Barbara Schaefer: Lesereise Lappland

Picus Verlag, Barbara Schaefer, Lappland Barbara Schaefer nimmt uns mit auf eine Reise in den hohen Norden. In ihrem Buch „Nordlicht, Joik und Rentierschlitten“ erzählt die in Berlin lebende Journalistin in 20 Kurzgeschichten von Lappland und seinen Menschen. Wir treffen den „brokkolihassenden“ Rentierschlittenfaher Nils Nutti, einen Wehrmachtsoldaten auf der Suche nach den Liebesbriefen seiner Jugendliebe und einen Backofenhersteller, der viel lieber Dichter wäre. Wir begeleiten die Autorin beim Fliegenfischen, Wandern, Skifahren und Hundeschlittenrennen.

Wer Barbara Schaefers Buch liest, erfährt viel über Lappland. Nach Ende der Lektüre, weiß er aber immer noch nichts über Einwohnerzahlen, Turmhöhen und Flusslängen. Er  keine Ahnung von Stadtgründungsdaten, Baujahren und Arbeitslosenzahlen. Das Buch vermittelt kein Faktenwissen, sondern ein Gefühl für das Land und seine Bewohner. Barbara Schaefer erhebt nicht den belehrenden Zeigefinger und prahlt nicht mit angelesenem Wissen.

Sie steigt herab vom hohen Ross des allwissenden Erzählers und lässt ihre Leser an ihren Erlebnissen, Gefühlen und Empfindungen teilhaben  Sie versucht das Land zu verstehen, indem sie Fragen stellt, zuhört und hinsieht. Man merkt dem Buch an, mit welcher Neugier sich die Autorin ihrem Thema genähert hat. Hier schreibt nicht jemand, der Antworten gibt, sondern jemand, der nach Antworten sucht.

Genau deshalb aber kann der Leser bei der Lektüre des 132 Seiten dicken Bändchens ein Gefühl für Lappland entwickeln und wird wie die Autorin selbst neugierig auf diese scheinbar unwirtliche Region am Ende Europas.  „Nordlicht, Joik und Rentierschlitten“ ist ein einfühlsames Buch und für Nordlandfans ein Muss, aber auch jeder andere, für den Reisen mehr ist als nur die Aufnahme von Informationen, wird von diesem Band begeistert sein. Der Vergleich mit Bruce Chatwin mag hoch gegriffen sein, Barbara Schaefer aber sind  20 Miniaturen gelungen, die weit über das Niveau der Geschichten hinausgehen, die man Woche für Woche auf den Reiseseiten deutscher Tageszeitungen lesen kann.   (rk)

Barbara Schaefer, Lappland, Joik und Hundeschlitten, Picus Verlag, 14,90 Euro

Sektorn Press: Auf nach Finnland

Auf nach FinnlandEin Buch für den Kaffeetisch. In dem Bildband werden finnische Reiseplakate aus der Zeit  zwischen 1851 udn 1965 gezeigt. Die schwedische Reisezeitschrift „Res“ urteilt über das Buch: „Auf nach Finnland ist ein Prachtband, dem durch die gut geschriebenen Texte das Kunststück gelingt, historisch interessant zu sein und die Reiselust zu wecken. Das Buch ist in einem finnischen Verlag erschienen, das ausführliche Vorwort der deutschen Ausgabe stammt von Rasso Knoller.

