Indien: Ladakh – Das letzte Shangri La im Himalaya

Die Zähne gefletscht, Gift und Galle kläffend, schießt der Wachhund des Klosters Thardot Chöling auf uns zu. Mit einigen gezielten Steinwürfen halten wir uns die aggressive Töle vom Leib. Gottlob pfeift eine Nonne das geifernde Ungeheuer zurück. Schlagartig verwandelt es sich in einen sanften, schwanzwedelnden Schoßhund. Dieser Zwischenfall wird während unseres Aufenthaltes hier oben im Himalaja das einzige unangenehme Erlebnis sein.

Wir sind im nördlichsten Zipfel Indiens, in Ladakh, einer Region die nicht in das Klischee von indischen Palästen und Maharadschern passt. Ladakh, vormals ein eigenständiges Königreich, ist hingegen eine Miniaturausgabe Tibets und gehört heute zu Indien. Noch vor 25 Jahren war das Land durch die umgebenden hohen Berge des Himalaja hermetisch von der Außenwelt abgeschnitten. Viele Namen wurden für das karge, wüstenartige Bergland erfunden: Mondland, Klein-Tibet , einige nennen diese Oase der Ruhe sogar „Das letztes Shangri La“. All‘ diese Bezeichnungen enthalten ein Quäntchen Wahrheit. Trocken und karg ist das Land, nur einigen spezialisierten Pflanzen gelingt es, an den steilen, staubigen Berghängen Fuß zu fassen. Vor allem entlang der kleinen Bäche trotzen die Ladakhis, in gemeinsamer, harter Arbeit, den Böden ihr tägliches Brot ab.

Momente betörender Schönheit

Im Kloster Thardot Chöling lebten früher 25 bis 30 Nonnen. Heute sind es gerade noch vier Frauen, die sich hier der Meditation widmen. In ihre traditionellen aus Jakwolle gewebten, schweren Mäntel gehüllt, sitzen sie bei unserer Ankunft im Hof, vor sich einen Berg aus Aprikosenkernen. Entspannt miteinander plaudernd, knacken sie die Kerne, um die darin enthaltenen Samen anschließend zu rösten. Der Hof ist erfüllt von den knisternden Geräuschen der auf einer riesigen, verrußten Pfanne berstenden Samen, ein appetitlicher Duft umschmeichelt unsere Nasen. Am Boden sitzt eine kurzgeschorene Nonne, lacht uns herzerfrischend zu und stimmt ein altes Volkslied an. Gesänge begegnen uns in Ladakh zu jeder Gelegenheit. In den Klöstern, in den Dörfern, und selbst auf den Feldern. Häufig kündigt sich auf Wanderungen das nächste Dorf bereits durch die weit schallenden Arbeitsgesänge an. Die Ankunft in den Oasen sind Momente betörender Schönheit. Der Kontrast zwischen der ausgedörrten Berglandschaft und den fruchtbaren Oasen könnte kaum größer sein. Während sich aus den geröllübersäten Tälern steile, kahle Bergflanken erheben, die Landschaft in einer Sinfonie aus Braun- und Ockertönen vibriert, werden die Sinne in den Oasen durch saftiges Grün, sanft plätschernde Bäche, von dem durch Pappelkronen rauschenden Wind verzaubert. Über allem die Rufe, Pfiffe und Lieder der Ladakhis. Ladakh ist Balsam für die Seele!

