Botswana: Mobile Camping Safari in Savuti und Moremi

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Es ist dunkel. Keine Lampen weit und breit. Nur der Mond taucht die Lichtung, auf der unser Zelt steht, in ein milchiges Licht. Ein ungewöhnliches Geräusch hat uns geweckt. Wir liegen in unserem Zelt und horchen angestrengt. Ein Schnüffeln, ganz nah, direkt an der Zeltwand, genau auf Höhe unserer Liegen! Das Schnüffeln wandert langsam einmal um unser Zelt und entfernt sich dann wieder. Eine neugierige Tüpfelhyäne hat uns besucht.

Wir befinden uns auf einer sogenannten Mobile Camping Safari in Botswana, und es ist unsere erste Nacht. Unsere Campsite liegt im Savuti Wildtierreservat und ist nichts anderes als eine sandige Lichtung mitten in einem der tierreichsten Gebiete Afrikas. Hier gibt es keine Zäune oder andere Einrichtungen, die Mensch und Tier trennen. Man ist Gast im Reich der Tiere. Und so bekommen wir nachts, aber auch am Tage, mehrfach Besuch der etwas anderen Art. Aber gerade das ist es, was diese Art des Reisens zu etwas ganz Besonderem macht.

Elefanten IMG_1559

Jeden Morgen kurz vor Sonnenaufgang werden wir von Six mit einem freundlichen „Good Morning“ geweckt. Vorher hat er bereits die beiden Handwaschbecken vor unserem Zelt mit Wasser gefüllt, so dass wir uns kurz frisch machen können, bevor es ein schnelles Frühstück mit Müsli, Joghurt, Toast, Honig, Kaffee und Tee gibt. Dann nur noch schnell die Fotoausrüstung gepackt und ab geht’s mit unserem Guide Frank auf den morgendlichen Game Drive im offenen Land Cruiser. Frank steuert den Wagen durch den typischen tiefen Sand und beugt sich dabei weit aus dem Fahrzeug. Er liest in dem Sand wie in einem Buch. An Hand der Spuren kann er genau sagen, welche Tiere uns einen nächtlichen Besuch abgestattet haben. Oftmals lohnt es sich, den Spuren zu folgen. An diesem Morgen werden wir mit zwei prächtigen Löwen belohnt.

Loewe IMG_0828

Aber man sollte nicht nur nach den großen Katzen Ausschau halten. Botswana hat mehr zu bieten. Hier gibt es Elefanten, Giraffen, Flusspferde, Paviane und zahlreiche Antilopenarten. Auch die Vogelwelt ist extrem vielfältig.

Am späten Vormittag wird es heiß. Es ist Ende September, und die Trockenzeit erreicht ihren Höhepunkt. Die Tiere verziehen sich in den Schatten, und auch wir kehren für eine lange Mittagspause in unser Camp zurück. Während wir unterwegs waren, haben Chaka und Six sich um unser leibliches Wohl gekümmert und ein schmackhaftes Mittagessen zubereitet. Wie sie das machen, bleibt uns ein Rätsel: Gekocht wird über dem offenen Feuer und sämtliche Zutaten müssen mitgebracht werden. Einen Supermarkt gibt es hier nicht. Aber trotz dieser Umstände werden wir fürstlich versorgt.

Gabelracke IMG_2104

Die Mittagspause nutzen wir für eine schnelle Dusche. Wir haben uns den Luxus eines „On Suite Bathroom“ gegönnt. Klingt edel? Ist aber nichts anderes als ein kleiner Anbau am Zelt, in dem an einer Stange ein Wassereimer hängt, den Six und Chaka für uns mit Wasser füllen. Wir schaffen es, mit einem Eimer für zwei Personen auszukommen. Wasser ist knapp. In dem Anbau befindet sich auch die Toilette. Letztendlich nichts anderes als ein Loch im Boden mit einem Plastiksitz drüber. Aber gerade auf Grund der nächtlichen Besucher im Camp sind wir froh, dass wir uns diesen „Luxus“ gegönnt haben und nachts nicht das Zelt verlassen müssen.

