Österreich: Im Ötztal die Kraft aus der Natur schöpfen

K1024_therme_02_1Bei Längenfeld im Tiroler Ötztal warten gleich sieben Kraftplätze. Und ein sagenhafter Wanderweg durch die Wälder mit einem wunderbaren Blick ins Tal.

Die Worte sprudeln aus  Martin Santer heraus. Er erzählt vom Feuerstein, dem wilden  Mannle und den Feuerreitern. Sagengestalten im Ötztal, deren fantastische Erzählungen  in einem kleinen Büchlein gesammelt worden sind. Dort sind sie lebendig – aber auch in den Skulpturen auf dem Ötztaler Sagenweg zwischen dem kleinen Örtchen Huben und der Berghütte am Feuerstein. Aus der ehemaligen Almhütte ist ein stattlicher Anlaufpunkt für Wanderer und Naturfreunde geworden, die das Ambiente der Bergwelt oder einfach nur eine Jause nach der Wanderung genießen.
Begleitet werden sie bei ihrem mehr als einstündigen Aufstieg von den Kunstwerken, die von den Ötzler Künstlern Fahnes geschaffen wurden. Imposant erhebt sich der schaurige Drache in die Höhe, dem vom Riesen besiegt wird, während die Feuerreiter im Galopp ins Tal preschen, vorbei am verwunschenen Hasen. Alle insgesamt 15 Skulpturen entstanden aus Altmetallteilen der Autozulieferer, erzählt Santer, auf dessen Initiative bis 2010 der komplette Wanderweg durch die Bergwelt neu gebaut worden ist.  Schattige Waldpartien wechseln sich mit offenem Gelände ab. Der Bach gurgelt gemächlich auf seinem Weg ins Tal. „Die Natur ist wie ein Park“, sagt der Visionär. Man habe nur einen Weg hindurch führen müssen.

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Eine weitere Vision Santers ist ein Wanderweg rund um Längenfeld, dem Nachbarort von Huben. Eine Hängebrücke, die zwei Berge miteinander verbinden, hat er schon bauen lassen. Doch ganz umrunden kann man Längenfeld noch  nicht.
Muss man auch nicht. Abschalten, auftanken und entspannen kann man hier trotzdem wunderbar. Und in der Ruhe der Natur die Seele baumeln lassen.  Als reinigendes Energiefeld ist das medizinische Höhenzentrum Längenfeld bekannt. Einer dieser Kraftplätze ist die kleine Pestkirche, 1661 im Wald am Kropfbühel errichtet. An der Lichtung vor dem Gebäude ist die tiefe Ruhe spürbar.  Wenn nicht gerade Peter Droessel mit einer Gruppe TBB, Taiji Bailong Ball,  spielt. Bis das innere Gleichgewicht und der Rhythmus der Zweiergruppen gefunden ist, dauert es einige Minuten. Dann aber scheint der kleine gelbe Ball seinen Weg von der Hand des einen Partners in die des anderen fast von selbst zu finden. Die Schläger nehmen die Energie der Kugel auf und geben sie im nächsten Moment wieder ab. So findet sich  Spielfluss und Balance und der Gast seine innere  Ruhe.

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Rund um den kleinen Ort, unterhalb von Sölden,  recken sich die Ötztaler Alpen in den Himmel, deren Spitzen in den Abendstunden erglühen. Genießen kann man dieses Naturschauspiel besonders in der Tirol Therme Längenfeld und dem angeschlossenen Aqua Dome, als Hotel- und Tagungszentrum. Helle, lichtdurchflutete Räume und jede Menge Holz und Naturmaterialen sorgen schnell für die typische Tiroler Gemütlichkeit.
Aus dem kleinen Bauernbad an einer Schwefelquelle hat sich in den vergangenen Jahren eine stattliche Thermenlandschaft entwickelt, die auch von Tagesgästen gerne frequentiert wird. Der Gegensatz von hohen Gipfeln und tiefen Schluchten ist auch hier erlebbar. Das moderne Thermenresort bietet auf über 50.000 Quadratmetern  ein außergewöhnliches Wellness-Konzept, das die Heilkraft der Natur und die Ressourcen der Alpen verbindet. Erholsam nach der Wanderung auf den mehr als 1300 Kilometer langen Wegenetz oder zum Stuibenfall, den höchsten Wasserfall Tirols, sind nicht nur die schwebenden Schalenbecken mit Sole und Schwefelwasser. Auch die Saunalandschaft, bei der die Natur Pate stand, sorgt für Entspannung.
Die heißen Quellen des besten Thermenresorts der Alpen versetzen Tages- und Hotelgäste in höchste Entspannung und Wohlbefinden. Für die Hotelgäste des Aqua Dome gibt es zudem noch Wellness auf höchstem Niveau.  Auf zwei Stockwerken verteilt, wartet eine besondere Ruhe- und Erholungsoase, die ihresgleichen sucht. Im Spa 3000 warten Saunen und Kräuterpeelings, Ruhezonen und ein wunderbarer Blick auf die herrliche Bergwelt.

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Wer stattdessen lieber körperliche Anstrengung braucht,  für den hat Fitnesstrainer Peter Droessel noch jede Menge Tipps. Oder man findet den ultimativen Adrenalinkick im Outdoorpark „Area 47“ am Eingang des Tals.

Text und Fotos. Diana Seufert

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Jordanien: Land der Wüste und des Meeres

 

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Biblische Orte, ein Freiluft-Spa der besonderen Art, grüne Wälder, weite Wüste, fantastische Tauchgründe und eine köstliche Küche: Das macht Jordanien aus. Ein weiterer Vorzug des Landes im Nahen Osten ist die sehr offene und gleichzeitig unaufdringliche Freundlichkeit der Menschen.

