt, das Fraser ein besonderes Juwel ist – allerdings erst 1992. Seitdem zählt  die Insel zum Weltnaturerbe der Menschheit.

Rasso Knoller

 

Australien: Ein Countrysong für die Prinzessin

Das fruchtbare Delta des Murray River, dem längsten Fluss Australiens, lässt sich am besten per Schiff erkunden.

Klammheimlich hat sich die Prinzessin nachts neben uns gelegt. Erst am Morgen bemerken wir sie. Und weil es noch in aller Frühe ist und bis auf einen einsamen Angler alle Welt noch schläft, haben wir ausgiebig Zeit, sie in ihrer edlen und majestätischen Schönheit zu betrachten. Ihre Würde zu bewundern, mit der sie tief im Wasser liegt. Nur ein Pelikan, der auf den riesigen Schaufelrädern sitzt, zeigt wenig Respekt – und verursacht immer dann ein leises Klack Klack, wenn er mit seinem Schnabel gegen das alte Eisen pickt.

Ein Sonnenaufgang am Murray River, Australiens längstem Fluss, ist an sich schon ein Erlebnis. Mit den ersten warmen Strahlen, die den steilen Sandsteinfelsen am Ufer der Schlucht und die fast im Wasser stehenden Trauerweiden berühren, erwacht auch eine ganz eigene Welt fernab jedes Stresses und Straßenlärms. Wer in diesem Augenblick des Tages dazu noch auf die Murray Princess stößt, einen alten Schaufelraddampfer, glaubt sich zudem in eine andere Zeit versetzt. Fast erwartet man, dass Huckleberry Finn jeden Augenblick die Reling betreten könnte – wäre da nicht das hypermoderne, von Glasfenstern umrahmte und mit mehreren Antennen bestückte Hausboot, das just in diesem Moment leise an der Prinzessin vorbeizieht.

Der Murray, ein launischer Fluss

Eine Cruise auf dem 2.670 Kilometer langen und kurvenreichen Murray River ist für viele Besucher Südaustraliens ein Höhepunkt der Reise – und ähnlich begehrt wie eine Fahrt auf dem Nil, dem Mississippi oder Amazonas. Zwar sind die meisten Orte am Ufer des weder besonders breiten noch reißend schnellen Stroms auch mit dem Auto zu erreichen. Doch nur über den Wasserweg – sei es auf einem Kreuzschiff oder einem privat gemieteten Hausboot – erschließt sich dem Besucher wirklich die grandiose Natur dieses vogelreichen und mit vielen Zuflüssen versehenen Wassersystems, das – gemeinsam mit dem angrenzenden Darling River – rund 15 Prozent des gesamten australischen Kontinents ausmacht. Der Murray River entspringt in den Snowy Mountains und mündet östlich von Adelaide ins Meer. Und er berührt auf seinem Weg drei Bundesstaaten: New South Wales, Victoria und South Australia. Von der Größe her würde die Bundesrepublik dreimal in dieses Gebiet passen.

Wer dann noch das Glück hat, von David Farron, Kaptain des Schiffes Murray Expedition, über den Fluss geschippert zu werden, erfährt die spannende Geschichte dieser Region. Farron lebt seit 25 Jahren auf dem Murray River, und hier, sagt er, „gleicht kein Tag dem anderen.“ Damit meint Farron nicht nur das Licht, das das Delta je nach Tages- und Jahreszeit in die unterschiedlichsten Farbschattierungen taucht. Er meint auch nicht nur die Natur, die sich während einer Reise auf dem Fluss täglich wandelt – von satten Weiden und dichten Eukalyptuswäldern über steile Klippen bis hin zu ausgetrockneten Böden abzweigender Flüsschen samt abgestorbener Baumstümpfe. Nein, wenn Farron davon spricht, dass hier, am Murray Delta, sich alles in stetem Wandel befindet, so meint er den Fluss selbst: Seinen launischen Wasserpegel, der fast täglich schwankt. Und das Extrem, in das der Murray River etwa alle fünf Jahre fällt, wenn er, wie während des verheerenden Hochwassers von 1956, entweder Häuser, Weiden und Straßen überflutet – oder nahezu austrocknet. In solchen Monaten der Dürre dringen Meerwasser samt Delphine bis in das Städtchen Morgan vor, 320 Kilometer vom Ozean entfernt – um dann in der Regenzeit wieder zurückgespült zu werden. Der Regen verhindert, dass die Böden nicht versalzen.

