USA: Ski-Spaß in Northstar-at-Tahoe

Shaun White, Goldmedaillen-Gewinner im Snowboarden, erklärt Northstar-at-Tahoe zu seinem Trainings- und Hausberg ©Vail ResortsJeden Winter heißt es für viele Freizeitsportler: Ski heil – auch in den US-amerikanischen Wintersportorten Vail, Baever Creek, Breckenridge und Keystone (Colorado) sowie Heavenly (Kalifornien).

Vereint werden die Orte in der weltweit führenden Skigebiets-Company Vail Resorts, das seit diesem Jahr auch das kalifornische Northstar-at-Tahoe integriert. Egal ob Anfänger oder Profi auf schwarzen Pisten, Sie können ein 1.215 Hektar großes Skigebiet (ca. 1.200 Fußballfelder) erobern. 95 Pisten locken zum Kurvenschwung. 19 Lifte führen auf den Mount Pluto (2.624 Meter) und zu den ausschließlich schwarzen Pisten sowie ins unpräparierte, jedoch gesicherte Wald-Gebiet Sawtooth Ridge oder wahlweise auf den 2.475 Meter hohen LookOut Mountain. Von hier geht‘ s entweder direkt bergab oder zum Mount Pluto. Dieses Gebiet ist den Genuss-Ski geeignet. Fünf Terrain Parks und die knapp sieben Meter hohe Shaun White-Halfpipe stehen hier zur Verfügung. Sie ist namentlich dem Goldmedaillen-Gewinner im Snowboarden gewidmet. Shaun ist derzeit im Northstar-at-Tahoe-Skigebiet anzutreffen. Der Profi hat Northstar zu seinem Haus- und Trainingsberg erklärt.

KF

 

USA: Zahnarzt rettet Schildkröte

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Zahnarzt Fred Troxel und seine Patientin Elena. Fotograf: Andy Newman, Florida-Keys-News-Bureau

Dem Team des Turtle Hospitals auf Marathon, Florida Keys, ist es dank des Einsatzes eines Zahnarztes gelungen, eine vom Aussterben bedrohte Grüne Meeresschildkröte vor dem sicheren Tod zu retten. Das zwanzig Kilo schwere, weibliche Reptil war nach dem Zusammenstoß mit einem Boot vor gut einem Monat an der Küste von Key West gestrandet. Nach Einlieferung in das Schildkrötenkrankenhaus wurde das lebensgefährlich verletzte Tier mit viel Fürsorge und der Gabe von Medikamenten wieder aufgepäppelt. Ein großes Problem beim Genesungsprozess stellte jedoch der gebrochene Panzer dar. Fred Troxel, Zahnarzt aus den Florida Keys, wurde zu Hilfe gerufen. Er verschloss den 25 Zentimeter großen Riss mit zwei orthopädischen Platten. Diese fixierte er mit einem für die Zahnmedizin entwickelten künstlichen Füllmaterial, das sich mit organischen Substanzen verbindet. Der vollständigen Erholung der Schildkröte, die das Team des Turtle Hospitals auf den Namen „Elena“ taufte, steht nun nichts mehr im Wege. Die Chancen stehen gut, dass sie eines Tages ins Meer zurückkehren kann.

Das Turtle Hospital auf Marathon existiert seit 27 Jahren. Über 1.300 Tiere verdanken dem Team des Schildkrötenkrankenhauses ihre Rettung. Nur 25 Tiere konnten aufgrund der Schwere ihrer Verletzung nicht wieder in Freiheit entlassen werden und leben heute vor Ort oder in anderen Einrichtungen weltweit. Jährlich behandeln die Ärzte zwischen 50 und 75 gepanzerte Patienten. Deren Heilungsprozess beträgt durchschnittlich drei bis vier Monate.

 

 

 

 

USA: Auf Wolfspirsch am gelben Fluss

 

Im Yellowstone Nationalpark lassen sich Bären und Wölfe beobachten. Forschung, Tierschutz und Tourismus gehen dabei Hand in Hand.

„Einheit Neun, hier Einheit eins, bitte kommen“, krächzt es aus dem Funkgerät. Schnell dreht Naturführer Zack Baker den Ton lauter: „Wir haben hier einen Grizzly. Er nähert sich dem Wolfsbau von Rudel Nummer zwölf“, meldet sich die Stimme wieder. „Den sehen wir uns an. Das ist hier in der Nähe“, ruft Zack und treibt uns ins Auto. „Eine Begegnung zwischen Bär und Wölfen, das habe selbst ich noch nicht erlebt“ sagt er aufgeregt und gibt Gas.

Seit dem frühen Morgengrauen sind wir im Yellowstone Nationalpark im Nordwesten der USA unterwegs – nicht nur einer der größten Nationalparks der USA, sondern mit dem Gründungsjahr 1872 auch der älteste der Welt. Pünktlich zum Sonnenaufgang hat Zack uns zum ‚Grand Canyon of the Yellowstone’ geführt: Eine Schlucht mit 400 Meter hohen Felswänden, die in hellem Gelb, in Kupfer, Orange, Ocker und Rot schimmern.

