Deutschland: Floating Houses in Kröslin

Auf schwimmenden Häusern den etwas anderen Urlaub verbringen

Die Floating-Houses befinden sich im Krösliner See an der Marina Kröslin in Vorpommern und können als komfortable Ferienhäuser gemietet werden. Vom Rande des Yachthafens blickt man über die reizvolle Bodden-Landschaft des Peenestroms, auf den Greifswalder Bodden und über die Inseln Usedom und Rügen. Und auch bis zur Ostsee ist es nicht weit. Der nächste Sandstrand im benachbarten Fischerort Freest ist nur ca. 2 km entfernt. Man kann in der Saison aber auch direkt vom Krösliner Hafen aus mit einer kleinen Fähre zur Insel Usedom übersetzen – dort warten dann über 40 km feiner Ostseestrand sowie die Seebäder mit ihren Seebrücken.

Mit einem Urlaub auf den schwimmenden Häusern schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe: Sie verbinden das besondere Urlaubsgefühl auf dem Wasser mit den Annehmlichkeiten eines komfortablen Ferienhauses. Fest verankert liegen die zweistöckigen Ferienhäuser am Rande des Krösliner Yachthafens. Von hier aus genießen Gäste einen Blick auf die vielen Boote, das angrenzende Naturschutzgebiet und können von der oberen Etage zur Insel Rügen und Usedom blicken. In der Comfort-Variante des Ferienhaustyps finden bis zu vier Personen Platz.

Im oberen Deck befinden sich wahlweise ein Schlafzimmer mit Doppelbett und eine offene Galerie oder zwei Schlafzimmer. Zudem verfügen die Floating-Houses über ein großzügiges Badezimmer im oberen Deck. Weitere schwimmende Ferienhäuser gibt es in Barth, vor der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst gelegen, und in Krummin auf der Insel Usedom. Wer doch mal ablegen möchte in Kröslin, mietet sich ein Boot und fährt auf Erkundungstour im Greifswalder Bodden oder unternimmt eine Radtour etwa von Kröslin in den beschaulichen Fischerort Freest.

 

Dänemark: Mehr als Strand und Meer

8-078=DK-0139Die Küste Westjütlands begeistert Strandliebhaber und Aktivurlauber gleichermaßen.

Lothar Ebeling steht der Schweiß ebenso auf der Stirn wie seinen Zuschauern. Angelockt durch den intensiven Fruchtgeruch, der aus seinem Laden dringt, schauen alle gebannt zu, wie seine echten dänischen Bolcher entstehen. Wenn der Kessel mit dem Zucker brodelt, gießt er die klebrige Masse auf ein großes Blech und mischt sie mit Farbe und Aroma. In eine Ecke kippt er etwas Blau, in die andere Rot und Gelb und mischt alles durch. Aus der noch warmen Masse formen Walzen einen fingerdicken Strang, der anschließend in Bonbongröße zerteilt wird. Das Geschmackserlebnis der noch warmen Bonbons ist unglaublich intensiv und fruchtig. Ein Jammer, dass sie nach dem Abkühlen nur noch halb so gut schmecken. Die meisten Sommerurlauber kommen natürlich wegen der Strände nach Westjütland, die der Region den Titel Badewanne der Nation eingebracht haben. Doch die Nordseeküste hat nicht nur kilometerlange Strände für Sonnenhungrige zu bieten, auch sonst ist für Abwechslung gesorgt. Die Bolcheri von Lothar Ebeling in dem kleinen Ferienort Vejers Strand ist für die Süßigkeiten liebenden Dänen natürlich ein Highlight, aber auch für jede Art von Aktivurlaub ist Westjütland ideal.

