Deutschland: Begleitservice des Verbundes Berlin-Brandenburg

Visit BerlinEuropaweit einmalig ist der „Bus & Bahn Begleitservice“ des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg (VBB). Auf Wunsch können sich Fahrgäste der BVG und der S-Bahn kostenlos durch die Stadt begleiten lassen. Der Service gilt nicht nur für Rollstuhlfahrer, sondern auch für Senioren, Reisende mit sperrigem Gepäck oder Kinderwagen und Menschen, die in anderer Form in ihrer Beweglichkeit oder in ihrem Sehvermögen eingeschränkt sind. Ein entsprechender Nachweis ist nicht erforderlich. Wegen der hohen Nachfrage wird empfohlen, bereits sieben Tage vor der geplanten Fahrt einen Termin zu vereinbaren. Dieser wird dann am Tag vor der Reise bestätigt. Der Fahrtbegleiter sucht eine passende Verbindung aus, holt den Fahrgast – egal ob Berliner oder Tourist – an der Haus- bzw. Hoteltür ab, hilft beim Fahrscheinkauf und beim Umsteigen und begleitet ihn bis ans Ziel und auf Wunsch auch wieder zurück. Das Einsatzgebiet umfasst das gesamte Stadtgebiet Berlins inklusive Flughafen Schönefeld. Angeboten wird der Begleitdienst Montag bis Freitag von 7 bis 20 Uhr. Interessierte können den Begleitservice per Telefon beim Servicebüro unter 030 – 34 64 99 40 bestellen.

Deutschland: Go Trabi Go!

Trabi im DDR-Museum, © Sabine Heise/FTB

Trabi im DDR-Museum, © Sabine Heise/FTB

Im DDR Museum in der Berliner Karl-Liebknecht Straße kann man seit Dezember 2013 mit einem Trabi eine virtuelle Spritztour unternehmen und ihn durch eine  Plattenbausiedlung steuern.  Auf die Scheibe des Trabants wird eine originalgetreue 3D-Plattenbausiedlung projiziert, durch die der Besucher den Trabi eigenhändig lenkt, beschleunigt und bremst. Zuvor muss er selbst verständlich den Motor starten – all das wird ergänzt durch die passenden und authentischen Geräusche eines Trabant P 601. Durch das originale Fahrgefühl des Zweitakters und die realistische 3D-Simulation, die eine verdichtete Marzahner Plattenbausituation darstellt, bekommt der Fahrer einen unmittelbaren Eindruck vom Alltagsleben in der DDR.

Trabi im DDR Museum © DDR-Museum „Der Trabi zum Hineinsetzen war ohne Zweifel schon immer ein Highlight unserer Dauerausstellung“, beschreibt Direktor Robert Rückel das Konzept und ergänzt „Durch die neue Installation schaffen wir es, den Besucher spielerisch und emotional an das Thema DDR heranzuführen.“

Deutschland: Berlin – Schloss Schönhausen barrierefrei

Schloss-Schönhausen, Fotograf: Günter Schneider

Schloss-Schönhausen, Fotograf: Günter Schneider

Das Ende 2009 wiedereröffnete Schloss Schönhausen in Pankow ist das einzige Schloss der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, das ein großes barrierefreies bzw. barrierearmes Angebot bereithält. Es ermöglicht damit einer breiten Besucherschicht, Aspekte der Geschichte Preußens sowie der DDR am authentischen Ort zu entdecken.  Möglich wurde die Schaffung zahlreicher barrierefreier Angebote durch EU-Fördermittel und die Zusammenarbeit mit dem Projekt „Berlin für Blinde“.

 

Deutschland: Für 2 Euro 60 in Berlins angesagtesten Club

Knoller Partytram M 10

In Berlin verwandelt sich eine  ganze normale Straßenbahn am Wochenende zum fahrenden Club. In der M10 trifft sich das feiernde Partyvolk auf der Fahrt zwischen den Ausgehbezirken Prenzlauer Berg und Friedrichshain.