Quellen, Geysire und Schlammtöpfe

Die Geologie der Region ist ein Resultat vulkanischer Aktivität. Unter der Erde brodelt es in einer gewaltigen Magmakammer. Die vielfältigen Formen des Vulkanismus zeigen sich in Tausenden heißer Quellen, Geysire und Schlammtöpfe: Im „Mund des Drachen“ schmatzt und gluckt es unappetitlich. Im „Schlammvulkan“ brodelt ätzende Flüssigkeit. Qualmende Erdspalten säumen die „Feuerstraße“.

Die Tierwelt lässt sich davon nicht beeindrucken. Zum Beispiel die Büffel, denen man unter Garantie begegnet: In kleinen Gruppen weiden die zotteligen Tiere im Haydon Valley, vorsichtig umkreist von Fotografen mit der Kamera im Anschlag. Schnaubend drohen die Bullen mit ihrem massigen Schädel, wenn sie ihre Jungen in Gefahr sehen. Erschreckt sprinten die Menschen dann beiseite.

Studienobjekt Wolf

„Beeilt euch, die Wölfe haben ihn jetzt bemerkt“, tönt es wieder aus dem Gerät. Zack gibt Gas. „Ich liebe diese Momente“, erzählt der junge Führer. „Ich merke dann, dass ich Teil eines wichtigen Projekts bin.“ Für seinen Arbeitgeber Carl Swoboda gehen Tourismus und Tierschutz Hand in Hand. Dessen Firma nimmt offiziell am Wolfsprojekt der Parkverwaltung teil, in dem Wissenschaftler und Ranger das Verhalten der Wölfe studieren.

Mitte der 90er Jahre wurden 31 Grauwölfe aus Kanada in den Yellowstone ausgewildert, wo sie ausgestorben waren – Wölfe, Kojoten und Pumas waren in der Anfangszeit des Parks gnadenlos getötet worden. Zeitweise musste sogar die Armee einschreiten, um Wilderei und Zerstörung der Natur zu verhindern. Heute fühlen sich die scheuen Jäger im Park wieder so pudelwohl, dass sich ihre Zahl mehr als verzehnfacht hat.

Rund ein Drittel der Wölfe ist mit einem Halsband und Sender markiert, einige sogar mit GPS. Die Wissenschaftler sammeln Daten über Rudelgrößen und Reviere, die Auswahl der Beute und die Auswirkungen auf das gesamte Ökosystem. Während Zack erklärt, erreichen wir endlich den Hügel des Geschehens, auf dem sich schon eine schwer bewaffnete Armee in Stellung gebracht hat: Teleskope, Ferngläser und Teleobjektive sind auf die Prärie im Lamar Valley gerichtet, in dem mehrere Büffelherden grasen.

Grizzlies, Wölfe und Touristen

Hektisch setzt Zack sein Beobachtungsgerät aufs Stativ, dann hat er ihn direkt im Visier: Gemütlich bummelt der Grizzly durch die Wiese, schnuppert an den Büschen und hält die Schnauze in die Sonne. Auch Bären machen mal einen Morgenspaziergang. Aus der Ferne wirkt der gefährliche Koloss wie ein knuddeliger Teddy. Noch hat er die beiden Wölfinnen nicht bemerkt, die ihn in sicherem Abstand lauernd umkreisen.

„Wenn er so weitertapert, muss er direkt über die Wolfsjungen stolpern“, flüstert eine dick in Decken gehüllte Frau in ihrem Campingstuhl – nur ihre Augen lugen unter einer Fellmütze hervor. Die Profis unter den Wolfsfans kommen mit teurem technischem Gerät, heißem Kaffee gegen die Morgenkälte und viel, viel Geduld – so spektakulär wie heute ist es nicht jeden Tag.

Manche reisen jedes Jahr für mehrere Wochen an und folgen den Tieren wie Groupies ihren Stars. „Ganz gewiefte hören unseren Funk ab“, erzählt Zack. „Dann kommen ganze Horden zu den gemeldeten Orten.“ Der Leiter des Forschungsprojektes musste sogar sein Auto wechseln. Das gelbe Fahrzeug war schnell bekannt und wurde regelmäßig von fanatischen Tierliebhabern verfolgt.

Der Grizzly ist jetzt nur noch hundert Meter vom Bau mit den Jungen entfernt. Attacke! Die Wölfinnen greifen von zwei Seiten an, der Bär brüllt und schlägt mit der Tatze nach ihnen, doch sie lassen nicht locker. Bis der Bär schließlich aufgibt und sich zurück in den Wald trollt. „Bei solchen Konflikten ziehen Wölfe oft den kürzeren“, erklärt einer der anwesenden Wissenschaftler. „Aber hier ging es ja um ihre Jungen.“

Inzwischen ist bei den Wölfen wieder Ruhe eingekehrt, die Fangemeinde stellt sich auf Stunden – oder Tage – des Wartens ein, bis wieder etwas passiert. Doch da quäkt es schon wieder aus Zacks Funkgerät: Zwei Grizzlys tummeln sich auf einer Wiese nicht weit von hier. Zack dreht den Apparat gleich leiser: Diesmal will er die Tiere für seine Gruppe ganz alleine haben.

