Deutschland: Go Trabi Go!

Trabi im DDR-Museum, © Sabine Heise/FTB

Trabi im DDR-Museum, © Sabine Heise/FTB

Im DDR Museum in der Berliner Karl-Liebknecht Straße kann man seit Dezember 2013 mit einem Trabi eine virtuelle Spritztour unternehmen und ihn durch eine  Plattenbausiedlung steuern.  Auf die Scheibe des Trabants wird eine originalgetreue 3D-Plattenbausiedlung projiziert, durch die der Besucher den Trabi eigenhändig lenkt, beschleunigt und bremst. Zuvor muss er selbst verständlich den Motor starten – all das wird ergänzt durch die passenden und authentischen Geräusche eines Trabant P 601. Durch das originale Fahrgefühl des Zweitakters und die realistische 3D-Simulation, die eine verdichtete Marzahner Plattenbausituation darstellt, bekommt der Fahrer einen unmittelbaren Eindruck vom Alltagsleben in der DDR.

Trabi im DDR Museum © DDR-Museum „Der Trabi zum Hineinsetzen war ohne Zweifel schon immer ein Highlight unserer Dauerausstellung“, beschreibt Direktor Robert Rückel das Konzept und ergänzt „Durch die neue Installation schaffen wir es, den Besucher spielerisch und emotional an das Thema DDR heranzuführen.“

DDR Online

DDR, Trabant

DDR Museum: Das Wendetagebuch im Netz

 

Das DDR Museum stellt zusammen mit dem Google Cultural Institute deutsche Geschichte ins Netz: Pünktlich zum 23. Jahrestag des Mauerfalls erzählt das Wendetagebuch“ die Ereignisse rund um Mauerfall und Wiedervereinigung aus der Sicht eines einfachen Bürgers.
Der fiktive Autor Uwe Neumann ist kein Held und kein übermäßig überzeugter SED-Anhänger, er ist kein Intellektueller, doch von gesundem Menschenverstand. Er schwimmt mit dem Strom und ist bemüht, das Beste aus seinem Leben zu machen. Er selbst hat nie gelebt, ist jedoch als Typ Mensch realistisch dargestellt. Er erzählt aus seinem Leben im Umbruch, von Demonstrationen auf dem Alexanderplatz, vom Mauerfall, vom Anstehen für das Begrüßungsgeld und Modrow-Käufen.

„Vor allem bietet das Projekt dem DDR Museum auch die Möglichkeit, Menschen unabhängig von Ort oder Zeit für DDR-Geschichte zu interessieren“ sagt  der Direktor des DDR Museum, Robert Rückel.
„Viele Menschen können nicht nach Berlin kommen und das DDR Museum besuchen – durch die Zusammenarbeit mit dem Google Cultural Institute können wir den Besucher mit unseren Objekten, Bildern und Texten zu Hause besuchen. Geschichte erleben soll Spaß machen, egal ob virtuell oder vor Ort in unseren Ausstellungsräumen.“