Früher Regen, heute (zu viel) Sonne

Lange Zeit waren diese natürlichen Wetterzyklen ein Segen für die Natur des Deltas. Doch seit ein paar Jahren überwiegen die Phasen der Trockenheit. Die zunehmende Dürre und die exzessive Bewässerung der Felder stören die natürliche Balance und Wasserversorgung der Region empfindlich. Doch noch wächst auf den fruchtbaren Böden der Wetlands Getreide, gedeihen Trauben, Orangen, Äpfel oder Zwiebeln und finden Kühe ausreichend Gras. Wie fruchtbar das Land hier im Delta ist, haben auch die Siedler – darunter viele deutsche Auswanderer und Ex-Häftlinge – sowie die Händler erkannt, die Mitte des 19. Jahrhunderts begannen, die Ufer des Murray River zu bevölkern und den Fluss als Handelsweg zu nutzen: Dank der Schifffahrt konnten sich Farmer nun immer tiefer im Delta niederlassen. Sie konnten ihre Möbel, Vieh, Bretter für den Hausbau, Landwirtschaftsgeräte oder Lebensmittel in die neuen Siedlungen bringen, mit dem Wasser des Stroms ihre Felder bewässern – und auf dem Murray River außerhalb der Trockenzeit und des Niedrigwassers ihre Erzeugnisse wie Fleisch, Wolle, Obst oder Getreide zu den Märkten und Häfen in Murray Bridge oder Adelaide transportieren. „Der Murray hat Australien aus der Abhängigkeit von England befreit“, ist Kaptain Farron überzeugt.

Doch der Fluss hat auch eine neue Abhängigkeit geschaffen, und zwar vom Tourismus. Anfangs des 20. Jahrhunderts wurden im ganzen Süden des Kontinents Schienen verlegt. Züge übernahmen nun die Getreide- oder Viehfracht. Der neue Konkurrent der Schiffe schaffte dies  nicht nur günstiger und schneller, sondern vor allem auch zwölf Monate im Jahr. Der Verkehr von Handelsschiffen auf dem Murray River brach zusammen – und im Gegenzug nahm der von Cruisern und Hausbooten zu. Heute ist der Murray River eine wunderschöne Ferienlandschaft – und der Besucher hat die Wahl, entweder einsam im Kanu oder in Gesellschaft auf einem der hochmodernen Cruiser oder Nostalgiedampfer wie die Murray Princess über den Fluss zu schippern. Er kann wahlweise in der Sonne dösen, am Ufer campen oder sich in einem der teils sehr exklusiven Holiday-Resorts oder auch einfachen Feriendomizile oder Stelzenbauten in den schnuckeligen, aber auch etwas langweiligen Städtchen entlang des Rivers einmieten – um von dort aus Wasserski zu fahren, sich auf´s Rad zu setzen, zu Wasserfällen zu wandern oder den Golfschläger zu schwingen.

Wir ziehen dem eine Kreuzfahrt auf der Murray Expedition vor. Drei Tage und zwei Nächte werden wir auf dem Schiff in recht engen Kabinen mit Fenster schlafen, in einer behaglichen Lounge essen, auf einer breiten Reling faulenzen oder von hier mit dem Fernglas Komerane oder Wombats beobachten. Oder mit Kaptain Farron – er hat sein weißes Kapitänsdress hierfür gegen ein khaki-grünes Ranger-Outfit und seinen Kahn gegen ein kleines Motorboot ausgetauscht – einen Ausflug zu den mächtigen Sandsteinkliffen unternehmen. Imposant ragen sie vor uns auf, und das Wissen, dass sie vor vielen Millionen Jahren alle einmal unter dem Wasser des Ozeans lagen, macht das Ganze noch eindringlicher. Den Abdruck von Muscheln und Krebsen und anderen Fossilien finden sich im Sandstein überall.

