Schweden: Das älteste Passagierschiff der Welt fährt auf dem Götakanal

MS Juno Copyright: Strömma AB Seit 140 Jahren – seit 1874 – ist die M/S Juno auf dem schwedischen Götakanal unterwegs. Damit ist sie das älteste Passagierschiff der Welt mit Kabinen an Bord, das noch im Dienst ist. Neben der Juno sind noch zwei weitere unter Denkmalschutz stehende Schiffsveteranen im Einsatz für Kreuzfahrten auf dem Göta Kanal. Die M/S Wilhelm Tham zählt ebenfalls mehr als hundert Jahre. Sie wurde 1912 in Dienst gestellt. Und die jünste der drei Schwestern ist mit 83 Jahren die M/S Diana von 1931. Auch sie ist eine Spezialanfertigung für den Götakanal.
Nicht nur die Schiffe sind kulturhistorische Kleinode. Auch das Fahrwasser, der Göta Kanal selbst ist ein Kulturdenkmal ganz besonderer Dimension. Das 190 Kilometer lange Bauwerk mit seinen historischen Schleusen, mit all den gusseisernen Klapp-, Roll- und Ziehbrücken sowie etlichen Gebäuden entlang des Kanals ist Schwedens größte kulturhistorische Sehenswürdigkeit. Das Leben an Bord und auch die Landgänge sind voller historischer Bezüge und nostalgischer Momente. Darüberhinaus erleben die Gäste die verschiedensten Landschaften: die Schärenküste im Osten, weite Seen im Inland, tiefe Wälder im Nationalpark Tiveden und die fruchtbaren Weiten Götalands. Und zwischendrin immer wieder sommerlich lebhafte Hafenstädtchen.

Schweden: Neue Bäume entlang der Ufer des Götakanals

16.000 Bäume wurden am Ufer des Göta Kanals gepflanzt, als die Wasserstraße vor zweihundert Jahren quer durch Schweden gegraben wurde. Heute ist die längste Allee Schwedens in Gefahr, weil viele Bäume alt und krank geworden sind.

Baumpaten helfen mit Geld und Spaten

Um die schöne Wasserstraßen-Allee auch für kommende  Generationen zu bewahren, werden Jahr für Jahr neue Bäume gepflanzt. Doch diesen Winter müssen besonders viele Ulmen und Eschen durch widerstandsfähigere Bäume wie Kastanie, Ahorn und Linde ersetzt werden. Die Göta Kanal-Gesellschaft lädt deswegen Unterstützer zur Pflanz-Aktion ein und bietet Baum-Anteile und Baum-Patenschaften an. Für 2000 SEK (ca. 230 Euro) wird der Name des Paten auf einer Tafel am Kanal verewigt. Natürlich darf der Pate seinen Baum bei einer Zeremonie auch selbst einpflanzen.

Die Baumreihen, die dem Lauf der historischen Wasserstraße durch Wiesen und Felder folgen, sehen nicht nur schön aus. Sie erfüllen auch eine wichtige Funktion: Mit ihren langen Wurzeln halten die Laubbäume das Erdreich zusammen und stabilisieren das Ufer des Kanals.