Oliver Gerhard

USA: Das Shuttle wird Museum

Nach 135 Flügen geht die Ära des Space Shuttles zu Ende. Nach 30 Jahren sind Discovery, Endeavour und Atlantis zu alt geworden. Einst war es ihre Aufgabe, schwere Teile ins All zu befördern, doch dieses Programm ist jetzt abgeschlossen. „Während die Finanzierung für das Space Shuttle Programm ausläuft, wurden 2011 ins Kennedy Space Center mehrere Millionen Dollar investiert. Das Besucherzentrum soll erweitert werden, und wenn die NASA grünes Licht gibt, wird eines der Shuttles nach seinem letzten Flug zum Museum und für Raumfahrtfans zugänglich gemacht werden.

 

 

USA: Die Top 10 Sehenswürdigkeiten von New York


1 Empire State Building

Manhattans Wahrzeichen ist mit 381 Metern wieder das höchste Bauwerk der Stadt, die Aussicht im 102. Stock bietet den optimalen Rundumblick.

2 Brooklyn Bridge

Mit der Subway hinüber nach Brooklyn, und über den hölzernen Walkway der Brücke zurück nach Manhattan, immer die Skyline im Blick – der schönste Spaziergang, den New York zu bieten hat.

3 Ground Zero

Der Ort an dem bis zum 11. September 2001 das World Trade Center stand, ist immer noch eine Baustelle. Die beklemmendste Attraktion der Stadt.

4 Central Park

Jogger und Skater lieben die 90 Kilometer langen Spazierwege, im Sommer trifft man sich beim Picknick und bei kostenlosen Konzerten mit Weltklasse-Künstlern.

5 Fifth Avenue

Die edelsten Schaufenster der Stadt und die teuersten Läden. Die großen Namen stehen Spalier, von Tiffany’s bis zum goldstrotzenden Trump Tower.

6 Times Square

Die langgezogene Straßenkreuzung ist weltberühmt für ihre Leuchtreklame und für die Broadway-Theater in der Umgebung.

7 American Museum of Natural History

Das populärste Museum der USA ist Schauplatz der Filmkomödie »Nachts im Museum«; ein Hit ist auch die Space Show im angeschlossenen Hayden Planetarium.

8 Metropolitan Museum of Art

Das größte Kunstmuseum Nordamerikas allein ist für viele New York-Besucher die Reise wert. Von Mai bis Oktober bietet das Roof Garden Café einen Traumblick über Skyline und Central Park.

9 Statue of Liberty

Die Freiheitsstatue bewundert man am besten ganz entspannt von außen. Bis voraussichtlich 2012 ist das Innere der Statue wegen Renovierungsarbeiten geschlossen.

10 Grand Central Terminal

Ursprünglich sollte der Jugendstilbau abgerissen werden, heute gilt der »Main Concourse« mit seinem Sternenhimmel als schönster Innenraum von Manhattan.

USA: Westwärts nach Arizona

Arizona: Auf Mountainbike und Pferderücken

Hier schießt  der Wilde Westen noch um sich – zumindest fast. Denn wer glaubt, im Wüstenstaat Arizona gäbe es nicht mehr zu entdecken als Sand und Hitze, der täuscht sich. Unser Autorin Christina Hollstein traf Rockstar-Winzer, Erdfrucht-Köchinnen und Waffennarren auf sehnsuchtsvoller
Suche nach authentischer Western-Romantik. 

Manche Menschen machen Camping in der Wüste. Flimmernde Hitze, Berglöwen, Koyoten, Klapperschlangen, schier endlose, karge und wasserlose Sandlandschaften – alles inkludiert. Arizona polarisiert. Man liebt oder hasst sie, die trockene Sonora-Steppe, die stechende Sonne, die sparsame Vegetation. Die Camper, die hier mitten in der Einöde ihre einfamilienhausgroßen Caravans unter überdimensionalen Carports parken, lieben sie offenbar. Und sie sind nicht die Einzigen. Denn das abenteuerliche Mysterium „Wilder Westen“ scheint noch ganz andere Persönlichkeiten anzulocken.

Ein Golfer im Kaktus

„Das war nicht ganz ungefährlich“, ruft der alte Mann auf dem Mountainbike. Seine Stimme klingt unerschütterlich. Was erstaunlich ist, denn gerade sind wir einen rutschigen Sandpass auf dem Rad hinuntergeprescht. Links und rechts kleine und große, runde und höckerige Kakteen, deren Stacheln irgendwie unfreundlich in alle Himmelsrichtungen ragen. Gary Heald, 75 Jahre, erstaunlich sportliche Statur, braun gebrannt, volles, silbernes Haar, wirbelt hier täglich durch Staub, Wind und Sonne.