Man benötigt ein etwa zwei Meter tiefes Erdloch, ein mehrstöckiges Stahlgestell, Holzkohle, einen feuerfesten Deckel etwas Lehm zum Abdichten sowie ein ganzes Lamm, ein halbes Dutzend Hühner und kiloweise Gemüse. Danach braucht es Geduld, sehr viel Geduld. Denn fast einen ganzen Tag garen die Zutaten im eigenen Saft luftdicht abgeschlossen in dem traditionellen Erdofen der Nomaden. Dazu gibt es die landestypischen Mezzeh, kalte Vorspeisen wie etwa Houmus, ein Kichererbsenpüree oder Tabbouleh, ein Petersiliensalat. Und zwar bis der Tisch sich biegt. Dazu arabische Gesänge mit Sternenhimmel über dem Wüstenzelt, ein Blick über das im Mondschein glitzernde Tote Meer und in fast greifbarer Nähe die Lichter Jerusalems. So sieht ein traditioneller arabischer Abend aus, etwa im Fünf-Sterne-Haus Evason Main Hotel östlich des Toten Meeres.

Größtes Freiluftspa der WeltFloating auf dem Toten Meer

Das ist das größte Freiluft-Spa der Welt mit einem extremen Salzgehalt von durchschnittlich 28 Prozent. Ein Wert, der alle anderen Meere um das Zehnfache übertrifft. Seit der Antike zieht das Tote Meer am tiefsten Punkt der Erde Menschen an. Der Grund ist das gesundheitsfördernde Wasser und das Klima des seit Jahrtausenden genutzten rund 400 Meter unter dem Meeresspiegel gelegenen Gewässers zwischen Jordanien und Israel. Wissenschaftler schätzen, dass darin über 40 Milliarden Tonnen Mineralien gelöst sind. Dazu zählen Magnesium, Kalzium, Brom, Kalium und Schwefel, die für Menschen eine heilende Wirkung haben.Badende im Toten Meer

Ein Umstand, den etwa das Kempinski Hotel Ishtar nutzt. Das Haus ist eines der größten Hotels in Jordanien. Dazu gehört ein Anantara-Spa, der größte Indoor-Spa im Nahen Osten mit mehr als 20 Behandlungsräumen. Geboten wird dort auch ein so genanntes Kleopatra-Bad mit Milch und Rosen. Doch seit einigen Jahren sinkt der Wasserspiegel des Toten Meeres jedes Jahr um bis zu 70 Zentimeter. Der Grund: Das Wasser des Flusses Jordan, Zulauf des Toten Meeres, wird von Jordanien wie auch von Israel etwa für die Landwirtschaft benötigt. Nun soll möglicherweise ein Tunnel vom Golf von Aqaba, einem der schönsten Schnorchel- und Taucherparadiese der Welt, hin zum Toten Meer Abhilfe schaffen. Verschiedene Machbarkeitsstudien sollen in Auftrag gegeben werden, damit das einzigartige Naturphänomen Totes Meer erhalten bleibt.

Der haschemitische König Abdullah II. und Königin Rania besuchen diesen außergewöhnlichen Ort regelmäßig. Der im Land sehr beliebte Herrscher und seine Frau sind im In- wie auch dem Ausland nicht weniger angesehen. Königin Rania wurde jüngst vom Forbes Magazin für ihr Engagement für Bildung und Menschenrechte auf die Liste der hundert mächtigsten Frauen der Welt aufgenommen. Das Königspaar herrscht über das Land mit sechs Millionen Einwohnern. Jordanien hat keine nennenswerten Öl- oder Gasvorkommen, anders etwa als der Nachbarstaat Saudi-Arabien. Mehr als 90 Prozent der Bevölkerung sind Moslems, viele davon palästinensischer Herkunft. Sie begegnen Besuchern des Landes von der vergleichbaren Größe von Bayern und Baden-Württemberg mit Toleranz, Interesse und Freundlichkeit. In dem Königreich befinden sich viele archäologisch wichtige Stätten, die auch für Christen von Bedeutung sind.

UNESCO Weltkulturerbe

Etwa der Berg Nebo, den man bei einer Tour in den Süden nach Petra passieren kann. Von dort aus soll Moses das gelobte Land gesehen haben, ohne es je zu betreten. Der Überlieferung nach befindet sich auch Moses Grab auf der das Tal des Jordan überragenden Anhöhe. Weiter Richtung Süden gelangt man nach Petra. Hufgeklapper der Kutschenpferde hallt durch die Schlucht, dem Siq, der rosaroten Felsenstadt der Nabatäer wieder. Sie war ein Knotenpunkt lukrativer Handelsrouten, die China im Osten mit Rom im Westen verband. Petra ist mehr als 2000 Jahre alt und ist von der UNESCO als Weltkulturerbestätte geadelt. Nach der Wanderung durch die rund einen Kilometer langen bisweilen nur zwei Meter breiten und 80 Meter in die Höhe ragenden Felswänden eröffnet sich ein Blick auf prachtvolle Felsengräber, Tempelfassaden, Totenhallen und Felsreliefs. Nach dem Besuch sollte man Zeit einplanen, um das jordanische Nationalgericht in einem der Lokale der Stadt zu probieren, etwa im Sun City Restaurant. Mansaf heißt das Gericht aus Lammfleisch, Joghurtsoße sowie Reis und wird traditionell auf großen runden Platten für mehrere Personen serviert. Gegessen wird mit den Fingern. Jordanisches Essen

