Service: Urlaub von der Allergie

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Tipps zu den schönsten Ferienzielen für Allergiker

Die Sonne scheint, ein leichtes Lüftchen weht – doch nicht jeder kann sich über das aktuell so schöne Wetter freuen. Denn für viele Menschen geht es mit juckenden Augen, einer laufenden Nase und Niesattacken einher. Im Frühjahr und Sommer herrscht Pollenalarm. Laut Angaben des Deutschen Allergie- und Asthmabundes leiden 16 Prozent der Deutschen unter Heuschnupfen. Und manche Menschen haben über das ganze Jahr hindurch mit Allergenen wie zum Beispiel Hausstaubmilben zu kämpfen. „Allergien bestimmen den Alltag vieler Menschen“, so Christina Bathmann, Sprecherin von Travelzoo® Deutschland. „Unsere Reiseangebots-Experten haben dies zum Anlass genommen, eine Liste mit den schönsten Reisezielen für Pollen- und Hausstaub-Allergiker zusammenzustellen. So bringt der Urlaub die verdiente Erholung und wird nicht von der Allergie überschattet.“

Die Ostfriesischen Inseln

Die Ostfriesischen Inseln sind das ideale Reiseziel für Pollenallergiker. Denn die jodhaltige Meeresluft wirkt auf gestresste Atemwege wie eine Dauerinhalation. Außerdem weht der Wind hier überwiegend vom Meer aus landeinwärts und Pollen haben kaum eine Chance. Viele der ansässigen Kur-Kliniken haben sich auf die Bedürfnisse von Heuschnupfen-, Asthma- und Neurodermitis-Kranken eingestellt. Außerdem können Urlauber bei ausgedehnten Strandspaziergängen entspannen. Auch Sylt und die anderen Nordfriesischen Inseln sind sehr gut als Ferienregion für Allergiker geeignet.

Die Kanarischen Inseln

Wer allergisch auf Birkenpollen reagiert, kann in den belasteten Monaten auf die Kanarischen Inseln ausweichen. Denn hier stehen nicht nur Sonne, Strand und Meer auf dem Programm: Auf den Kanarischen Inseln sind Birkenpollen wie im südlichen Mittelmeerraum kaum nachweisbar. Das Gleiche gilt für viele weitere Pollen, die typisch für deutsche Gefilde sind. Darüber hinaus sind die vor der afrikanischen Küste liegenden Inseln so vielseitig, dass sie sowohl für Familien-, Aktiv- als auch für Party-Urlauber eine Menge zu bieten haben. Wer mag, bucht eine Kreuzfahrt in der Region. Schiffsreisende laufen viele verschiedene Häfen an, bekommen einiges zu sehen und sind gleichzeitig von frischer Meeresluft umgeben.

Hochgurgl und Obergurgl in Tirol

Der kleine Ferienort Hochgurgl ist auf 2.150 Meter Höhe inmitten der Ötztaler Alpen gelegen und bietet somit die perfekte Höhenluft für Allergiker. Vor allem wer auf Hausstaubmilben reagiert, ist hier richtig. Denn diese kommen ab 1.500 Höhenmetern praktisch gar nicht mehr vor – gleiches gilt für Schimmelpilzsporen. Dazu kommt eine vergleichsweise geringe Pollenbelastung. So können allergiegeplagte Urlauber entspannt durchatmen und die traumhaft schöne Berglandschaft bei einem entspannten Wanderurlaub genießen. Wer mehr Trubel sucht, wird im benachbarten Obergurgl auf 1.930 Meter Höhe fündig.

Die Atlantikküste

Sonnenhungrige Pollenallergiker können auch die spanische, französische oder portugiesische Atlantikküste ansteuern, wie zum Beispiel die Algarve. Denn hier trifft der Wind vom Meer aus aufs Land, sodass sie auf deutlich bessere Bedingungen als im Inland stoßen. Außerdem hilft das Meerwasser bei Hauterkrankungen wie Neurodermitis. Und bei langen Strandspaziergängen können auch Schnupfnasen wieder tief durchatmen. Wer auf Hausstaubmilben reagiert, steuert aber lieber die Nordsee oder das Hochgebirge an.

Bad Hindelang im Allgäu
Bad Hindelang wurde bereits zwei Mal als „allergikerfreundliche Gemeinde“ zertifiziert. Der Ort hat sich komplett auf die Bedürfnisse betroffener Menschen eingestellt – mehr als hundert Unternehmen beteiligen sich mit Angeboten an einem ensprechenden Modellprojekt. Außerdem ist das Heilklima des Allgäuer Kurortes perfekt für Allergiegeplagte geeignet – dank der Höhenlage der Ortsteile Oberjoch und Unterjoch ist die Luft frei von Hausstaubmilben und arm an Pollen- sowie Schimmelpilzsporen.