Die Cruise, ein Lebenstraum

Erstaunlich jung sind hingegen die meisten Gäste unserer Cruise: Wir sind verwundert, dass von den rund 30 Schiffspassagieren mindestens ein Drittel unter 40 ist. Dass wir eine ungewöhnlich junge Gruppe sind, bekräftigt auch Kapitain Farron. Selbst Eileen aus Sydney, mit 74 die älteste an Bord, versteht jede Menge Spaß, was das gängige Durchschittsalter auf den meisten Kreuzschiffen betrifft. Breit grinsend erzählt sie am Abendessentisch: „Vor vierzig Jahren hab ich immer über die alten Leutchen gegrinst, die so einen Trip unternehmen – und jetzt sitz ich selbst hier!“

Eileen ist dennoch eine der lebhaftesten Gäste an Bord – vielleicht, weil sie sich mit dieser Cruise „einen Lebenstraum“ erfüllt hat, wie sie sagt. Und so singt sie am Abend, beim romantischen Lagerfeuer am Ufer, mit einer unerwartet guten Stimme besonders laut, besonders glücklich australische Countrysongs. Diese haben die sieben Crewmitglieder kurz vor Mitternacht, nach einem leckeren Barbeque mit Steaks, Folien-Kartoffeln und Salaten, angestimmt. Danach wird es ruhiger in der kleinen Gruppe, die sich in dieser klaren, lauen Nacht unter Millionen von funkelnden Sternen zusammengefunden hat. Ein paar der Gäste sprechen leise miteinander. Doch die meisten halten es wie Kaptain Farron, der sich in einem der Regiestühle niedergelassen hat und mit geschlossen Augen dem Knistern des glutroten Holzes und dem Zirpen der Grillen lauscht – und den leisen Geräuschen, die der Wind vom Fluss zu ihm trägt. Als wolle der Kapitän keinesfalls die Ankunft der Prinzessin verpassen.

Martina Hahn

 

Australien: Schlammschnorcheln in Julia Creek

Dirt and Dust Festival in Julia Creek

Beim „Dirt and Dust Festival“ in Julia Creek findet vom 11. bis 13. April 2014  der härteste Triathlon Australiens statt. Weitaus lustiger, aber dennoch mit dem nötigen Ernst geht es bei diesem Outback-Festival beim Pferderennen, Bullenreiten und Schlammschnorcheln zu. Mit Schnorchel und Flossen ausgerüstet, treffen sich Schlammtaucher aus ganz Australien, um den „flinkesten Schmutzfink“ zu ermitteln. Die Regeln sind einfach: Der Teilnehmer, der den Schlammgraben-Parcours am schnellsten durchquert, gewinnt. Erlaubt sind dabei Flossen und Schnorchel, verboten hingegen ist alles, was an einen herkömmlichen Schwimmstil erinnert. Anfänger paddeln und planschen daher eher hilflos durch die braune Brühe.

 