Erik ist begeistert. Lässig hält er eine Bierflasche in einer Hand und steigt in die Bahn. So etwas gäbe es zu Hause nicht, erzählt der junge Schwede mit heißerer Stimme. In Stockholm dürfe man in der Öffentlichkeit keinen Alkohol trinken, sagt er. In der Berliner Straßenbahn M10 ist Erik aber lange nicht der einzige der mit einer Flasche unterwegs ist. In den Nächten am Wochenende fällt eher der auf, der ohne eigenen Alkoholvorrat unterwegs ist. 

Zwischen Prenzlauer Berg und Friedrichshain 

Erik brüllt mir ins Ohr, aber ich kann ihn trotzdem kaum verstehen. Es ist Samstagnacht und da geht es in der M10 hoch her. Neben Erik grölt sein Kumpel  Emil ein schwedisches Partylied. Dessen Freundin Anne unterstützt ihn mit rhythmischen Hüftschwüngen und dadurch, dass sie im Takt die Hände nach oben reckt. Den kleinen Italiener im Sitz vor ihnen stört das nicht. Er ist vermutlich schon länger unterwegs. Konzentriert umfasst er eine halb geleerte Flasche Sternburg. Die – so lässt ein Blick in seine glasigen Augen vermuten – ist nicht die erste, die er an diesem Abend leert. Ein junges Pärchen drängt sich mir in den Rücken. Es geht eng zu in der Bahn, da bleibt selbst für Verliebte nicht viel Platz zum knutschen.  

Die M10 ist Berlins bekannteste Straßenbahnlinie. Sie verbindet auf knapp acht Kilometern die beiden Partybezirke Prenzlauer Berg und Friedrichshain. Tagsüber unterscheiden sich die Fahrgäste der M10 nicht von denen anderer Berliner Straßenbahnen. Abends aber trifft sich hier das Feierpublikum auf dem Weg von einem Club zum nächsten –  auffällig viele Berlinbesucher aus dem Ausland sind dann mit der Tram unterwegs. 

Laut und unterhaltsam 

Im Internet wird auf einschlägigen Seiten neben den Berliner Clubs auch die M10 gelistet. Die Userin Lydia schreibt über die Bahn: “Was sich da am Wochenende abspielt, will ich niemandem vorweg nehmen, aber es kann durchaus laut, dumm und unterhaltsam sein, manchmal auch eine Grenzerfahrung, wenn es Fahrgästen plötzlich durch übermäßigen Alkoholkonsum nicht mehr ganz so rosig geht.“ Und Karoline, die sich im Netz als Berliner zu erkennen gibt schreibt eine Lobeshymne auf die Straßenbahn: „Hoch soll sie leben! Die gute, alte, dicke Gelbe ist quasi die Lebensader der zwei besten Bezirke!“

An der Endhaltestelle an der Warschauer Brücke wechselt die Besatzung. Die einen steigen aus, um in Friedrichshain zu feiern, die anderen machen sich auf dem Weg in den Prenzlauer Berg. Vier Franzosen warten an der Haltestelle. Sie bitten mich ein Foto von ihnen vor der Straßenbahn zu machen. Für sie ist die Bahnfahrt eines der Highlights ihres Berlintrips, die gelbe Bahn eine Sehenswürdigkeit. Die Franzosen waren im  Berghain, dem angesagtesten Club der Stadt und dem, mit der strengsten Türpolitik. Für die Franzosen war dort, wie für viele andere, schon am Eingang die Party zu Ende. “Wir haben eine Stunde gewartete und dann durften wir nicht hinein”, erzählt einer der Vier. Jetzt fahren sie zurück in den Prenzlauer Berg. Dort, in der Kulturbrauerei, wollen sie einen neuen Versuch starten. Aber eigentlich ist es den jungen Franzosen ohnehin egal, wo sie feiern. “Here is best”, sagen sie einvernehmlich in gebrochenem Englisch und deuten in Richtung der Bahn. Für sie findet das eigentliche Fest schon auf dem Weg zum Club statt.