Trotz seines Alters ist er wohl einer der virilsten Wüstenführer der „Arizona Outback Adventures“, dem Wüstenabenteuer-Unternehmen, das seinem Sohn gehört. „Vor kurzem fiel hier in der Nähe ein Golfspieler beim Abschlag rücklings in solch einen Kaktus“, erzählt Gary und zeigt auf ein Exemplar, das aus hunderten eiergroßen Stachelbällchen besteht, die sich hin und wieder von der Stammpflanze lösen und für den Wanderer gefährlich allein durch die Wüste treiben. „Die Stacheln wurden drei Stunden lang aus seinem Körper operiert“, lacht er. Doch natürlich kann der Wüsten-Weise noch viel mehr als bloße Schauermärchen erzählen. So unterrichtet er uns auch in Wüsten-Vegetation: „Je kleiner das Blatt am Baum, desto geringer der Wasserverlust“. Aber auch in Wüsten-Geschichte: „Die Weißen wollten die Indianer liquidieren? Was Arizona betrifft: Ein Gerücht!“
Na ja … Zumindest ist in dieser sandigen Endlosigkeit gerade weit und breit kein Indianer zum Einsprucheinlegen vorhanden. Vielleicht ein schlechtes Zeichen?

Charleen kocht hässliches Gemüse

Für alle die, die kein Hitze-Camping mögen, bietet Arizona allerdings auch Alternativen: Sonora-Oasen, kleine Wüstenstädte, aber auch riesige Stadtwüsten. Und selbst wer saftigen, grünen Rasen sucht, der muss erstaunlicherweise nicht ins für uns Europäer nahe England reisen, sondern kann ebenfalls in die Wüste fahren, klar. Ins Städtchen Scottsdale zum Beispiel – ein Paradies für alle Freunde des liquiden Wüstenflairs, für Gourmet-Golfer, für Pool-Party-Fans. Doch während wir hier in den schicken Golf-Resorts eher auf teure, in geschmacksfreiem Käse ertränkte Küche treffen, entdecken wir in Old Scottsdale, dem Downtown-District der Stadt, moderne, leichte und wie der arrogante Europäer sagen würde „irgendwie unamerikanische“ Küche. „Charleen kocht sogar hässliches Gemüse“, sagt die hübsche Laura McMurchie, PR-Sprecherin der Region Scottsdale. Hässliches Gemüse? Im Gastropub FnB sind das Steckrüben und Blumenkohl, Kohlrabi und Pastinaken, Kartoffeln und Knollen-Zieste. Seit 2009 schon bereitet die Küchenchefin hier all diese Erd-Köstlichkeiten in offener Küche zu. „Charleen hat früher vierzig Kilo mehr gewogen“, verrät Laura und lacht, „dass heute so viel Gemüse auf der Karte steht, hat sicher auch etwas mit ihrem Diät-Konzept zu tun.“ Wie bei einem italienischen Großfamilien-Abendessen wird unser Tisch also mit verschiedenen Beilagen und Hauptspeisen gefüllt. Jeder probiert alles. In gemütlicher Dimmlicht-Atmosphäre prosten wir uns zu. Und zwar nicht etwa mit kalifornischem Wein, sondern mit dem aus dem kargen Arizona. Und dieser ist im FnB sogar prominent.

Der Winzer muss ein Rockstar sein

Nein, nicht etwa die Prominenz des Weins, sondern die des Winzers ist hier gemeint. Noch zumindest. Maynard James Keenan, Sänger der Hardcore-Band „Tool“, steht im FnB mit seinen aus den „Caduceus Cellars“ stammenden Weinen auf der Karte. Und auch der Rebsaft des neuseeländischen Regisseurs Sam Pillsbury ist hier gleich fünfmal auf der Weinliste vertreten. Zumindest in Amerika ist der Arizona-Wein dank dieser prominenten Unterstützung schon ein wenig populärer geworden. Und diese Missionarsarbeit war dringend nötig: Die ältesten Reben Arizonas sind gerade einmal zwanzig Jahre alt. Der Anbau in kargen Wüstenlandschaften spricht auch nicht gerade für die Region. Es gibt Frostperioden im Winter, monsunartige Regenfälle im Sommer und hartnäckige Schädlinge wie Waschbären und Nabelschweine im ganzen Jahr – ein hartes Geschäft. Wer hier Spaß am Weinbau hat, muss wohl tatsächlich Rock-Star sein. Oder einfach nur ein bisschen verrückt.

Ohne Espresso kann Flavio nicht schlafen

Doch was ein echter Cowboy ist, zieht weiter, immer weiter hinaus in die Wüste. Dorthin, wo die wilden Pferde wohnen, die weißen Hengste, Namensgeber der „White Stallion Ranch“ im Irgendwo Tucsons. Wir steigen aus dem klimatisierten Wagen und blinzeln durch die staubige Hitze in die tief stehende Sonne. Alles scheint so ruhig, fast verlassen. „Welcome to the White Stallion Ranch“, aus dem blendenden Licht schält sich der Umriss eines schlaksigen Cowboys. Betont o-beinig und in weißen Leder-Chaps kommt er auf uns zu. „Ist das der Ranchbesitzer?“, fragen wir uns. Nein, Flavio ist vielmehr Dorfsheriff. Ein Schweizer Mittvierziger, ein Dauergast-Cowboy erfahren wir später. Im echten Leben wohnt er alleine am schönen Lugano See, tüftelt an Computern und wartet auf das Frühjahr und den Herbst. Denn dann verbringt er hier auf der Ranch jeweils sechs bis acht Wochen als Teilzeit-Wild-Westler. Nur eine Regel gilt für ihn hier wie dort immer gleich: OHNE Espresso kann Flavio nicht schlafen. Deshalb fährt er allabendlich in die nächste Stadt, um einen zu trinken.