Kudu IMG_0877

Unsere Jungs versorgen uns bestens. Gegen 15:30 Uhr gibt’s Tee, Kaffee und Gebäck, bevor es dann auf den Nachmittags-Game-Drive geht. Es ist immer noch heiß, aber die ersten Tiere machen sich auf dem Weg zu den wenigen Wasserlöchern, und so gibt es wieder genug zu sehen und zu fotografieren. Die Zeit verfliegt und plötzlich müssen wir uns beeilen, um rechtzeitig wieder im Camp zu sein. Die Parkregeln besagen, dass man nach 18:30 Uhr, also kurz nach Sonnenuntergang, nicht mehr im Park unterwegs sein darf.

Zurück im Camp verstauen wir kurz die Fotoausrüstung, holen ein kühles Bier aus der Kühlbox und ab geht‘s ans Lagerfeuer. Hier diskutieren wir mit Frank über die Erlebnisse des Tages und über Gott und die Welt, bis Six uns zum Essen bittet.

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Ein Abendessen mitten im Busch. Es ist stockdunkel. Das Camp wird nur von ein paar Petroleumlampen beleuchtet. Das Lagerfeuer knistert. Und während wir ein tolles Drei-Gänge-Menü verspeisen, erwachen rings um uns die Geräusche der Nacht. Es raschelt, es grummelt, es schnurrt. Frank kann jedes Geräusch erklären. Manchmal holt er seine Taschenlampe heraus und leuchtet in die Dunkelheit. Und da sind sie dann, unsere heimlichen Besucher. Zum Beispiel ein Honigdachs. Oder eine Hyäne. Andere Tiere hört man eher aus der Ferne. Das Röhren der Löwen oder das Trompeten der Elefanten erklingt fast die ganze Nacht.

Safari-Tage sind anstrengend, und so verziehen wir uns früh in unser Zelt und lassen uns von der Geräuschkulisse in den Schlaf wiegen. Mal hören, wer uns heute Nacht besucht.

Angelika Stern

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Mosambik: Ein Elefant im Vorgarten

Das Niassa Nature Reserve in Moasambik ist der zweitgrößte Naturpark Afrikas. Er ist ein Paradies für Touristen, Naturliebhaber – und Wilderer.

Im äußersten Norden Mosambiks an der Grenze zu Tansania liegt das Niassa Nature Reserve. Bisher haben sich nur wenige Besucher in dieses schwer zugängliche Gebiet verirrt. Die Anreise war nur mit dem Jeep über staubige Pisten möglich. Inzwischen hat dort aber eine kleine exklusive Lodge mit eigener Landebahn eröffnet. Seitdem können auch Touristen Niassa besuchen. Überfüllung droht trotzdem nicht – im vergangenen Jahr übernachteten gerade einmal 140 Gäste in der Lodge.

Schon in der ersten Nacht steht Ben vor der Zeltvilla. Sein lautes Schmatzen hält mich wach. Auch muss ich mich zuerst einmal daran gewöhnen, nur durch dünne Stoffwände von einem dreieinhalb Tonnen schweren Elefantenbullen getrennt, zu schlafen.

Ben lebt wie 20.000 seiner Artgenossen im Niassa Nature Reserve im entlegenen Norden Mosambiks. Die einzige Unterkunft im Park ist die Lugenda Lodge und hier sind Elefantenbesuche nichts ungewöhnliches. Immer wieder streunen die Dickhäuter durchs Camp, aber nur Ben ist Stammgast. Er futtert sich dort mit frischem Gras satt und lässt sich dabei auch nicht von cocktailtrinkenden Touristen stören. Ohne es zu wissen, hat Ben dadurch einen besonders sicheren Aufenthaltsort gewählt.

Im  42.000 Quadratkilometer großen Niassa Park treiben nämlich regelmäßig Wilderer ihr Unwesen. „Erst vor zwei Wochen töteten Wilddiebe 21 Elefanten“, erzählt Nic van Rendsberg. Der 58 Jahre alte Südafrikaner arbeitet als Chef-Ranger im Niassa Park und kämpft mit seinen Mitarbeitern einen schier aussichtslosen Kampf gegen die illegale Elefantenjagd. Umso stolzer ist er, dass seine Leute diesmal fünf Wilderer festnehmen konnten. “Die sitzen jetzt im Gefängnis und warten auf ihren Prozess“, sagt Nic. Mit einer harten Strafe für die Wilderer rechnet er jedoch nicht. Die würden vermutlich nur zu einem Busgeld von 100 Dollar verurteilt werden, mutmaßt er. Im Nachbarland Südafrika wird Wilderei viel strenger bestraft, jahrelange Freiheitsstrafen sind da keine Seltenheit.