So gestärkt geht die Reise zu einer bedeutenden religiösen Ausgrabungsstätte am Toten Meer vorbei in Richtung Norden weiter. Dort liegt Madaba, die Stadt der Mosaike. In der zeitgenössischen griechisch-orthodoxen Kirche St. George befindet sich die aus kleinen Steinen zusammengesetzte älteste Karte des Heiligen Landes als antikes Bodenmosaik aus dem sechsten Jahrhundert. Höher im Norden befindet sich die Stadt Jerash, eine der am besten erhaltenen römischen Städte der Welt. Säulenhaine, Tempel und Amphitheater prägen diesen Touristenmagneten.  Pinien, Pistazien und Eichen gehören zum Bild des unweit von Jerash gelegenen Ajloun Naturschutzgebietes. Dort können Aktivurlauber verschiedene Touren durch das Forstgebiet machen, in dem die jordanische Nationalblume, die schwarze Iris, vorkommt.

Jordanische Datteln

Charakteristisch für die Landwirtschaft in Jordanien sind Oliven, Mandeln, Feigen, Aprikosen, Pfirsiche und Datteln – diese Früchte werden in einer hervorragender Qualität produziert, gelten etwa die jordanischen Datteln der Sorte Medjoul als die Besten der Welt. Sie gedeihen auf verschiedenen landesweiten Farmen, wie etwa der Al Baraka Farm unweit von Amman. In der Metropole werden sie beispielsweise bei Zalatimo Sweets verwendet. Dort versteht man das Geschäft mit der Produktion von Baklava aus Blätterteig, Feigen, Pistazien und Datteln. Und das bereits in der dritten Generation. Die landestypischen Süßigkeiten findet man in der Altstadt und den Souks, den bunten Basaren, an jeder Ecke. Auch beim Genuss einer Wasserpfeife werden die süßen Speisen gerne in einem der vielen Cafés der Hauptstadt gereicht. Sie ist bekannt für den Zitadellenhügel mit einer Festungsanlage, in der Spuren neolithischer, hellenistischer, spätrömischer und islamischer Zeit zu sehen sind. Und noch etwas bietet die Erhebung – einen fantastischen Blick über die so genannte „Weiße Stadt“ bei Sonnenuntergang.

Sabine Kwapik

Deutschland: Hopfen-und Malz-Anwendungen im Bayerischen Wald

Bierbottich, Foto:  Gut Riedelsbach

Hopfen und Malz, Wasser und Hefe – gar köstliche Biere werden daraus gebraut. Was innerlich gut mundet, das tut auch Körper und Seele gut, ist Bernhard Sitter fest überzeugt. Der Wirt betreibt mit seiner Familie das erste Bier-Wohlfühlhotel Deutschlands: das Gut Riedelsbach, bei Neureichenau im Bayerischen Wald.

Günstig für den Stoffwechsel

Bernhard Sitter (50) setzt als Biersommelier nicht nur bei seinen kulinarischen Köstlichkeiten auf die Grundstoffe des bayerischen Nationalgetränks. „Das Bier besteht zu 90 Prozent aus Wasser, dazu mengen sich Hopfen, Malz und Hefe. Diese Mischung fördert die Blutgerinnung, kann Herz- Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen und begünstigt den Stoffwechsel“, ist der Hotelier überzeugt. Selbstverständlich werden diese Gaben bei ihm bereits bei der Vorbereitung für Sauna und Co. eingesetzt. Ein Peeling aus getrocknetem Biertreber, Sesamöl und Meersalz reinigt und pflegt die Haut. Bereits auf dem Weg zum großzügig angelegten Sauna- und Wohlfühlbereich riecht es nach frisch geschlagenem Holz, vermischt mit dem Duft frisch gebrauten Bieres, getrocknetem Hopfen und süßlichem Malz.

Hopfendolden und Biosauna

„Der Hopfen vor einigen Jahren zur Arzneimittelpflanze des Jahres 2007 gewählt. Warum sollte ich nicht gerade auf unsere heimischen Produkte zurückgreifen“, zeigt der begeisterte Bierkenner auf. So ist es kein Wunder, dass in der Biosauna die getrockneten Hopfendolden über dem Kocher ein herb-fruchtiges Aroma verbreiten.

Relaxen im Bierbottich

Als absolute Spezialität bei den Gästen gelten die fünf B´s. Sie prangen als Insignien für Bernhards Bayerisches Bierbottich Bad über der Tür zum „Körper-Sudhaus“. Mitten im Raum steht ein großer ovaler Holzbottich. Stefanie Sitter, Tochter des Hauses und Herrin der Sauna, überprüft die Temperatur im Zuber, in dem man gemütlich zu zweit Platz hat. Den rund 400 Liter Wasser fügt sie mehrere Zusätze hinzu und natürlich das Wichtigste: selbstgebrautes Schwarzbier! Der im Zuber zirkulierende heiße Luftsprudel sorgt für ein angenehm prickelndes Gefühl. Nach zwanzig Minuten im Bier-bottich ist Schluss. Fünfzehn Minuten heißt es noch intensiv nachschwitzen. Die Poren werden gereinigt und der Körper entschlackt.

Kuhhörndlmassage

Sind die Muskeln gelockert, ist die Kuhhörndlmassage ein Hochgenuss. Das Wort Wellness hat Sitter allerdings aus seinem Wortschatz verbannt.