Im Schnauze-an-Schweif-Marsch über ausgetretene Pfade

Doch Flavio ist nicht der einzige „Lonesome-Cowboy“, der sich hierher verirrt hat. Beim Abendessen treffen wir auf eine recht originelle Truppe deutschsprachiger Pferdefans. Belinda, 19 und noch etwas kindlich, hat die teure Reise, ganz Kronprinzessin, die sie in jeder Geste ist, von Mami und Papi zum Abitur geschenkt bekommen. Rene, 45, Schweizer Sportlehrer, hat zumindest die freie Zeit für die Reise zum zwanzigjährigen Dienstjubiläum von den lieben Kollegen geschenkt bekommen. Und zu guter Letzt Gunda, geschätzte, aber nicht verratene um die 40, die die Reise hoffentlich von niemandem geschenkt bekommen hat – denn sie wirkt nicht sehr glücklich: „Das ist hier ja wie auf einem albernen Ponyhof!“. Nun gut. Das Reiten am nächsten Morgen hat tatsächlich nicht sehr viel mit wildem Westen zu tun. In geführten Gruppen geht es zum „Breakfast Ride“, dem täglichen Frühstücksritt. Vor mir im Sattel sitzt Senior-Cowboy H. C., etwas rostig, aber rüstig, und gibt, mehr kauend als sprechend etwas sehr Breit-Amerikanisches von sich. Er ist offenbar beeindruckt. Und ich auch. Denn das morgendliche Wüstenpanorama ist tatsächlich auf eine ganz eigentümliche und ziemlich aride Art und Weise imposant. Und so zotteln wir im Schnauze-an-Schweif-Marsch über ausgetretene Pfade durch die flirrende Hitze. Mein Pferd scheint irgendwann im einhundert Mal absolvierten Gang einzuschlafen. Obwohl – es scheint eigentlich nicht nur so: Es schläft tatsächlich.

Im Gegensatz zur größtenteils eher betagten Pferd-und-Reiter-Assemblage sind die betreuenden Wrangler, so heißen Cowboys, die keine Kühe, sondern Touristen durch die Wüste treiben, wie aus einem Teenager-Traum geschnitten. Jeremy, weißblond, braun gebrannt, blauäugig, blendendes Zahnpasta-Lächeln, und David, dunkel gelockt, dunkel-blauäugig, ebenfalls braun gebrannt und ein fast ebenso strahlendes Lächeln, betreuen die Reiter. Leider nicht nur zu Pferde. „Noch jemand Kaffee“, fragt Jeremy uns in betulicher Haushälterinnen-Manier. Er serviert das zum „Ride“ gehörige „Breakfast“ auf rot-weiß karierten Decken. „Nein, danke“, denken wir und wünschten, wir würden hier gerade nicht zwei junge, wilde Cowboys ein Senioren-Kränzchen ausrichten sehen.

Pump-Guns im Hobbymarkt

„In der Schweiz besitze ich eine elfteilige Waffensammlung“, unterbricht Flavio das Gespräch. Blicke kreuzen sich. Einen Schreckmoment lang wünscht sich wohl jeder von uns mindestens den Grand Canyon zwischen sich und den Pistolenfan. Arizona hat die liberalsten Waffengesetze Amerikas. Flavio fühlt sich hier wie „zu Hause“, wie er sagt. Pump-Guns kauft man im Hobbymarkt – neben Angel-Equipment und Campingausrüstung. „Man muss sein Hab und Gut verteidigen dürfen“, findet Flavio, „zu Hause würde ich jeden erschießen, der ungefragt mein Grundstück betritt.“ Es ist Nacht geworden auf der „White Stallion Ranch“. Die Sterne funkeln am dunklen Wüstenhimmel, fernab der großen, illuminierten Städte, besonders hell. Wir sitzen zwischen Kakteen und umherflitzenden Geckos auf unserer friedlichen, kleinen Bungalow-Terrasse. Es gibt Dosenbier. Nur Flavio trinkt Wasser. Es muss also sein Ernst gewesen sein.

Ein abenteuerliches Mysterium

Manche Menschen machen Camping in der Wüste. Manche fahren in ihr bei über 40 Grad Mountainbike oder lassen sich beim Golfspielen von Kakteen aufspießen. Manche kochen hier hässliches Gemüse, bauen in der Dürre Wein an oder frönen ihrer unstillbaren Waffenlust. Für all diese Menschen ist der „Wilde Westen“ genau das, wonach sie sich sehnen und was sie suchen. Und für alle anderen bleibt er genau deshalb, was er ist: Ein abenteuerliches Mysterium.