Im Kloster Lamayuru

Am 4100 Meter hohen Fatu Pass liegt das Kloster Lamayuru. Es ist stürmisch und regnerisch, als wir den märchenhaften Ort erreichen. Obgleich auf der Passstraße die moderne Welt in Form sich dröhnend den Berg hinauf quälender Lastwagen vorbei flaniert, hat der Ort seinen Zauber bewahren können. Hoch über dem Dorf thront das annähernd tausend Jahre alte, weiß getünchte Kloster auf einem von Wind und Wetter zerfressenen, sandfarbenen Felsen. Tiefe Rinnen und hohe Felssäulen sind im Laufe der Jahrhunderte durch Erosion entstanden. In einem Nebenraum der Klosterbibliothek treffen wir auf Lobsang Gandlin. Sein weithin hörbarer murmelnder Gebetsgesang, das Dröhnen einer „Trommel“ und der helle Klang einer Glocke hatten uns angelockt. Lobsang führt uns bereitwillig durch die Räume, zeigt die wertvollen, teilweise mehrere hundert Jahre alten Bücher, an den Wänden und Säulen des Gebetsraumes hängen farbenprächtige Rollbilder, sogenannte Thanka. Das Tal, so erzählt uns Lobsang lächelnd, lag der Sage nach unter einem heute längst vergangenen See. Am Ufer betete zu jener Zeit ein einsamer Mönch dafür, dass an diesem Ort ein Kloster gegründet werde. Er opferte den Geistern geweihtes Korn, bis das Wasser ablief. Das geopferte Korn wuchs mysteriöserweise in Form eines Yung Dung, eines Hakenkreuzes, das in der buddhistischen Religion ein Glückssymbol ist. Im späten 10. Jahrhundert kam dann der tibetische Yogi Naropa, Mitbegründer des Drugpa-Ordens, auf seiner Wanderung an diesen abgelegenen Ort. Mehrere Jahre meditierte er hier in einer Höhle. Um diese Höhle entstand das Kloster Lamayuru. Die Höhle in der Naropa meditierte ist noch heute der Kern des Klosters. Lobsang lässt uns einen Blick durch ein kleines Fenster in die Höhle werfen. Eiskalte Luft strömt uns entgegen. Die Größe des dunklen Raumes lässt sich kaum abschätzen. Im flackernden Licht einer Butterlampe tanzen die Schatten einiger Buddhafiguren hin und her. Es ist kaum vorstellbar, wie ein Mensch in dieser winzigen, zugigen Höhle kauernd die bitter kalten Winter überstehen konnte.

Karge Felder, glückliche Menschen

Es wird eine kalte Nacht in der unbeheizten Klosterherberge. Doch als am nächsten Morgen die Sonne über den Bergen aufgeht, ein lauer Wind aus der Ferne die Lieder, Rufe und Pfiffe der Bauern herauf weht, ist unsere Welt wieder in Ordnung. Da die Temperaturen im Sommer tagsüber bis auf über 30° C steigen, werden vor allem die Morgen- und Abendstunden für die Feldarbeit genutzt. Unten im Tal dreschen Bauern bereits die Gerste, treiben ihre zotteligen Dzos, eine Mischung aus Yak und Rind, über die Halme. Mit beeindruckendem Gleichmut drehen die Tiere ihre Kreise. Die verbleibenden Familienmitglieder sind damit beschäftigt, immer neue Bündel unter den Hufen der Tiere zu verteilen. Man arbeitet harmonisch Hand in Hand, selbst als eines der Tiere seinen Schwanz hebt, eilt ohne besondere Aufforderung ein kleiner Junge heran, greift sich etwas Stroh und fängt den fallenden Haufen geschickt auf. In der vegetationsarmen Hochwüste Ladakhs ist Brennmaterial rar, so landet der Dung sofort in einem extra Korb. Später wird er dann in der Sonne getrocknet und zum Befeuern des Küchenofens genutzt. Obgleich sehr arm, strahlen die Menschen eine ungewöhnliche Zufriedenheit aus.

Das Klima mit extremen Temperaturunterschieden, mit chronischer Trockenheit sowie der annähernd acht Monate anhaltende Winter schaffen Rahmenbedingungen, unter denen die Bevölkerung nur äußerst mühselig ihr Dasein sichern kann. Die Aufgabe, in nur vier Monaten zu säen, zu bewässern und zu ernten, lässt sich nur in der Gemeinschaft bewältigen. Von Jung bis Alt wird jeder gebraucht. Im Laufe von Jahrhunderten haben die Menschen die ökologischen Zusammenhänge ihrer Umwelt erkannt und ihren Alltag daran angepasst. Das Gefühl gebraucht zu werden, einen sicheren Platz in der Gemeinschaft zu haben und sicherlich auch der buddhistische Hintergrund scheinen den Ladakhis ihren beneidenswerten Seelenfrieden zu geben. In unseren westlichen Augen sehen sie in ihren abgetragenen Kleidern arm aus. Wer jedoch versucht, hinter dieses Bild zu schauen, entdeckt schnell den Frieden, den sozialen und spirituellen Reichtum dieser Menschen.