Kuh-Herndl,  Foto:  Gut Riedelsbach„So wird doch fast alles nur noch genannt. Bei mir im Haus gibt es niemanden, der seine Massagetechniken nur an einem Wochenende gelernt hat. Wir arbeiten hier mit einer Fachpraxis zusammen, “ erläutert Sitter seine Qualitätsvorstellungen.

Bierbrandtrüffel und Schokoladenbier

Auf das äußerliche Verwöhnprogramm folgt „die Liebe durch den Magen. Selbst gebackenes Bierteberbrot mit Bierrahmsuppe, Leberkäscarpaccio, Bierlikör und gebackene Bierbrandtrüffel machen die Wahl zur Qual. Zu den außergewöhnlichen Schmankerln empfiehlt der Biersommelier natürlich die passenden Sorten, wie belgisches Kirsch-, Honig- oder doppeltes Schokoladenbier. Wer dann Lust auf mehr bekommen hat, kann sich bei Sitters Bierverköstigungen erst so richtig in die hohe Kunst des Bierbrauens und –geniessens einführen lassen, inklusive Führung durch Deutschlands größtes Brauerei-Kulturmuseum, das ebenfalls zu Sitters Reich gehört.

Text: Petra Keidel-Landsee
Fotos: Gut Riedelsbach

 

Deutschland: Wellnessland Schleswig-Holstein

© ostsee resort damp/Frederik RöhKlima, gute Luft, Gesundheits- und Wellnessangebote: Für die knapp die Hälfte (46 Prozent) aller Urlaubsgäste in Schleswig-Holstein spielen diese Faktoren bei der Entscheidung für ihr Urlaubsziel eine Rolle. Das ergab eine Gästebefragung in Schleswig-Holstein, die das Institut für Tourismus- und Bäderforschung in Nordeuropa GmbH (NIT) alle zwei Jahre im Auftrag von touristischen Marketingorganisationen durchführt. Rund sechs Prozent aller Urlaubsgäste nutzten 2013 eine Gesundheits- oder Wellnesseinrichtung während ihres Urlaubs in Schleswig-Holstein. Unter den Gesundheitsurlaubern (insgesamt ebenfalls sechs Prozent aller Gäste) ist diese Nutzungsintensität sogar mehr als doppelt so hoch wie noch im Jahr 2011 (13 Prozent). Der Gesundheitsurlaub als Reiseart spielt damit eine wichtigere Rolle als der Landurlaub oder die Rundreise (mit Anteilen von jeweils fünf Prozent).

Deutschland: Baden im Bierhotel Neuzelle

1-Klosterladen

Bier ist nicht allein zum Trinken da. Wer in den 1970er Jahren aufwuchs, wird sich erinnern, das sich damit prima die Frisur aufhübschen ließ. Außer zum Kochen kann man es seit einigen Jahren auch zum Baden verwenden. Schließlich hat der Gerstensaft mehr als 1000 Inhaltsstoffe: Mineralien und Spurenelemente für Nerven und Muskeln, Eisen und Kupfer für die Blutbildung, Phosphor für den Stoffwechsel, Magnesium für das Herz, Herzmuskel, Zink für die Insulinbildung und viele B-Vitamine. Das wussten schon die Ägypter vor fast 2.000 Jahren. Die wohltuende Wirkung von Bier und seinen Bestandteilen ist inzwischen sogar wissenschaftlich belegt.

Also, warum nicht auch darin baden? Das dachte sich Susanne Taschner-Schmidt, Junior-Chefin des ersten Bierhotels Deutschlands, dem Kummerower Hof im Brandenburgischen Neuzelle. „Bei einem Fernsehdreh 1996 hatte ein Reporter den Einfall, in eine Wanne mit Bier zu steigen und es gefiel ihm“, erzählt sie. Die gelernte Physiotherapeutin und Restaurantfachfrau nahm Kontakt mit der nahe gelegenen Klosterbrauerei auf und stieß auf Interesse. Mehr als ein Jahr lang wurden zahlreiche Rezepturen gemischt und ausprobiert, bis das optimale Badebier gefunden war.

3-Bibulibustag

Heute kann man im Kummerower Hof ein ebenso entspannendes wie erfrischendes Bierbad nehmen. Bereits beim Einlassen des Bades, wobei das Badebier mit Kohlensäure angereichert wird, entwickelt sich der würzige Duft einer, nach einem geheimen Rezept hergestellten, Hopfen- und Kräutermischung. Da der typische Biergeruch fehlt, empfindet auch ein Nicht-Biertrinker ein solches Bad als angenehm. Die Kohlensäure prickelt angenehm am ganzen Körper, das erweitert die Gefäße und fördert die Durchblutung, Bierhefe legt sich über die Haut und macht sie zart. Nicht zuletzt deshalb ist ein Bierbad gut geeignet zum Beispiel für Menschen mit Bluthochdruck oder Schuppenflechte. Nach einer Ruhephase wird zum Abschluss eine Bierhefecreme aufgetragen. Das ist Wellness pur.