USA: Skifahren mit Lindsey Vonn in Vail, Colorado

Lindsey Vonn mit Nachwuchs-Läuferinnen in Vail

Lindsay Vonn als Skilehrerin

In Vail, dem größten Ski Resort Nord-Amerikas, erhält der weibliche Nachwuchs in Zukunft prominente und professionelle Unterstützung. Olympiasiegerin und Weltmeisterin Lindsey Vonn hat ein spezielles Förderprogramm für talentierte Mädchen zwischen 5 und 15 Jahren entwickelt. Trainiert wird in kleinen Gruppen mit maximal vier Teilnehmerinnen. „’Ski Girls Rock’ ist eine schöne Gelegenheit für mich, etwas weiterzugeben und gleichzeitig auch etwas zurückzugeben. Ich habe viel Unterstützung in Vail erfahren und möchte nun gern mit meinem Programm Mädchen inspirieren und sie für ihr eigenes Potenzial sensibilisieren. Eine Gruppe Ski-Lehrerinnen, die meine Leidenschaft für den Wintersport teilen, werden die jungen Talente fördern, fordern und unterstützen,“ so Ski-Star Lindsey Vonn, die in Vail wohnt.
Im Fokus des Trainingsprogramms stehen neben den Ski-Techniken auch die Förderung sozialer Kompetenzen sowie die Stärkung der Persönlichkeit. Einige der Mädchen werden am Ende der Saison nach Vail eingeladen, um eine Trainingseinheit mit Initiatorin Lindsey Vonn zu absolvieren.
Angeboten wird das „Lindsey Vonn“-Programm von der Lionshead Ski & Snowboard School in Vail.
Weitere Informationen: www.snowusa.com und www.SkiGirlsRock.com

USA: Der mit dem Bär tanzt

Der Appalachian Trail im Osten der USA ist einer der längsten Fernwanderwege der Welt. Er führt mitten durch den Great Smoky Mountains Nationalpark in North Carolina.

Als David Ackerley erwacht und aus dem Fenster seiner Holzbaracke blickt, schneit es noch immer. Der Wanderweg, auf dem er in den vergangenen Monaten über 2000 Kilometer mit seinem Rucksack durch ein Dutzend US-Bundesstaaten gelaufen ist, liegt unter einem vier Fuß tiefen Schneeteppich begraben. Es ist einer der wenigen Momente auf seiner Reise, an dem Ackerley daran denkt, aufzugeben. Der Weg Richtung Süden führt nach einigen 100 Kilometern zum Great Smoky Mountains Nationalpark, der in den Bundesstaaten North Carolina und Tennessee liegt. Einem 2000 Hektar großen, bergigen Waldgebiet, dichtbewachsen mit mächtigen Ahorn-, Kastanien- und Pinienbäumen. Sollte Ackerley im Schneetreiben vom Pfad abkommen und sich in der Wildnis verirren, würde ihn niemand finden. Außer den hungrigen Schwarzbären vielleicht.

Das Raue, Ursprüngliche – dafür sind die südlichen Appalachen seit jeher bekannt. Der US-amerikanische Pionier Daniel Boone, der sich Erzählungen zufolge im 18. Jahrhundert sogar Faustkämpfe mit den Bären lieferte, beschreibt einige Gebiete als „so wild und grauenhaft, dass man nicht ohne Erschauern davon berichten kann.“ David Ackerley erinnert sich an solche Geschichten, wenn er die weiß bedeckten, knorrigen Wälder vor seinem Fenster sieht. Er zögert.

Nach einigen Tagen, als der Schnee geschmolzen ist, spannt er seinen Rucksack auf den Rücken und läuft weiter. Der Appalachian Trail, der vom Bundesstaat Maine im Norden über 3440 Kilometer nach Georgia in den Süden der USA führt, hat Ackerley zurück. Die Riemen des Rucksacks pressen sich in seine Schultern, die Schritte werden immer schwerer. Der Weg durch die „Smokies“ führt über 16 Gipfel, die höchste Erhebung ist der Clingmans Dome mit 2025 Metern. Für Ackerley ist der Marsch über den schmalen und oft stark abschüssigen Trail eine Tortur, die sich lohnt: Der Nationalpark ist ein Naturereignis. Über 1500 Arten von Wildpflanzen wachsen dort, außerdem 130 verschiedene Baumgattungen – in ganz Europa gibt es gerade mal 85. Auch die Vielfalt an Reptilien, Säugetieren, Fischen und Vögeln ist gewaltig. Murmeltiere, Streifenhörnchen, 80 verschiedene Amphibien- und 30 Salamanderarten sind in den Wäldern, Flüssen und Seen der Smokies zu Hause.