Auf dem Dach eines Lasters fahren wir auf einer schwindelerregend ausgesetzten Straße zurück zur Hauptstadt Leh. Wiederholt passieren wir Kontrollposten und Lager der indischen Armee. Es sind vor allem die Militärs, die aus Angst vor dem riesigen Nachbarn China und wegen des jahrzehntelangen Konflikts mit Pakistan diese unwirtliche Region durch Straßen erschließen und besser kontrollieren wollen. In den wenigen schneefreien Wochen des Jahres schuften hunderte junge Männer aus dem Süden Indiens, nur mit Schaufeln und Hacken bewaffnet, bis in Höhen über 5000 Meter, um den Bergen eine wenige Meter breite, halbwegs befahrbare Piste abzuringen. Der schützende Wall der das Land umgebenden Berge ist damit durchbrochen. Mit den über die Pässe in das Industal strömenden Soldaten, Händlern und Touristen, den von ihnen importierten Moral- und Wertvorstellungen hat Ladakh begonnen, sich zu verändern.

Bernd Leideritz

Irland: Moyne Friary – Eine der schönsten mittel-alterlichen Klosterruinen

Leicht zu finden sind die Überreste des Franziskanerklosters von Moyne nicht. Nur mit Glück entdeckt man das Schild Moyne Friary auf einer der winzigen Straßen zwischen Killala und Ballina im County Mayo. Beware of the Bull hat der Bauer vorsichtshalber an seinen Zaun geschrieben. Und überlässt jedem beim Marsch über seine Wiese die Entscheidung, ob man es mit friedlich grasenden Kühen oder weniger friedlichen Bullen zu tun hat. Doch dann steht man vor den Resten des Mitte des 15. Jahrhunderts von MacWilliam de Burgo errichteten Klosters. Obwohl schon 1590 von dem damaligen englischen Gouverneur von Cannacht, Sir Richard Bingham, niedergebrannt, ist die Anlage bis heute erstaunlich gut erhalten. Es fehlen zwar die Dächer, doch die Kirche, der Kreuzgang, die Sakristei, die Küche und das Refektorium sind noch gut zu erkennen. Über Treppen gelangt man ins Obergeschoss und hat von dort einen weiten Blick über sattgrüne Wiesen und die Mündung des Flusses Moy. Nichts stört die Ruhe an diesem mystischen Platz, der Jahrhunderte überdauert hat.

Slideshow mit Impressionen von Moyne Friary


 

Deutschland: Großer Markt im Kloster Rühn bei Bützow

Mittelalterliches Treiben in Mecklenburg-Vorpommern

 

Im Kloster Rühn bei Bützow wird vom 5. bis zum 6. Mai ein großer Klostermarkt veranstaltet, bei dem Besucher rund um das Zisterzienserinnen-Kloster aus dem Jahre 1232 mehr als 60 Stände erwarten. Die Künstler, Handwerker, Händler, Musiker und Schausteller kommen aus allen Teilen Deutschlands und werden Altes und Neues, geprägt von klösterlicher Tradition und immer aus eigener Produktion anbieten. Kinder erwarten ein Märchenzelt, ein Pedalkarussell, Bogenschießen und Gaukler. Mittelalterliche Klänge kommen von den „Spielleuten Erdenmut“ aus der Nähe von Berlin. Am 5. Mai um 18 Uhr wird es außerdem auf der Bühne im Klosterhof ein Konzert mit „plattdeutschem BluesPop“ geben. Der Markt ist am 5. Mai von 10.00 bis 21.00 Uhr und am 6. Mai von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Im vergangenen Jahr besuchten mehr als 6.000 Gäste den Klostermarkt. Das Stift wurde bis 1756 klösterlich genutzt, wurde dann Amtsitz und ging später in Privatbesitz über; 2006 kaufte der Klosterverein Rühn e.V. 2008 das Gebäudeensemble.