50.000 Dollar pro Elefant

Außerhalb einer Kernzone dürfen Elefanten auch legal geschossen werden – allerdings nur neun Tiere pro Jahr und auch nur in den Teilen des Parks, die Wissenschaftler zur Jagd freigeben. Umgerechnet 50.000 Dollar kostet eine Abschusslizenz. Dieses Geld wird dringend benötigt um die Infrastruktur des Parks einigermaßen in Schuss zu halten.

Niassa ist ein Paradies. Während der Zeit des Bürgerkriegs, der von 1976 bis 1992 in dem Land wütete, wurden die National- und Natureparks in den weniger entlegenen Gebieten des Landes zu Vorratskammern für die hungernde Bevölkerung. Die meisten Wildtiere wurden dort getötet und landeten im Kochtopf. Im weit entlegenen und nur schwer zugänglichen Niassa Park aber haben alle Tierarten außer den Nashörnern überlebt. Und die wurden auch nicht wegen ihres Fleisches geschossen, sondern weil das Pulver aus ihrem Horn in Asien und einigen arabischen Ländern als Aphrodisiaka gefragt ist – und teuer bezahlt wird.

Obwohl Niassa für seinen Tierreichtum bekannt ist, ist es gar nicht so einfach Tiere zu Gesicht zu bekommen. „Hier ist nicht die Serengeti“, stellt Nic gleich vor der ersten Ausfahrt klar. Freilich: Wasserböcke, Impalas und Kudus kreuzen immer wieder unseren Weg, die zeternden Meerkatzen sind kaum zu übersehen, und auch Elefanten trifft man an vielen Stellen im Park. Die Flusspferde planschen sogar im Lugenda River in Sichtweite der Lodge. Doch ansonsten ist hier eine Pirschfahrt noch wirklich eine Pirschfahrt. Das heißt, man muss nach den Tieren suchen. Oder man genießt einfach die grandiose Landschaft mit den charakteristischen riesigen runden Felsenbergen. Immer wieder erhascht der Gast einen Blick auf den Lugendafluss, der auch in der Trockenzeit Wasser führt und die Lebensader des ganzen Gebiets ist.

Und: Wer mit einem erfahrenen Ranger wie Nic unterwegs ist, entdeckt auch im dichten Buschland Tiere. Selbst gut getarnte Löwen bleiben Nics scharfen Augen nicht verborgen. Um einen Leopard zu entdecken, braucht man aber etwas Glück. Der geht zwar häufig in der Nähe der Lugenda Lodge auf Jagd, doch da er auf leiseren Pfoten als Ben der Elefant unterwegs ist, sieht man ihn nur selten.

Rasso Knoller

 

 

Österreich:Tiersafari in Kärnten

 


In Kärnten auf der Pirsch

So romantisch wie der Name ist auch die Lage von Heiligenblut. Mächtige Berge gruppieren sich zur eindrucksvollen Kulisse um das Dorf mit der kleinen Wallfahrtskirche, deren schlanker Turm in den Himmel zu streben scheint. Der Tag ist noch jung und die Sonne strahlt von einem zartblauen Himmel. Vor dem Hotel Glocknerhof, wo wir uns mit einem exzellenten Frühstück gestärkt haben, steht der Nationalpark-Wanderbus und Ranger Markus erwartet uns schon. „Seid ihr bereit für das kommende Abenteuer“, fragt er gut gelaunt. Welche Frage! Eine Safari in Kenia hat der eine oder andere von uns schon mal gemacht, aber am höchsten Berg Österreichs? Verständlich, dass unsere Erwartungen hoch sind.