Doch es ist nicht nur die starke, kräftige Natur, die Wanderern wie David Ackerley in den Great Smoky Mountains begegnet. Wer sich zu Fuß durch die Wildnis schlägt, spürt auch, wie zerbrechlich sie ist. Der Clingmans Dome ist umgeben von abgemergelten Baumstümpfen, die Smog und sauren Regen nicht überstanden haben. Noch dazu streckt die Fichtelgallenlaus, ein gefürchteter Baumschädling, viele Kieferngewächse in den Wäldern nieder. In Naturschutzgebieten wie dem Joyce Kilmer Memorial Forest im Süden der Smokies sind sogar die bis zu 1000 Jahre alte Hemlocktannen von der Umweltzerstörung betroffen. Der Wald reagiert. Er ist wie ein lebendiges Labor.

Seine Wanderung durch das Gebirge beeindruckt David Ackerley so sehr, dass er nach seinem neuneinhalb Monate langen Trip bis Georgia nicht zur Ruhe kommt. Er will zurück nach North Carolina, um sich dort niederzulassen. Die Great Smoky Mountains lassen ihn nicht mehr los. Acht Jahre ist das nun her.

Heute lebt er in Hot Springs, einer kleinen Ortschaft an der Grenze zu Tennessee. Eine Hauptstraße, viel mehr gibt es dort nicht. In den beiden Coffeeshops an der Main Street drehen sich Ventilatoren unter altmodischen Deckenlampen, das „United States Post Office“ mit seinen roten Ziegelmauern und einem sandsteingrauen Flachdach sieht in der Ferne aus wie ein verlassener Bunker. Wenn es dunkel wird, die Zikaden auf den Bäumen zirpen und das Licht in den Wohnhäusern erlischt, versinkt Hot Springs in der Wildnis.

„Als ich zu meiner Reise aufgebrochen bin, ging’s mir richtig dreckig“, sagt David Ackerley. Wir treffen ihn an einem milden Spätsommertag bei der Arbeit in „Bluff’s Mountain Outfit“, einem Einzelhändler für Trekkingausrüstung an der Main Street, die Teil des Appalachian Trails ist. „Ich war damals 29 Jahre alt, lebte in einem gottverlassenen Nest in Iowa und jobbte an einer Tankstelle.“ Sein Leben in der Einöde bewegte sich im Schneckentempo. Bis er eines Tages auf ein 18-jähriges Mädchen traf. Sie erzählte ihm vom ihrer Reise über den Trail – und Ackerley war wie elektriziert. Das war die Chance, sein Leben umzukrempeln.

Daniel Gallagher, der Inhaber des Trekkingladens, kennt solche Geschichten. Fast täglich kommen Wanderer zu ihm, die den Appalachian Trail bezwingen wollen. Sie kaufen neue Pullover oder decken sich mit Zelten und Schlafsäcken ein, die auch im strammen Regen beständig sind. Gallagher hört vieles über den Trail. Er sitzt hinter der Kasse, über ihm ein schwarz gestrichener Holzbalken, an den er Fotos von Wanderern gepinnt hat. Auch David Ackerley ist unter ihnen. Auf dem Bild trägt er einen flauschigen Bart und lange, verfilzte Haare.

„Von denen, die in Georgia gestartet sind, halten 70 Prozent bis Hot Springs durch“, erzählt der graubärtige Geschäftsmann. „Aber nur fünf Prozent schaffen es bis nach Maine.“ Viele sind schlecht vorbereitet. Sie schleppen 15 Kilo schwere Rucksäcke auf ihrem Rücken, obwohl sie nicht mehr als zehn Kilo tragen sollten. Einige Wanderer lassen unnötigen Ballast in Gallaghers Shop. „Vor einigen Jahren traf ich ein Paar, das ein Schwert mit sich führte“, erinnert er sich. „Ich fragte: Was zum Teufel wollt ihr mit dieser Waffe anfangen? Sie sagten: Wir müssen uns doch beschützen, wenn wir durch den Wald laufen.“ In Virginia hätten sie das Schwert endlich abgelegt.

Die Angst vor wilden Raubtieren: Sie begleitet viele Wanderer auf dem Trail. Brad Free, Ranger vom National Park Service, beruhigt: Im Vergleich zu den Grizzlybären aus den westlichen USA seien die Schwarzbären in den Smokies relativ ungefährlich. „Die wollen dein Essen, aber nicht dich“, sagt Free. Meist haben sie sogar Angst vor Menschen. Nur wer seine Lebensmittel über Nacht im Zelt versteckt, hat ein Problem: Er könnte von einer kalten Bärenschnautze geweckt werden.

Viele Wanderer schlafen daher nicht in Zelten – auch, um zusätzlichen Ballast im Gepäck zu vermeiden. Sie betten sich in Motels oder Gasthäusern, die in der Nähe des Appalachian Trails liegen. Oder sie schlafen auf Holzbänken in den „Shelters“: notdürftigen Schutzhütten, die am Wegesrand befestigt sind. Die Wanderer erwartet kein großer Komfort. Die Hütten sind spartanisch eingerichtet – und meist zur Vorderseite geöffnet. Einen hundertprozentigen Schutz vor Bären und Schlangen gibt es auch dort nicht.