In Berlin gibt es noch eine andere Partytram. Sie kommt im Gegensatz zu den regulären Bahnen mit einem silbernen Anstricht daher, nennt sich “Berliner Fahrbar” und wird von den Verkehrsbetrieben für Familien- oder Firmenfeiern vermietet. Auch in vielen anderen deutschen Städten kann man Geburtstage, Junggesellenabschiede und Betriebsjubiläen auf Schienen feiern – in München oder Leipzig beispielsweise, aber auch in Augsburg oder Kassel. Anders als in der M10, muss man dort für eine Feier wesentlich mehr Geld anlegen als 2 Euro 60 für einen Einzelfahrschein.

Rasso Knoller

 

 

 

Deutschland: World Press Photo Ausstellung in Berlin

Wei Seng Chen

Es wirkt, als wäre die Zeit angehalten worden: Schlamm spritzt auf, zwei Bullen rasen über das Reisfeld und ein Mann mit nacktem Oberkörper klammert sich an ihnen fest, sein Gesicht ist vor Anstrengung verzerrt. Fotograf Wei Seng Chen aus Malaysia hält die eindrucksvolle Momentaufnahme fest – jetzt wurde das Foto im Wettbewerb World Press Photo prämiert. Die Geschäfte des Berliner Ostbahnhofs präsentieren vom 6. bis 16. September die rund 150 ausgezeichneten Pressefotografien der World Press Photo Ausstellung 2013.
Zu sehen ist eine Auswahl aus 103.481 Fotos, die im Rahmen des 56. World Press Photo Awards 2013 in neun Kategorien eingesendet wurden. In eindrucksvollen und faszinierenden Bildern dokumentieren sie das Weltgeschehen des vergangenen Jahres und geben einen Einblick in die aktuelle Pressefotografie. Gezeigt werden Bilder aus weltweiten Konfliktgebieten sowie Fotografien zu aktuellen Themen, Porträts, Reportagen, Kultur und Sport.
Bis Ende Oktober wird die World Press Photo Ausstellung 2013 in insgesamt vier deutschen Bahnhöfen präsentiert. Der Eintritt ist frei. Die Stationen der Ausstellung sind:

• Berlin Ostbahnhof 06.09.-16.09.
• Halle (Saale) Hauptbahnhof 20.09.-29.09.
• Nürnberg Hauptbahnhof 03.10.-10.10.
• München Hauptbahnhof 14.10.-24.10.

Rasso Knoller/Christian Nowak/Susanne Kilimann: Berlin

51ayEayALtL__BO2,204,203,200_PIsitb-sticker-arrow-click,TopRight,35,-76_SX385_SY500_CR,0,0,385,500_SH20_OU03_Viel Kultur, ein buntes Nachtleben und der Charme des Unfertigen ziehen jedes Jahr Millionen Besucher nach Berlin. Die Autoren dieses Reiseführers stammen allesamt aus der Hauptstadt und stellen die Sehenswürdigkeiten detailliert und kenntnisreich vor. Sie begeben sich aber auch auf die Suche nach dem Lebensgefühl einer Metropole, die unter den Kreativen dieser Welt mittlerweile einen legendären Ruf hat und die Heimat oder Wahlheimat von Menschen unterschiedlichster Nationalität geworden ist. Ein Streifzug durch die Berliner Geschichte spannt den Bogen von Berlins Entstehung über die Zeit als königliche Residenzstadt, die Jahre des Nationalsozialismus und die Zeit der Mauer bis ins Hier und Jetzt, in die Hauptstadt von Politik, Kunst und Kultur. Berlinbesucher finden im Reiseführer ausführliche Informationen zu allen Sehenswürdigkeiten, zur Museumslandschaft und zu den Fixpunkten der kulturellen Landschaft. Kreuzberg, Friedrichshain, Prenzlauer Berg und andere nahe am Zentrum liegende interessante Bezirke werden gebührend gewürdigt, so dass auch Jüngere und jung gebliebene Berlinbesucher Informationen zu den für sie wichtigen Orten finden werden.