 

Michael Müller Verlag: Wanderführer Gomera

51X2YRNrWmL._BO2,204,203,200_PIsitb-sticker-arrow-click-small,TopRight,12,-30_SX385_SY500_CR,0,0,385,500_SH20_OU03_Vor der Küste des Kontinents wartet das zweitkleinste Mitglied der Kanarengruppe auch gut 500 Jahre nach Christoph Kolumbus auf seine Entdecker(innen). Oliver Gerhard und Rasso Knoller von der Autorengruppe „Die Reisejournalisten“ beschreiben in 35 Touren eines der größten Wanderparadiese der Europäischen Union mit mehreren hundert Kilometern Wanderwegen. Die Pfade durch den mystischen Lorbeerwald auf der Hochebene des Garajoney-Nationalparks sind für Familien und (noch) Ungeübte ideal. Wer etwas mehr Kondition mitbringt, für den sind die Aufstiege vom Atlantik ins Gebirge mit atemberaubenden Aussichten das Richtige.

Spanien: Karneval auf La Palma – nicht bunt, sondern weiß

Die Beliebtheit und die Originalität des Karnevals von Santa Cruz de La Palma ist vor allem wegen der Feierlichkeiten am Rosenmontag über die Inselgrenzen hinaus bekannt geworden. Im Laufe des Tages, im kommenden Jahr am 11.Februar, lässt die Stadt die historische Rückkehr der nach Amerika emigrierten Inselbewohner wieder aufleben. Die “Indianer” genannten Rückkehrer parodieren ihren in jenen Ländern erworbenen Reichtum und zeigen eine Show, die zum wichtigsten Programmpunkt des Karnevals geworden ist. Die Hauptattraktion des Rosenmontags ist der verschwenderische Umgang mit Talkumpuder, mit dem die Rückkehrer begrüsst werden, die mit Papageienkäfigen, riesigen Havanna-Zigarren, „Sklaven“, Kettenuhren und Brillen zu karibischer Musik tanzen. Die beiden Hauptstraßen Perez de Brito und O‘Daly ertragen stoisch den staubigen Umzug, obwohl  es Tage dauert, bevor die historischen Pflastersteine wieder gesäubert sind.

Dokumenten aus dem 17. Jahrhundert zufolge wurde bereits zu dieser Zeit am Rosenmontag “gepudert”. Im frühen 20. Jahrhundert wurde diese Tradition von den Behörden unterdrückt, da die Veranstaltung nach den Verordnungen jener Zeit „die öffentliche Ordnung störte“. Ab der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts erholte sich diese Tradition jedoch schnell, und man verwendete anstelle des ursprünglichen Mehls nun Talkumpuder. Die Tradition des Einpuderns wurde seit jeher im palmerischen Karneval gepflegt. Tatsächlich ist diese Tradition nicht nur auf einen bestimmten Tag beschränkt, sondern wurde stets während der gesamten Karnevalszeit in allen Inselgemeinden gepflegt.

In den frühen sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts begann eine Gruppe von Liebhabern der traditionellen Feste auf La Palma das Fest zu parodieren und sich als wohlhabende Rückkehrer auszugeben, die in elegantem Leinen gewandet in offenen Wagen mit ihren in Matrosenanzügen gekleideten Kindern fuhren.

In den 80er Jahren kam dann die Komponente Talkumpuder hinzu und der insulare Rosenmontag, wie man ihn heute kennt, war geboren. An diesem Tag beginnt die Prozession von der Avenida de los Indianos und führt im Rhythmus des kubanischen Son und unter großzügiger Verwendung der Puderdosen zur Plaza de La Alameda. Die einzige Voraussetzung, um hier mitzulaufen, ist, von Kopf bis Fuß in weißer Kleidung zu stecken. Männer tragen in der Regel das traditionelle Hemd “Guayabera”, weiße Hosen oder einen Leinenanzug und einen Panamahut. Frauen können in historischen Kostümen oder auch in weißer Spitze mit Sonnenschirm erscheinen. Ein wichtiges Accessoire hierbei ist das Tragen von Schmuck. Eine übliche Ergänzung zur Ausstattung sind Koffer aus jener Zeit (vorzugsweise aus Pappe oder Leder), die angeblich voller Geld und Reichtum sind. Des Weiteren gehören tropische Tierkäfige und Gefolge von afroamerikanischen Dienern dazu.

Schon am frühen Morgen lassen sich auf den Straßen derartige Verkleidungen beobachten. Der eigentliche Beginn der Feierlichkeit ist die Ankunft der “Negra Tomasa” im Atrium des Rathauses der Stadt, die gewöhnlich für 12 Uhr erwartet wird. Dieser offizielle Programmpunkt des Karnevals ist als “La espera” (Das Warten) bekannt und wird mit kubanischer Musik und der Verköstigung von Zuckerrohrsaft und Mojitos abgehalten. Die anschließenden Umzüge beginnen am Nachmittag und dauern bis in die frühen Morgenstunden des folgenden Tages hinein.