Zum Wohlfühlprogramm gehören aber noch weitere Angebote wie eine Sauna, Aromatherapie-Bäder mit ätherischen Ölen, Rosenblütenbäder, Massagen mit Kräuterstempeln und heißen Steinen, Dampfbäder und Packungen mit Heu und Honig. Außerdem kann man Kosmetik- und Wellnessprodukte aus Bierbestandteilen mit nach Hause nehmen.2-Klosterkirche

Das familienbetriebene Landhotel Kummerower Hof hat 16 Doppelzimmer (10 davon mit Balkon oder Terrasse), ein Restaurant, in dem regionale Spezialitäten serviert werden, und einen überdachten Biergarten. Mit bereitgestellten Fahrrädern kann man die reizvolle Umgebung erkunden wie zum Beispiel den Naturpark Schlaubetal oder die Oder -Neiße-Flussniederung. Doch auch Neuzelle selbst hat einiges zu bieten. Die Klosterkirche Neuzelle, das Barockwunder der Mark, gilt heute als eine der wenigen vollständig erhaltenen Klosteranlagen Deutschlands und 8-HotelEuropas. Neben den beiden Barockkirchen und dem spätgotischen Kreuzgang ist der wiederhergestellte barocke Klostergarten ein besonderer Anziehungspunkt. Auch die Neuzeller Klosterbrauerei, deren Klosterladen eine breite Palette an verschiedenen Biersorten zum Trinken und Baden anbietet, kann man besichtigen. Alljährlich ist sie zu Christi Himmelfahrt Zentrum des Bibulibus-Tages, einem traditionellem Volksfest, bei dem es nicht nur um Bier geht. Das Musiktheaterfestival Oper Oder-Spree zählt zu den Höhepunkten im Brandenburger Kultursommer.

Regina Friedrich

Irland: Wellness auf der grünen Insel

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Wenn man Iren fragt, was sie über Strandhill wissen, fällt den meisten zuerst ein, dass man dort gut Wellenreiten kann. Für die Bewohner des nahe gelegenen Städtchens Sligo ist das einstige Fischerdorf an Irlands rauer Nordwestküste das Bade- und Freizeitdomizil schlechthin. Surfschulen, Yachthafen, Golfplatz und die zahlreichen Restaurants sind im Sommer stets gut besucht.

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Viele verbinden den Namen Strandhill mit Knocknarea. Der 327 Meter hohe Berg, an dessen Fuß das Örtchen liegt, gilt als letzte Ruhestätte der sagenhaften Kriegskönigin Méabh (auch Maeve) von Connacht. In voller Schlachtmontur, stehend und mit dem Gesicht gen Norden – zu ihren Feinden in Ulster gewandt – soll die streitsüchtige Dame in einem gewaltigen Steinhügelgrab auf dem Gipfel beerdigt worden sein.
Nach wie vor sind Königsgrab, Badespaß und Wassersport triftige Gründe, nach Strandhill zu reisen. Ein weiterer ist in den letzten Jahren hinzu gekommen: Seetang. Und der lockt immer mehr Wellness-Urlauber in das verträumt wirkende Nest am Atlantik, das in Wahrheit recht ausgeschlafen ist.

Algen zur Muskelentspannung

K1024_NeilWalton-VoyaSeaweedBaths1Was im ersten Moment nach einem neumodischen Spleen klingt, hat – zumindest in Irland – eine lange Tradition. „Schon vor mehr als 300 Jahren gab es hier Badehäuser, in denen man Algen nutzte, um Muskeln zu entspannen, die Blutzirkulation zu erhöhen, den Körper zu entgiften, alternder, ausgetrockeneter Haut natürliche Feuchtigkeit und Frische zurückzugeben und zu regenieren oder Heilprozesse zu fördern“, erklärt Neil Walton, während er, wie viele Male täglich, ein Algenbad vorbereitet. Die „Voya Seaweed Baths“, die der Sportwissenschaftler seit dem Jahr 2000 zusammen mit seinem Bruder Mark in Strandhill betreibt, waren die erste Neueröffnung eines Algenbadehauses seit 100 Jahren. Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts existierten um die 300 dieser Einrichtungen auf der ganzen Insel, neun davon allein im winzigen Strandhill. Das schloss 1961, nachdem es vom Hurrikan Debbie zerstört worden war. Mittlerweile gehören Seetang-Behandlungen in vielen irischen Spas wieder zu den Standardangeboten.

Arme voll Seetang

Während warmes Wasser in die Wanne läuft, gibt der Wellness-Experte mehrere Arme voll handgeernteten Seetang hinzu. Die gelblich-braunen Großalgen der Spezies Fucus serratus sind glitschig und haben eine gummi- bis lederartige Konsistenz. Wegen ihrer gezackten Ränder auf deutsch auch „Sägetang“ genannt, erinnern sie zugleich mit ihren flachen, fingerförmigen Blättern an die Schwimmfüße von Wasservögeln. Ihr starker Meeresgeruch verbreitet sich in dem Raum, der mit seinen „algenfarbigen“ Wand- und Bodenfliesen an ein altmodisches Sanatorium erinnert.

K1024_NeilWalton-VoyaSeaweedBaths2 „Manche vergleichen das Seetang-Bad mit einer Fahrt über den Atlantik“, sagt Neil und lässt seinen Gast nun selbst auf Entspannungsreise gehen. Eine anfängliche Dampfbehandlung hilft den Poren, sich zu öffnen, um die wertvollen Nährstoffe der maritimen Heilpflanzen besser aufnehmen zu können. Der allererste Moment ist nicht der angenehmste. Doch nachdem sich die Haut an das schleimige Unterwasserkraut gewöhnt hat, fühlt man sich wie die kleine Meerjungfrau in ihren besten Tagen: mopsfidel und sorgenfrei, in den Wellen und Tiefen des Ozeans daheim.