Mehr Infos: www.klosterverein.de oder www.klosterverein-ruehn.de

Österreich: Ein Hauch von Alaska in der Steiermark

 Schneeschuhwandern im Gesäuse

Winterurlaub im Steiermärkischen Nationalpark Gesäuse

Es ist eine der eindrucksvollsten Alpenlandschaften mit Bergen bis 2400  Metern, weiten Tälern und Hochebenen. Und mitten drin strömt die Enns, Österreichs 16 Kilometer langem und größtem Fluss. Am Eingang zum Nationalpark stürzt sie sich zwischen steil aufragenden, teilweise bewaldeten Felswänden mit wildem Sausen und Brausen in eine Schlucht – und gab so dem jüngsten Nationalpark des Alpenlandes seinen Namen Gesäuse.

Hoch über dem Tal, fast versteckt in Wäldern, thront Schloss Röthelstein. In 17. Jahrhundert als Sommersitz für die Äbte des Benediktinerstifts Admont erbaut, ist das Barockschloss heute ein Hotel mit besonderem Flair. An seine langjährige Geschichte erinnern der mit Fresken ausgeschmückte Rittersaal, die kleine Schlosskapelle und der große Arkadeninnenhof. Ein besonderes Highlight ist der gemütliche Abend in der original erhaltenen Rauchküche, die sich rühmen darf, die größte in Österreich zu sein. Wer hierher kommt, sucht keine rasanten Abfahrten und kein Apres-Ski-Vergnügen sondern unberührte Natur und die Stille in der winterlichen Bergwelt. Wenn sich beim Wandern ein strahlend blauer Himmel über den Wipfeln der tiefverschneiten Bäume wölbt, wenn Sonnenstrahlen die Schneekristalle glitzern lassen – dann ist das Winterromantik pur, Balsam für die Seele. Und der Blick hinunter auf Admont, umgeben von majestätischen Bergketten, ist atemberaubend. Wer lieber auf schmalen Brettern seine Spur durch den Schnee ziehen möchte, findet im kleinen aber feinen Skigebiet Kaiserau und im Langlaufzentrum Hall bei Admont bestens präparierte Loipen.

Das aufregendste Abenteuer dürfte jedoch eine Fahrt mit dem Hundeschlitten sein. Wenn Sieglinde Herzmaier mit ihrem Seddog Adventure Team in Bad Mitterndorf Station macht, ist schon von weitem das aufgeregte Gebell der Huskys zu hören. Doch bevor die künftigen Musher zum ersten Mal ein Hundegespann führen dürfen, erklärt ihnen die Chefin alles über die verschiedenen Hunderassen, den Schlitten, die Ausrüstung und Regeln. Dann ist es endlich so weit. Vier, sechs oder acht Hunde werden einzeln vor den Schlitten gespannt und warten aufgeregt, dass es los geht. Noch ein paar Hinweise, wie der Schlitten durch Belastung gesteuert und die Hunde durch Zurufe gelenkt werden.

Dann sind die Vierbeiner nicht mehr zu halten. „Die Hunde wollen laufen, wollen zeigen, was in ihnen steckt“, sagt Sieglinge Herzmaier. Sie nennt jeden ihrer Huskys beim Namen, kennt sein Temperament und seinen Charakter. Ein Ruck geht durch den Schlitten und pfeilschnell stürmen die Huskys voran. Nach zwei Runden zur Einstimmung brauchen die Hunde – und auch die Schlittenführer –eine Pause, um sich zu erholen. Doch schon bald wollen sie wieder laufen und die rasante Fahrt durch die verzauberte Winterlandschaft macht Hunden und Menschen gleichermaßen Spaß. Am Ende der fünf Kilometer langen Tour erhalten die Hobby-Musher ein Diplom und die Vierbeiner von ihrem Schlittenführer noch ein paar Streicheleinheiten, was sie sich gern gefallen lassen.