Deutschland: Konkurrenz für die Bahn – BerlinLinienBus

Die Liberalisierung des Bus-Linienverkehrs bringt der Bahn auf mancher Strecke ungeliebte Konkurrenz durch Fernreisebusse. In Berlin sind solche LInienverbindungen seit Jahrzehnten Normalität. Und die Bahn mischt bei diesem Geschäft tüchtig mit.

„Heute muss ich die Augen ja überall haben“, ruft Antonia Markovic aus. Die gebürtige Kroatin fertigt gerade im Berliner Zentralen Omnibusbahnhof am Funkturm, kurz ZOB, einen Linienbus vor seiner Fahrt nach München ab. Die Stewardess ist überhaupt nicht genervt, ihr macht die Arbeit sichtlich Spaß. Jetzt zur Ferienzeit sind alle 78 Plätze des Doppeldeckerbusses besetzt. „So geht es auch zur Weihnachtszeit zu und wenn in München Oktoberfest ist“, sagt Antonia Marovic.

Seit 13 Jahren ist die Stewardess in Diensten der BerlinLinienBus GmbH, entsprechend geschickt sortiert sie  ihre Gäste. Der Herr mit dem großen Hund: „Bitte nach oben und ganz hinten Platz nehmen“. Die Mutter mit zwei kleinen, wilden Kerlen: „Vorne ist ein Vierertisch, der ist ideal für Sie.“ Und die zwei alleinreisenden Kinder? „Ihr setzt euch bitte hierhin, damit ich euch immer sehen kann.“ Vorher hatte sie sich von den Eltern und Großeltern, die ihre Kinder und Enkel zum Bus brachten, eine „Einverständniserklärung“ geben lassen, um sie alleine auf die Reise schicken zu können. Dafür gibt es bei den Buchungsstellen vorgedruckte Formulare. Es reicht aber auch, wenn die Erziehungsberechtigten selbst eine Vollmacht schreiben.

Das Gepäck der Passagiere nimmt der Fahrer entgegen. Für jedes Gepäckstück  kassiert er einen Euro. Pünktlich auf die Minute startet der Bus. „Guten Tag, liebe Kinder, meine Damen und Herren“, begrüßt Antonia Markovic gutgelaunt alle Gäste über das Bordmikrofon. Dann erklärt sie noch die Bordtoilette („Bitte nur auf der Autobahn benutzen!“ und: M“Auch deie Herren sollten sich beim kleinen Geschäft hinsetzen!“), kündigt an, dass sie gleich kostenlose Tageszeitungen verteilen wird und macht auf kleine Snacks und Getränke aufmerksam, die sie an den Sitz bringt: „Eine Speisekarte mit den Preisen finden Sie vor sich in der Sitztasche.“

60 Busse rollen für den Berlin-Linienverkehr jeden Tag durch Deutschland. Auf 30 Linien bedienen sie ein gigantisches Netz von Zielorten – buchstäblich von A bis Z, von Ahlbeck bis Zwiesel. Einige Destinationen werden von Berlin aus mehrfach am Tag angefahren, Hannover beispielsweise sechsmal pro Tag, Dresden achtmal. Die stärkste Linie ist Berlin-Hamburg mit bis zu 14 täglichen Fahrten. Nur auf dieser Verbindung ist der Linienbus ein Expressbus. Alle anderen Verbindungen legen  unterwegs geplante Zwischenstopps ein. Diese fressen Zeit. So dauert die Fahrt von Berlin nach München – wenn es keine Staus auf der Strecke gibt – achteinhalb Stunden. Der Bus hält zum ersten Mal am Flughafen Leipzig und stoppt dann unterwegs noch achtmal, unter anderem in Hof, Bayreuth und Nürnberg.

Die Buslinien betreibt die Berlin Linienbus GmbH. Größter Teilhaber mit einem Anteil von 65 Prozent ist das Unternehmen Bayern Express & P. Kühn Berlin GmbH (BEX), ein hundertprozentiges Unternehmen der Deutschen Bahn AG. Als Geschäftsführer beider Firmen arbeitet Jörg Schaube. Bis vor drei Jahren leitete er auch den Busreiseveranstalter Touristica. Er gehörte ebenfalls zum Bahn-Imperium und erlebte in der Vorwendezeit seine Blütezeit. „Der Busreisemarkt ist ein Nischenmarkt für Veranstalter, die sich intensiv nur um diesen Bereich kümmern“, begründet Jörg Schaube die Aufgabe des Veranstaltergeschäftszweigs.

