Lesung in Berlin: Reisegeschichten von Spitzbergen bis Südafrika

Rasso Knoller und Barbara Schaefer lesen aus ihren Büchern. Reisegeschichten von Spitzbergen bis Südafrika stehen am 24.Mai 20 Uhr auf dem Programm.  K1024_Plakat_Menschenbilder (1)

Picus Lesereisen: Inseln des Nordens

Cover Inseln des NordensDas sind Inselträume: Gletscher, die Eisberge ins Meer schicken, Berge, die aus dem Inland-Eis ragen, Pferde mit Mähnen, die im Wind wehen, die Farben des Nordlichts und des Packeises. Jedenfalls dann, wenn die Inseln im hohen Norden liegen und Spitzbergen oder Lofoten, Island, Färöer oder Grönland heißen. Auf den arktischen Inseln erfüllten sich Barbara Schaefer und Rasso Knoller ihre eigenen Träume und befragten die Einheimischen, wie sie leben und wovon sie träumen.
Barbara Schaefer begab sich auf die Spuren starker Frauen in hohen Breiten. So fuhr sie etwa in Grönland mit Hundeschlitten hinaus und ließ sich von Schamanen von früher erzählen. In Spitzbergen hörte sie sich Eisbären-Geschichten an, in Island schleppte sie einen Heißluftballon in einen erloschenen Krater, töltete durch Dauerregen und ließ sich Sagen erzählen.
Rasso Knoller bewunderte zusammen mit einem Maler auf den Lofoten die Farben des Nordlichts, war mit Walfängern unterwegs, besuchte den legendären Torwart der Färöer, der 1990 seinem Land den Sieg gegen Österreich sicherte, und geriet ins Schwärmen, als die beliebteste Sängerin der Inseln ihm ihre schönsten Lieder vorsang.

Pressestimmen

 

»In kurzen Reportagen fangen die Autoren den Reiz des Nordens ein. Eindringlich schildern sie die Schönheit der Landschaften und laden dazu ein, diese Inseln selbst einmal zu besuchen; vielleicht vergisst ja der eine oder andere auch, nach Hause zu fahren.« –Augsburger Allgemeine, 9. Februar 2010»Die Frage danach, was Menschen – insbesondere Frauen – eigentlich hinauszieht ins eisige, lebensfeindliche Weiß der Arktis, beantwortet die bekannte Reisejournalistin Barbara Schaefer zu Beginn des Buches auf fulminante, amüsante und anschauliche Weise mittels eigener Erlebnisse auf Grönland und durch Bezüge zu anderen ›Eisfrauen‹. Nicht nur als Leserin fängt man sofort Feuer und legt das Buch nicht mehr aus der Hand, bis man es verschlungen hat.« –Panorama, 1. Dezember 2009

 

»Die kurzen Geschichten ziehen den Leser in ihren Bann. Und auch nachdem man das Buch geschlossen hat, lassen einen die Eindrücke, die im Norden erlebt werden wollen, nicht mehr los. Sie warten geduldig, wie die stillen blau-weiß glitzernden Kathedralen des Meeres… « –Nordis, 2. November 2009

 

»Dafür weckt das Buch umso mehr die Reiselust, man entwickelt ein Gefühl dafür, was die Reize dieser rauen Gegend wirklich ausmacht.« –ReiseJournal, 15. August 2009

 

 

 

 

 

 

Barbara Schaefer: Lesereise Lappland

Picus Verlag, Barbara Schaefer, Lappland Barbara Schaefer nimmt uns mit auf eine Reise in den hohen Norden. In ihrem Buch „Nordlicht, Joik und Rentierschlitten“ erzählt die in Berlin lebende Journalistin in 20 Kurzgeschichten von Lappland und seinen Menschen. Wir treffen den „brokkolihassenden“ Rentierschlittenfaher Nils Nutti, einen Wehrmachtsoldaten auf der Suche nach den Liebesbriefen seiner Jugendliebe und einen Backofenhersteller, der viel lieber Dichter wäre. Wir begeleiten die Autorin beim Fliegenfischen, Wandern, Skifahren und Hundeschlittenrennen.

Wer Barbara Schaefers Buch liest, erfährt viel über Lappland. Nach Ende der Lektüre, weiß er aber immer noch nichts über Einwohnerzahlen, Turmhöhen und Flusslängen. Er  keine Ahnung von Stadtgründungsdaten, Baujahren und Arbeitslosenzahlen. Das Buch vermittelt kein Faktenwissen, sondern ein Gefühl für das Land und seine Bewohner. Barbara Schaefer erhebt nicht den belehrenden Zeigefinger und prahlt nicht mit angelesenem Wissen.

Sie steigt herab vom hohen Ross des allwissenden Erzählers und lässt ihre Leser an ihren Erlebnissen, Gefühlen und Empfindungen teilhaben  Sie versucht das Land zu verstehen, indem sie Fragen stellt, zuhört und hinsieht. Man merkt dem Buch an, mit welcher Neugier sich die Autorin ihrem Thema genähert hat. Hier schreibt nicht jemand, der Antworten gibt, sondern jemand, der nach Antworten sucht.

Genau deshalb aber kann der Leser bei der Lektüre des 132 Seiten dicken Bändchens ein Gefühl für Lappland entwickeln und wird wie die Autorin selbst neugierig auf diese scheinbar unwirtliche Region am Ende Europas.  „Nordlicht, Joik und Rentierschlitten“ ist ein einfühlsames Buch und für Nordlandfans ein Muss, aber auch jeder andere, für den Reisen mehr ist als nur die Aufnahme von Informationen, wird von diesem Band begeistert sein. Der Vergleich mit Bruce Chatwin mag hoch gegriffen sein, Barbara Schaefer aber sind  20 Miniaturen gelungen, die weit über das Niveau der Geschichten hinausgehen, die man Woche für Woche auf den Reiseseiten deutscher Tageszeitungen lesen kann.   (rk)

Barbara Schaefer, Lappland, Joik und Hundeschlitten, Picus Verlag, 14,90 Euro