Markus drängt zum Aufbruch und los geht die kurvenreiche Fahrt auf der berühmten Großglockner Hochalpenstraße. Schon die ist ein Erlebnis an sich, denn mit fast einer Million Besuchern jährlich gehört sie zu den drei Top-Sehenswürdigkeiten Österreichs. Eine Traumstraße – 48 Kilometer lang mit 36 Kehren schlängelt sie sich vorbei an blühenden Almwiesen und Bergwäldern und überwindet dabei einen Höhenunterschied von 1.500 Metern. Dann ist die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe auf 2.369 Metern erreicht. Atemberaubend ist der Blick auf die Dreitausender, und der höchste Berg der Alpenrepublik scheint zum Greifen nah. Schon  Kaiser Franz Josef und seine Sissi waren vom Großglockner fasziniert und wanderten 1856 zu jener Stelle, die seitdem  seinen Namen trägt. Als lebensgroße Pappfiguren sind sie auch heute präsent und viele Besucher stehen Schlange, um sich mit ihren Gesichtern als Franz und Sissi fotografieren zu lassen. Berglandschaft in Kärnten

Wir treffen uns am Besucherzentrum mit Markus, wo er aus seinem riesigen Rucksack für jeden ein Fernglas hervor zaubert. Doch zunächst geht es ins Innere des Berges, in den Gamsgrubenweg. Der führt fast vier Kilometer lang durch sechs in den Fels gegrabene Tunnel, in denen an vielen Stellen die mystische und sagenhafte Welt des Berges erlebbar ist. Wieder am Tageslicht wölbt sich ein pastellblauer Himmel über uns und der gigantischen Bergwelt mit ihren schneebedeckten Gipfeln. Tief unten die Pasterze, der längste Gletscher der Alpen, zehn Kilometer ewiges Eis. Wir wandern auf dem Gamsgrubenweg, einer einmaligen Panoramastraße hoch über der beeindruckenden Gletscherlandschaft. Immer wieder eröffnet sich ein neuer Ausblick, laden Bänke zum Verweilen ein, um den Blick auf den nahen Großglockner zu genießen, dessen Spitze sich gerade hinter einem weißen Wolkenhut versteckt. Während dessen sind wir mit den Augen auf der Jagd nach den versprochenen Wildtieren. Doch so sehr wir uns auch anstrengen, keine Gämse klettert auf den Felsen herum und auch kein Steinbock ist in Sicht. „Es gehört etwas Glück dazu, bei einer Safari die Tiere sehen zu können“, tröstet uns Markus. Die beste Zeit sei morgens ab 9 Uhr oder nachmittags ab 16 Uhr.Kühe in Kärnten

Seit dreizehn Jahren ist Markus Ranger – er weiß alles über die Geologie, die Tiere und Pflanzen im Nationalpark und gibt sein Wissen gern an naturbegeisterte Urlauber weiter. Doch dann stellt er plötzlich sein Stativ auf. Mit seinem geschulten Auge und einem Fernrohr mit 60-facher Vergrößerung hat er einen der „Könige der Alpen“ entdeckt. Hinter einem Felsblock ist zwar nur der Kopf mit den gewaltigen Hörnern zu sehen, aber es ist ein überwältigendes Gefühl, dem Steinbock per Fernrohr sozusagen Auge in Auge gegenüber zu stehen. „Das ist der fünfjährige Hans, ich erkenne ihn an seinem Ohrring, einer von 250 Steinböcken hier im Revier“, erzählt Markus. Vierzehn Tiere seien schon mit Halsbändern ausgestattet worden, so dass  ihre Wanderwege bekannt sind. Er erzählt auch von Rupert, den er vor sechs Jahren mit einem Sender ausgestattet hat und der seitdem viel unterwegs war. Ein außergewöhnliches und seltenes Ereignis sei es für ihn gewesen, als er in einer Mulde eine Gruppe von zwanzig Steinböcken beobachten konnte.

Aufgeregt nach diesem fantastischen Erlebnis halten wir weiter Ausschau. Auf einem Grat sind noch einmal zwei Böcke zu sehen, doch leider in weiter Ferne. Umso mehr erfreuen wir uns an den putzigen Murmeltieren, die sogar für ein Foto stillhalten. Murmeltiere in Kärnten