Wannenbad mit Suchtpotential

Wunderbar belebt, entspannt und gut gelaunt (zum Glück immer noch ohne Fischschwanz), mit babyweicher, glatter Haut und seidig weichen Haaren steigt man nach 50 Minuten aus der Wanne. Das hat Suchtpotenzial! Neil Walton freut sich und versichert lachend seinem Gast: „Sie wären der erste gewesen, dem es nicht gefallen hat.“ Und das will was heißen bei den hohen Besucherzahlen der „Voya Seaweed Baths“! Die meisten kommen nicht, nur um in den Algen zu baden. Denn die Waltons nutzen die in den Pflanzen gespeicherte Kraft des Ozeans auch für hochwertige Kosmetikprodukte ohne jegliche chemische Zusätze. Verarbeitet werden dafür außer handgeerntetem Seetang aus Strandhill nur andere Biorohstoffe wie Sheabutter, Bienenwachs, Totes-Meer-Salz und Aloe Vera. „Um die Wirkstoffe des Seetangs zu gewinnen, verwenden wir ein komplexes Verfahren, das wir in langjähriger Forschung mit unzähligen Tests entwickelten. Dabei handelt es sich um eine Nachahmung des natürlichen Konservierungsvorgangs der Algen, mit denen sie sich zwischen Ebbe und Flut vor dem Austrocknen schützen“, so Neil Walton.

K1024_Sligo-SchafeVerbunden mit anderen positiven Eigenschaften der Meerespflanzen, übertrage man ihre feuchtigkeitserhaltende und zellerneuernde Wirkung auf die Hautpflegeprodukte und halte sie damit selbst „lebendig“. Früh geprägt durch seinen Vater Michael, der als einer der ersten Öko-Landwirte in Irland die Bio-Bewegung dort maßgeblich mitbestimmte und sich seit Jahrzehnten mit Meeresalgen beschäftigt, lernte der aktive Triathlet Neil Walton den Seetang als ein Geschenk der Natur zu schätzen. Nachdem er sich eine schwere Sportverletzung zugezogen und sie erfolgreich mit Algenbädern behandelt hatte, beschloss er, ein eigenes Seetang-Spa aufzubauen. Bereits im Eröffnungsjahr kamen 12.000 Gäste, Tendenz steigend. Also, liebe Iren – wie war das noch mal mit Strandhill? Ach richtig, ja, der Algenkurort…

Text und Bld: Carsten Heinke

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Der Autor im Algenbad

 

Voya Seaweed Baths: Das Seetang-Spa in Strandhill bei Sligo ist geöffnet montags und dienstags von 12 bis 20 Uhr, mittwochs bis freitags von 11 bis 20 Uhr sowie samstags und sonntags von 10 bis 20 Uhr. Ein 50-minütiges Voya-Entgiftungs-Seetang-Bad mit Dampf kostet 25 Euro für eine Person, 35 für zwei. Das Spa-Menü beinhaltet neben Bädern diverse Körperpackungen, Facials, Massagen und viele Spezialbehandlungen. Eine 20-minütige Voya-Massage kostet 40, eine 50-minütige 65 Euro. Sehr beliebt ist der „Mermaid’s Purse Body Wrap“ (50 Minuten für 85 Euro). Weitere Informationen unter www.voyaseaweedbaths.com

Hotel-Tipp: Sligo Park Hotel, Pearse Road, www.sligoparkhotel.com

Restaurant-Tipp: Reidy’s Wine Bar & Bistro, Stephens Street, Sligo, anschließend ab 21.30 Uhr irische Livemusik in der Harp Tavern, Quay Street, www.theharptavernsligo.com

The Strand Bar, Strandhill, www.thestrandbar.ie

Akivitäten: Wellenreiten können Anfänger und Fortgeschrittene mit der Perfect Day Surf School in Strandhill, www.perfectdaysurfing.ie

Welche leckeren und gesunden Gerichte, Snacks und Drinks man aus frischem oder getrocknetem Seetang zaubern kann, lernt man in der Seaweed Cooking School in The Organic Centre, Rossinver, Co. Leitrim, www.theorganiccentre.ie

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The Organic Centre

 

Deutschland: Langlauf am Großen Arber

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Die Luft ist klar. In der Mittagssonne glitzert der Schnee auf den Feldern. Das Bilderbuchwetter lädt einfach zum Spaziergang durch die weiße Pracht ein. Schnell sind Schuhe und Jacke angezogen und dick eingepackt kann die Winterwanderung im Nationalpark Bayerischer Wald, am Fuße des Arber, starten. Hier darf die Natur noch Natur sein.
Hoch hinauf auf den 1456 Meter hohen Großen Arber muss man nicht, um den ältesten Nationalpark Deutschlands zu erleben. Wen es gerade im Winter dennoch nach oben zieht, sucht nicht nur den Ausblick ins benachbarte Tschechien. Vielmehr zieht es die meisten mit Skiausrüstung in Richtung Gipfel. Denn der höchste Berg des Bayerischen Waldes ist mit Gondeln und Liften als Skigebiet erschlossen.