Picus Lesereisen Schweden

Knoller, Lesereisen Schweden

Knoller, Lesereisen Schweden

Ein Himmel in einem Blau, „wie es allenfalls Verliebte in den Augen ihrer Angebeteten erblicken“, und dazu saftiggelbe Herbstwiesen die schwedischen Nationalfarben lachen Rasso Knoller im Land der Elche bereits aus der Natur zu. Auf dem Fahrrad, einem selbst gebauten Floß oder dem Hundeschlitten führt diese Lesereise durch das Land, in dem nicht nur Deutsche besonders gerne den Spuren der riesigen Hirsche folgen und in die Fußstapfen Astrid Lindgrens treten.
Knoller bereist, was man gemeinhin mit Schweden assoziiert: die Villa Kunterbunt, die Produktionsstätte des Dalarna-Pferdes, des aus Holz geschnitzten Nationalsymbols, und das Städtchen Ystad, in dem Kommissar Wallander auf Verbrecherjagd geht. Zum unvergesslichen Erlebnis werden die einzelnen Stationen aber durch die Zeitgenossen, denen der Autor begegnet und die ihm Orte abseits der gängigen Touristenpfade zeigen. So besucht er etwa eine Bibliothek, in der man anstelle von Büchern Menschen ausleihen kann. Rasso Knollers Routen führen durch einen weiten Teil Schwedens und tief in die Seele der Nation.

DuMont Bildatlas: Fränkische Schweiz

Die Fränkische Schweiz genießen bedeutet deftige Küche und gutes Bier. Aber das ist nicht alles, was diese Region zu bieten hat. Eine abwechslungsreiche Landschaft findet sich hier, karge Bergkuppen wechseln mit bizarren Felsformationen, kleine Flüsse fließen durch grüne Täler und überall Streuobstwiesen. Wer an kulturellen Highlights interessiert ist, sollte nach Nürnberg, Bamberg und Bayreuth. Die Autoren Ralf Nestmeyer und Rasso Knoller führen den Leser in sechs Kapiteln mit beeindruckenden Fotos, spannenden Reportagen, ausgesuchten Aktivangeboten und wertvollen Reisetipps durch die Region. Neu sind die Aktiv- Kästen, die besondere Empfehlungen von Rasso Knopller enthalten: eine Wanderung auf dem „Frankenweg“, Kurse für Fliegenfischen in Wiesent oder eine Gondeltour auf der Regnitz. Geblieben sind die detaillierten Reisekarten, auf denen die Topziele zusätzlich mit Hinweisnummern versehen sind, die sich im Text der Infoseiten eines jeden Kapitels wiederfinden. Das abschließende Servicekapitel fasst noch einmal alle wichtigen Fakten zur Reise zusammen.Die Fränkische Schweiz genießen bedeutet: deftige Küche und gutes Bier. Aber das ist nicht alles, was diese Region zu bieten hat. Eine abwechslungsreiche Landschaft findet sich hier, karge Bergkuppen wechseln mit bizarren Felsformationen, kleine Flüsse fließen durch grüne Täler und überall Streuobstwiesen. Wer an kulturellen Highlights interessiert ist, sollte nach Nürnberg, Bamberg und Bayreuth.

Picus Lesereise: Papua Neuguinea

Knoller.Papua-NeuguineaAuf seinen Reisen durch Papua-Neuguinea, das sich das Land der Überraschungen nennt, hat Rasso Knoller alte Männer besucht, die als Kinder mit dabei waren, als in den dreißiger Jahren die ersten Weißen ins Hochland kamen, er hat sich mit Kannibalen darüber unterhalten, wie Menschenfleisch schmeckt, und hat die Freundlichkeit von Straßenräubern auf dem Highlands Highway erlebt. Auf der Suche nach seltenen Paradiesvögeln bereiste er mit dem Boot die Sepikregion und erlebte dort die alten Bräuche der Flussbewohner mit. Er war beim »sing-sing« in Goroka – einem der größten Tanzfestivals des Landes – und erfuhr in den Dörfern des Hochlands, warum Schweine in Papua-Neuguinea mehr wert sind als Frauen und warum es zum Krieg führt, wenn Frauen untreu sind. Er bummelte über Märkte, bezahlte dort mit Muschelgeld und kaute mit den Einheimischen Betelnuss. Und er hat sich auf die Suche nach dem »Sanguma« gemacht, einem bösen Geist, der von Menschen Besitz nimmt und den man nur vertreiben kann, indem man den Menschen tötet, in dem er wohnt – weshalb Hexenverbrennungen in Papua-Neuguinea heute noch an der Tagesordnung stehen.