Jodeln mit Hermann Härtl

Bekannt als Bergsteigerdorf ist Johnsbach, das von jeher mit anspruchsvollen Kletterrouten und herrlichen Wanderungen Gäste anlockte. Schon 1873 gab es den ersten Touristenführer und gut zehn Jahre später wurde mit dem „Spezialführer durch das Gesäuse“ der erste deutschsprachige Gebirgsführer der Welt veröffentlicht. Ein Anziehungspunkt in dem langgestreckten Dörfchen sind der große Bergsteiger-Friedhof am Ortseingang und das Gasthaus „Köblwirt“, das als eines der besuchenswertesten im Nationalpark gepriesen wird. Spezialität des Hauses ist das Styria-Beef aus der hauseigenen Bio-Landwirtschaft, das durch seine Zartheit und den besonderen Geschmack ein Highlight auf der Speisekarte ist. Doch manches Mal klingen auch ungewohnte Laute aus der gemütlichen Gaststube. Dann ist Herrmann Härtl wieder dabei, Gästen das Jodeln beizubringen. „Jeder kann jodeln“, behauptet er und motiviert die „Anfänger“ mit beschwörenden Blicken und Gesten. Nachdem die ersten Hemmungen überwunden sind und zwischendurch ein Schnapserl die Stimme geschmeidiger gemacht hat, hören sich die Jodler schon viel besser an. „Jodeln ist die Kommunikation der Berge, und dieses Kulturgut muss erhalten werden“, begeistert sich der alte Herr, der seit zwanzig Jahren Jodelseminare leitet. Als Ehrenprofessor unterrichtet er in Salzburg und Graz, Bayern und der Schweiz.

Auf Schneeschuhen zur Ebneralm

Bei einer Schneeschuhwanderung können die gelernten Jodler dann in der freien Natur erprobt werden. Schnell sind die tennisschlägergroßen Bretter angeschnallt und Nationalparkguide Karo stattet jeden mit einem Lawinenwarngerät aus. Das sei Vorschrift und das Gerät muss immer eingeschaltet sein, informiert sie. Auf gespurtem Winterwanderweg geht es leicht und zügig bergauf. Im Tiefschnee wird es etwas anstrengender, jedoch es macht Spaß, auf dem unberührten Schneehang seine eigene Spur zu legen. Noch einmal kämpft sich die Sonne durch die Wolkendecke und verzaubert die weiße Landschaft mit einem zarten rosafarbenem Schimmer. Dann ist die einsam gelegene Ebneralm erreicht. In der Wärme der gemütlichen Hütte und nach einem Willkommensschnaps sind die Lebensgeister wieder lebendig.  Die Bewegung in der frischen Luft hat hungrig gemacht und so greift jeder herzhaft zu, als der Wirt eine leckere „Wilde Jause“ serviert. Doch noch ist der erlebnisreiche Tag nicht zu Ende, denn hinunter ins Tal geht´s mit dem Schlitten. Nur der Mond beleuchtet mit seinem silbernen Licht den  kurvenreichen Weg bergab.

Wohl kein Gast wird die Gesäuse-Landschaft verlassen, ohne den Benedektinerstift Admont – das 1074 gegründete älteste bestehende Kloster der Steiermark – zu besuchen. Eingebettet in die großzügige Klosteranlage sind die Stiftsbibliothek mit rund 200.000 Druckwerken vom 16. bis 19. Jahrhundert und das 2003 gegründete neue Großmuseum mit Handschriften, Frühdrucken und Kunst vom Mittelalter bis zur Gegenwart.

In besonderer Erinnerung der jährlich rund 90. 000 Besucher dürfte die Stiftbibliothek mit dem größten klösterlichen Büchersaal der Welt bleiben: 70 Meter lang, 14 Meter breit, 13 Meter hoch und von sieben Kuppeln überwölbt, bezaubert er mit der zarten Heiterkeit des Rokoko. Aus 48 Fenstern fällt das Licht auf die weiß-goldenen Bücherschränke und die herrlichen Deckenfresken. Ein Anblick, der überwältigend ist. Nicht von ungefähr wird die Stiftsbibliothek auch als „ Achtes Weltwunder“ bezeichnet.

Christel Seiffert

Infos: Steiermark Tourismus, St. Peter Hauptstr. 243, 8042 Graz, Tel.: 0043-316-4003-0,

www.steiermark.com, www.nationalpark.co.atwww.gesaeuse.at, www.checkpoint-adventure.at, www.stiftadmont.at