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Dem Rausch der Geschwindigkeit frönen aber nicht alle. Wer es beschaulicher mag, lässt sich von der Skischule „Berghexen“ aus Bodenmais in die Kunst des Langlaufens einweisen. Ob im Langlaufzentrum Bretterschachten mit den zehn verschiedenen Loipen oder auf den unzähligen gespurten Routen in der Region: Mit Trainer Max sind die ersten Gehversuche auf den dünnen Brettern kein Problem. Fast in Sichtweite des beschaulichen Örtchens Drachselsried ist im Langlaufzentrum Frath der klassische Stil angesagt. „Das ist gerade für Anfänger einfacher zu lernen“, ist der erfahrene Skilehrer überzeugt. Der „alte Hase in seinem Metier“ ist von keinem Neuling der Gruppe aus der Ruhe zu bringen. „Jeder muss sein eigenes Tempo finden“, ist seine Devise. Das gibt Sicherheit. Denn in der Ruhe liegt für ihn die Kraft – und das Gefühl für Balance und Geschwindigkeit.
Nach dem ausführlichen Aufwärmen geht es in die Loipe – erst zaghaft, dann immer beherzter. Auch wenn man gelegentlich mal das Gleichgewicht verliert und im Schnee landet. Und nach kurzer Zeit sind sogar die zögerlicheren Anfänger munter bei der Sache und ziehen ihre schweißtreibenden Bahnen. Ausgelaugt, aber ziemlich zufrieden mit dem Ergebnis des Schnupper-Langlaufens wird das Training beendet.

170 Kilometer gespurte Loipen

Über 170 Kilometer gespurte Loipen warten in der Region auf die sportlich Aktiven. Ein besonderer Genuss für Geübtere ist die Auerhahn-Höhenloipe, die über 30 Kilometer auf einer Höhe von 850 m bis 1260 m vom Skizentrum Eck über Schareben bis zum Langlaufgebiet Bretterschachten bei Bodenmais verläuft. Und dann gibt da noch die Bayerwald-Loipe. Mit 150 Kilometern Länge schlängelt sie sich vom Arber-Gebiet quer durch den Bayerischen Wald bis zum Dreisessel.

Hotel LINDENWIRT" - D-94256 Drachselried  Fotograf:  GüŸnter Standl Nach der sportlichen Betätigung sollten sich die Muskeln wieder erholen. Im naturverbundenen Refugium Lindenwirt, einem Vier-Sterne-Hotel in Drachselsried, direkt an der Loipe, darf man sich Gutes für Körper und Seele gönnen. Zugegeben, ein Tourismusmagnet ist das Dörfchen, nur sechs Kilometer vom heilklimatischen Kurort Bodenmais entfernt, nicht. Muss es auch nicht. Es strahlt jede Menge Ruhe aus. Hektik scheint hier ein Fremdwort zu sein. Das geschäftige Treiben in der Glasstadt in der Nachbarschaft vermisst man auch nicht, wenn man sich auf die verschneite Natur einlässt. Da darf man gerne abseits der Wege die weiße Pracht genießen – Wellness in der Natur. Und nicht nur bei den Kleinen kommt die unbändige Lust auf eine ausgiebige Schneeballschlacht.

Eine Auszeit vom Alltag bietet das frische, familiär geführte Hotel schon beim Eintreten. Das Wohlbefinden der großen und auch vielen kleinen Gäste wird hier groß geschrieben. Christian Geiger und seine Frau Maria haben das Haus für rund sieben Millionen Euro zu einem großzügigen Wellnessrefugium umgebaut. Holz und natürliche Materialien sind vorherrschend, bayerischer Charme ist in den vielen Nischen im Hotel überall zu spüren – nicht nur im Spa-Bereich mit dem gemütlichen Kaminfeuer. „Der Tilia-Spa-Bereich ist unser Wohnzimmer des Wohlfühlens“, sagt Chef Christian Geiger. Denn mit allen Sinnen will man die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren. Geiger hat sich der ganzheitlichen Therapie verschrieben. Die nachhaltige Behandlung mit basischen Salzen, von der Massage bis zum Wickel, fördert die Entgiftung des Körpers. Danach ist auf der Schaukelliege Ruhe angesagt. Oder man lässt sich vom russischen Baderitual Banja faszinieren, das den Körper regeneriert.

Ganzheitliches Gesundheitskonzept

Das ganzheitliche Gesundheitskonzept der „Gourmet Vital Küche“ wird den Gästen auch bei den verschiedenen Ernährungsvorträgen vorgestellt. Man verzichtet auf Säurebildner für den Körper, kocht weitgehend cholesterin- und laktosefrei und setzt auf natürliche Zutaten von hoher Qualität, auf saisonale und vor allem regionale Produkte. „Das ist nicht nur für Gesundheitsbewusste, sondern gerade für Allergiker wichtig“, ist Christian Geiger überzeugt. Das Wasser der hauseigenen Quelle mit einer Qualität, die fast an Heilwasser grenzt, sprudelt eh aus jedem Wasserhahn. Wer bisher mit dieser Küche nichts am Hut hatte, kann die basische Vitalküche nach Lust und Laune testen. Danach geht es wieder raus in die verschneite Natur, zum Skifahren am nahen Riedlberg, zum Rodeln auf der Naturrodelbahn bei Oberried oder am Abend zur gemütlichen Fackelwanderung mit Chef und Wanderführer Geiger.

Diana Seufert

Deutschland: Damenspecial im Allgäu

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Nicht nur gepflegt, sondern auch entspannt

Körper und Geist in Einklang bringen und zugleich wieder neue Energie tanken verspricht das Damenspecial „Schön und erholt“ des Vitalhotels Die Mittelburg in Oy-Mittelberg im Allgäu. Das Angebot kann entweder von einer Alleinreisenden oder zu zweit gebucht werden, bei einem Mindestaufenthalt von vier Tagen. Im Preis ab 586 Euro sind drei Übernachtungen im Einzel- oder Doppelzimmer, Mittelburger Aktiv- und Entspannungsprogramm sowie die Vollverwöhnpension enthalten. Außerdem: eine kosmetische Gesichtsbehandlung, eine Maniküre, eine Pediküre, eine Nachtkerzenölpackung in der Softpackliege, eine klassische Rückenmassage und eine Aurum-Manum-Massage. Das Treatment mit in Öl erwärmten Edelsteinkugeln, bei denen bestimmte Akupunkturpunkte und Meridiane stimuliert werden, hilft erwiesenermaßen bei Stress-Symptomen wie Tinnitus, Migräne und Burnout.