Brad Free sieht das gelassen. Er ist im Laufe seines Lebens schon öfter einem Schwarzbären begegnet. „Wenn das Tier vor dir steht, stellen sich deine Nackenhaare auf“, erzählt der Ranger und kneift die Augen unter seiner grauen Hutkrempe zusammen. Die wichtigste Regel: Drehe dem Bären nie den Rücken zu, sondern behalte ihn im Blick. Dann laufe in kleinen Schritten rückwärts, bis du in Sicherheit bist. Wer sein Essgeschirr mit lautem Krach gegeneinander schlägt, hat manchmal Glück: Die Bären sind eingeschüchtert und suchen das Weite. Nur einem Besucher des Great Smoky Mountain National Parks hat keine Regel geholfen. Er ist der einzige Gast in 35 Jahren, der durch eine Schwarzbär-Attacke ums Leben gekommen ist.

Ob der Ranger von Georgia nach Maine gehen würde, wenn der Weg so harmlos ist? Brad Free lacht, schüttelt den Kopf. „Wenn ich wandere, will ich Flusswege ablaufen, Blumen anschauen – und zwar relaxt.“ Um den Appalachian Trail zu bezwingen, müsse man ein Getriebener sein. Wie der Blinde, der die dreieinhalb Tausend Kilometer vor zwei Jahren mit seinem Blindenhund ging und anschließend ein Buch über seine Erlebnisse schrieb. Oder der 80-Jährige, der einige Zeit zuvor den Fußmarsch auf sich nahm. Für alle anderen, die nach ettlichen Wochen und unzähligen Schritten die Hoffnung verlieren, gibt es Ranger wie Brad Free. „Wir sammeln alle ein, die auf der Strecke bleiben.“

Philipp Eins

INFO

ANREISE

US-Airways fliegt direkt von Frankfurt (Main) nach Charlotte in North Carolina. Ab Charlotte bietet US-Airways einen Anschlussflug bis Asheville an. Von dort aus sind es nur noch rund 50 Kilometer bis zum Great Smoky Mountains National Park. www.usairways.com.

UNTERKUNFT

Wer auf dem Appalachian Trail wandert, kann in Motels, Gasthäusern oder sogenannten „Shelters“ übernachten. Diese Schutzhütten sind jedoch nur etwas für hartgesottene: Der Schlafraum ist zur Vorderseite offen und sehr spartanisch eingerichtet.

Im Falling Waters Adventure Resort in Bryson City dürfen Gäste wie die Indianer zelten – nur nicht in nordamerikanischen Tipis, sondern in mongolischen Jurten. Dafür sind die großzügigen Kabinen mit einem King-Size-Bett und Kühlschrank ausgestattet. Der Preis: Ab 80 Dollar pro Nacht. Informationen unter www.fallingwatersresort.com.

Wer auf Komfort und gehobene Küche wert legt, ist in der Snowbird Mountaine Lodge in Robbinsville gut aufgehoben. Das Berghotel ist in der Nähe von vier Wasserfällen gelegen und bietet von seiner Terrasse einen traumhaften Ausblick. Die Zimmer sind mit dunklem Holz verkleidet, die Luxusräume mit Kamin und Whirlpool ausgestattet. Die Übernachtung kostet zwischen 180 und 365 Dollar pro Zimmer. Informationen unter www.snowbirdlodge.com.

USA: Kräftemessen in dünner Luft

Mit vier Nationalparks, einem Gebirge mit mehr als 50 Viertausendern und über 2.000 natürlichen Seen ist der US-Bundesstaat Colorado das ideale Ziel für Outdoor-Abenteurer. Jedes Jahr kommen hier Extremsportler zu zahlreichen Wettkämpfen zusammen. Zu den Highlights der diesjährigen Sportsaison im höchstgelegenen Bundesstaat der USA zählen die folgenden Events: Im Dauerlauf über die Rocky Mountains – beim TransRockies Run geht es sechs Tage und 190 km durch die Rocky Mountains. Erwartet werden rund 500 Teilnehmer. Bereits zum vierten Mal findet am 10. September 2011 in Snowmass, einer kleinen Gemeinde neben dem Promi-Skiort Aspen, die „12 Hours of Snowmass“ statt, eines der längsten Radrennen in den USA. Wer schon immer einmal einen Viertausender mit dem Rad bezwingen wollte, ist beim Rennen „Assault on the Peak“ in Colorado Springs genau richtig. Am 28. August 2011 wird zum zweiten Mal das Radrennen auf den Pikes Peak eröffnet. Rund 40 Kilometer, gut 2.300 Höhenmeter und zahlreiche Serpentinen müssen die Teilnehmer meistern, bis sie den Gipfel des 4.300 Meter hohen Pikes Peak erreichen. Als Belohnung winkt den Radlern hier ein spektakulärer Rundumblick über die Landschaft Colorados.

Infos: Weitere Neuigkeiten aus Colorado sowie aktuelle Veranstaltungshinweise sind auf www.colorado.com zu finden. Infos zu den einzelnen Veranstaltungen unter: www.transrockies.com/transrockiesrun/news, www.12hoursofsnowmass.com und www.ridepikespeak.com.