Von Rømø bis Kap Grenen

Die Auswahl an Stränden ist so groß, dass wohl jeder hier seinen ganz persönlichen Traumstrand findet. Der südliche Teil der dänischen Westküste, gleich hinter der deutschen Grenze, ist noch geprägt von Wattenmeer und Marschland. Hier sind Sandstrände eher selten, mit Ausnahme der vorgelagerten Inseln Rømø und Fanø, die jeden Strandliebhaber in Begeisterung versetzen. Kilometerlang, mehrere hundert Meter breit, feindandig und nie überfüllt, den beiden Inseln kann man bedenkenlos das Gütesiegel Traumstrand verleihen. Von Esbjerg bis zum Kap Grenen, an der äußersten Nordspitze Dänemarks, begeistert dann auch die Nordseeküste mit fast lückenlosen Sandstränden. Meistens schließen sich noch weitläufige Dünengürtel an, die zu den schönsten und urwüchsigsten Naturlandschaften des Landes zählen. In dieser weitläufigen Dünenlandschaft liegen häufig die schönsten Ferienhäuser versteckt. Auch die Klitplantagen, in jahrzehntelanger, mühsamer Arbeit aufgeforstete Grüngürtel, die das Land vor dem ständig wehenden Westwind schützen sollen, bilden schöne Naturoasen.

Kein Ferienhaus gleicht dem anderen

Abends wartet dann ein gemütliches Ferienhaus, das sich in eine Dünenmulde kauert und von dem nur das reetgedeckte Dach zu sehen ist. Selbst wer in einer der vielen Ferienhaussiedlungen entlang der Küste wohnt, bekommt nie das Gefühl der Enge, denn der eigene Garten gehört für die Dänen einfach zum Ferienhausurlaub dazu. Da auch im Sommer der Wind an der Nordseeküste häufig etwas kräftiger bläst, finden Windsurfer hier ein ideales Revier. Hvide Sande, auf dem schmalen Streifen Land zwischen Nordsee und Ringkøbing Fjord, hat sich wegen seiner idealen Lage zu einem Mekka der Windsurfer entwickelt. Hier finden alle auf engstem Raum das ideale Revier. High-Speed-Surfer bevorzugen das offene Meer, während Anfänger lieber auf dem zahmeren Ringkøbing Fjord ihre ersten Stehversuche machen.

Leckerer Fisch und bunte Drachen

Hvide Sande ist aber auch ein Eldorado für Berufsfischer, Sport- und Freizeitangler. Eine salzige Briese von der Nordsee, der Geruch von frischem Fisch und ein Spritzer Hafenstimmung, das ist die Atmosphäre der Fischerstadt Hvide Sande. Angeln kann man hier direkt vom Strand aus, von den Molen oder von einem der Fischkutter, die jeden Tag Touristen mit aufs offene Meer nehmen. Frühaufsteher können sich direkt bei den einlaufenden Kuttern mit frischem Fisch versorgen oder sich eine der Fischauktionen anschauen. Wer nicht selber kochen möchte, findet im Gourmetrestaurant Slusen der Familie Simmelkjaer erstklassige Fischgerichte, die von der französischen Küche inspiriert sind.

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Eine Spezialität von Hanne Simmelkjaer ist die gefüllte Seezunge, die nirgends frischer und besser schmeckt. Überall bieten sich Möglichkeiten für einen aktiven Urlaub, man kann stundenlang am Wasser entlang joggen oder mit dem Fahrrad auf kleinen Wegen die Küste erkunden. Auch die gut 100 Kilometer lange Runde um den Ringköbing Fjord bietet viel Abwechslung, schöne alte Häuser in Ringköbing, das Naturschutzgebiet Tipperne, den kleinen Fluss Stjern Å und natürlich immer wieder die Aussicht Fjord, Meer und Dünen. Speedfreaks finden vielleicht eher Gefallen an den Strandseglern oder Kitebuggys, die mit atemberaubender Geschwindigkeit über Rømøs Strände sausen. Freuen sich die Radfahrer meist nicht über den Wind, kann er für die Lenkdrachenbesitzer gar nicht stark genug blasen.

Profis und Enthusiasten treffen sich zum größten Drachenfestival Europas auf der Insel Fanø. Bei dieser Traditionsveranstaltung lassen jedes Jahr bis zu 5000 Teilnehmer am endlos weiten Strand der Insel ihre Fantasiegebilde steigen. Wenn neben einer kräftigen Brise noch der Himmel tiefblau ist, kommen auch die Zuschauer bei dem Spektakel auf ihre Kosten. Wer den Termin im Juni auf Fanø verpasst hat, kann am ersten Septemberwochenende der Insel Rømø einen Besuch abstatten, denn auch beim dortigen Drachenfestival sieht man viele imponierende und unglaublich phantasievolle Drachen am Himmel.

Christian Nowak