Australien: Das Land der Wäschespinne

Erfinder der WäschespinneDie Wäschespinne wurde in Australien erfunden. Als Lance Hill 1945 aus dem Krieg nach Hause nach Adelaide kam, wurde der ehemalige Automechani­ker arbeitslos. Viel Zeit also, um nachzudenken und für den ein oder anderen Ehestreit. Frau Hill ärgerte sich nämlich ständig darüber, dass ihre Wäscheleine im Garten zu viel Platz wegnehmen würde. Während Herr Hill im Garten saß, kam ihm eines Tages die Idee, eine „drehba­re Wäscheleine“ zu konstruieren. Seine Frau war offenbar total begeis­tert von der Erfindung, denn bald schon begann ihr Mann Wäsche­spinnen für die Damen der Nachbar­schaft zu bauen. Und es dauerte nicht allzu lange, bis seine Wäsche­spinnen Australien und schließlich die ganze Welt eroberten. Heute ist Hills Industries ein großes australi­schen Industrieunternehmen, das fast alles herstellt, was nur im Ent­ferntesten mit Haushalt zu tun hat. Trotzdem: Der eigentliche Erfinder der Wäschespinne war ein anderer. Gilbert Toyne, auch er Australier, entwickelte über 30 Jahre früher ein ähnliches Gerät. Wie Hill ver­kaufte er seine Wäschespinnen auch, allerdings mit deutlich weni­ger Erfolg.Toynes Unternehmen überlebte die Weltwirtschaftskrise nicht und seine Erfindung geriet in Vergessenheit – bis zu dem Tag, als Lance Hill 1945 in seinem Garten in Adelaide saß und überlegte, wie er das Wäscheleinenproblem seiner Frau lösen könnte .

Rasso Knoller

Australien: Infos für Schildkrötenfans

Meeresschildkröte vor der Küste von Queensland, AustralienQueensland-Urlauber können jedes Jahr zwischen November und März  in den nächsten Monaten ein ganz besonderes Naturschauspiel erleben. Dann kommen hunderte von Meeresschildkröten zur Eierablage an Land. Auf der neu eingerichteten Website www.queensland.com/turtles finden Interessierte einen Kalender, was wann und wo genau passiert. Außerdem werden verschiedene Touren aufgelistet, bei denen Besucher hautnah dabei sein und Ranger begleiten können.

Ein besonderer Ort zum „Turtle-Watching“ ist die Region rund um Mon Repos bei Bundaberg. Die Küstenstadt liegt etwa vier Stunden Fahrt von Brisbane entfernt. Mon Repos gehört zu den größten „Loggerhead Turtle“-Brutstätten des Südpazifiks. Ab November schwimmen die Schildkröten an Land, um innerhalb weniger Minuten große Löcher in den Sand zu graben, in denen sie rund 100 bis 150 Eier ablegen. Danach machen sie sich wieder auf den Weg ins Meer. Manche Schildkröten kommen pro Saison sogar mehrmals an Land, um in den Folgemonaten weitere Eier zu legen. Haben Besucher Glück, können sie im Januar die ersten Jungen, die schlüpfen, als auch die ausgewachsenen Schildkröten zusammen ins offene Meer ziehen sehen. Tickets für die nächtlichen und von Rangern begleiteten Wanderungen gibt es für umgerechnet 7,50 Euro.

 

Australien: Aboriginemalereien auf Zügen

Aboriginemalereien auf einem Zug in QueenslandAus Queensland stammende Aborigines haben sich mit ihrer Kunst auf Zugwaggons des Tilt Trains verewigt. Die speziell bemalten Züge von Queensland Rail verkehren dreimal wöchentlich zwischen Brisbane und Cairns im tropischen Norden von Queensland. Die neu gestalteten Waggons wurden vom Künstler Josiah Omeenyo aus der Lockhart River Region und von 24 weiteren Künstlern aus der Gegend rund um Cardwell und Tully vom Stamm der Girringun verziert. Auf der einen Seite des Zuges ist ein Küstenabschnitt von Cape York dargestellt, auf der anderen Seite sind zeitgenössische Darstellungen sowie historische Kunst und kulturelle Praktiken der australischen Ureinwohner zu sehen. Die Verkehrsministerin von Queensland, Annastacia Palaszczuk, sagt, dass die Indigene Kunst auf den Zügen, die ohnehin schon beeindruckende Reise an der australischen Ostküste nochmals aufwerte.