Italien: Freundinnen-Special in Schenna

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Spa-Gutschein bei drei Übernachtungen

Gemeinsam ausspannen vor Bergkulisse und in der Sauna die Wärme genießen, während es draußen ungemütlich wird: Wer sich während der kalten Jahreszeit gemeinsam mit der besten Freundin für mindestens drei Nächte im kleinen, aber feinen 4-Sterne-Hotel Grafenstein in Schenna oberhalb von Meran einmietet, bekommt pro Person einen exklusiven Wellnessgutschein geschenkt. Der Voucher kann für eine Behandlung nach Wahl im hauseigenen Grafenstein-Spa eingelöst werden und hat einen Wert von je 30 Euro. Die Übernachtung kostet ab 78 Euro pro Person im Doppelzimmer und versteht sich inklusive Verwöhnpension mit Frühstück, Nachmittagsbuffet und mehrgängigem Abendessen. Das Angebot ist gültig vom 3. November bis 9. Dezember sowie vom 26. bis 31. Dezember 2013.

Italien: Alpine Wellness in Südtirol

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„Achtsam und g’sund“ in der Naturoase Stegerhof

Endlich mal wieder auf sich selbst achten – das ermöglicht ein Aufenthalt in der Naturoase Stegerhof in Truden. Das bäuerliche Spa-Paradies in Südtirols tiefem Süden ist einer von nur drei zertifizierten Vitalbauernhöfen mit dem Qualitätssiegel „Roter Hahn“. Im Rahmen der dreitägigen Pauschale „Achtsam und g’sund“ (zwei Übernachtungen) ab 150 Euro pro Person genießt Frau neben der frischen Luft im Nationalpark Truden ein Heubad, einmal Schwitzen im Kraxenofen sowie jeden Morgen ein Vitalfrühstück in der Bauernstube. Wer auf fünf Tage (vier Übernachtungen ab 250 Euro pro Person) verlängern will, erlebt zudem noch eine Sabbia-Meditation, einmal Bauernsauna sowie eine Käseverkostung mit heimischen Produkten aus Kuh-, Schaf- und Ziegenmilch. Alle Wellnessbehandlungen werden von der fachkundigen Bäuerin durchgeführt. Die Marke „Roter Hahn“ garantiert das Einhalten strenger Kriterien wie die ruhige, verkehrsarme Lage des Hofs sowie mindestens zwei Vitalangebote, beispielsweise Schönheitsmasken oder Entschlackungskuren.

Österreich: Jungbrunn in Tirol

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7.000 Quadratmeter Wellness – mehr Spa geht nicht

Wer sich und seiner besten Freundin, Mutter oder Tochter mal wieder etwas richtig Gutes tun möchte, entspannt gemeinsam im Jungbrunn im Tannheimer Tal. Der bereits mehrfach ausgezeichnete, 7.000 Quadratmeter große Spa des Alpinen Lifestyle Hotel wurde erst Ende 2011 umgebaut und umfasst acht verschiedene Saunen und Dampfbäder sowie sechs Pools, darunter den beheizten, 20 Meter langen Terrazzo-Außenpool. Stilvoll designte Ruhebereiche bieten jedem Gast eine eigene Liege mit Panoramablick in die Tannheimer Berge. Herzstück ist die sichtbar gemachte, hauseigene Gebirgsquelle. Erholungssuchende haben die Wahl zwischen zahlreichen Health- und Beauty-Anwendungen aus den Alpen und dem Rest der Welt. Das fünftägige Arrangement „Freundinnen Wohlfühltage“ kostet ab 956 Euro pro Frau im Doppelzimmer und beinhaltet je einmal Floaten, eine Gesichtsbehandlung „Quell der Erholung“ von Ericson Laboratoire, eine Pediküre „Raffinesse“ mit Paraffinhandpackung, eine Maniküre „De luxe“ sowie ein Blaue-Kamille-Ölbad. Außerdem im Preis inbegriffen: vier Übernachtungen, freier Zugang zum Jungbrunn SPA Wellness(t), Gratis-Teilnahme am Aktiv- und Entspannungsprogramm sowie die Jungbrunn-Verwöhnpension.

Spanien: Mallorca – Ein Fall für zwei

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Beauty-Special im Grupotel Valparaíso Palace & Spa

Freundinnen, die bis Ende Januar im 5-Sterne-Grupotel Valparaíso & Spa einchecken, erwartet ein besonderes Angebot: Bucht eine die Wellness-Anwendung „Ocean Wave“, darf die andere ebenfalls genießen – und zwar gratis. Während also die eine in einem entspannenden Rotalgen-Balsambad (Ocean Wave) liegt, erhält die andere eine 40-minütige Gratis-„Peeling-Zeremonie“ mit Perlenextrakten. Die rund zweistündige Behandlung „Ocean Wave“ schließt eine intensive Massage ein und kostet 175 Euro. Daneben gibt es noch zahlreiche weitere Ladies-Angebote. Der Gutscheincode „Freundin“ kann bei Buchung unter der Telefonnummer +34 (971) 400 300, per Mail an spa.valparaiso@grupotel.com oder an der Spa-Rezeption des Hotels eingelöst werden. Gültig bis Ende Januar, ausgenommen 24. Dezember bis 2. Januar.