Ende der 40-er Jahre des vorigen Jahrhunderts wurde das Linienbus-Gesetz erlassen. Noch heute ist es Basis des Berlin-Linienverkehrs.  Auslöser waren  die schlechten Reichsbahnverbindungen von und nach Berlin nach dem Krieg. Den Anfang machten Linien nach München, Düsseldorf und Hamburg, die „von ganz normalen Busunternehmen“ (Schaube) betrieben wurden. Zu jener Zeit unterhielt die Bahn noch eigene Fernbuslinien, z.B. von Berlin nach Hamburg und Hannover.

Heute führen neun Buslinien über Deutschland hinaus. Sie können von Urlaubern zu Städtetripps genutzt werden. Zusätzlich zu den 30 innerdeutschen Zielen steuern Linienbusse auch Aarhus und Kopenhagen an, Amsterdam, London und Brüssel, Paris, Prag, Budapest und Wien. Diese Linienwerden von der BerlinLinienBus GmbH in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Eurolines-Gesellschaften der Zielländer bedient. Eurolines nennt sich ein Zusammenschluss von 32 europäischen Busunternehmen, die gemeinsam ein europäisches Netz an Fernbuslinien unterhalten.

Ungebrochen bleibt die Nachfrage nach dem innerdeutschen Berlin-Linienverkehr: Rund eine Million Passagiere kaufen pro Jahr Buslinien-Tickets, die auch über Reisebüros vertrieben werden. Viele Passagiere zählen zum Stammpublikum. Ältere Gäste, preissensible Leute und Familien mit Kindern genießen die Vorteile des Linienverkehrs. Dafür  nehmen sie längere Fahrzeiten in Kauf: günstige Tarife mit zahlreichen Preisnachlässen z.B. für Kinder und Senioren, einen garantierten Sitzplatz, Komfortbusse mit Toilette, Gepäcktransport, Stewardessen und ein Angebot von preiswerten Getränken und Snacks. Ist ein Linienbus ausgebucht, wird ein zweiter eingesetzt. Jörg Schaube: „Normalerweise gibt es keinen Verkaufsstopp – gebremst wird nur im Notfall.“

Den hat Antonia Markovic auf ihrer Stammstrecke von Berlin nach München noch nie erlebt. Sie findet das Reisepublikum „einfach wunderbar“. Die Atmosphäre auf den Reisen sei stets gut, versichert sie. Auf der Reise würden viele Gespräche zwischen wildfremden Menschen geführt. Bei Staus verhielten sich die Reisenden erstaunlich geduldig. In all den Jahren hat die Stewardess „noch nie einen Fahrgast erlebt, mit dem ich nicht zurechtgekommen bin“.

Horst Schwartz

 

Deutschland: UNESCO-Weltkulturerbe Berliner Museumsinsel

5x Kultur auf der Museumsinsel in Berlin 

 

Zu den größten Schätzen Berlins zählt die Museumsinsel mit dem Alten Museum, der Alten Nationalgalerie, dem Neuen Museum, dem Pergamonmuseum und dem Bodemuseum.

Die Museen der Museumsinsel wurden während des Zweiten Weltkriegs schwer beschädigt. Die Restaurierungsarbeiten dauerten bis weit ins neue Jahrtausend hinein an. Das Bodemuseum ist seit 2006 und das Neue Museum sogar erst seit Herbst 2009 für die Öffentlichkeit zugänglich. Aber es wird weiter gebaut auf der Museumsinsel. In den kommenden Jahren werden nach Plänen des britischen Stararchitekten David Chipperfield ein neues Eingangsgebäude und unterirdische Verbindungsgänge zwischen den Museen – die „Archäologische Promenade“ – entstehen.