 

Mehr zu Aborigines in Australien finden Sie hier: Wandjinas und Yarrada

Zug mir Aboriginal paintings

Australien: Naturfotografien von Peter Jarver in Berlin

Das Automobil Forum in Berlin zeigt vom 1. bis 28. September Bilder des im Jahre 2003 im Alter von nur 50 Jahren verstorbenen australischen Fotografen Peter Jarver. Mit 59 Bildern ist „Australien – Poesie und Dramatik der Natur“ die umfangreichste Werkschau eines australischen Künstlers, die je ihren Weg nach Deutschland gefunden hat. Weltbekannt wurde Peter Jarver für seine Fähigkeit, magische Momente und Naturschauspiele in Bildern festzuhalten. Über 20 Jahre bereiste der australische Landschaftsfotograf sein Heimatland. Donnernde Wasserfälle, reißende Flüsse, Gewitter, sinnflutartige Regenfälle gehörten ebenso zum Alltag, wie das zermürbende Warten auf den perfekten Moment. Die dabei entstandene Serie großformatiger, farbenfroher Bilder wurde mit zahlreichen Awards prämiert und findet sich in vielen Bildbänden und auf Postern.

Die Ausstellungsräume, die täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet haben, befinden sich in Berlin-Mitte, Unter den Linden 21 (Ecke Friedrichstraße). Der Eintritt ist frei. Weitere Einzelheiten unter www.Automobilforum-Berlin.de. Details zur Peter Jarver Gallery in Kuranda unter www.PeterJarver.com.

Lonley Planet: Australien Ostküste

Telefonbuch in der Tasche

Der Lonely Planet „Australien Ostküste“ wurde wie alle Bücher dieser Reihe nicht von deutschen Autoren verfasst, sondern aus dem Englischen übersetzt. Für den Titel sind zwölf Autoren, die meisten von ihnen Australier, verantwortlich.

Ob es an der Vielzahl der Autoren liegt, oder daran, dass auch mehrere Übersetzer an dem Buch gearbeitet haben? – auffällig ist die unterschiedliche sprachliche Qualität der einzelnen Kapitel. Während einige flüssig geschrieben und leicht lesbar sind, haben andere die Qualität eines Schulaufsatzes.

Inhaltlich bietet der Lonely Planet das Erwartete: Lange Listen mit Adressen von Restaurants und Hotels  – gut und solide recherchiert. Mit der kleinen Schwächen allerdings, was Empfehlungen im Spitzensegment betrifft. Hier ist die Auswahl dünn und teilweise fehlerhaft. Enttäuschend wenig erfährt man über Land und Leute – offenbar schien den australischen Autoren vieles selbstverständlich, was deutschsprachige Leser doch erklärt haben möchten. Selbst bei den großen Städten Melbourne, Sydney und Brisbane beschränken sich casino internet die Hintergrundinfos auf wenige Zeilen.

Schade ist auch, dass der Verlag den Begriff „Ostküste“ wirklich eng definiert. Das heißt, selbst Sehenswürdigkeiten, die nur wenige Kilometer abseits der Küste liegen, sucht man vergebens – dabei dürften Ausflüge ins Landesinnere durchaus zum normalen  Reiseverhalten eines Ostküstenbesuchers gehören.

Trotz aller Kritik: Für die Stammklientel der Lonely Planet Reihe – Backpacker, die mehr an Übernachtungs- und Ausgehtipps interessiert sind als an Hintergrundinformationen – kann man den Band durchaus empfehlen. Für alle anderen gibt es aber bessere Alternativen. (rk)

Australien Ostküste. Lonely Planet. 584 Seiten, 22,95 Euro.

Der Band ist inzwischen in einer überarbeiteten Neuauflage erschienen. Inhaltlich wurde er dabei kaum verändert.

Australia Walkabout

Australia Walkabout ist unverzichtbarer Reiseführer für alle die sich für die Kultur der Aboriginals interessieren. Das Autorenduo stellt sämtliche Touroperator im Land vor und gibt  Einblicke in interessante Aboriginalprojekte.  Daneben zeichnet das Buch Portraits bekannte  Aboriginalkünstler, gibt einen Abriss über die wichtigsten Feste und  Hintergrundinformationen in die Kultur der australischen Ureinwohner.

Ian Crawshaw/Sabine Muschter Australia Walkabout, www.australia-walkabout.de, 190 Seiten, 14,50 Euro