Denn der Ranger zeigt uns, wie man sich ihnen bis auf wenige Meter nähern kann. Der Gamsgrubenweg ist auch Schutzgebiet für Pflanzen. Markus kennt sie alle – den gelb-blühenden Ganzwurz, die Alpenaster oder das Stengellose Leinkraut, das Hundert Jahre braucht, um zu wachsen. „Wollt ihr das Edelweiß sehen“, erkundigt er sich. Natürlich wollen wir. Und er muss nicht lange suchen. An einem leicht abschüssigen Hang blühen sie, weiß im grünen Gras. Das Edelweiß wächst erst ab einer Höhe von 2.200 Metern, erfahren wir. An der Hand von Markus  klettern wir ein paar Schritte abwärts, um die seltenen Blumen ganz nah zu sehen. Denn Vorsicht ist geboten, tief unten „lauert „ die Pasterze. Die wollen wir anschließend zu Fuß erkunden.

Mit der Gletscherbahn geht es hinunter auf´s ewige Eis. Bis zum Fuß der roten Bahn reichte einst die Pasterze. Doch seit 1850 ist durch die Klimaerwärmung der Gletscher um 2,6 Kilometer zurück gewichen. Jetzt führen hölzerne Treppenabsätze und ein Fußweg hinunter, vorbei an gelben und weißen Blumen, die hier wieder Wurzeln schlagen konnten. Es ist ein ziemlich langer Abstieg, der uns ein Gefühl für den dramatischen Rückgang des Gletschers vermittelt. An einigen Stellen markieren Schilder den Gletscherstand in den zurückliegenden Jahrzehnten. Nach dem letzten Schild mit dem Datum vom Jahr 2000 stehen wir dann auf der Pasterze. Unter der körnigen, weißgrauen Oberfläche schimmert das Eis in zartestem hellblau. Ein Lehrpfad führt vorbei an Gletscherspalten. Man kann auch eine Gletschersafari machen, bei der sich Mutige unter Anleitung eines erfahrenen Rangers in eine Spalte abseilen lassen.   Mit der letzten Gletscherbahn um 16 Uhr erreichen wir dann wieder die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe.

Neben dem Steinbock gehören auch Bartgeier zu den im Nationalpark wiedereingebürgerten Tieren. Diese majestätischen Vögel haben im Seebachtal beim Höhenluftkurort Mallnitz, unserem nächsten Ziel, eine neue Heimat gefunden. Das romantische Seebachtal mit dem Stappitzersee gilt als eines der schönsten Hochgebirgstäler der Hohen Tauern. Zwischen steil aufragenden grünbewaldeten Bergen führt ein Naturlehrpfad durch das Tal, das von der Hochalmspitze überragt wird. Aus großer Höhe stürzen Wasserfälle herab, unten plätschert der muntere Seebach  und auf  den blühenden Almwiesen und steilen Hängen grasen gelbweiße Kühe. Hier begleitet Ranger Martin die Gäste beim Wandern oder per E-Bike. Wir entscheiden uns für´s E-Bike. Der Talboden ist eben, da macht das Radeln Spaß und wir sind auch schneller als zu Fuß an der Schwusserhütte, wo die Räder geparkt werden. Danach geht es nur noch zu Fuß weiter. Edelweiß

Plötzlich  kreist ein schwarzer Punkt am Himmel. „Das ist unser Bartgeier“, freut sich Martin. Schnell geht das Fernglas von Hand zu Hand. Doch die Entfernung ist zu groß, um sich vorstellen zu können, dass seine Flügelspanne fast drei Meter beträgt. Zwei Bartgeierpaare seien hier heimisch geworden, erzählt Martin voller Stolz. Und im Hort hoch oben am Felsen wachse ein Junges heran. Hinter der Schwusserhütte ist der gemütliche Wanderweg zu Ende. „Auf zur Rotwildpirsch“, ermuntert uns Martin. Durchs Unterholz kraxeln wir auf rutschigem Waldboden steil nach oben bis zu einer Lichtung. Und da steht er – ein stolzer Rothirsch mit ausladendem Geweih. Alle halten den Atem an, sind ganz still und genießen den Anblick, bis er gemächlich wieder im Wald verschwindet. Nach dem Abstieg kehren wir in der Schwusserhütte ein, wo ein reiches Angebot auf hungrige und durstige Wanderer wartet. Bei einer Brettljause mit Schnapserl und hausgemachtem Topfenstrudel wirkt das eindrucksvolle Erlebnis noch lange nach.

Christel Seiffert

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