1999 nahm man die Museumsinsel auf die UNESCO-Liste des Welterbes auf. Nach der Wiedereröffnung des Neuen Museums hat dort die Nofretete ihre Heimat gefunden, im Pergamonmuseum gehört der namensgebende Alter aus dem 2. Jh. v. Chr. zu den Highlights, in der Alten Nationalgalerie hängen die Bilder großer Meister aus dem 19. Jahrhundert, wie etwa Manet, Monet oder Renoir. Im Alten Museum sind Teile der Antikensammlung und im Bodemuseum die Skulpturensammlung, das Museum für Byzantinische Kunst und eine der weltgrößten Münzsammlungen untergebracht.

Rasso Knoller

Info. Staatliche Museen zu Berlin, Museumsinsel, Bodestr. 1-3, Tel 030/ 266 42 42 42

Deutschland/Dänemark: Mit Pedelec von Berlin nach Kopenhagen

Ein Radweg geht ans Netz: In den mecklenburgischen Städten Neustrelitz und Güstrow sind Mitte Oktober 2011 die ersten beiden Ladestationen für Elektrofahrräder am Fernweg Berlin – Kopenhagen angeschlossen worden. Ziel des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern und seiner touristischen Partner in Brandenburg und dem südlichen Dänemark ist es, erstmals einen durch Deutschland verlaufenden Radfernweg durchgängig mit Ladestationen zu versorgen, sodass er mit Elektrofahrrädern, so genannten Pedelecs, problemlos befahren werden kann. „Es gibt immer mehr Touristen, die mit dem Elektrorad längere Touren in Angriff nehmen wollen.

Noch im Herbst dieses Jahres werden an dem durch Mecklenburg-Vorpommern verlaufenden Teil des insgesamt rund 600 Kilometer langen Radfernweges Berlin – Kopenhagen 18 weitere Stationen zum Laden von Akkus in Betrieb genommen werden. Der Abstand zwischen den einheitlich ausgewiesenen Stationen, darunter Hotels, Campingplätze, Touristinformationen sowie gastronomische Einrichtungen, beträgt nicht mehr als 35 Kilometer, häufig sogar deutlich weniger. Ab Frühjahr 2012 soll dann der ganze rund 600 Kilometer lange Radfernweg zwischen der deutschen und der dänischen Hauptstadt länderübergreifend von Pedelec-Touristen genutzt werden können. Da der Radfernweg Berlin – Kopenhagen eines der höchsten Wachstumspotenziale aller Fernwege in Deutschland aufweist und auch die Zahl der Pedelecs rasant ansteigt erscheint die Einrichtung von Ladestationen nur logisch.

Weitere Informationen: www.auf-nach-mv.de/radwandern.

 

Australien: Naturfotografien von Peter Jarver in Berlin

Das Automobil Forum in Berlin zeigt vom 1. bis 28. September Bilder des im Jahre 2003 im Alter von nur 50 Jahren verstorbenen australischen Fotografen Peter Jarver. Mit 59 Bildern ist „Australien – Poesie und Dramatik der Natur“ die umfangreichste Werkschau eines australischen Künstlers, die je ihren Weg nach Deutschland gefunden hat. Weltbekannt wurde Peter Jarver für seine Fähigkeit, magische Momente und Naturschauspiele in Bildern festzuhalten. Über 20 Jahre bereiste der australische Landschaftsfotograf sein Heimatland. Donnernde Wasserfälle, reißende Flüsse, Gewitter, sinnflutartige Regenfälle gehörten ebenso zum Alltag, wie das zermürbende Warten auf den perfekten Moment. Die dabei entstandene Serie großformatiger, farbenfroher Bilder wurde mit zahlreichen Awards prämiert und findet sich in vielen Bildbänden und auf Postern.

Die Ausstellungsräume, die täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet haben, befinden sich in Berlin-Mitte, Unter den Linden 21 (Ecke Friedrichstraße). Der Eintritt ist frei. Weitere Einzelheiten unter www.Automobilforum-Berlin.de. Details zur Peter Jarver Gallery in Kuranda unter www.PeterJarver.com.